Das Geheimnis in der Tiefe

Mit dem einsetzenden Sommer des Jahres 1343 begannen die ersten Arbeiten an den neuen Minengängen unweit des Außenpostens Heidelberg. Die Berge sind für alle von großer Bedeutung. In Ihnen schlummern in den Tiefen reiche und weit verzweigte Kohleadern. Auch die äußerst begehrten Eisenadern sind auch zu finden. Ohne Kohle kann sich der aufstrebende Außenposten mittlerweile nicht mehr Unterhalten. Deshalb entschied der derzeitige Leiter Antonio Dante Ficino, auf Befehl seiner Herrin, in den Bergen neue Kohleminen graben zu lassen.

Antonio, der selbst wenig Ahnung vom Bergbau hat, holte sich Hilfe vom Baumeister Heidelbergs Unterstützung, um das Projekt zu planen. Noch vor Beginn der im Sommer einsetzenden Ernte begannen die stolzen Bergarbeiter die Arbeit an den Minen der Stadt.

Doch eines Tages, als die Sonne nach dem Zenit stand, betrat der Bauleiter Elrond Wirringa das Hauptzimmer des Großspitalers im Hospital von Greifenstein. Völlig entkräftet vom dem Ritt, ließ er sich erst einmal im den weichen Stuhl fallen bis er mühselig anfing zu reden. ‚‚Meister Medikus‘‘ sagte er ‚‚ich muss euch unbedingt etwas erzählen. Bei den Grabungen für die neuen Minenschächte sind die Arbeiter auf etwas ungewöhnliches gestoßen. Sie riefen erst mich, aber ich konnte ihnen keine Antwort auf das geben.‘‘ Antonio Dante Ficino erwiderte ‚‚Um was geht es überhaupt ? Wenn es wieder ein Leichnam ist, soll dieser hier her gebracht werden. Und wenn es sich um einen funkelnden Stein handelt, soll dieser gewinnbringend verkauft werden.‘‘ ‚‚Aber nein Herr Ficino, das ist mir bewusst. Jetzt geht es um etwas was ihr mit Sicherheit auch noch nicht gesehen habt. Lange Rede kurzer Sinn. Bitte begleitet mich nach Heidelberg.‘‘ Nur widerwillig entschied sich Antonio, Elrond zu folgen. Nachdem Antonio noch einige Sachen eingepackt hatte, ritten sie geschwind nach Heidelberg.

Als sie vor dem unteren Mineneingang eintrafen herrschte ein großes durcheinander. Überall standen Menschen in kleinen Gruppen. Sie machte für die beiden ankommenden Reiter platz und führten die beiden zum Mineneingang. Vor dem Eingang wusste Antonio schon, dass dies etwas größeres sein wird, als das was er vermutet hatte. Elrond begann freudestrahlend zu erzählen und nahm Antonio, gegen seinen Willen mit in die Tiefen der Mine. ‚‚Nun Meister, wie ich euch sagte, ist dies was anderes. Wie ihr es derzeit seht, haben wir es vorgefunden. Geändert haben die Männer hier nichts mehr.‘‘ Fasziniert ging Antonio zu den Wände und begutachtete diese. ‚‚Zwergisch und elfisch‘‘ murmelte er und sagte ‚‘ gut das ihr mich geholt habt. Dies ist was ganz wichtiges, etwas spannendes und ihr habt die Aufgabe, diesen Bau zu beobachten. Alles wichtige, und besondere, egal wie groß muss zur Untersuchung in die Universität. Ich glaube, wir sind etwas sehr großem auf der Spur.’’ Elrond schaute Antonio an und musste erstmal schlucken. Er wusste, dass Antonio ein weiser Mann ist und dass er sich nur selten irrt. Er war nun sehr skeptisch, aber sah in Antonios Augen etwas besonderes. Es war Vertrauen und zugleich Zuversicht. Elrond willigte schließlich. Er erklärte seinen Männern was nun anliegt. Ein Teil begann mit dem Bau eines neuen Minenganges, der andere Teil setzte die Arbeiten in der besonderen Höhle fort.

‚‘ Ach und Herr Wirranga, nennt mich bitte Antonio, das macht es einfacher. Wir beiden werden nun sehr viel zusammen arbeiten.’’ Mit einem freundlichen Lächeln und einem nicken, wie man es von Antonio gewohnt war verabschiedete er sich, sattelte auf und ritt geschwind nach Greifenstein. Dort begann er mit den Vorbereitungen für die Untersuchung aller Gegenstände die gefunden werden.

Elrond schaute noch einige Zeit hinter Antonio her. Nun wusste er, jemand glaubt an ihn und diesem Mann kann man Vertrauen. Er organisierte die Arbeiter. Schon kurz nachdem Antonio verschwunden war, begannen die Arbeiten an beiden Minen.


PS: Vielen Dank an @Cheresar für die Bilder und an Elrond für den Bau

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