Charaktervorstellung von Äelin Elendur (CiraThomasen)

Charaktervorstellung von Äelin Elendur (CiraThomasen)
Hoffe, ist nicht zu lang. Ich liebe es, Geschichten zu schreiben… Und das ist mein 1. Steckbrief bei euch ^^

Name: Äelin Elendur

Alter: 22

Aussehen: 1,65 m gross, blondes Haar, helle Haut, trägt oft Blumen im Haar.

Rasse: Mensch

Beruf: Bardin (= Sängerin, Dichterin -> Musikerin)

Religion: Christentum

Wohnhaft: In der Wildnis

Charaktereigenschaften: freundlich, loyal, misstrauisch, liebt Blumen, musikalisch

Stärken:

  • schlau und durchschaut andere
  • sehr musikalisch –> kann sehr gut die Laute spielen und singen
  • lernt schnell neue Fähigkeiten

Schwächen:

  • trinkt oft Alkohol (wird langsam eine Sucht)
  • Trauma von früher:
    hat Angst, geliebte Menschen zu verlieren und ist daher sehr beschützerisch
    hat Angst vor tiefem Gewässer, da ihr Bruder ertrunken ist
    misstrauisch gegenüber Fremden, vertraut keinem Fremden

Geschichte:

Äelin war die jüngste Tochter von König Karl und Königin Äelin I. Elendur von Helfenstein. Sie hatte 3 Jahre ältere Geschwister: die Zwillinge Arya und Luca. Ihre Geschwister wurden nach Verwandten des Vaters benannt. Äelin erhielt den Namen ihrer Mutter, da sie dieser sehr ähnlich aussah und mit der Zeit die gleichen Fähigkeiten hatte. Ihre Mutter war ursprünglich eine Musikantin und betrieb ein eigenes, kleines Gasthaus. Als der damals junge König die hübsche Maid erblickte, war es Liebe auf den ersten Blick. Um die Liebe seiner zukünftigen Königin zu erhalten, schmückte er ihr Gasthäuschen mit Blumen und lies Rosen vor dem Gasthäuschen wachsen.

Äelins Mutter, die Königin, starb früh. Da war Äelin gerade mal 5 Jahre alt. Man munkelte im Dorf, dass die Königin vergiftet wurde, doch man konnte nichts beweisen. Der König zog sich in seiner Trauer immer mehr zurück und so wurden die Geschwister von einer Zofe aufgezogen. Prinz Luca wurde von einem der Ritter ausgebildet, während Arya und Äelin das Weben, Stricken, Kochen und Putzen lernten, also alles das, was eine Burgdame können muss. Man entdeckte Äelins Begabung für die Musik früh und so förderte man sie. Doch auch schreiben und lesen musste sie lernen. Sie verbrachte oft Tagelang in der Bibliothek. Und so fand sie eines Tages ein altes Buch in der Bibliothek des Schlosses:

Die Legende von Lord Heinrich IV. und Königin Katharina III. von Helfenstein

Kapitel 1: Wie alles begann …

Vor vielen Jahren hatten sich einige Siedler irgendwo in der Wildnis niedergelassen. Es gab grüne Landschaften mit unzähligen Flüssen und Seen, eine kleine Wüste, aber auch ein Schneegebiet. Die Siedler siedelten zuerst in der grünen Landschaft an und bauten Häuser. Bald kamen Brücken, Kirchen und Bauernhöfe dazu. Später kamen noch die Schmiede, eine Werkstatt und eine Bäckerei hinzu. Doch der Platz wurde mit der Zeit zu klein und man fing an in der Wüste zu bauen. Das Schneegebiet wurde gemieden, weil es einfach viel zu kalt war. Das kleine Dörfchen lebte für lange Zeit in Harmonie und Friede, das Dörfchen wurde zu einer grossen Stadt und bekam den Namen Helfenstein . Eines Tages brach ein grosser Streit aus. Jemand glaubte daran, dass man sich im Schneegebiet ansiedeln soll. Eine andere Partei wollte sich aber in den Wald hinein kämpfen. Man hatte keinen Anführer und keinen Richter, welcher den Streit beschwichtigen könnte. Wie sollte man den Streit also lösen?
Da erinnerte sich eine Familie daran, dass ihre Vorfahren die ersten Siedler waren und das erste Haus hier im Dorf gebaut hatten. Also entschied sich das Dorf, dass diese Familie „Lord & Lady von Helfenstein“ wurde.
Jahre zogen ins Land und das Dörfchen wuchs. Da bekam die Lady von Helfenstein 2 Söhne und beide waren zum Herrschen geeignet. Da entschied sich der Lord, ein Schloss zu bauen. Das Schloss Helfenstein.
Fortan waren der Lord und die Lady von Helfenstein der König und die Königin von Helfenstein. Der König versprach, dass der erste Sohn, welcher heiraten würde, König von Helfenstein werden würde. Und so wurde der erste Sohn König Ulrich I. von Helfenstein. Generationen nach Generationen verbrachten ihr Leben hier. Es waren wieder friedliche Zeiten.

Kapitel 2: Königin Katharina III. von Helfenstein

Vor nicht allzu langer Zeit suchte die junge, frischgekrönte Königin Katharina III. von Helfenstein einen Ehegatten. Sie hatte erst gerade den Thron bestiegen, als ihr Vater bei einem Jagdausflug starb. Doch es gab in der ganzen Stadt keinen geeigneten Mann, ausser der Lord Heinrich IV. von Wolfsburg, welcher gerade auf Reisen durch das Land war. Der junge Lord hielt um die Hand der Königin an und schon bald wurde eine grosse Hochzeit gefeiert. Nur ein Jahr später kam die hübsche Tochter Prinzessin Sophie auf die Welt. Aus Liebe zu seiner Frau und seiner Tochter, entschied der Lord nach Helfenstein zu ziehen. Er nahm all sein Hab und Gut und sein Hofgefolge mit.
Das Dorf nahm immer wieder neue Reisende auf und viele hatten anfangs gar kein Zuhause, kein Dach über dem Kopf. Deswegen entschied die Königin, ein Wirtshaus zu bauen. Ein Wirt wurde schnell gefunden und eine Eröffnungsfeier wurde gefeiert. Es gab an diesem Tag Speisen um sonst. Die Prinzessin liebäugelte mit dem Wirt.
Doch kurz darauf musste der Lord in den Krieg ziehen, da eine verbündete Stadt um Hilfe gegen Barbaren bat, welche immer wieder angriffen. Der Lord nahm einen Diener namens Justin und zwei Ritter namens Marcel und Markus mit.
Die Königin und ihre Tochter gingen fortan immer wieder in das Wirtshaus essen, um nicht ganz alleine im Schloss zu sein. Der Wirt verlangte nie Gold. Die Königin ahnte bereits, dass er eines Tages sie hassen würde. Nur ein paar Nachtessen später hörte sich die Königin die Bittgesuche ihres Volkes an. Da kam auch der Wirt vorbei und erzählte von seiner Not: „Da Ihr immer bei mit kostenlos esst, mache ich Verlust. Ich weiss bald nicht mehr, wie ich meine Steuern bezahlen soll!“
Die Königin erkannte ein gefährliches Glitzern in seinen Augen, hatte aber Mitleid mit ihm: „Ich werde meine Schulden bei euch begleichen. Sagt mir nur, wie viel ich euch schulde.“ Und mit Goldstücken in der Tasche verliess der Wirt den Thronsaal des Schlosses.
Dann kam die traurige Nachricht per Taube: Der Lord starb im Krieg, zusammen mit seinen beiden Rittern und dem Diener.

Ein paar Tage später hörte sich die Königin wieder Bittgesuche an. Dieses Mal war sie ganz in Schwarz gekleidet. Der Kriegsheld Adam Egbert, ein 30-jähriger Mann von weit her, versprach der nun schutzlosen Königin seine Unterstützung und sein Schiff, die „Dragon Fire“.
Als die Königin eine Woche später wieder Bittgesuchen anhörte, sprach der Wirt: „Die Steuern sind zu hoch!“ Völlig überfordert widersprach die Königin dem. „Es handelt sich ja bloss um den Zehnten!“

Der Bauer wies auf einen Missstand beim Friedhof hin. Ein Grabstein soll falsch beschriftet worden sein. Sie versprach dem nachzugehen. „Danke Milady, das wäre dann alles. Danke, dass ihr auch unsere Wünsche beachtet.“ Die Königin wollte soeben antworten, als ein dunkler Schatten angerannt kam und ihr den Kopf abschlug …
Die Königin wurde neben ihrem Mann in den Katakomben der Kirche begraben. Der neue König wurde der Thronräuber Adam Egbert, während die Tochter der Königin, Prinzessin Sophie, auf den Thron verzichtete und die Bäckerei leitete. Doch nur ein Jahr später wurde sie vom Wirt ermordet, den sie so sehr liebte. Prinzessin Sophie wurde neben ihren Eltern begraben.

Ich schreibe diese Geschichte auf, als Maester ihrer Königin, in der Hoffnung, dass die rechtmässige Königin ihren Platz einnehmen kann. Denn was viele nicht wissen, ist, dass die Königin eine Bastardtochter hatte, bevor sie Prinzessin Sophie bekam: Morgana.

Äelin schrieb diese Geschichte in ihr Tagebuch auf, erzählte aber niemandem davon. Sie verstand, dass ihr Grossvater die damalige Königin umgebracht hatte. Sie verstand, dass ihre Familie nicht die rechtmässigen Herrscher waren. Hätte sie doch jemandem von dieser Geschichte erzählt.

An ihrem 17. Geburtstag, wurde ein grosses Fest gefeiert und viele Menschen wurden eingeladen. Da das Schloss einen Weinkeller besass, wurde auch viel Wein serviert. Äelin liebte schon damals den Wein. Da kam plötzlich eine Fremde in den Festsaal des Schlosses und stellte sich als Morgana vor. Tochter der Königin Katharina III.
Nur ein paar Tage später fand sie ihren Vater leblos in seinem Schlafgemach wieder. In seinen Händen hielt er den Umhang ihrer Mutter. Diesen Umhang trägt Äelin heute noch.

Da Arya älter war wie Luca, wurde sie die nächste Königin. Aber bis zu ihrer Krönung musste sie noch ihre Tanten und ihren Onkel, sowie dessen Sohn betrauern… Ihren Bruder fanden die beiden Prinzessinnen im Schlossgarten, ertrunken im Teich. Wer brachte die gesamte königliche Familie um? Äelin flehte ihre Schwester an, sie solle fliehen. Als Kronprinzessin und baldige Königin würde man nach ihrem Leben trachten. Doch Arya weigerte sich und blieb in Helfenstein. Morgana kam und bot ihre Hilfe an, den Schuldigen zu finden. Wie sie den Schuldigen finden könne? „Ich bin Morgana, Tochter von Königin Katharina III. und eines uralten Zauberers. Ich bin eine Hexe…“
Tage vergingen und man plante die Krönung der Kronprinzessin. Äelin verbrachte diese Tage viel Zeit in dem alten Gasthäuschen ihrer Mutter.
Als es endlich so weit war, feierte man den grossen Tag der neuen Königin. Für einen Tag vergass man die Toten. Und am Ende des Tages, als Königin Arya II. einen Spaziergang in den Schlossgarten unternahm, war auch ihr letztes Stündchen geschlagen. Äelin konnte beobachten, wie die Hexe Morgana ihrer Schwester einen Dolch in den Bauch bohrte. Morgana hatte die ganze Königsfamilie umgebracht!

Starr von Schreck, konnte sie sich zuerst nicht bewegen, doch Morgana bemerkte, dass sie beobachtet worden war. Sie sprach: „Und du bist die Nächste, letzte Nachkommin des Thronräubers!“

Äelin rannte um ihr Leben und versuchte sich im Schloss zu verstecken. Sie wusste, sie musste verschwinden. Sie konnte nicht hier bleiben. Hier würde sie nur sterben. In ihrem Zimmer packte sie schnell einen Rucksack mit ein bisschen Gold, Kleidung, ihrem Lieblingsbuch und ihrem Tagebuch. Die Laute ihrer Mutter band sie sich sorgfältig um. Dann schlich sie durch einen Geheimgang in die Küche und packte Proviant ein.

Man hörte, wie Morgana, die Königin von Helfenstein, Befehle im Schloss rief und verlangte, dass man die Prinzessin ihr ausliefern würde.

Äelin konnte schlussendlich fliehen, doch war ihr Herz gebrochen: Ihre gesamte Familie tot. Betrogen von einer Fremden, welche einst Hilfe anbot. Und alles begann mit ihrem Grossvater, welcher wie Morgana zuerst Hilfe anbot, bevor er Königin Katharina betrog und sie tötete.

Die einstige Prinzessin wanderte von einem Dorf zum nächsten, erbettelte sich ein bisschen Brot und Kleidung, spielte in Wirts- und Gasthäusern auf ihrer Laute und sang dazu. Sie erzählte niemandem von ihrer Vergangenheit und auch niemand erkannte die Prinzessin. Doch wirklich trauen konnte Äelin keinem mehr.

Eines Tages kam sie durch den Nebel nach Parsifal. Doch nicht in der Lage, jemandem zu trauen, wanderte sie umher, bis sie eines Tages ein schönes Plätzchen in der Wildnis fand. Hier würde sie sich niederlassen und wenn es sein musste, Helfenstein unter einem neuen Namen wieder neu aufzubauen. Doch würde sie niemals die Geschichte ihrer Familie vergessen. Doch zuerst brauchte sie Verbündete in diesem fremden Land.

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Liegt Drachenstein in der realen Welt?

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Ja, es ist rotzdem ein fiktiver Ort ^^

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Das ist leider nicht zulässig.

Da du ein Mensch bist muss dein Charakter aus einem real im Mittelalter des 14. Jahrhunderts existierenden Ort kommen, bitte überarbeite das nochmal.

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So aus Drachenstein ist nun Helfenstein gefunden. Ein Ort in der Nähe des heutigen Stuttgarts.

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Hab es noch nicht gelesen aber „zu lang“ gibt es hier nicht.

Edit: Stimme Haakon zu :stuck_out_tongue:

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So habe nun den Steckbrief angepasst und den Namen überall geändert, sowie die Geschichte der Wolfsburg angepasst. Hoffe, es passt nun so ^^

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Ja, das passt jetzt so. Vorstellung ist nun angenommen! :slight_smile:

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Kapitel 1: Äelin baut sich eine Zukunft auf

Als sie in Lohengrin ankam, war alles so fremd in diesem unbekannten Land. Andere Wesen, andere Religionen, andere Sitten. Doch Äelin konnte niemandem mehr Vertrauen, nicht nachdem ihre gesamte Familie durch falsches Vertrauen ermordet worden war. So lief sie vor einigen Wochen vom Hafen Lohengrins her los, immer am Ufer entlang. Irgendwann würde sie ein schönes Fleckchen finden, an dem sie siedeln konnte. Und vielleicht konnte sie ein bisschen was anpflanzen und Tiere halten, so dass sie mit anderen Dörfern handeln konnte.

Doch während sie ihr Häuschen mit dem Holz der Bäume, welche rund um ihren Lagerplatz wuchsen, baute, bemerkte sie Baulärm, welcher durch das Echo der Berge zu ihr durchdrang. „Da baut doch jemand in meiner Nähe!“, dachte Äelin sich und legte ihr Werkzeug weg. Sie erklomm den Berg, darauf bedacht, nicht auszurutschen oder ihr Kleid zu ruinieren. Sie hatte kaum noch Taler übrig, um sich neue Kleidung zu kaufen. Oben angekommen, blickte sie sich um und sucht nach der Herkunft der Baugeräusche. Da erblickte sie ein grosses Gebäude, an diesem offensichtlich gebaut wurde. Doch weit und breit sah sie kein weiteres Haus, keine Burg, keine Felder. Wer baute so weit draussen, in den Bergen, so ein grosses Gebäude?

Äelin erblickte einen etwas älteren Herrn, welcher gerade an irgendwas herumhämmerte. Äelin überlegte sich gerade, einfach umzudrehen und zu verschwinden. Doch da hatte der Herr Äelin schon entdeckt.

„Seid gegrüsst!“ rief er ihr zu und legte das Werkzeug weg. Äelin war in einer Zwickmühle. „Guten Mittag“, grüsste Äelin den fremden Herrn zurück.

„Was macht ihr hier in den Bergen?“, fragte der Fremde.

„Ich… siedle auf der anderen Seite des Berges… und habe Baulärm gehört“, unsicher blickte Äelin sich um. Sie erwartete, dass jeden Moment Soldaten von Morgana rausstürmten und sich umbringen würden. Oder dass der fremde Herr es tun würde.

„Auf der anderen Seite des Berges? Da ist aber nichts. Wohnt ihr etwa in einem Zelt?“, erkundigte sich der Mann.

„Sozusagen… Aber das reicht mir vollkommen“, antworte Äelin. Sie durfte ihm nicht allzu viel erzählen. Er könnte auf die Nacht warten und sie ausrauben oder gar schlimmeres.

„Nun, ich komme aus Greifenstein, der wohl grössten Stadt in Parsifal. Ward ihr schon einmal da?“, wollte der Fremde wissen. Greifenstein? Auf ihrer Reise bis zu ihrem kleinen, persönlichen Fleckchen, war sie bis auf Lohengrin nur auf kleine Siedlungen getroffen. „Nein, noch nicht“, antwortete sie daher.

„Kommt mit, ich zeige euch die Stadt. Ich bin übrigens Lord Richard von Westen. Und wer seid ihr?“, die beiden setzen sich in Bewegung.

„Ich… bin Äelin. Äelin Elendur.“ – „Es ist mir eine Freude, Fräulein Elendur.“

Auf dem Weg zu den Toren von Greifenstein, kamen die beiden an Feldern vorbei. Äelin bewunderte die Landschaft.

„Willkommen in Greifenstein!“, sprach der Lord, als sie vor dem Haupttor standen. Voller Staunen blickte sich die ehemalige Prinzessin in der Stadt um, während Lord von Westen ihr alles zeigte. Vom Markt, zur Kathedrale bis zur Burg. Ihr Zuhause, Helfenstein, war wunderschön gewesen. Aber Greifenstein wirkte um einiges eindrucksvoller.

„Was ist denn eure Aufgabe, hier in der Stadt?“, fragte Äelin den Lord.

„Nun, ich bin Doktor der Philosophie. In Greifenstein haben wir eine Uni. Wenn ihr wollt, könnt ihr für 50 Taler ebenfalls studieren. Wir bieten die Fächer „Sprachkunde“, „Medizin“, „Wirtschaft“, „Geschichte“, „Theologie“ und „Musik“ an. Vielleicht wäre ja ein Studium was für euch. Habt ihr einen Beruf?“,

„Ich… habe mich in den letzten 5 Jahren als Musikantin über dem Wasser gehalten. Ich hatte eigentlich vor, ein Gasthaus zu errichten und jeden Abend auf meiner Laute zu spielen.“

„Dann wäre das Musikstudium etwas für euch. Wisst ihr, ihr könntet auch in Greifenstein bleiben. Ihr müsstet nicht so weit draussen, völlig alleine und schutzlos, siedeln. Und Greifenstein könnte eine Musikantin gebrauchen.“

Äelin überlegte lange, ob sie bleiben würde, aber als sie Cheresar Greifenstein kennenlernte, welche sie an ihre tote Schwester Arya erinnerte, war sie vollends überzeugt. Sie würde in Greifenstein bleiben, dennoch blieb ein Funken Misstrauen übrig.

Der Wachmann Marcus Mallus zeigte ihr ein freies Zimmer in einem Gasthaus, in dem sie übernachtete. Es war klein, doch reichte es für die paar Nächte, die sie in Greifenstein verbrachte. Doch konnte Äelin ihr kleines Häuschen, nördlich von Greifenstein, nicht vergessen. Sie wollte eigentlich dort ihr Gasthaus errichten.

Am nächsten Tag traf sie auf Antonio Ficino, der Medikus von Greifenstein. Er erzählte Äelin von den Plänen, östlich von Greifenstein ein neues Dorf zu errichten. Da erzählte Äelin ihm, dass sie eigentlich nördlich gebaut hatte. „Ich müsste mein Haus abreissen und all mein Hab und Gut nach Greifenstein transportieren.“

„Fragt doch Lady Cheresar, ob ihr dort einen Aussenposten errichten könntet. Es braucht nicht viel, nur ein Haupthaus, ein Konsulat, Wohnhäuser…“. Gesagt, getan und Lady Cheresar war einverstanden. Sie fing an zu lernen, wie man Bäume fällt, Häuser richtig baut, Steinmauern errichtet und wie man sich um Tiere kümmert. Sie traf in den letzten Wochen viele interessante Menschen, aber auch Orks und Elfen. Und einen Menschen, den sie sehr anziehend fand.

Und nun stand Äelin in der „Wolfsfeste“ und blickte durch das erst frisch geputzte Fenster auf das Meer hinaus. Hier würde sie glücklich werden, endlich Frieden finden und mit ihrer Vergangenheit abschliessen können. Hier wäre sie nur noch Lady Äelin Elendur, Landesmeisterin von Wolfsburg und nicht mehr Prinzessin Äelin von Helfenstein.

Und wie es in Helfenstein Tradition war, ein Portrait des Herrn der Stadt in die Burg zu hängen, so liess Äelin ein Portrait von sich anfertigen und hing es in der Burg auf.

Lady Äelin Elendur mit ihrer Laute

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Kapitel 2: Elfenbesuche

Die Tage in dem neuen Aussenposten waren lang und anstrengend. Da Äelin ganz alleine war, musste sie auch für mehrere Personen schuften. Niemand würde für sie das Holz fällen, die Dächer decken, Steine in Form hauen, die Felder abernten oder sich um die Tiere kümmern. Doch zum Glück gab es die Greifensteiner, welche ihr halfen, das Feld anzulegen und Tiere vorbeibrachten, damit Wolfsburg eines Tages auch unabhängig von Greifenstein sein konnte. Äelin wollte nicht von Greifenstein abhängig sein, wenn es um Nahrung oder Materialien ging. Wenn es um Schutz ging, jedoch… Da war sie froh um die Stadtwache.

Als sie gerade dabei war, das Dach des ersten Wohnhauses, welches mehrere Wohnungen haben sollte, zu decken, wurde sie plötzlich angesprochen: „Welch wunderschöne Maid ihr doch seid. Was macht ihr hier ganz alleine draussen?“

Erschrocken suchte Äelin nach dem Besitzer der Stimme und erblickte einen grossgewachsenen Mann mit schwarzen Haaren. Wenn sie es sich nicht einbildete, hatte er rote Augen.

„Das hier ist der Aussenposten von Greifenstein! Ihr seid hier in Wolfsburg“, misstrauisch näherte sich Äelin ihm, behielt aber ihr Werkzeug in den Händen. Die beiden fingen sich an zu unterhalten. Doch als es anfing zu regnen und der Fremde darum bat, doch ins Innere der Burg zu gehen, schickte Äelin ihn vor und ging in ihr Gasthaus. Dort schickte Äelin eine Taube nach Greifenstein zur Stadtwache, denn sie misstraute diesem Fremden allemal. Doch war sie auch neugierig, als der Fremde meinte, er sei Elf und er hiesse Shira. Sie befragte ihn zu seiner Lebensweise aus, doch achtete sie darauf, ja nicht zu viele Informationen preiszugeben. Es stellte sich später heraus, dass der Fremde ein Dunkelelf war. Und die Greifensteiner hassten Dunkelelfen.

Marcus Mallus und Rio Alzam, der Anführer der stadtwache sowie einer seiner Untergegeben, kamen auf ihren Pferden herbeigeeilt, sobald die Taube von Äelin eintraf. Sie „baten“ den Elfen, er möge doch die Burg verlassen. Erst dann wurde sich Äelin der vermeintlichen Gefahr bewusst. „Er ist ein Chaosanhänger!“, schrie Sir Marcus und hätte am liebsten den Elfen hingerichtet. Als dann auch noch Lord Richard von Westen auftauchte, war das Chaos komplett. Doch der Dunkelelf zog friedlich ab und Lord Richard, sowie die Stadtwache Rio zogen wieder nach Greifenstein ab. Doch Sir Marcus blieb bei Äelin und sprach auf sie ein.

„Dunkelelfen kann man nicht trauen! Sie glauben an das Chaos. Sie sind Teufels Werk!“, Äelin zog den Kopf ein und nickte. Sie hatte dem Elf zwar misstraut, doch übte er eine gewisse Anziehungskraft auf sie aus. Sie hoffte, dass sie noch mal die Gelegenheit bekam, mit ihm zu sprechen.

Als sie „Wachmann Mallus“ die Fortschritte von Wolfsburg aufzeigte, fiel ihr auf, wie gut er aussah. Doch war auch er ihr viel zu aufdringlich. Sie hatte schon seit ihrem ersten Tag in Greifenstein bemerkt, dass die Greifensteiner Männer aufdringlich waren und sie alle hofften wohl, Äelin als Frau zu bekommen.

Als sie später wieder an dem Wohnhaus arbeitete, Sir Marcus war schon lange wieder in Greifenstein, kam Shira wieder: „Verzeiht, doch musste ich euch nochmal sehen.“ Die beiden unterhielten sich über Gott, das Chaos und die Welt. Doch dann kam ihnen einen Fremder Mann entgegen. Der 2. Elf am diesen Tage: der Aldmer Faelen, ein Bekannter von Lady Cheresar.

Faelen musterte Äelin, als sie ihren Namen nannte: „Äelin… ein aussergewöhnlicher Name für einen Menschen. Sagt, wie versteckt ihr eure Ohren? Habt Ihr sie abgeschnitten?“

„Ich fürchte, ich verstehe nicht, was Ihr meint. Meine Ohren sind doch hier?“, vorsichtig strich sich Äelin über die Ohren.

„Äelin ist ein elfischer Name. Sagt, seid ihr eine Elfe oder eine Halbelfe, welche unentdeckt bei den Menschen wohnt?“ Unsicher blickte Äelin zwischen den beiden Elfen und bereute die Entscheidung, nicht ein Zweites Mal die Stadtwache benachrichtigt zu haben.

„Ich wüsste nicht, dass ich eine Elfe bin. Den Namen trug auch meine Mutter. Ich komme aus Helfenstein“, doch der Elf durchschaute sie schnell und es bedurfte nur eines weiteren Besuches, bei welchem der Dunkelelf Shira wieder dabei war. „Ihr seid eine Adelige.“ Äelin hatte vergessen, dass das gemeine Volk wohl kaum ein Instrument seit Jahren, seit Kindesbeinen, spielen würde. Und auch als sie sich versprach, und statt „der König von Helfenstein“ zuerst „mein Va…“ sprach, gab sie dem Aldmer genug Indizien, um zu wissen, dass Äelin eine adelige Herkunft hatte.

Von sich selbstenttäuscht und in Panik hockte sie in einer Ecke des noch leeren Versammlungsraumes in ihrer Feste. Die beiden Elfen standen in der Mitte des Raumes und blickten auf sie herab. „Werdet ihr mich nun an die neue Königin, Morgana, ausliefern?“, fragte Äelin, während sie vor Furcht zitterte. Wie hätte sie nur so viel von sich erzählen können? Sie hätte wissen müssen, dass jemand schlaues ihre Herkunft errät.

„Wieso sollten wir? Welchen Grund hätten wir, euch auszuliefern?“, fragte der Aldmer. „Gold. Sie würde euch viel Gold für meine Auslieferung geben.“
„Gold ist nicht wichtig“, meinte der Dunkelelf noch. Während Äelin noch in der Ecke kniete, verabschiedete sich der Aldmer, flüsterte dem Dunkelelfen aber noch was zu: „Vergesst sie, sie ist bereits vergeben.“

Doch dieser Augenblick war der Start einer Freundschaft zwischen eines Menschen und eines Dunkelelfen. Ein paar Mal kam Shira noch vorbei und sie verstanden sich so gut, dass Äelin glaubte, sich verliebt zu haben. Und der Dunkelelf? Er beteuerte seiner hübschen Maid seine Liebe. Und dies besiegelte (vorläufig) sein Schicksal.
Denn bei ihrem letzten Gespräch, kam Wachmann Marcus vorbei und die Situation eskalierte. Marcus Mallus sperrte den Elfen in eines der Zimmer ein und schrie Äelin an, dass sie Hochverrat beginge, wenn sie Kontakt pflege mit Elfen, vor allem mit einem Dunkelelfen. Äelin war am Boden zerstört.

Doch das hinderte sie nicht daran, als Marcus Mallus weg war, mit dem Elfen zu sprechen. Shira zerstörte die Zimmertür und die beiden konnten sich das letzte Mal ansehen. Doch als Äelin Schritte hörte, flüsterte sie dem Elfen zu, er solle sie schlagen. Sie fürchtete um ihr Leben, und auch um das Leben des Elfen. Getrieben von seinem Hass auf die Elfen, richtete Marcus Mallus noch an diesem Abend, in genau diesem Zimmer, den Dunkelelfen hin. Äelin hörte mit, wie ihr… Freund… starb, wie Marcus Mallus ihm das Schwert durch den Bauch stach.

Und doch musste sie so tun, als würde sie sich nicht für den Dunkelelf interessieren. Während sie mit Marcus unten im Festsaal am Feuer sass und sich die beiden näher kamen, brachte jemand die Leiche weg. Wobei man Dunkelelfen nicht so leicht töten kann, ausser man schlägt ihnen den Kopf ab.

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Also rein theoretisch gesehen wurde Äelin davor bewahrt auf keine Ahnung wie viele Weisen zu leiden xD

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Oh es wäre sicherlich ein spannendes RP geworden. :sweat_smile:
Aber da wollte jemand unbedingt den Dunkelelfen umbringen ^^
ooclich weiss ich aber, dass der Dunkelelf nicht „Shira“ hiess, sondern anders ^^ Mal gucken, ob er in Zukunft noch eine Rolle spielt ^^

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Ich habe ihn auf jeden Fall sehr schön im Wasser entsorgt xD hust

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Kapitel 3: Zuwachs für Wolfsburg und eine drohende Gefahr

[Ein Kapitel mit mehreren Handlungssträngen. Sie passen zeitlich gesehen nicht unbedingt zueinander.]

Die Tage vergingen und Äelin verbrachte viel Zeit mit Wachmann Marcus Mallus. Er besuchte sie öfters in Wolfsburg und sie führten spannende, lange Gespräche. Er lobte den Fortschritt von Wolfsburg, war ja nun die Wolfsfeste fertig gestellt, ein Brunnen stand, ein Stadtlager und sogar ein Wohnhaus mit vier Wohnungen. Eine Wohnung war bereits an Pater Niklas Müller vergeben, mit welchem sich Äelin ebenfalls gut verstand. Sie hatte mit ihm ein langes Gespräch geführt über die Elfen und deren Gott, das Chaos. Der Dunkelelf hatte ihre Gedanken korrumpiert, so dass sie das Gefühl hatte, sie würde Ketzerei betreiben. Und das alles nur, weil der Aldmer Faelen meinte, sie hätte einen elfischen Namen. Sie überlegte lange, ob es möglich wäre. Der Dunkelelf hatte ihr angeboten, einen der Götter des Chaos um Hilfe zu bitten. Wie er das anstellen würde, war ihr schleierhaft. Doch Pater Müller beruhigte sie und so fing Äelin an, die Kirche zu erbauen. Sie würde nie wieder an einen anderen Gott denken, als den ihren. Doch war sie auch neugierig auf die anderen Kulturen und deren Glauben. Mit dem Dunkelelf konnte sie sich gut über die verschiedenen Kulturen unterhalten… doch war er nicht mehr hier.

Nur einige Tage später erhielt Äelin ein Greifensteiner Horn. Nun war sie wahrlich eine Bewohnerin von Greifenstein und ein integriertes und geschätztes Mitglied von Greifenstein. Jeder der Bewohner schätzte sie und unterstützte sie. Und auch wenn sie den Aussenposten aufbaute, verbrachte sie viel Zeit in Greifenstein. Sie besuchte sogar die Kurse «Theologie» bei Niklas Müller und «Musik» bei Wiktor Pratschuflufka und Wladimir Krasenrow an der Universität von Greifenstein. Die Kurse waren klein, da es bisher noch nicht viele Anmeldungen gab, dennoch schätzte sie den Unterricht und folgte ihm mit grossem Interesse.

[Äelin mit Horn]

Der erste Bewohner von Wolfsburg, neben Äelin, war Janleif-Peter Olafson. Er war ein ruhiger Geselle und bald stellte sich heraus, dass er nicht reden konnte. Er wurde an die Küste von Wolfsburg geschwemmt und hatte ein warmes Feuer gesucht. So war er in die Wolfsfeste eingebrochen, als sich Marcus Mallus und Äelin gerade unterhalten hatten. Er sprach kein Wort, sondern schrieb nur etwas auf einem Pergament. Äelin hatte Mitleid mit ihm und zeigte ihm eine kleine Wohnung, in der er sich ausruhen konnte. Warum er nicht reden konnte, das würde Äelin nie herausfinden. Er erwies sich als nützlich, brachte er doch viele Fähigkeiten mit. Und bald war auch das Gasthaus von Wolfsburg ausgebaut und mit einer Feuerstelle ausgestattet. Janleif-Peter, kurz Jan, blieb in Wolfsburg bis zu seinem Tode, eine Woche nach seiner Ankunft. Die Beerdigung, die in Wolfsburg abgehalten wurde, war wunderschön. Äelin hielt eine kleine Rede am Hafen: „Ich kannte Jan noch nicht lange. Er war der erste Bewohner Wolfsburgs. Und er ist der erste verstorbene Mensch in Wolfsburg. Er war immer für mich da und hat mich vor allem und jedem beschützt. Wolfsburg und auch ich werden ihn nie vergessen.“

Einige Tage später, nach der Hinrichtung des Dunkelelfen, erreichten Äelin 3 Tauben. Elrond Wirringa, René Krüsmann und Fabius Rosenberg boten ihre Hilfe an, beim Aufbau von Wolfsburg. Die drei Männer gehörten der Baumeisterzunft von Greifenstein an und hatten grosse Pläne für einen Hafen in Wolfsburg. Mit der Erlaubnis von Lady Cheresar fingen sie an und bald standen die ersten Gebäude und ein Kran. Mit der Hilfe der drei Männer wuchs Wolfsburg noch schneller und Sir Marcus Mallus verglich das Tempo mit Hexerei. Doch war ihm auch klar, dass man mit blossem Wille mehr erreichen konnte, als mit Geld. Egal wie viel man einem Menschen zahlt, wenn er nicht bauen möchte, geht die Arbeit sehr langsam voran.

Für Äelin war klar, dass sie einen Blumengarten wollte, jetzt wo für Sicherheit und Nahrung gesorgt war. Doch dafür brauchte sie Blumen. Sie hatte auf ihrer Reise bis zur Heidel-Küste viele hübsche Blumen gesehen, doch die schönsten wuchsen auf den Bergen. Und so ritt sie, mit einer Tasche bepackt, mit ihrem Pferd dem Heidel-Gebirge entlang. Sie pflückte die schönsten Blumen, doch plötzlich erkannte sie in der Ferne ein Gebäude. Es glich einer Siedlung.

Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Sie sah sich blitzschnell um und klaute der Siedlung eine Taube. Sie schickte die Taube an den Wachmann Marcus. Dieser kam blitzschnell angaloppiert, in seiner Stadtwachen-Rüstung und zusammen besichtigten sie die Siedlung. In einem der Räume erblickten sie ein Banner.

„Kennt ihr das Banner?“, wollte Äelin von Marcus wissen. „Ja, es scheint so, als würde die Siedlung zum Imperium angehören. Ich werde ihnen eine Warnung da lassen. Das hier ist Lady Cheresars Herrschaftsgebiet. Dieses Gebiet gehört zu Greifenstein.“

Beruhigt, dass sich die Stadtwache um dieses Problem kümmern würde, ging Äelin am nächsten Tag in die andere Richtung Blumen pflücken. Doch auch im Osten von Wolfsburg, auf dem Bergkamm, befand sich ein kleines Lager. Es schien zwar christlich zu sein, denn ein Holzkreuz wurde auf einem der Gipfel errichtet, doch sah es verlassen aus. Sie meldete auch dies weiter, jedoch hörte sie nie etwas davon, dass dieses kleine Lager bewohnt war. Sie überlegte sich lange, ob man es strategisch benutzen konnte.

Doch eingekesselt zwischen zwei Siedlungen fürchtete sich Äelin umso mehr. Sie sprach mit Elrond Wirringa, welcher eine Mauer rund um Wolfsburg empfahl. „Wir könnten vorerst die Mauer aus Holz errichten, bevor wir sie mit Stein befestigen“, Äelin stimmte ihm zu, doch wusste sie, dass der Bau der Mauer lange dauern würde. So fing sie an, aus Stein eine Mauer für die Wolfsfeste zu errichten. So würde niemand mehr einfach einbrechen können und sie gar im Schlaf ermorden können. Wachmann Marcus Mallus versprach ihr zwar, die Stadtwache Greifensteins wäre auch für Wolfsburg da, Doch als in ihr Lager eingebrochen wurde, war sie misstrauischer denn je.

Doch Marcus … war er am Anfang noch so aufdringlich, erwies er sich als freundlich und zuvorkommend. Jedes Mal, wenn Äelin ein Problem hatte, kam er und half ihr. Und er verlangte überhaupt nichts. Äelin fragte sich, ob ihr Vater, als ein König, mit einer Stadtwache als ihren Mann, einverstanden gewesen wäre. Doch er war seit Jahren tot und sie musste nun selber einen Mann finden. Doch konnte sie ihm wirklich so sehr vertrauen? Das letzte Mal, als sie einer Person blind vertraute, starb ihre gesamte Familie.

Doch ihr Herz war stärker als ihr Kopf. Und so sass sie am Abend, als Marcus Mallus den Dunkelelf hingerichtet hatte, mit ihm zusammen im Festsaal am Feuer. Seine Hände waren voller Blut. Äelins Nase blutete, weil der Dunkelelf sie geschlagen hatte. Als sie sich das Blut mit ihrem Ärmel abwusch, war auch ihr Ärmel blutig. Für Marcus holte sie ein Tuch, damit er sich die Hände abputzen konnte.
Ihre Wangen waren Tränenverschmiert, und sie sass wie ein Häuflein Elend da. Sie unterhielten sich lange und versuchten einfach nur das Feuer zu geniessen, während sie das Geschehene versuchten zu vergessen.

„Sagt, wieso hat ein edler Mann, wie ihr es seid, noch keine Frau?“, fragte Äelin, als sie einige Zeit schon schwiegen. Sie hatte ihn lange beobachtet und auch wenn sie dachte, sich in den Elfen verliebt zu haben, spürte sie nun deutlich, wer sich wirklich in ihr Herz eingeschlichen hatte.

„Ich hatte bisher nie die Richtige gefunden. Doch nun habe ich es“, meinte Marcus daraufhin nur und blickte Äelin an. Rot senkte sie den Blick, sie spürte die Eifersucht in ihr wachsen.

„Dann solltet ihr zu ihr reiten und mit ihr den Abend geniessen“, eine einzelne Träne floss ihre Wange herunter.

„Nun, sie weiss es nicht, dass ich sie als meine Zukünftige auserwählt habe“, erklärte Marcus ihr und blickte sie immer noch an.

„Dann solltet ihr zu ihr reiten und es ihr sagen, sie umwerben und wenn die Zeit reif ist, sie fragen, ob sie euch heiraten möchte“, Äelin hatte den Blick immer noch gesenkt. Über was redeten sie da nur, einige Stunde nach dem der Dunkelelf getötet wurde?

„Ich bin bereits bei ihr. Ihr seid meine Auserwählte“, flüsterte Marcus Äelin zu und ergriff ihre Hand.

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Kapitel 4: Ordensritterin oder Ehefrau

„Ich bin bereits bei ihr. Ihr seid meine Auserwählte“, flüsterte Marcus Äelin zu und ergriff ihre Hand.

Noch lange dachte Äelin an diesen Satz, auch Wochen danach noch. Und jedes Mal wurde sie so rot wie eine Tomate und konnte ihr Glück nicht fassen. Sie hatte ihm erlaubt, um sie zu werben und ihr eines Tages den Antrag zu machen. Und nun waren sie verheiratet.

Äelin stand in ihrer Schreiberstube und blickte auf den Aussenposten vor sich. Sie spielte dabei mit dem kleinen Goldring an ihrem Finger. Vor ihr lag der Hof ihrer Wolfsfeste. Von hier konnte sie gut die Blumen und den kleinen Brunnen betrachten. Es hatte wahrlich etwas Magisches an sich. Doch auch die Bäume rund um den Aussenposten liessen die Gegen malerisch wirken und erzeugten eine Atmosphäre, welche Äelin sehr beruhigte. Die Eulen im Eulenturm schuhten was das Zeug hielt, doch Äelin liebte den Klang. Als sie noch klein war, besass ihr Vater eine Eulenzucht. Während ihre Verbündete und Feinde mit Tauben oder Raben die Briefe schickten, so verwendete ihre Familie die Eulen. Ihr Vater erzählte mal, dass seine Frau, ihre Mutter, zwei Schneeeulen mit in die Ehe brachte und anfing, die Eulen zu züchten. Er hatte die Eulen gehasst, doch nach ihrem Tot waren die Eulen das Einzige, was ihm noch von ihr übrig blieb. Ihre beiden Schneeeulen liess er später zur Königin ins Grab legen.

Doch sie sollte nicht mehr an die Vergangenheit denken, sondern an ihre Zukunft mit Marcus. Welches Glück sie hatten, sie konnte es immer noch nicht fassen. Dabei sah es am Anfang überhaupt nicht rosig für die beiden aus.


„Ich bin bereits bei ihr. Ihr seid meine Auserwählte“, flüsterte Marcus Äelin zu und ergriff ihre Hand.

Die beiden sassen immer noch am Tisch neben dem Feuer im Festsaal. Äelin blickte auf ihre verschränkten Hände und wurde rot. Seine Hand war gross und rau, ihre Hand war zierlich und verschwand fast in seiner Hand. Konnte es wirklich sein? Liebte dieser aufrichtige, stolze Mann, sie, eine unscheinbare, ehemalige Prinzessin? Äelin schluckte und blickte ihn durch ihre Wimpern an.

„Warum ich? Ihr könntet jede haben“, Selbstzweifel kamen in ihr hoch. Sie dachte noch vor wenigen Tagen, sie hätte sich als fromme Christin in einen Dunkelelfen verliebt. Doch dass er sie nur korrumpiert hatte mit dem dunklen Chaos, das hatte sie sich nicht zu denken gehofft.

„Ihr seid anders wie alle anderen Frauen. Ihr seid keine Dirne, welche sich jede Nacht in einem anderen Bett einfindet. Ihr seid die Frau, die ich heiraten möchte, die ich Mein nennen möchte“, Marcus hob die Hand und legte sie sanft auf Äelins Wange. Als Äelin den Blick abwenden wollte, hob er mit sanftem Druck ihren Kopf und blickte ihr tief in die Augen.

„Wenn ihr mich nicht wollt, dann sagt es jetzt und ich werde aufhören, euch zu lieben. Doch wenn euer Herz ebenso rast, wenn ihr mich seht, wie wenn ich euch sehe, dann gibt mir eine Chance, mich zu beweisen“, sanft streichelte er ihre Wange und sie schloss kurz geniesserisch ihre Augen. Doch dann öffnete sie ihre Augen und blickte ihn aus ihren strahlend blauen Augen an. Alle Worte, die es auf der Welt gab, würden nicht beschreiben, wie sich Äelin in diesem Moment fühlte: Geborgen, verletzlich, glücklich, nervös, aufgeregt und ängstlich. Doch von all den Dingen fühlte sie auch aufrichtige Liebe. Liebe für diesen Mann vor ihr, der sie so oft beschützt hatte, ohne etwas zu verlangen. Liebe für diesen Mann vor ihr, der sie so nimmt, wie sie ist. Und so nickte sie leicht und fing an zu lächeln.

„Das heisst, ich darf…?“, Seine Stimme überschlug sich fast vor Freude. Er drückte ihre Hand und kam langsam näher. Der schickliche Abstand war vergessen. Äelin nickte bloss, die Gesischt der beiden näherten sich immer mehr, bis sie den Atem des anderen spürten konnten. Äelin, mit einem tiefrotem Gesicht, fragte sanft und flüsternd: „Worauf wartet ihr noch?“ Und da küsste Marcus seine Äelin zum ersten Mal.


Als sich die beiden dazu entschieden, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, stelle Äelin trocken fest: „Normalerweise müsstet ihr nun bei meinen Vater um meine Hand anhalten. Doch er hätte wohl niemals zugestimmt.“

„Hätte ich eurem Vater nicht gepasst?“, Marcus nahm Äelins Hand in seine und strich darüber.

„Es ist euer Stand. Für meinen Vater gäbe es nur einen Burgherren für meinen zukünftigen Mann… Eine Stadtwache … ist zu niedrig, um eine … Prinzessin heiraten zu können“, stockend kamen die Worte über Äelins Lippen. Sie hatte Marcus bisher nie erzählt, wer ihre Familie war und dass sie eine Prinzessin ist. Doch wollte sie keine Geheimnisse vor ihrem Zukünftigen Mann haben.

„Wie… Prinzessin?“, sichtlich überfordert blickte Marcus Äelin aus grossen Augen an. Sie nickte bloss und liess dann ihren Kopf hängen.

„Mein Vater war der König von Helfenstein. Meine Schwester war die Kronprinzessin…“, Äelin verstummte und eine Träne tropfte auf ihre Hand runter. Sie schluckte schwer, bevor sie weitersprach: „Bevor meine Familie ermordet wurde, kam eine Frau zu uns in die Stadt, Morgana. Sie erzählte mit der Zeit, wer sie wirklich war, sie jedoch keinen Anspruch auf den Thron erheben wollte, obwohl sie dich Bastardtochter der ehemaligen Herrscherin, Königin Katharina III., war. Mein Grossvater hatte Königin Katharina umgebracht und den Thron übernommen. Wir vertrauten ihr… und sie ermordete meine Familie…“

Marcus schwieg zuerst, bevor der anfing mit leiser, aber fester Stimme zu sprechen: „Verzeiht mir, M’Lady. Doch eure Herkunft und eure Vergangenheit ändert nichts daran, welche Frau ich liebe. Und das seid ihr. Ich will euch meins nennen und euch zu meiner Frau nehmen. Wenn ihr das auch wollt.“

Äelin nickte bloss, unfähig zu sprechen. Ihre Kehle war wie festgeschnürt. Doch Marcus sprach weiter: „Wenn ich euren Vater nicht um Erlaubnis bitten kann, dann werde ich bei Lady Cheresar um eure Hand anhalten!“


Doch Lady Cheresar hatte andere Pläne für Äelin. Als Äelin nervös auf Marcus wartete, malte sie sich tausend Sachen aus. Dass Lady Cheresar zugestimmt hätte, dass sie es sich erst überlegen müsse, dass sie nicht darüber entscheiden konnte oder dass sich Marcus erst beweisen musste. Aber bestimmt nicht das.

Als Marcus bei Äelin war, hatte er Tränen in den Augen. Er fragte Äelin, warum sie ihm nichts erzählt hätte, er hätte es verstanden. Äelin verstand nichts.

„Lady Cheresar meint, ihr würdet dem Orden beitreten“, Marcus flossen langsam die Tränen herunter. Er konnte Äelin nicht anblicken.

„Dem Orden beitreten? Ich fürchte, ich versteh nicht, was ihr meint“, als Äelin ihm eine Hand auf den Arm legen wollte, wich er zurück.

„Ihr sollt eine Ordensritterin werden. Ihr seid dann mit Gott vermählt.“

Für Äelin brach eine Welt zusammen. Sie hatte nur einmal mit Lady Cheresar gesprochen. Sie hatte in diesem Gespräch nie erwähnt, dass sie eine Ordensritterin werden möchte. Auch in ihren Briefen, die sich die beiden Frauen per Taube zuschickten, war nicht die Rede von einem Beitreten der Ordensritter. Doch war für Äelin klar, dass Marcus sie verraten hatte, indem er Lady Cheresar einfach zustimmte, statt für ihre Liebe zu kämpfen. Er hatte nichts gesagt, als Lady Cheresar meinte, Äelin würde eine Ordensritterin werden. Äelin meinte nur: „Dann gehorche ich Lady Cheresar und werde eine Ordensrittern“, bevor sie weglief. Die Tränen liefen ihr wie Sturzbäche herunter und ihre Sicht war verschwommen. Sie lief und lief, bis sie sich in der Kirche von Wolfsburg auf die vorderste Bank setzte. Marcus kam ihr nicht hinterher. So schnell war ihr kleines Märchen… zerplatzt.

Sie sass lange in der Kirche. Irgendwann schloss sie die Augen, faltete die Hände und fing an zu beten. „Herr, Vater im Himmel, bitte erhört mich. Ich habe gesündigt und flehe dennoch um eure Hilfe. Ich liess einen Mann in mein Herz, obwohl die Lady von Greifenstein möchte, dass ich dem Orden beitrete und euch diene. Herr, ich flehe euch um Einsicht, was mein Weg ist. Ich liebe ihn, dennoch hat er mich verraten… Wie kann ich…“, Äelin hörte, wie die Tür zur Kirche aufging. Und so fing sie an etwas anderes zu beten, während sich die Person neben sie setzte.

„Herr, erhöre mich, befreie meine Schwester aus dem Fegefeuer und lasse sie eintreten in dein himmlisches Reich. Führe sie auf ihrem Weg zu dir ins Paradies …. Amen“, langsam öffnete sie ihre Augen und blickte zum Altar nach vorne. Neben ihr bemerkte sie das typische blonde Haar von Marcus.

„Es tut mir leid“, flüsterte er. Äelin nickte bloss und ergriff seine Hand. In ihren Augen schimmerten immer noch die Tränen. Doch Schlussendlich raffte sich das junge Paar zusammen und gingen einige Tage später zu Lady Cheresar. Der Pater Niklas Müller begleitete die beiden.

Lady Cheresar war schwer umzustimmen. Man merkte ihr an, dass sie enttäuscht war, dass Äelin nicht in den Orden eintreten wollte. Doch sie wünschte den beiden alles Glück der Welt. Und alsbald sie den beiden ihren Segen gab, ging Marcus vor Äelin auf die Knie und hielt um ihre Hand an.

Und schon bald flatterten im ganzen Land Tauben mit Hochzeitseinladungen:

Volk von Greifenstein! Volk von Parsifal!

Lady Äelin Elendur, Landesmeisterin von Wolfsburg und Wachmann Marcus Mallus, Stadtwache von Greifenstein, dürfen mit Freude verkünden, dass sie sich verlobt haben! Ihre Liebe ist stark und soll nun vor Gott bezeugt werden. Pater Niklas Müller wird die beiden frisch Verlobten am späten Nachmittag, des 3. Tag der Woche, in der Kathedrale von Greifenstein, trauen.
Alle Menschen, welche an Gott glauben und diese Hochzeit bezeugen wollen, sind herzlichst eingeladen. Um des guten Willens zu zeigen, sind auch alle Elfen und Zwerge eingeladen, um die Schliessung diesen Bunds der Ehe beizuwohnen. Chaosanhänger werden sofort auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Anschliessend wird es ein kleines Fest zu Ehren des Brautpaares geben.
Gezeichnet, Äelin Elendur, Landesmeisterin von Wolfsburg.


[Ich möchte nur kurz drauf hinweisen, dass die Hochzeit diesen Mittwoch war. Der Beitrag zur Hochzeit kommt also bald!]

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Kapitel 5: Äelin, die Elfen-Diplomatin und eine Hochzeit

Nervös blickte Äelin hin und her. Sie hatte soeben eine Taube von Lady Cheresar bekommen, dass der Anführer der Sonnenelfen, Daemar’el Phoenizia, in Kürze in Greifenstein eintreffen würde. Da sie aber verhindert wäre, bat sie Äelin, die diplomatischen Gespräche zu führen. Und nun stand sie hier vor dem Stadttor, neben ihr stand ihr… Vertrauter Marcus Mallus. Vor einigen Wochen hatten sie sich beide ihre Liebe eingestanden, doch ein Gespräch mit Lady Cheresar nach dem Missverständnis mit dem Orden, blieb noch aus.

Doch sie war umsonst nervös gewesen. Der Sonnenelf entpuppte sich als sehr freundlich und geduldig. Entgegen seiner Kultur enthüllte er sein Gesicht, was er stets verhüllt hatte. Er beantwortete alle Fragen von Äelin und erklärte ihr sein Anliegen. „Ich gedenke ein neues Bündnis vorzuschlagen, ähnlich dem des alten Völkerbundes.“

Äelin versprach, sein Anliegen an Lady Cheresar weiterzuleiten. Im Gegenzug bot der Sonnenelf an, ihr eine Einladung für die goldene Stadt, Qadish, auszusprechen. Und so kam es, dass sie einige Tage vor ihrer Hochzeit mit Marcus Mallus eine Taube von Qadish bekam. Sie schrieb zurück, dass sie mit ihrem Verlobten anreisen würde. In Qadish wurde sie herzlichst empfangen, auch wenn ihr die Reise über das Meer nicht ganz behagte. Sie starb tausend Tode aufgrund des tiefen Wassers. Aber Marcus war bei ihr und hielt sie fest im Arm.

In Qadish war sie überwältigt von der Baukunst. Doch das Beste war nicht der imposante Thron des Sonnenelfen-Anführers, sondern die Bäder. Um sich vor der langen Reise auszuruhen, wurden ihr die Bäder gezeigt. Die beiden Diener fragten aber, ob es wirklich notwendig sei, dass die „Wache“ im Frauenbad anwesend sein. Auf die Antwort, dass das Äelins Verlobter sei, entschuldigten sie sich. Äelin nahm sich vor, selbst solche beeindruckende Bäder zu bauen.

Bei dem Festmahl speisten sie so, wie es Äelin aus ihrer Zeit als Prinzessin kannte: Mehrere Gänge, edler Wein, köstliches Essen. Sie bedankte sich höflich für die Einladung und sprach selber die Einladung zur Hochzeit aus. „Allerdings sind wir beide Christen und wir werden uns vor Gott vermählen. Ich hoffe, ihr akzeptiert das.“

Und dann war es endlich so weit. Aufgeregt stand Äelin vor der Tür zum Seiteneingang der Kathedrale. Sie trug ein weisses Kleid mit goldenen Verzierungen. Selbst ihr Unterrock war golden. In Ihren Haaren trug sie wie immer Blumen, doch waren nun auch goldene Bänder in ihrem Haar eingeflochten, welche fast wie eine kleine Krone wirkten. In ihrem Kleid sah sie wahrhaft wie eine Prinzessin aus.

Und dann kam der Moment, als die Musik erklang. Die beiden Musik-Professoren stimmten „Hallelujah“ an und Äelin öffnete die Tür. Sie schritt langsam in die Kirche und blickte sich um. Es waren einige Gäste gekommen, aber nicht nur Menschen, sondern auch Elfen und Zwerge. Doch ihre Trauzeugin war nirgends zu sehen. Unsicher schritt sie weiter in Richtung des Altars, als sie Marcus erblickte. Er trug eine festliche schwarze Robe mit goldenen Elementen. Es wirkte fast so, als wäre sie der Tag und er die Nacht.

Als es Zeit war für die Trauung, stellten dich der Bräutigam und seine Braut vor den Altar. Marcus‘ Trauzeuge stellte sich schräg hinter ihn, doch fehlte die Trauzeugin von Äelin. Lady Cheresar hätte es sein sollen, doch sie war nicht hier. Leise klagte sie beim Pater ihr Leid, welcher sofort zu den Gästen sprach: „Volk von Parsifal, eine Hochzeit kann nicht ohne Trauzeugen durchgeführt werden. Wäre eine gute Seele bereit, die Trauzeugin von Lady Elendur zu werden?“

Kaeda, eine Aldmer, welche mit Arandir Faelen angereist kam, stand auf und sprach: „Ich werde für Lady Elendur die Trauzeugin sein. Denn ich möchte auch an meiner eigenen Hochzeit nicht alleine sein.“ Äelin bedankte sich mit einem aufrichtigen Lächeln.
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So führte der Pater die Trauung fort: „Ihr habt als Trauspruch für Euch ausgewählt: »Liebe ist nicht alles. Aber ohne Liebe ist alles nichts«. Vieles nimmt uns Menschen in Beruf und Leben in Anspruch. Viele Pflichten sind zu erfüllen. Auch in einer Ehe und Familie muss jeder seinen Teil übernehmen. Andernfalls droht das Chaos, dem auch stärkste Liebe nicht gewachsen ist. Ich rate Euch, am Beginn eines jeden Tages auf Jesus die Mensch gewordene Liebe Gottes zu schauen. Eine Jesusikone oder ein Kreuz könnten der Haltepunkt für einen solchen Tagesimpuls sein. Jesus hat die Liebe Gottes authentisch gelebt. Ihn bekennen wir als den Sohn Gottes, als unseren Retter und Befreier aus Sünde und Tod, aus allem was unsere Seele zerstört.“

Der Pater sprach noch weiter und die ganze Zeit blickten sich Äelin und Marcus verliebt in die Augen. Als es darum ging, die Ringe zu tauschen, hielt Äelin zuerst Marcus ihre Hand hin.

„Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, während er sprach, schob er ihr einen filigranen, goldenen Ring an den Finger.

Dann war Äelin an der Reihe. Sie nahm die Hand von Marcus in ihre, sprach: „Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, und schob ihm einen Ring aus Platin über den Finger.

Dann endlich war es soweit: Der Bräutigam durfte seine Braut küssen.
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Die Hochzeitsgesellschaft fand sich nach der Trauung auf dem Festplatz vor Greifensteins Universität ein. Die Gäste kamen nach und nach zum Brautpaar hin und überreichten ihnen Geschenke. Von Eulen, zu Melonen, alkoholischen Getränken und Edelsteinen war alles dabei.
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Das frisch vermählte Brautpaar, Marcus Mallus und Äelin Mallus-Elendur, bedanken sich recht herzlich bei den Gästen für ihr erscheinen und für die vielen Geschenke.
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