Das Chaos in Parsifal

Das Chaos, in den Einen wirft es eine tiefe Faszination auf, in den anderen einen
stürmischen Hass und in manchen gar eine tiefe Furcht. Die Anhänger des Chaos haben
einen Anführer der Götter, Asgar. In der spirituellen Welt des Chaos, welche das
Immaterium genannt wird, treiben sich laut Sagen und Mythen unzählige Dämonen, Geister
und Wesen herum. Diese stehen an der Spitze und können ihre treuen Anhänger belohnen,
sowie diejenigen die sich davon abwenden wollen bitterböse bestrafen. Doch trotz der
vermutlich unendlichen Gottheiten gibt es einige wenige, welche sich großer Bekanntheit
unter den Anhängern erfreuen, Asgar, Tiria, Cael und Annon. Jede dieser Gottheit wird als
Prophet einer Eigenschaft angesehen. Das Immaterium ist eine Welt, welche für
Normalsterbliche mehr Wunschdenken als Realität ist. So heißt es, dass die stärksten und
gewieftesten Chaosanhänger nach dem Tode selbst einen Blick in diese Welt werfen
können und vor eine letzte Prüfung gestellt werden. Diese entscheidet, ob man selbst von
einem Chaosanhänger zu Lebzeiten zu einem der Chaoswesen nach dem Tode wird, oder
als seelenloser Geist umherirrt. Je nachdem wie treu man dem Chaos zu Lebzeiten gedient
hatte, umso höher wird man dafür belohnt. Unten in der Hierarchie stehen die leblosen
Seelen, sie wandeln nach dem Tode im Immaterium ohne Ziel und ohne Gedanken vor sich
herum. Über ihnen stehen die Schatten. Die Schatten haben ähnlich wie die leblosen Seelen
keinen Körper als Hülle. Doch können sie klar denken und dienen den Göttern und
Dämonen für die Ewigkeit. An der Spitze der Hierarchie stehen eben diese Götter und
Dämonen, welche zu Lebzeiten meist Volksanführer, Kriegsherren, Gelehrte, Propheten und
Schamanen waren. Sie behielten als Einzigstes ihre körperliche Hülle, auch wenn diese
über die unendlichen Jahre immer weiter zerfällt.


Geschichte

Das Gegenstück des Chaos, die „Mutter der Natur“ - Gaia, hielt sich für Jahrtausende mit
dem Chaos in einem nicht endenden Kampf mit dem Gott der Gewalt, Asgar. In einer Welt,
in welcher die Götter des Lichts und die Götter der Dunkelheit in Einklang lebten, hat die
Göttin Gaia ihr Gegenstück, Asgar, stets im Zaun gehalten. Doch beziehen die Götter des
Chaos ihre Energie zumeist nicht von sich selbst, sie beziehen ihre Energie von ihren
Gläubigen. Je mehr Anhänger des Chaos es gibt, desto mächtiger werden die Götter des
Chaos.
Und so kam es, dass sich mit der großen Verbreitung der Dunkelelfen und Orks ebenfalls
die Macht Asgars konstant wuchs. Bis er sich eines Tages für wenige Minuten von Gaia
lösen konnte. Bereits in diesen wenigen Minuten, in denen Asgar ungezügelt über seine
Macht verfügen konnte, erschuf er ein neues Zeitalter der spirituellen Welten. Er, sowie fast
alle seiner Geister der Finsternis flohen in diese Welt, welche heute als das Immaterium
beschrieben wird. Zurück blieben Gaia mit ihren Kindern in der spirituellen Welt, von welcher
sie niemals in das Immaterium hineinbrechen konnten.
Noch bis heute soll das Tor, welches zwischen den beiden Welten hin - und herführt streng
von den Geistern, Göttern und Dämonen bewacht werden, sodass niemand in die Welt der
anderen hereinbricht.


© https://www.deviantart.com/chriscold/art/Perl-137697592


Die bekanntesten Götter des Chaos

In der neuen Welt der Finsternis, dem Immaterium, ernannte Asgar neben sich 3 der
ältesten und gewieftesten Dämonen und Geister, welche mit ihm dieses Reich regieren
sollten. Diese standen nach ihrer Ernennung oft in einem Konflikt miteinander, wodurch es
den meisten Lebewesen nicht möglich ist, an mehrere Gottheiten zu glauben. Sollte dies der
Fall sein, so sind bösartige Mutationen oftmals die Folge davon, welche nicht selten tödlich
enden.


Tiria - Die beobachtende Dämonin

Tiria ist dafür bekannt, dass keine Tat unbeobachtet bleibt. Jeder Schritt, jeder Blick und
jeder Atemzug wird von ihr genaustens überwacht. Sei es von Menschen, Elfen, Tieren oder
gar von Pflanzen. Nichts entgeht ihren Augen und sollte man versuchen sie zu überlisten
oder sich von ihr abzuwenden, so kam es schon einige Male vor, dass ihre Opfer für immer
das Augenlicht verloren, indem ihre Pupillen ihre natürliche Farbe zu einem sanften grau
wechseln. Im Gegensatz zu einem grauen Star jedoch sprechen die Betroffenen davon, fast
schon täglich vor ihren blinden Augen verstörende und furchteinflößende Bilder zu sehen,
welche logischerweise nach einigen Tagen, Wochen oder gar Monaten zu tiefen
Angstzuständen führen. Doch ebenso wie Tiria ein perfektes Auge hat, so haben ihre
Anhänger ein perfektes Auge für den Handel. Diejenigen die sich zu ihr verbunden fühlen,
sind oft reiche Geschäftsleute, welche ihr Leben lang schon ein Auge für gute Geschäfte
hatten.


© late nite dump - Album on Imgur


Cael - Die lebende Krankheit

Besonders Goblins sowie einige mächtige Schamanen fühlen sich zu Cael verbunden. Er ist
die Brücke zwischen den Chaosanhängern und deren Umwelt. Durch ihn fließt
schlussendlich die Magie, welche die Chaosanhänger beim Anwenden von Zaubern
benutzen. Doch sind die Anhänger sehr zerstritten über Cael. An Orten welche vor Flora und
Fauna nur so gestrotzt haben und sich einige Anhänger des Chaos niederließen, konnte
man beobachten wie die Tiere und Pflanzen immer öfters von Krankheiten befallen wurden.
So kam es, dass einige Völker schlussendlich die Wahl hatten. Entweder sie ziehen weiter
um ein neues Fleckchen Erde zu verderben oder sie lassen einen gewissen Teil an Reinheit
in ihr Reich, um dieses am Leben zu erhalten. In diesem Falle kann es passieren, dass
Hochelfen gezwungenermaßen gebraucht werden, um die Verdorrung des Lebensraumes
der Dunkelelfen entgegenzuwirken. Dies geschieht auch meistens im Einverständnis der
Beiden, da es den Hochelfen genau so sehr schmerzt, wenn ein Stückchen Natur für immer
verdorben ist.


© https://www.artstation.com/artwork/VZP95


Annon - Der Hüter der Tore

Der letzte der Götter, welche von Asgar auserwählt wurde, wird Annon genannt. Seine
Aufgabe ist es, das Immaterium von der spirituellen Welt Gaias fernzuhalten. Seit der
Trennung der beiden Götter Gaia und Asgar bewacht er das Tor, welches deren Welten
verbindet. Jeder Gott der Ordnung, sei er noch so klein, wird binnen weniger Sekunden
vertrieben, angegriffen oder gar getötet. Genau so wie Annon das Tor zum Immaterium
bewacht, so haben die Anhänger von ihm ebenfalls einen stark ausgeprägten
Beschützerinstinkt und einen fast schon unbrechbaren Kampfgeist. Bekannt sind diese
dafür, dass sie oft ihre Berufung im Militär finden und furchtlos bis zum Tode für ihr Volk
kämpfen. Gläubige, die sich von Annon abwenden, spüren bereits einige Tage, dass es
bereits zu spät zum umkehren ist. Die Gliedmaßen werden immer schwerer und schwerer,
bis das Opfer Annons nicht einmal selbst in der Lage ist, sich für sein Lebensende noch
selbst fortbewegen zu können.


© https://www.deviantart.com/legendary-memory/art/Abyssal-Wendigo-422785498


Asgar - Die Spitze des Chaos

Nachdem Asgar sich von der Göttin Gaia abwenden konnte, erschuf er sich seine eigene
Welt der Finsternis. Mit ihm als selbsternannter Herrscher an der Spitze. In ihm schlummert
der Stolz, den die Chaosanhänger mit sich tragen. Nur wenige fühlen sich zu Asgar spirituell
verbunden, doch sind die die es sind oftmals geborene Strategen, Anführer und
Kriegsherren. Noch seltener als dass jemand mit Asgar verbunden ist ist es, dass sich
jemand von ihm abwendet. Sollte dies der Fall sein, so kommt es binnen weniger Wochen
zum geballten Hass der 3 Chaosgötter, welche mit ihm das Immaterium regieren. Erst
verschwindet das Augenlicht, wenige Tage später spürt man seinen Körper nicht mehr und
ab dann kann man die Minuten zählen, die einem bleiben, bis schließlich auch die
Herzmuskeln für immer versagen.

© https://twitter.com/NipuniDraws


Auslebung des Chaos

So verschieden wie all die Götter sind, so verschieden sind auch deren Anhänger. Schon
von Geburt an fühlt man sich zu einem der Götter besonders verbunden und beginnt, nach
dessen Lehren zu leben. Kinder Tirias werden oftmals gebildete und geschickte Händler,
währenddessen Kinder Caels zu mächtigen Schamanen und Propheten ausgebildet werden,
und das Wissen über das Chaos in die nächste Generation und die nächste Welt tragen. In
diesem ewigen Kreislauf sind die Religionsanhänger fest eingewachsen und würden sich nur
äußerst selten davon lösen wollen.
Mit fremden Rassen und Kulturen kommen die Anhänger des Chaos nur mäßig aus. Eine
reine Machtübernahme sowie eine Vertreibung der Religionen der Ordnung wird niemals
möglich sein, da eben diese benötigt wird, dem Verderben welches die Chaosanhänger
hinterlassen, entgegenzustehen. Somit kommt es ab und an vor, dass gerade in größeren
Städten, um das Gleichgewicht zu wahren, Wesen der Ordnung und Wesen des Chaos
gemeinsam leben müssen.


Feiertage

Jede Rasse, jedes Volk und meist sogar jede Stadt, hat für sich eigene Feste um die Götter
des Chaos für ihre Gaben zu Ehren. Meist sind es Feste der Völlerei und des Genusses,
welche die Anhänger praktizieren. Doch kommt es auch öfters mal zu religiösen Festen, an
welchen Opfergaben, Gebetsstunden und Prophezeihungen der Kinder Caels zu hören sind,
welche schon die Ausbildung zu einem Schamanen oder einem Propheten hinter sich
haben.


Magieanwendung

Was der Gott Cael an Leben nehmen kann, das kann er auch an Macht geben. Durch ihn
werden Flüche, Blutmagie, Illusionsmagie und die Magie der Finsternis überhaupt erst
möglich. Diese Gaben jedoch schenkte Ceal nur den Dunkelelfen, den Orks und den
Goblins. Eine andere, vergleichbare Art dieser vielseitigen Magiebereich gibt es kaum und
sie ist nur dafür geschaffen worden, um die Wesen der Reinheit vor einem Angriff
abzuhalten.


Kultur der Sklaven

Um die Macht, von der die Anhänger tief überzeugt sind, zu beweisen, kommt es in Völkern
und Städten des Chaos oftmals dazu, dass Sklaven ein wichtiger Teil der Religion und
Kultur sind. Der Einsatz der Sklaven ist hierbei komplett unterschiedlich. Von einfachen
Bewirtungen in Tavernen über Sklavenmärkte bis zu Opfergaben an heiligen Ritualen.
Sklaven werden in dieser Kultur, insofern der Herrscher nichts anderes bestimmt, als
Leibeigentum des Besitzers gesehen. Nicht als Eigentum der Öffentlichkeit. Somit ist es nur
dem Besitzer und dem Herrscher gestattet, den Sklaven ihre Aufträge zu geben. Das Wort
des Herrschers steht hierbei über dem Worte des Besitzers.


Geschenke der Chaosgötter

Je nachdem wie stark der Glaube ist, je nachdem wie tief die Verbindung zu den Göttern ist
oder je nach der Tat die man vollzogen hat, kann es dazu kommen, dass die Götter des
Chaos den Anhänger auf spiritueller Ebene belohnen. So können Sorgen der Gläubigen im
Nichts verschwinden, psychische Probleme aufgelöst und tiefe Ängste überwunden werden.
Je nachdem wie sehr der Anhänger im Einklang von seinem Körper und seinem Geist
handelt, desto mächtiger können die Gaben und Geschenke der Götter für diese sein.


Beziehungen zu fremden Kulturen

Die Chaosanhänger haben im Grunde genommen nur einen Feind, einen ohne welchen sie
jedoch nicht leben könnten. Dies sind die Wesen der Reinheit, hauptsächlich Anhänger der
Gottmutter Gaia, dessen Macht sie so stark wie möglich schwächen wollen, damit diese den
Chaosanhängern so wenig wie möglich schaden können. Dies ist deutlich zu sehen an
einigen der großen Elfenstädte, welche sich in verschiedene Bereiche aufgeteilt haben,
damit die Reinheit und das Chaos im Einklang überleben können. Sollte es jedoch zu
schwerwiegenden Konflikten zwischen den beiden Parteien kommen, so entscheidet
entweder der Anführer der Stadt über das weitere Vorgehen oder man erkämpft sich sein
Recht in einem klassischen Kampf, dem Agnikai. Neutral gegenüber stehen sie den Kulturen, die noch eher neuartig für die Anhänger sind. Insbesondere das Christentum sowie die nordische Mythologie können für das Chaos Vor- sowie Nachteilig handeln. Dem Menschenglauben dem sie keine wirkliche Beachtung schenken, ist der Buddhismus, da dessen Grundsätze mit den Grundsätzen des Chaos nur
schwer vereinbar sind.


Die Verführung zum Chaos

Sollte es einem Chaosanhänger gelingen, eine Hochelfe von ihrem Glauben abzubringen
oder gar vom Chaos zu überzeugen, so wird dieses Wesen über den Lauf der nächsten
Tage, Wochen und Monate den inneren Kampf den Asgar und Gaia vollführen am eigenen
Leib mitbekommen. Je besser der Betroffene vom Chaos überzeugt wurde, desto schneller
findet dieser Kampf sein Ende. Und sollte dieses Ende zu Gunsten Asgars entschieden
werden, so steht dem Wandel von einer Hoch zu einer Dunkelelfe nichts mehr im Wege,
was sich noch aufhalten lassen könnte. Doch nimmt dieser innere Kampf die Hochelfe auch
körperlich und seelisch sehr stark mit. Betroffene klagen über starke Krämpfe, Wutanfälle,
unkontrollierbare Motorik und starke Kopfschmerzen. Über die Zeitspanne welche immer
etwas unterschiedlich verlaufen kann, verliert die Hochelfe die Verbindung zu Gaia. Sie hört
Stimmen der Chaosgötter, welche ihr verführerisch zusprechen und sie in ihrem neuen
Glauben nur noch weiter bestärken. Schließlich kommt es zum Schluss dazu, dass sich in
einer Nacht des Vollmondes die Hautfarbe des Betroffenen sichtlich erblasst, ja gar ausgraut
und man ein vollwertiger Chaosanhänger wurde.

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© Hölpenköster's Alpha Coders Profile

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