Charaktervorstellung Aheyyad Alisanz

Name: Aheyyad Alisanz

Rasse: Hochelf

Geboren: 1292 (Alter: 61)

Beruf: Musiker

Charaktereigenschaften: Naturverbunden, Gerechtigkeitssinn, Bewahren von Wissen, neugierig, gutgläubig

Stärken: Beherrscht viele Instrumente, Wissen über Sagen und Lieder der Hochelfen, vereinzelt auch der Menschen. Motivationsfähigkeit

Schwächen: Angst vor direkter Konfrontation, keine Kampferfahrung, naiv

Herkunft: Tawariant (Parsifal)

Wohnort: Távaryn (Bachor-Clan)

Religion: Gwador / Carme

Aussehen: Blonde, lange Haare. Blau-graue Augen. 176cm groß, Schlanker Körperbau

Zauber:

Klänge der Natur

Eine liebliche Melodie ertönt, die alle Nicht-Elfen entweder schläfrig macht, sie beruhigt, sie ablenkt oder ihnen Mut verleiht.

Rosenranken

Der Anwender lässt dornige Ranken mit wunderschönen Rosenblüten, aus dem Boden sprießen die das Ziel fesseln und leichte Verletzungen zufügen (Keine Verletzung bei Rüstung ,ungerüstet 1Lp Schaden/ das Ziel muss in jeder Runde, statt anzugreifen würfeln, um sich zu befreien . Dies kostet den Angriffswurf.)

Heilender Hauch

Ein Hauch aus heilender Magie, die einfache Wunden verschliesen und oberflächliche Verletzungen heilen kann (Heilt 1 Lp)

Geschichte

Das Feuer prasselte leise im Kamin. Ich zog meine Decke ein wenig weiter über meine Knie und blickte zur Seite. Neben mir schaute Mutter gedankenverloren in die Flammen. Fetzen der Erinnerung bedeckten meine Gedanken. Ich sah … meinen Vater. Ich musste es wissen …

„Mutter?“ fragte ich sanft, mein Herz pochend. Zunächst rührte sie sich nicht, ehe sie langsam herüberschaute und mir ein warmes Lächeln schenkte. Ich fuhr fort. „Ich weiß es schmerzt dich darüber zu reden, doch … magst du mir von Vater erzählen?“ Mutters warmes Lächeln gefriert. Sie scheint durch mich hindurch zu blicken, ehe sie ein Schütteln durchfährt. Sie blickt mich an, mit nachdenklichen Augen.

„Mutter, auch mich schmerzt es, doch ich werde keine Ruhe finden, bis ich die Wahrheit erfahren habe.“

„Mein Kind … ich habe dir doch bereits –„

„Warum musste er von uns gehen?“

Das traurige Gesicht mir gegenüber seufzte. „Also gut. Ich werde erzählen, was ich weiß. Doch auch mich plagen die unbeantworteten Fragen aus jener Zeit. Also hab Geduld mit deiner alten Mutter.“

Ihre Stimme wird undeutlich, die Welt verschwimmt und ich erwache aus meiner Erinnerung. Sie stammt aus meiner Jugend. Aus einer Zeit fernab der Zivilisation. Lange Zeit lebte ich mit meiner Mutter an einem zurückgezogenen Ort mit einer kleinen Gruppe an Hochelfen. Es war eine zeit der Heilung, mit der Natur verbunden. Geboren wurde ich allerdings in der Stadt Tawariant in Parsifal im Jahre 1304. Die Hochelfenstadt hatte seine Blütezeit gerade hinter sich und sah sich der Herausforderung fortwährender Anfeindungen des Chaos‘ gegenübergestellt. Mein Vater war Teil der Stadtwache, eine Berufswahl, die meine Mutter oft besorgte. Als Kind fiel es mir nicht auf, doch Tawariant schritt unaufhaltsam dem Untergang entgegen, mal schneller, mal langsamer. Die Stadt leerte sich und Meldungen von Dunkelelfen machten verhäuft die Runde. Mein Vater war der Ansicht, das Chaos habe sein finsteres Auge auf die Stadt geworfen. Man müsse die Stadt verteidigen, um jeden Preis. Im Endeffekt kostete dies vermutlich sein Leben. Meine Mutter hat oft widersprüchliche Ereignisse geschildert, aber ich gehe davon aus, dass mein Vater bei einem Angriff der Dunkeleflen umkam und meine Mutter mit mir floh. Anschließend lebten wir lange in einer behüteten Kommune, in der ich aufwuchs. Meine Mutter kannte viele Geschichten, welche sie mir erzählte. Auch brachte sie mir die rudimentäre Bedienung der Laute bei. Musik faszinierte mich von Beginn an, wissbegierig wollte ich verschiedenste Instrumente erlernen und mit ihnen Lieder dichten, in denen ich die Geschichten meiner Mutter zum Leben bringen konnte.

Unser Dorf hatte jedoch nur begrenzte Kapazitäten meinen Wissensdurst zu stillen und so zog ich aus in die Welt. Meine Mutter ließ mich nur ungerne ziehen, sie liebte dieses Leben und hatte Sorge um mich. Es brauchte einige Überzeugungsarbeit und letztendlich sah sie schweren Herzens ein, dass sich unsere Wege notwendigerweise eines Tages trennen müssen.

Ich zog also aus in die nächstgelegene große Stadt, in der ich mich der musikalischen Bildung widmete. Es gab so viel Neues zu lernen und zu entdecken. Die Stadt war größtenteils besiedelt von Hochelfen. Als später die ersten Menschen in die Stadt kamen, luden wir sie unvoreingenommen ein. Doch dabei musste ich von der wandelmutige Natur der Menschen lernen. Ihre scheinbar willkürliche Feindseligkeit einander gegenüber verwirrte mich. Doch je mehr ich Kontakt zu ihnen pflegte, lernte ich, nicht die Menschheit insgesamt dafür verantwortlich zu machen. Vor allem unter menschlichen Musikern fand ich bald viele Gleichgesinnte. Auch sie würdigten die Natur und erhielten mit ihren Liedern ihr kulturelles Erbe aufrecht. Auf dieser Basis enstanden einige Freundschaften.

In der Stadt lebten vereinzelt auch Anhänger des Chaos. Jedoch hielten sie sich sehr bedeckt und waren versucht sich zu integrieren. Eine offene Konfrontation mit dem Chaos musste ich nie erleben. Es blieben nur erneut die mahnenden Lieder, die ihn an die scheinbare Feindseligkeit des Chaos‘ erinnerten. Und natürlich die Erinnerung an meinen Vater.

Doch auch dieses Kapitel meines Lebens musste sich schließen, ich sehnte mich nach einer größeren Reise. Schon immer hatte ich Geschichten über die Hauptstat Parsifal vernommen. Eine Stadt in der alle Rassen und Kulturen vereint leben? Es muss ein Paradies sein für einen Künstler wie mich. ich hatte vereinzelt Lieder der Menschen gelernt, doch ich wollte noch weitere lernen. Hatten die Orks auch eine solche Kultur? So sehr ich mich vor dem Chaos fürchtete, so sehr packte mich die Neugier. Also brach ich auf.

In Lohengrin war ich überwältigt von der schieren Größe der Stadt und war staunte über das regen Treiben. Ich verbrachte einige Tage dort, bis ich mich wohl fühlte, neue Kontakte zu knüpfen. Ich traf einen hilfsbereiten Menschen, der mich umherführte. Auf dem Marktplatz kamen wir in ein Gespräch mit einem weiteren Menschen, sowie einem Hochzwerg. Nach einiger Zeit gesellte sich ebenfalls eine ältere Dunkelelfin dazu. In dieser Konstellation dachte ich mir nichts weiter dabei. In meinem bisherigen Leben hielten sich Dunkelelfen stets bedeckt und sie war stark in der Unterzahl. Somit folgte ich der Einladung, eine Taverne aufzusuchen. Diese befand sich in einer etwas dunkleren Gegend der Stadt, aber ich konnte ja die Idylle meiner Jugend nicht in jedem Winkel der Hauptstadt erwarten. Zusammen gingen wir also hinein und nahmen Platz. Erst sehr spät fiel mir der grimmig dreinblickende Dunkelelf hinter der Theke auf. Ich trank noch gemächlich meinen Tee weiter, als die Menschen und der Zwerg sehr zügig die Taverne wieder verliessen. Zögerlich trank ich einen weiteren Schluck. Ich werde doch meinen Tee nicht einfach stehen lassen. Als ich erneut aufblickte, funkelten die Augen des Barkeepers bedrohlich. Meine Hände begannen zu zittern. Noch nie hatte ich solch Feindseligkeit erlebt. Der Dunkelelf trat hinter der Theke hervor.

„Was gaffst du so? Hat man dir nicht beigebracht dich zu benehmen?“

Ich schluckte. „I – ich … mitnichten, also…“

„Du wagst es mir Widerspruch zu geben?“

Zögernd erhebte ich mich. „Ich will dann auch nicht länger…“

Der Dunkelelf lachte verächtlich. „Warte nur ab, dir zeig ich-„

„Genug!“ Plötzlich erhebte die alte Dunkelelfin das Wort. „Hier soll heute kein Blut vergossen werden.“

Überrascht sah ich sie an, ich hatte ihre Anwesenheit fast vergessen. Eilend erhob ich mich, um Richtung Ausgang zu eilen. Da stellte sie sich mir in den Weg. „Na na Fremder, wieso denn so eilig. Wollt ihr euch nicht noch bedanken?“ sagte sie mit einem schälmischen Grinsen.

Am ganzen Körper zitternd nickte ich. „Da – Danke…“

„Na geht doch“ antwortete sie und gab den Weg frei zur Tür. Auf dem Weg nach draußen hörte ich Gelächter hinter mir, doch ich wollte nur weg von diesem Ort.

An diesem Tag lernte ich, dass die mahnenden Gedichte meiner Mutter eine furchtbare Wahrheit mit sich tragen. Ich verstand an dem Abend meinen Vater und verachtete meine Hilflosigkeit und Naivität. Gleichzeitig war ich von Angst gepackt und konnte nicht länger in dieser Stadt verweilen. Mit dem nächstmöglichen Schiff segelte ich nach Távaryn, um erneut unter Gleichgesinnten zu sein.

Ich lebe nun seit einiger Zeit dort und bin bei der Cilme dem Bachor Clan beigetreten. Ebenfalls nahm ich eine Stelle als Musikdozent an der Akademie auf. Ich kann mich nun erneut auf das fokussieren, was mir in meinem Leben stets am wichtigsten war: Musik.

Quelle

Artbreeder

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die Vorstellung ist hiermit angenommen.

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