Algemeine Infos:
Name: Yússeir Calimar Chavarth
Alter: 24 Jahre
Geschlecht: M
Rasse: Elf
Kultur: Sonnenelf
Geburtsort: Qreigh
Wohnort: Qreigh
Beruf: Nuhn
Der Nuhn ist der König der Völker der Sonnenelfen und Yúesseir Calimar Chavarth besitzt diese stellung.
Aussehen:
Größe: 210 cm
Augenfarbe: Braun
Haarfarbe: Dunkelbraun - Schwarz
Hautfarbe: Schwarz
Beschreibung:
Nuhn Yússeir Calimar Chavaeth Yousef Karim Chabat ist ein außergewöhnlich großer Elf von 210 Zentimetern Größe. Seine dunkle Haut verleiht ihm eine eindrucksvolle Präsenz, die durch seine aufrechte Haltung und seine ruhigen, kontrollierten Bewegungen noch verstärkt wird. Tiefbraune Augen beobachten seine Umgebung aufmerksam und wirken zugleich wachsam wie nachdenklich.
Sein dichtes, dunkelbraun bis schwarzes Haar fällt in gepflegten Strähnen über Schultern und Rücken und bildet einen markanten Kontrast zu den kunstvoll gearbeiteten Schmuckstücken, die er trägt. Feine Armreifen, verzierte Ketten und filigrane Metallarbeiten zeugen von Wohlstand, Herkunft oder hohem Ansehen.
Besonders auffällig ist der große Smaragd, der an einer aufwendig gefertigten Halskette ruht. Der Edelstein schimmert in sattem Grün und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Im Sonnenlicht scheint er beinahe von innen heraus zu leuchten und bildet den Mittelpunkt seiner Erscheinung.
Trotz seines prunkvollen Auftretens wirkt Nuhn weder überladen noch eitel. Seine Ausstrahlung verbindet Würde, Selbstsicherheit und eine stille Autorität, die ihn selbst in einer Menschenmenge unverwechselbar macht.
Eigenschaften:
Stärken:
- Intelligen
- Wortgewandt
- Magisches Talent
Schwächen:
- Arrogant
- Vergesslich
- schlechter Kämpfer
Vorgeschichte
Kindheit
Leise hallten die tapsigen Schritte des kleinen Knah durch die großen, offenen Hallen von Qasiruhn’j Luma. Das Geräusch hallte zwischen den hohen Steinbögen und den weit gespannten Decken, als würde die Halle jeden zurückwerfen, bevor er verstummen konnte.
Die Morgensonne fiel durch die großen, offenen Fenster der Großen Halle. Ihr Licht lag in breiten Bahnen auf dem hellen Steinboden und ließ Staubpartikel langsam in der Luft treiben. Die Schatten der Fensterrahmen zeichneten klare Muster, die sich mit jeder kleinen Bewegung des Tages veränderten.
Als der kleine Knah vom Sonnenlicht getroffen wurde, hielt er kurz inne und verneigte sich leicht. Ohne Hast setzte er seinen Weg fort und trat hinaus auf einen der vielen Balkone.
Von dort aus öffnete sich der Blick über die ganze Stadt. Qreigh lag unter ihm, weit und aus hellem Sandstein, durchzogen von blauen Dächern, die im noch roten Sonnenlicht klar hervorstachen. Die vielen Pflanzen ziehen sich wie Adern durch die Stadt und wirken fast als würden sie sie am leben erhalten.
Fasziniert beobachtete der kleine Knah das beständige Treiben, das mit Sonnenaufgang begann. Die Straßen füllten sich gleichmäßig, ohne Chaos, eher wie ein eingespielter Ablauf, der jeden Tag wiederkehrte.
Wie eine lange Schlange zogen sich die Elfen durch die engen Straßen in Richtung der Qasirah’j Vael, die im Zentrum Qreights steht.
In der Qasirah selbst durften nur die mächtigen Qreigh ihr morgendliches Gebet abhalten. Die übrigen Elfen versammelten sich auf dem Sonnenplatz davor, wo sie sich in Reihen aufstellten und gemeinsam zu Vhaal Rha’an, unser aller schöpfer beteten.
„Das will ich auch mal seien.“ Flüstert der noch junge Yússeir ehe er sich schnell umdreht und auf die offenstehende tür der großen halle zurrennt.
Der Weg zum Nuhn
10 Jahre vergingen, und Yússeir wuchs zu einem jungen Burschen heran, dessen Erscheinung längst nicht mehr nur kindliche Züge trug, sondern bereits etwas von der stillen, kontrollierten Würde der Linie seines Hauses. Sein langes Haar fiel ihm sauber geflochten über die Schultern, stets so ordentlich gebunden, als wäre es weniger eine Frisur als vielmehr ein Teil der staatlichen Etikette, die man ihm von klein auf beigebracht hatte. Auch seine Kleidung ließ keinen Zweifel daran, dass er nicht irgendein Palastkind war: feine Stoffe aus den Werkstätten von Qreigh, kunstvoll gewoben und mit dezenten Mustern versehen, deren Wert höher lag als der Monatslohn mancher Elfen, die in den äußeren Ringen der Stadt ihr Leben verbrachten. Doch all dieser Reichtum, all diese Sorgfalt, war in Wahrheit nur eine glänzende Oberfläche über etwas viel Engerem, denn hinter den hohen Mauern des Palastes hatte Yússeir sein gesamtes Leben verbracht, ohne je auch nur einen einzigen Schritt in die Stadt hinaus getan zu haben.
Seine Mutter hatte es ihm verboten, die Nurah ebenso, und mit der Zeit hatte sich dieses Verbot nicht mehr wie eine einzelne Entscheidung angefühlt, sondern wie ein Naturgesetz des Palastes selbst, etwas, das einfach galt, ohne dass man es hinterfragen durfte. Wenn er fragte, warum er nicht hinaus durfte, bekam er keine wirklichen Antworten, sondern nur Blicke, die für einen Moment zu lange auf ihm ruhten, oder Sätze, die so sorgfältig gewählt waren, dass sie mehr verbargen als erklärten. Und so wuchs er auf zwischen Korridoren aus Stein und Licht, zwischen Lehrstunden und stillen Gärten, immer begleitet von dem Gefühl, dass es jenseits der Mauern etwas gab, das absichtlich von ihm ferngehalten wurde.
Bis heute.
Heute sollte sich etwas verändern, denn zum ersten Mal seit dem Verschwinden seines Vaters würden die Qreighi ihren Nuhn wieder zu Gesicht bekommen. Dieser Gedanke lag wie ein unsichtbarer Druck über dem gesamten Palast, der sich seit den frühen Morgenstunden spürbar verändert hatte. Diener bewegten sich schneller als sonst durch die Hallen, als hätten selbst ihre Schritte eine neue Bedeutung erhalten, Wachen standen dichter an den Durchgängen, und selbst die alten Steinreliefs in den Säulenhallen wirkten im wechselnden Licht der aufgehenden Sonne weniger dekorativ als vielmehr wachsam, als würden sie beobachten, was gleich geschehen würde.
Yússeir stand auf dem oberen Balkon des inneren Hofes und blickte hinab, während unter ihm der Palast sich in eine Art kontrollierte Unruhe verwandelte. Die Luft war schwer von warmem Stein, Harz und den süßlichen Ölen, mit denen die großen Tore für diesen Moment eingerieben worden waren, und irgendwo in der Ferne erklang das metallische Klirren von Rüstungen, die in eine neue Formation gebracht wurden. Alles wirkte vorbereitet, inszeniert, und doch lag darunter etwas Unberechenbares, als hätte man den Palast selbst an eine Grenze geführt, die er lange gemieden hatte.
„Seid ihr bereit für euren Valsharun?“, fragte die Nurah Qreighs, die hinter ihn auf den Balkon getreten war. „Ich war mein Leben lang bereit“, flüsterte Yússeir, der schon bald Herr über das größte Wüstenelfenreich Eldorias sein würde. Yússeir nickte dann nur leicht, ehe er sich umdrehte und den Wachen hinter ihm zunickte. „Rha’an ul’yem“, sagte die Nurah leise und hob die Hand in Richtung der Sonne. „Rha’an ul’yem“, wiederholten zuerst Yússeir und dann die Wachen im Gleichklang.
Während Yússeir die gewundene Treppe zum Hof hinabstieg, stieg langsam ein nervöses Kribbeln in ihm auf. Noch nie hatte er den Palast verlassen. Diese Welt da draußen – seine Stadt – war für ihn unbekanntes Gebiet. Und über dieses Gebiet, das er nie betreten hatte, sollte er nun herrschen? Als er die Rufe der begeisterten Menge vor dem Tor hörte, schluckte er seine Bedenken hinunter und setzte seine gewohnte, Macht ausstrahlende Attitüde auf. Elegant bestieg er die für ihn vorbereitete Sänfte und nickte den Harisunariyas, die vor dem Tor standen, auffordernd zu. Mit lauten Fanfaren und Trommelschlägen setzte sich die große Karawane auf den Weg zur Qasirah in Bewegung. Sobald Yússeir unter dem Torbogen hinaus aus dem bekannten Palast getragen wurde, stieg ein ungewohntes Kribbeln in ihm auf. Doch davon ließ er sich nichts anmerken und winkte weiterhin mit seiner adligen Wirkung den beistehenden und jubelnden Elfen zu. „Seht ihr, sie lieben euch“, flüsterte ihm die alte Nurah ins Ohr. Und so war es wirklich. Wie konnten diese Unbekannten, die ihn nie zuvor gesehen oder gehört hatten, sich so über seinen Anblick freuen?