Der Beginn der Jagd

Ein eisig kalter Wind strömt durch die Einöde. In der ferne sind ein paar wenige Tannen zu erkennen. Inmitten der Einöde ist er zu sehen. Er sitzt auf seinem Pferd mit einer Karte und einem Kompass in der Hand. Er ist mit mehreren dicken Mänteln umhüllt. Es scheint ein edles Bärenfell zu sein, welches in manchen Gegenden ein kleines Vermögen wert ist. Ein hausgemachter Schal passt sich dazu an seinen Hals und wickelt sein Gesicht bis zu den Augen zu. Er reitet unwiderruflich auf den kleinen Fichtenwald zu, in welchem er meint etwas Rauch zu sehen. Nach mehreren Minuten Ritt durch die bitterkalten Winde betritt er endlich den Wald. Zu sehen sind ein paar Nordmänner, sie scheinen dort ihr Lager zu haben. Er ritt weiter auf sie zu, in seiner Hand spielt er unter dem Mantel mit dem Griff seines Dolches. Nur der Sicherheit wegen natürlich.

„Was zum… Wer seid ihr?“

Die Männer sahen ihn schief und misstrauisch an

„Das kann euch recht egal sein, ich habe ein Angebot für euch.“

Aus der Seitentasche seines Rosses holt er einen klimpernden Beutel und eine professionell gefertigte Zeichnung einer jungen Elfin mit langen Haaren.

„Habt ihr diese Frau gesehen? Ich weiß, dass sie hier vorbeikam.“

Er sprach mit einer deutlichen Selbstsicherheit ohne dabei überheblich zu wirken

„Diese Frau… zeigt her!“

Einer der Männer riss ihm plötzlich die Zeichnung aus der Hand und nickt langsam.

„Ja, doch… die kam mit ihrem Vater hier vorbei. Sie schienen nicht für die Gegend gewappnet, ich vermute, dass sie ihr Dasein bereits im Jenseits verbringen.“

Der Blick des Fremden verfinsterte sich.

„Ob sie lebt oder nicht, ist nicht euer verdammtes Problem! Ich möchte wissen, wohin die Beiden wollten. Was war ihr Ziel?“

Einer der Männer trat zu ihm hervor. Er schien um die 50 Jahre alt zu sein.

„Sie waren auf dem Weg zu den verwunschenen Wäldern. Was auch immer sie dort wollten. Bis jetzt kam keiner aus ihnen zurück.“

Der Fremde nickt und wirft ihm das Täschchen voller Münzen zu, legt den Schal wieder über den Mund und reitet wortlos weiter. In seinen Gedanken spielen sich hunderte verschiedene Szenarios ab.

„Sie wollten in den Wald… diese Wälder sollen eine direkte Verbindung zu diesem verfluchten Land darstellen, ich hatte davon gelesen. Wie war sein Name noch? Parsifal? Ja, Parsifal war es, ziemlich sicher. Dort finde ich sie.“

Sein Dolch verschwindet wieder unter seinem Mantel.
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sehr sehr gut

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