Charaktervorstellung Elijah Adanell (Parsifal)

Name: Elijah Adanell
Rasse: Hochelf
Beruf: Kaufmann
Geburtsdatum: 1.6.1223
Alter: 120 Jahre
Religion: Gaia
Wohnort: Meyrin/Lohengrin

Stärken: Guter Lügner, manipulativ, Anpassungsfähig
Schwächen: Nicht wirklich Schmerztolerant, schwaches Selbstvertrauen, kein guter Kämpfer
Merkmale: Leicht blasse Haut, sehr helles Haar, trägt für sein Leben gern Mäntel, ein kleines bisschen größer als der Durchschnittself

Familie:
Elias Adanell, Viktoria Adanell (Eltern)
Aranell Kenta Adanell (nivea69, Sohn)

Eigenschaften: versucht Konflikte so gut es geht zu vermeiden, kaum bis keine Begabung für Magie o.ä., neugierig, liebt das Meer und Wasser allgemein

Ich wurde in ein reiches Leben hineingeboren. Da mein Vater ein erfolgreicher Geschäftsmann war, konnten wir uns ein großes Haus leisten und waren durch den Wohlstand auch ein Teil des niedrigen Adels. Von klein auf musste ich nicht viel tun… meine Zukunft war abgesichert, da ich zum Nachfolger meines Vaters ernannt wurde und somit einen sicheren Verdienst hatte, wenn er irgendwann sterben sollte. Auch im Haushalt hatten wir nicht viel zu tun, da wir uns ein paar Bedienstete leisten konnten, die bei uns im Haus und im Hof für ein wenig Geld gearbeitet haben.

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Mir war bewusst, dass wir ein Teil der oberen Schicht waren. Jeden Sonntag als wir auf dem Markt waren, wurden wir von den meisten skeptisch beobachtet und man hat versucht, uns die meisten Sachen etwas teurer zu verkaufen als den anderen. Irgendwann ging es dann so weit, dass man uns kaum etwas verkaufen wollte, wodurch wir unsere Arbeiter auf den Markt schicken mussten, um für uns einzukaufen. Aber abgesehen davon, führten wir ein glückliches Leben.

Nicht gerade viele Jahre später hat man gemerkt, dass die Spanne zwischen arm und reich immer größer wurde und sich ein regelrechter Hass gegen die Oberschicht entwickelt hat. Teilweise mussten wir uns tagelang zu Hause verstecken, da auf uns ein regelrechtes Kopfgeld ausgesetzt war. Das ging dann irgendwann so weit, dass selbst unsere Angestellten versucht haben, uns zu töten. Mal war es eine vergiftete Mahlzeit und mal war es einfach nur versuchter Mord im Schlaf. Als man eines Tages unser Haus stürmen wollte, haben wir beschlossen, dass es besser ist von dort zu fliehen. Wir haben uns mit unseren wichtigsten Habseligkeiten auf den Weg zu einem abgelegenen Häuschen gemacht, welches uns gehört und in den letzten Jahren leer stand. Dort lebten wir für die nächsten Jahre.

Da wir von der nächsten Stadt gut eine Tagesreise entfernt waren, wurde es jedoch auf Dauer ziemlich einsam und die Vorstellung den Rest meines Lebens nur mit meinen Eltern verbringen zu müssen hat mich doch etwas abgeschreckt. Je öfter ich es angesprochen habe, desto mehr hatte ich das Verlangen einfach so über Nacht abzuhauen… mir irgendwo ein neues Leben aufzubauen. Nur für mich, ohne die permanente Angst, dass man uns finden würde… das ging so lang weiter, bis ich meine Eltern endlich dazu überreden konnte, gehen zu dürfen. Mein Vater war immer dagegen, dass ich gehe aber meine Mutter hatte verstanden, dass ich mich nach mehr als nur einem Leben in Einsamkeit sehne. So kam es, dass ich mich eines Abends auf ein Schiff begab, um mir ein neues Leben aufzubauen.

Die Fahrt über die See verlief die ersten 2 Tage relativ ruhig und ohne große Schwierigkeiten. Einzig und allein der Wellengang hat ein paar der Passagiere zu schaffen gemacht. Mir persönlich ging es nicht so, da ich schon von klein auf oft auf unserem kleinen Boot unterwegs waren und ich mich daran gewöhnt hatte.

Eines Tages sah man am Horizont ein anderes Schiff, welches ein wenig kleiner als unseres war, jedoch schwer bewaffnet. Unsere Vermutung war, dass es ein Kriegsschiff war. Wobei… wenn ich darüber nachdenke war es keine Vermutung sondern wir haben es einfach gehofft. Denn unser Schiff hatte keinerlei Waffen an Bord und es gab nur ungefähr 3 Leute, die eine Kampfausbildung genossen hatten. Leider meinte es das Schicksal wohl nicht so gut mit uns… Innerhalb weniger Minuten stand uns das Schiff gegenüber und es fing damit an, dass sie mit uns zuriefen, dass wir anfangen sollen, um unser Leben zu betteln. Wenige Sekunden später fingen sie an, unser Schiff anzugreifen und es zu zerstören. Es war ein furchterregender Anblick zu sehen, wie sie anfingen die Mitreisenden zu bedrohen und zu schlagen. Sie machten vor niemandem halt. Jeder der ihnen nicht sofort gegeben hat, was sie verlangten wurde entweder brutal zusammengeschlagen oder für den Fall, dass es sich um ein Kind handelte das sich weigerte, wurden die Eltern dafür bestraft und geschlagen. Mir war bewusst, dass es keinen Sinn macht, sich zu wehren. Ich bin nie dafür bekannt gewesen, dass ich begabt im Kampf oder ähnlichem war. Das einzige, was mir hätte ein wenig helfen können, war eine Art der Illusionsmagie, mit der sich andere schnell täuschen lassen. Jedoch war ich keinesfalls ein Meister darin… eher das Gegenteil. Ich war noch ein Anfänger der nicht mal eine einzige Person unter normalen Umständen täuschen kann. Bei einer ganzen Mannschaft und während eines Angriffes hätte ich keine Chance gehabt, wenn ich es versucht hätte. Also blieb mir nichts übrig als mich dem ganzen wehrlos hinzugeben und zu tun, was man mir befohlen hatte. Man wollte mir, da ich kooperierte nicht viel antun. Das einzige was man mir befohlen hatte, war mich niederzuknien, damit man mich fesseln und verschleppen kann. Anscheinend hielt man mich für nützlich. Anders könnte ich es mir nicht erklären, dass ich der Einzige war, der verschleppt wurde. Auf dem anderen Schiff angelangt wurde ich ohne viele Worte in eine kleine, alte und modrige Zelle gesperrt. Man hat mich für gut ein paar Stunden mir selbst überlassen. Erst als ich für eine Zeit keine Schreie der Opfer mehr hörte, öffnete sich die Tür zu einem Gang der vor meiner Zelle lag. Ich hatte erwartet, dass sich irgendeine groß gebauter Wache auf den Weg zu mir macht und mir das antut, was den anderen bereits passiert ist. Zu meiner Überraschung sah ich etwas, was ich an diesem Ort als letztes erwartet hätte… Eine junge Elfe kam langsam mit einer Schüssel Wasser zu mir und hat es mir vorsichtig vor die Zelle gestellt während sie mich leise fragte, ob ich irgendwo verwundet wäre und ob sie mir helfen könnte. Ich habe all das verneint und vorsichtig ein paar Schlücke getrunken. Sie sagte mir auch, dass sie die Aufgabe hat sich um mich zu kümmern, während ich auf dem Schiff bin. Ich habe nicht viel gemacht außer zustimmend zu nicken, während sie mich vorsichtig gemustert hat. Als sie damit fertig war hat sie sich wieder auf den Weg nach draußen gemacht und sich verabschiedet. Als sie die Türe verschlossen hat, war es wieder still. Draußen schien es mittlerweile Nacht geworden zu sein. Ich habe das letzte bisschen Wasser dazu genutzt es mir ins Gesicht zu schütten in der Hoffnung, dass das alles nur ein Traum sei aus dem ich deswegen aufwache. Als das nicht funktioniert hat, habe ich mich auf das Holzbrett gelegt, was anscheinend ein Bett darstellen soll. Nicht viel später bin ich erschöpft eingeschlafen.


Als ich aufwachte, konnte ich durch ein kleines Fenster erkennen, dass es noch tief in der Nacht war. Aber an Schlaf war nicht mehr wirklich zu denken. Es war schon Vormittag, als sich die Tür zu dem Gang wieder öffnete und sie wieder mit einem Laib Brot und einer Schale voll Wasser zu mir kam. Ich hatte bereits realisiert, dass sie wahrscheinlich die Einzige ist mit der ich in Zukunft ein wenig reden kann. Also nutzte ich diese Chancen die ich hatte so gut wie es ging. Ich fragte sie erst ein bisschen über ihre Herkunft und sie erzählte mir, dass sie sich vor ein paar Jahrzehnten angeschlossen hat, als ihre Familie überfallen wurde. Mehr wollte sie mir zu dem Zeitpunkt nicht sagen. Als sie wieder ging, hat sie mir noch etwas gesagt, was mich ein wenig erschrocken hat: „Dir scheint es ja wieder gut zu gehen. Ich komme nachher nochmal mit den anderen“. Ein paar Minuten später öffnete sich die Tür wieder und ich schaute voller Hoffnung, dass sie wieder kommt zur Türe. Diesmal wurde ich aber enttäuscht. Es waren 3 groß gewachsene Männer, die sie sofort wieder rausscheuchten, nachdem sie die Türe geöffnet hatte. Nicht viel später haben sie die Türe zu meiner Zelle geöffnet und fingen an mich langsam und fast schon beruhigend zu fragen, ob ich irgendwelche besonderen Fähigkeiten hätte, da man auf dem alten Schiff ein Buch in meiner Kabine gefunden hatte welches die Grundlagen der Illusions–und Täuschungsmagie beinhaltete. Ich wusste nicht, warum das für sie im Interesse sein sollte aber es musste einen Grund haben. Also verneinte ich es und sagte, dass ich nichts Besonderes kann. Jedoch sprachen leider genug Beweise gegen mich und viele der alten Passagiere haben ohne mein Wissen während des Überfalls gesagt, dass ich ab und zu geübt habe. Nur wollten sie das auch von mir hören, und dazu war ihnen leider jedes Mittel recht. Es ging über stumpfe Folter, bis zu psychologischem Terror durch Wasserentzug oder dem Befehl den ganzen Tag stehen zu müssen, da ich sonst nur noch schlimmer bestraft werden würde. Lange hielt ich das nicht aus. Schon nach ein paar Tagen hatte ich kapituliert und ihnen alles gesagt, während mich die Elfe mich verpflegte. Dadurch hat sie auch mitbekommen, dass ich meinen Ursprung beim niederen Adel hatte. Und diese Nachricht schien ihr gar nicht gefallen zu haben, wenn ich ihren Gesichtsausdruck richtig deutete. Ab dem Moment an ging alles wieder wie gewohnt weiter. Sie gab mir Verpflegung und hörte mir zu. Wobei sie mit der Zeit immer öfter selbst ein wenig mitgeredet hat und es so gekommen ist, dass ich mich nach ein paar Wochen oder Monaten langsam in sie verliebte. Sie war die Einzige die sich auf dem Schiff um mich gekümmert und beschützt hat. Ich denke, dass ich nur wegen ihr nicht mehr gefoltert wurde. Ich weiß nicht wie sie das gemacht hat aber ich bin ihr unendlich dankbar. Nach ungefähr 8 Monaten sagte sie mir, dass das Schiff bald an einem Hafen anlegen wird. Sie wollte mich befreien… sobald wir keine Stimmen mehr hörten und uns sicher waren, dass niemand mehr auf dem Schiff ist hat sie mich befreit und meine Hand genommen. Wir sind einfach nur losgerannt. Einfach nur weg von diesem dreckigen Schiff, dass mir die letzten Monate geraubt hat. Ich konnte sehen, dass sie nach einer Weile kaum noch Kraft hatte weiterzurennen. Mir ging es gleich… Ich hatte mich ja kaum bewegen können in letzter Zeit. Deswegen fiel mir das Rennen auch nicht gerade leicht. Es war ein Rennen gegen die Zeit. Nach einer Weile wird man bemerken, dass wir weg sind und uns suchen… Wir mussten uns verstecken. Als wir beide sichtlich erschöpft in einem kleinen Wald angelangt waren, haben wir zum Glück schnell eine Höhle ausfindig machen können und haben uns dort während wir uns fest in den Armen hielten auf den Boden gelegt und sind schnell eingeschlafen…

Als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind, haben wir uns erstmal vergewissert, dass wir es geschafft haben. Und da wurde uns erst so richtig klar, was wir geschafft haben. Wir sind nicht nur entkommen… wir haben es geschafft, dass wir ein gemeinsames Leben verbringen können. Aber wir brauchten erstmal einen Unterschlupf. Wir konnten es nicht riskieren in eine Stadt zu gehen. Deswegen mussten wir uns selbst in der Wildnis etwas aufbauen. Es fing an mit einem kleinen überdachten Gerüst und wir haben es immer weiter ausgebaut, bis wir eine kleine Hütte in einem abgelegenen Wald hatten. Das war es also. Unser erstes Zuhause. Wir lebten dort von eine Zeit lang und sie hatte zum Glück früher von ihrer Mutter gelernt, wie man sich Nahrung effektiv anbaut und wo man sauberes Wasser finden kann. Ohne sie wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen… Da wir aber nicht nur allein leben wollten beschlossen wir, dass wir auch mal auf Durchreise gehen und trafen dort immer wieder auf einzelne Dörfer. Und jedes davon mir einer einzigartigen Kultur. Wir waren in malerischen Elfenhainen tief im Wald oder auch für einen Moment in einer Orkstadt. Bis wir eines Tages in einem Dorf waren, dessen Namen wir leider nie erfuhren… Die Einwohner dort waren Fremden gegenüber sehr skeptisch und verraten niemandem etwas über den Ort. Einzig und allein der Priester dort war freundlich zu uns und hat uns angeboten uns zu verheiraten, nachdem er unsere Geschichte gehört hat. Ein Angebot, das wir beide nicht ablehnen konnten. Nicht viel später bekamen wir einen kleinen Sohn geschenkt, dem wir den Namen Aranel Kenta (nivea69 ^^) gaben. Wir lebten die ersten 17 Jahre seines Lebens glücklich zusammen, bis die Felder bei uns kaum noch etwas abgegeben hatten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir, dass es leider wieder Zeit war, sich ein neues Zuhause zu suchen. Ich wollte sie nicht alleine lassen, aber sie ist zu dem Zeitpunkt erkrankt und sie musste zu Hause bleiben… So kam es, dass unser Sohn und ich uns auf den Weg gemacht haben, um ein neues Zuhause zu finden. Wir hatten ein festes Ziel. Ein Land, was zum Zeitpunkt unseres Aufbruchs einen guten Ruf hatte. Der Name dieses Landes war Elysium. Wir waren gut 3 Monate unterwegs, als wir endlich dort ankamen… jedoch entsprach dort nichts mehr dem, was sein Ruf verlauten mochte. Es scheint so, als wäre eine Epidemie über das Land gefallen und die letzten Einwohner dort haben uns geraten, dass wir uns so weit wie möglich von hier entfernen sollen. Hier schien es nicht mehr sicher zu sein. Vorallem nicht für eine Familie. Man sagte uns beiden auch, dass sich die Bürger die es sich leisten konnten alle in ein nicht weit entferntes Land namens Parsifal gereist sind. Da es für uns die einzige Möglichkeit schien, haben wir uns wieder auf den Weg gemacht.

Es war kein leichter Weg. Wir haben erst viel später herausgefunden, dass Parsifal aus mehreren großen Inseln besteht und wir somit ein Schiff benötigten. Ich wollte ihr immer wieder schreiben, dass es uns gut geht und wir bald etwas gefunden haben. Jedoch sind die meisten Brieftauben es nicht gewohnt, so weite Strecken zu fliegen und somit war es Glückssache, ob meine Briefe bei ihr ankamen. Ich war auch stetig in Sorge, ob es ihr gut geht oder ob sich ihre Krankheit verschlimmert hat. Es hat mich innerlich zerfressen, nicht zu wissen wie es ihr geht und ob sie überhaupt noch am Leben ist. Wir sind auf unserer Reise durch Elysium nach Parsifal an mehreren Dörfern und Städten vorbeigekommen, die zu unserer Überraschung noch teilweise bewohnt waren. So waren wir eine Weile in einer Stadt namens Lichtenberg und bis zum Moment vor unserer Schiffsreise noch in Gallifrey, da der Hafen dort noch die letzte Möglichkeit war nach Parsifal zu reisen.

Nachdem Aranel dort für ungefähr 2 Monate gearbeitet haben um uns die Reise leisten zu können, befanden wir uns nach einer kurzen und diesmal ungestörten Schiffsfahrt schon am Hafen in Parsifal und wir haben dort schnell Arbeit gefunden. Wir konnten uns nach einer Weile eine Wohnung in der Hauptstadt namens Lohengrin leisten. Ich habe immer wieder Brieftauben verschickt, in denen stand, dass sie so schnell es geht mit unserem restlichen Geld nach Parsifal reisen soll und ich sie dort erwarten werde. Ich hoffe sie kommt bald.

Ich habe sie unbeschreiblich vermisst!

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