Clara Trabems - die Erleuchtung

Alle blickten sie auf zu dem hellen Strahl der sich gen Himmel richtete. Endlich hatten sie es geschafft, nach intensiver Forschung und Arbeit hatten sie die Wirkung entdeckt. Clara Trabem, so würde es heißen. Ein Strahl so hell, niemand zuvor hatte ein solches Licht gesehen, geschweige denn erezeugt.

Einige Jahre zuvor:

Es war ein normaler Tag in Greifenstein, der Markt war gut gefüllt, die Wachen patrouillierten die Straßen entlang und die Stadt erstrahlte im Glanz der Sonne. Ein Trupp Wachen patrouillierte an der Ostküste der Gebiete, hier war wie immer nicht viel zu befürchten, den jenseits dieser gab es kein den Menschen bekanntes Land. Die Wachen genossen wie so oft die Ruhe der Natur, doch trotzdem blieben sie wachsam. Unter den Wachen war ein junger unerfahrener Bursche, der diese Stück Land das erste mal erkundete. Er streifte etwas abseits der anderen durch den Tiefen Wald, dieser hatte ihn in den Bann gezogen. Die anderen sorgten sich nichts, was sollte schon passieren. Der Bursche rannte aus Freude und sprang von Baumstamm zu Baumstamm, als er plötzlich unsanft auf dem Boden aufkam. Er war in einer kleinen Grube gelandet die komplett mit Gestrüpp zugewachsen war. Als er sich aufräppelte entdeckte er zu seiner Linken einen merkwürdigen Gegenstand. Er sah in sich genauer an, doch wurde nicht schlau daraus. Also rief er den Rest des Trupps zu sich, doch auch keiner der Erfahrenen Wachen wusste was dies sein könnte. Man beschloss auf kürzestem Weg nach Greifenstein zurück zu kehren und es der Herrin zu berichten. Als einer der Wachen den Gegenstand anhob, kam unter seinem ursprünglichen Platz eine Steinplatte hervor auf der Symbole eingetragen waren, da man wie so oft Pergament und Federn griff bereit hatte zeichnete einer der Wachen dies Symbole ab. Bevor sie den mystischen Ort verließen markierten die Wachen den Weg, so dass sie den Ort wiederfinden würden.

Zurück in Greifenstein benachrichtigte man sofort die Herrin der Stadt, sie lies die Gelehrten der Stadt zusammenrufen, doch keiner konnte sich erklären was dieses Objekt war. Auch die Karte konnte niemand deuten, nur einer bracht den Gedanken auf es könnte eine Sternenkarte sein. Doch zunächst wurde er belächelt. Die nächsten Jahre waren gezeichnet von hochkomplizierten Rechnungen die am Ende doch keinen Sinn ergaben. Die Gelehrten verzweifelten. Niemand schien etwas zu wissen und die Symbole der Karte schienen nicht zu verstehen zu sein. Mehrere Expeditionen zum Fundort wurden lange geplant und doch blieben sie ohne Erfolg. Man hatte gehofft, dass man noch Hinweise finden würde, doch so einfach war es nicht.

Mit der Zeit ließ man dieses Projekt ruhen und es geriet in Vergessenheit. Nach einigen Jahren kam eine Gelehrte in die Stadt, die die Lehre der Sterne zu verstehen wusste. Einer der älteren Gelehrten rief sich dieses ungelöste Rätsel ins Gedächtnis und fragte die Gelehrte ob sie nicht einen Blick auf dieses werfen wollte. Die Gelehrte willigte ein und nach einigen Betrachtens der Karte ließ sie sich zu dem Ort bringen. Auch sie fand lange nichts, bis sie eines Tages so lange an diesem Ort saß und überlegte bis die Nacht einbrach. Nun wo sie schon mal hier war konnte sie auch einige Beobachtungen zu den Sternbildern hier anfertigen. Nach einiger Betrachtung des Himmels fiel ihr etwas auf, diese Sternbilder am Himmel glichen den Symbolen auf der Karte. Alsbald erreichte den alten Gelehrten eine Taube und er machte sich auf zum besagten Ort. Gemeinsam überlegten die beiden was es bedeuten könnte und ihnen kam der Gedanke, dass es sich um Strecken handeln könnte. Von der Steinplatte als Mittelpunkt ausgehend positionierten sie Steine an den Orten, an denen der Winkel zum entsprechenden Sternbild 30,10° betrug. Anschließend maßen sie die Entfernungen, doch Fuß schien ihn nicht die richtige Variante zu sein, also nahmen sie die Seitenlängen der Steinplatte. Mit diesen Werten im Gepäck reisten sie zurück und eine tagelange Arbeit begann. Sie rechneten Tag aus und ein die verschiedenen Konstellationen der Sternbilder aus und am ende ergab sich eine Zahl. Lange überlegten sie was dies bedeuten könnte und erneut machten sie sich auf den Weg zur Steinplatte. Lange blieben sie erfolglos, bis der alte Gelehrte aus Spaß Flächeninhalte für verschiedene Objekte mit dem Boden der Steinplatte ausrechnete. Bei dem Flächeninhalt der Pyramide auf dieser Steinfläche wurde er stutzig, sie glich ihrer errechneten Zahl. Eine Pyramide was hatte das zu bedeuten? An der Spitze einer Pyramide, so war es Brauch bei den Gelehrten Greifensteins setzten sie meist ein besonders wichtigen Punkt. Wie wäre es nun, so fragten sie sich, wenn man das Fundobjekt an die Spitze der Pyramide stellte. Nun überlegte man noch welches Material man verwenden sollte. Die fünf Symbole auf der Unterseite des Objektes hatte man bisher außer Acht gelassen. So beschloss man sich etwas umzuhören der denn helfen könnte. Daraufhin meldete sich eine Hochelfe namens Wysperia Faerlin, welche die Symbole anhand uralter Bücher zu deuten wusste. Eisen, Gold, Diamant, Smaragd und das Gold des Bösen (Netherite). Man errichtete auf der Steinplatte eine Pyramide aus Eisen und setze das Objekt an die Spitze. Wie aus dem nichts schoss ein heller Lichtstrahl hervor, der bis in den Himmel reichte. „Clara Trabem“ flüsterte einer der Gelehrten. Der lateinische Begriff für „Heller Strahl“ war das erste was ihm eingefallen war. So nannte man das Objekt nun. Mit der Zeit entdeckte man, dass wer sich in der Nähe des Clara Trabem befand, je nachdem, welches Material man für die Pyramide verwendete, verschiedene Wirkungen erfahren konnte und wenn man die Grundfläche der Pyramide vergrößerte, sich der Radius dieser Wirkung auch vergrößerte.
Man wagte ein Experiment und transportiere die Pyramide nach Greifenstein, dies gelang, man brauchte also nicht immer die Steinplatte. Mit der Zeit wollte man neue Clara Trabems herstellen und einige Gelehrte und Erfinder machten sich an die Erforschung dieser, nach einiger Zeit Forschung erkannten sie was sie benötigten und entwickelten neue Clara Trabems. Diese verteilte man über das ganze Gebiet und auch in den Außenposten wurde sie errichtet.
Greifenstein war nun erleuchtet.

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