Charaktervorstellung: Neytsyip te Loreiu Kaya'ite (Parsifal)

Name: Neytsyip te Loreiu Kaya’ite
Bevorzugter Name: Neytsyip Kaya’ite

Geschlecht: Weiblich

Alter: 17

Rasse: Elfe

Größe: 1,65m, für eine Elfe wohl eher klein

Wohnort: Kirchenstaat

Beruf: Autorin

Religion: Christentum


Charakter/Eigenschaften

• neugierig
• ehrgeizig/zielstrebig
• bei (noch) Unbekannten etwas schüchtern
• arbeitet oft lieber alleine, mag aber die Gesellschaft von Freunden/Bekannten
• handelt eher emotional

Stärken:
empathisch/mitfühlend
kommt gut mit (fast) allen Rassen zurecht
behält meist innere Ruhe
sieht Dinge positiv

Schwächen:
wird je nach Situation schnell eifersüchtig
leicht verletzlich
oft zu naiv/vertraut zu schnell

Mag:
Gedichte schreiben, Bücher lesen, die Natur, Tiere

Mag nicht:
Menschenmassen, Krieg, Orks (siehe Geschichte)


Meine Geschichte:

Ich wurde am 4.6.1324 in Eynarì geboren. Dies ist ein kleines Waldgebiet mit einem See in der Mitte, wovon ein Fluss in die weiten Gewässer Tipanis mündet. Wir Elfen hausten in den Baumkronen der großen Eichen, welche vor Jahrhunderten rings um den See von unseren Vorfahren gepflanzt wurden. Dort lebte ich als Einzelkind mit meinem Vater und meiner Mutter. Er war ein Mensch und sie war eine Elfe so wie ich. Wir waren weder arm noch reich und doch konnten wir gut leben. Als Kleinkind spielte ich immer gerne mit den anderen Elfenkindern unten am See und unsere Eltern behielten uns von den Bäumen aus im Auge. Über den Tag war dort immer etwas los. Manchmal fanden auch Märkte statt, wo Heiler ihre besonderen Kräuter feilboten und Magierelfen uns Kinder mit ihren Tricks zum Staunen brachten. Einmal im Jahr jedoch feierten wir ein ganz besonderes Fest: das Frühlingsfest. Wie der Name schon sagt, fand dies am Anfang des Jahres statt, wenn die Sonne immer öfter durch die Wolkendecke kam, der Schnee anfing zu schmelzen und die ersten Schneeglöckchen aus dem feuchten Erdboden hervorkamen. In dieser Zeit verwandelte sich unsere kleine Lichtung in einen farbenfrohen, bezaubernden Ort, erfüllt von beschwingter Musik, ausgelassenem Tanz und heiteren Gesprächen.

Und wie die Jahre über den Wald zogen wurde ich älter, mein Vater brachte mir das Bogenschießen bei, meine Mutter lehrte mich die Kunst der Literatur, denn sie war selbst eine ausgezeichnete Autorin. Oft lauschte ich fasziniert ihren Gedichten und Einschlafgeschichten, welche mich noch heute immer wieder verzaubern. Ich weiß nicht, ob das gute Verhältnis zu meiner Mutter daher kam, dass ich die Literatur selbst für mich entdeckte oder dass ich von Anfang an nie sehr gut mit Pfeil und Bogen umgehen konnte, aber ihr stand ich immer etwas näher als meinem Vater.

Dies änderte jedoch nichts an dem zerrissenen Gefühl, was in mir aufkam an jenem Tag, als mein Leben eine furchtbare Wendung nahm und ich die beiden verlassen musste.

Es passierte im Jahr 1338, in den frühen Morgenstunden, als die rot-orangene Morgensonne langsam am Horizont auftauchte. Ganz Eynarì lag noch in ihren Betten und schlief, als mich plötzlich ein lauter Knall aus dem Schlaf riss. Ich erschrak fürchterlich, dann noch ein Knall, diesmal näher. Ich stürmte in das Schlafzimmer meiner Eltern, welche ebenfalls durch den Lärm geweckt wurden. In den blauen, normalerweise gelassenen Augen meines Vaters stand die blanke Angst, er sagte meiner Mutter etwas, redete jedoch so schnell, dass ich es nicht verstehen konnte. Plötzlich flog ein brennender Pfeil durch das Fenster und blieb in der Wand neben mir stecken. Im nächsten Moment rissen mich meine Eltern mit durch den ausgehöhlten Stamm unseres Baumes, während ich immernoch sehr verwirrt von allem war. Wir waren sehr schnell, jedoch nicht schnell genug, denn als wir fast den Boden erreicht hatten, schlug über uns ein gewaltiger Steinbrocken mit ohrenbetäubendem Krachen in den Baum ein und riss die gesamte Baumkrone und den Stamm mit sich zu Boden. Wir sprangen die letzten Meter und gelangten mit Mühe zum See, wo wir andere ebenfalls aus ihren Bäumen flüchten und herumrennen sahen. Ich sah meinen Vater von uns fort ins Getümmel rennen. »Papa!« schrie ich, riss mich von meiner Mutter los und wollte ihm folgen. Jedoch kam ich nicht weit, denn ein Junge stieß mich im Vorbeirennen zu Boden. Ich konnte mich mit meinen Händen abfangen und sah mein verängstigtes Gesicht im Wasser des Sees. Das Wasser war aber nicht mehr blau und schimmernd wie immer, jetzt sah ich nur rote, braune und gelbe Farbtupfer im Spiegelbild. Ich hob meinen Kopf und mir bot sich ein Bild des blanken Horrors: Bäume standen lichterloh in Flammen, waren zum Teil bis auf den Boden niedergebrannt, der Himmel grau von dem ganzen Rauch und der Asche. Elfen rannten panisch umher, weinende Kinder waren zu hören, Schreie in der Luft. Meine Mutter packte mich von hinten am Arm und zog mich zurück auf die Beine. Ich sah in ihr Gesicht, Tränen rannen ihre Wangen hinunter. »Das hätte alles nicht so passieren sollen, Ney, es tut mir so leid.« sagte sie mit zittriger Stimme. Ich verstand immer noch nicht. »Was – Was meinst du denn damit?? Wo ist Papa?!« rief ich verzweifelt, doch sie fasste mich an den Schulten und sah mich mit flehendem Blick an. »Ich kann dir das nicht erklären, es ist zu spät! Bitte lauf, lauf weg so schnell du kannst.« Ich wollte etwas erwidern, doch dann sahen wir, wie eine Gruppe großer, wuchtiger Gestalten aus dem Wald auf uns zu rannten, Äxte und Schwerter erhoben. Ihre Kampfschreie durchschnitten das Chaos. Orks. Von ihnen hatte ich in den Gruselgeschichten von früher gehört, nie hatte ich einen wirklich gesehen. Ich drehte mich zu meiner Mutter, welche mich an sich drückte und ein letztes Mal in die Arme schloss. Ich sah ihr die Verzweiflung an, als sie zurücktrat. »Lauf jetzt, soweit dich deine Beine tragen!« Ich nickte nur mit Tränen in den Augen. Sie sah mich ein letztes Mal an und verschwand dann im Getümmel. Ich drehte mich sofort um und rannte los, blickte nicht mehr zurück. Auch dann nicht mehr, als die Schreie des Gemetzels an meine Ohren drangen und langsam aber sicher immer leiser wurden…

Ab da reiste ich alleine. Wie lange ich weiterlief und wie ich überlebte, weiß ich nicht, da es alles wie in einem Nebel war. Als ich mir irgendwann meiner Umgebung und mir selbst wieder bewusst wurde, fing ich an, nach einem Ort zu suchen, wo ich leben kann. So gelangte ich nach vielen weiteren Tagen nach Parsifal.

Wie dort nun meine Zukunft sein wird und was sich aus allem entwickelt, weiß ich noch nicht, aber eines weiß ich: das ist der Anfang von etwas Neuem!

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Und Erdbeereis für alle :smiley:

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lul wat? XD

na dann weiß ich ja schon mal von wem ich mich vernhalte :stuck_out_tongue: :grin:

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