Der göttliche Drache

Die Sagen und Lehren des Drachen:

Mhael’kaya (deut. Die Schöpfung):

Zusammenfassung

Es war zu einer Zeit, in der Zeit und Raum noch nicht existierten. Das einzige was damals vorhanden war, war ein weißes Nichts und drei Entitäten. Deren Namen waren Ayub, Ayryn und Nefthi. Ayub war Willensstark, Selbstbewusst, aber niemals Selbstverliebt und schätzte die Meinung der anderen. Ayryn hingegen, war äußerst rebellisch und versuchte immer wieder zu beweisen das er selbst genauso Selbstbewusst und Willensstark sein konnte wie Ayub. Zu guter letzt war da noch Nefthi, die Haut so hell wie frisch gefallener Schnee, das Haar so dunkel wie einer Neumondnacht, das brennen des Selbstbewusstseins in Ihren Augen, in der Intensität von eintausend Sonnen.

Die drei lebten sehr lange im Nichts, das sie Heimat nannten. Über die Zeit begann Nefthi sich in Ayub zu verlieben. Aus dieser Verbindung entstand ein Kind. Das Kind war bei seiner Geburt kränklich und schwach und hätte diese nie überleben können, weshalb Ayub in seiner Güte und Auf Opferbereitschaft seine eigene Lebenskraft aufgab um sie dem Kind zu schenken und es für den Moment zu retten. Als Ayryn das Kind sah ergriff ihn die Eifersucht. Von Zorn und Neid ergriffen plante er ebenfalls ein Kind zu zeugen, jedoch wies Nefthi ihn zurück und weigerte sich ihm ein Kind zu gebären. Anstatt dies jedoch zu akzeptieren, verfiel er in seinem Wahnsinn über Nefthi her und Zwang sie ihm ein Kind zu gebären. Die noch von der Geburt geschwächte Nefthi hatte keine Chance gegen den vom Zorn erfüllten Ayryn. So entstand ein zweites Kind, ein Kind geboren aus Zorn und Angst. Im Gegensatz zu seinem Halbbruder war dieses Wesen nicht schwächlich oder Kränklich sondern mächtig. Leider hatte es auch die Emotionen die seine Entstehung begleitet hatten in sich aufgenommen und so kam es das es in seinem Zorn und seiner Angst über seine Eltern herfiel und diese Verschlang.

So entstanden zwei Wesen die Unterschiedlicher nicht sein konnten. Eines entstanden durch Liebe und gerettet durch Aufopferung, ermächtigt durch die Lebensenergie seines Vaters und die Zuneigung seiner Mutter. Und eines entstanden durch Zorn, Neid und Angst und bemächtigt durch die Energie seiner verschlungenen Eltern. Das erste der beiden Wesen steht für Ordnung, Licht, Leben und alles Gute während das andere Chaos, Dunkelheit Tod und das Böse repräsentiert.

Die beiden Wesen zogen sich immer wieder an und versuchten sich aufgrund ihrer Unterschiede von einander abzustoßen, keiner konnte die Gesellschaft des anderen ertragen. Nach Äonen des Kampfes merkten sie langsam das ihre Versuche vergebens waren. Sie begannen sich einander anzunähern und nach langer Zeit akzeptierten sie, dass sie einander brauchten denn ohne Chaos gibt es keine Ordnung, ohne Licht keine Dunkelheit, ohne Leben keinen Tod und ohne Gut gibt es kein Böse. Die beiden Wesen kamen sich immer näher bis sie eins wurden. Diese neue Entität war allmächtig denn sie verkörperte alles das war und nicht war.

Die Entität war zunächst lediglich ein kleiner Funke umgeben vom unendlichen Nichts. Jedoch wurde die Entität der Lehre des Nichts recht schnell überdrüssig und wollte neues erschaffen. Dafür benötigte es jedoch einen Körper der mehr war als ein bloßer Funke. Darum stellte sich die Entität, die majestätische Form vor die ihm einfiel und nahm diese an. Ihm wuchsen lange Krallen und mächtige Schwingen, elfenbeinfarbige Zähne entstanden in seinem gewaltigen Rachen und Goldene Schuppen bildeten seine neue Haut. Blutrote Augen formten sich auf einem mächtigen Haupt, ein gewaltiger Drache war geboren.

Der Drache starrte ins Nichts und brüllte ihm entgegen. Eine Kampfansage an die Leere, mit seinen gigantischen Klauen schlug es nach der Leere und diese wich zurück, was einen kleinen Ort schuf an dem etwas entstehen konnte, es drehte sich im Kreis und schützte diese kostbare Stelle mit seinem Leib. Es war soweit, den Ort vor der Leere schützend begann es mit seiner Schöpfung. Es formte die Welt, mit seinen Seen, Flüssen, Meeren, Bergen und Tälern, doch die Welt war noch mit der Finsternis gefüllt, also teilte es die Dunkelheit und das Licht. Die Sonne sollte das Licht beherrschen und der Mond die Dunkelheit, der Himmel sollte die Leinwand des Lichts und der Dunkelheit sein und seinen Körper abdecken. Doch dies war nicht genug also begann es daraufhin die Gewässer zubefüllen und die Landstriche mit den Pflanzen zu versehen, Wälder sprossen aus dem Boden und Wiesen überzogen das Land. Jedoch war der Drache noch immer nicht zufrieden, darum schuf Er Vögel, Fische, Säugetiere und Reptilien um Himmel, Land und Wasser zu bevölkern.

Der Drache war allerdings noch immer nicht mit seiner Schöpfung zufrieden, Tiere waren ja gut und schön doch wurden sie für ihn schnell uninteressant. Sie lebten nur nach ihren Instinkten und waren nicht wie er. Er wollte etwas mit Verstand erschaffen etwas das denken konnte wie er und in der Lage war neues zu erschaffen, darum schuf er die Elfen. In ihnen verband er alles was er aus seinen vorherigen Schöpfungen gelernt hatte. Er formte sie nach dem Aussehen seiner Eltern oder zumindest so wie er sie sich vorstellt, elegant und doch mächtig und das diese Ihm auch ähneln, setzte es jeder einzelnen Seele eine Drachenschuppe ein, damit die Seelen nach dem Tod sofort wieder zu Ihm zurückkehren und nicht durch diese Welt geistern.

Doch die Elfen waren dem gottgleichen Drachen nicht genug, Er öffnete sein gewaltiges Maul und schmolz mit seinem feurigen Odem einen kompletten Berg. Aus dieser flüssigen Masse formte Er die Zwerge, die Körper klein und kompakt und doch so hart wie Stein. Doch diese kleinen aber exzentrischen Zwerge waren dem Drachen nicht genug, Er öffnete ein Tor aus einer anderen Welt und brachte die Menschen in diese Welt. Doch nur die Elfen besaßen seine glänzende Drachenschuppe.

Der Drache beobachtete seine Schöpfung und er sprach mit seiner tiefen aber friedensbringenden Stimme: “Liebt, trinkt und lebet, denn euer Körper ist nur von kurzer Weile, doch eure Seele ist für immer!”, von seinem Werk ermüdet gähnte der Drache und schloss seine Augen, nun begann sein Schlaf, doch noch hielt er Verbindung zu seinen Schöpfungen um ihnen in der Not zu helfen.

Das Nichts jedoch bemerkte den Schlaf des Drachen und machte sich diesen zunutze, es formte sich einen eigenen Körper und riss ein Loch in die Flügelhaut des Drachen.Jenes Loch war nicht sehr groß ,damit der Drache nicht vom Schmerz erwachen würde. Durch das kleine Loch konnte die Dunkelheit selbst in ihrem Körper nicht eindringen aber es konnte seine eigenen Schöpfungen in die Welt der Elfen lassen. Das Böse, Loktir, war in Parsifal eingetroffen. Dort schuf dieser die Orks, gefährliche Krieger die nur für den Kampf leben.

Naeva’el (deut. Weisung Gottes)

Zusammenfassung

Die Geschichte des Wanderers:

Es war ein wunderschöner Sommerabend und die Sonnenstrahlen streiften sanft die Berggipfel, das wärmespendende Licht füllte das Tal und spiegelte sich funkelnd auf der Oberfläche der Flüsse, Teiche und Seen wieder. Mitten in dieser idylle, ist ein kleines Dorf mit ein paar wenigen Seelen die dort leben.

Einer dieser Leute war ein junger Elfe, jung und doch ambitioniert. Als Sohn des Dorfvorstehers, lernte er früh das schreiben und lesen und eines Tages als er auf dem Balkon seines Hauses stand und in die weit entfernte gold-schimmernde Sonne blickte, die allmählich unterging, hörte er eine Stimme die immer lauter wurde: “Sammel dein Volk hinter dir, das Unheil wartet auf euch, falls ihr in dem Tal bleibt”, verdutzt sieht sich der junge Elf um, doch sieht er niemanden der hätte diese Worte so beruhigend, aber doch besorgt hätte sagen können.

Die Nacht plagten den jungen Elfen, schreckliche Albträume über riesige grüne Gestalten, bepackt mit Muskeln, in schwerer Rüstung und Streitäxten. Die Gesichter vom Krieg gezeichnet und der Körper übersät mit unzähligen Narben und frischen Wunden. Das brüllen der Bestien ist schauderhaft und schweißgebadet wacht der Elf auf.

Am nächsten Tag verordnet er eine Versammlung des gesamten Dorfes, er erzählte fest von sich überzeugt über seinen Traum und der Stimme die er während des warmen Sommerabend hörte. Viele Bewohner des Dorfes waren sehr skeptisch und glaubten den jungen Elfen nicht, nur wenige glaubten Ihm und folgten Ihm raus aus dem schützenden Tal in die große weite Welt.

Von der Heimat fern, lag der junge Wanderer in seinem aus verschiedenen Fellen gefertigten Schlafsack und sah ehrfürchtig, aber fasziniert in den Sternenhimmel. Er erblickte die vielen Sterne, die funkeln wie tausende Diamanten eingesetzt in einem schwarzen Samtkleid. Er drehte sich zur Seite und Ihn überkamen die Selbstzweifel, hatte er alles richtig gemacht? Ist es die richtige Entscheidung den Ort zu verlassen, den er als einziges kannte? Immer mehr füllten die Selbstzweifel seinen Verstand, doch mit dem ertönen der Stimme waren die Zweifel wie ausgelöscht, denn die Stimme sprach: “Verzage nicht mein Kind, euer aller Schicksal ist in meinen Händen. So sollt ihr sicher in dem heiligen Land ankommen und euch soll kein Schmerz zugefügt werden!”, von der tiefen Stimme beruhigt schließt der Wanderer die Augen und entgleitet in seine Träume.

Die Jahre zogen in das Land und der Wanderer reiste mit seiner Gruppe durch die Landschaften, doch eines Tages als sie über die Ebenen stapften und einen leichten Hügel erklommen, brach das Licht durch die Wolkenschicht und liebkoste die sanfte Ebene und dem Wanderer war klar, dies ist das heilige Land von dem die Stimme sprach. Er ging mit seiner Gruppe zu dem Ort und stellt sein Lager aus einfachen Zelten auf.

So viele Nächte schlief der Wanderer unter freien Himmel, doch nie fühlte er sich als wäre er angekommen. Doch sah er sich um, die Leute mit denen er diese Bürde auf sich nahm und Ihm bedingungslos folgten. Er fühlte etwas was er schon lange nicht mehr fühlte, das wohlige warme Gefühl, wie die Umarmung einer liebenden Mutter, oder die Wärme des knisternden Kamins, er fühlte sich zu Hause.

Die Zeit verging und der Wanderer gründete eine Familie und baute eine Stadt, der Name der Stadt war Qadish. Jedes seiner fünf Kinder war einzigartig und beherrschte eine bestimmte Sache hervorragend, das erste Kind beherrschte die Klinge wie kein anderer, das zweite Kind kontrollierte die Magie wie sonst niemand, das dritte Kind war musikalisch und liebte die Sprachkunst, das vierte Kind lebte in den Schatten und blieb gerne im Hintergrund, das fünfte Kind liebte Zahlen und das Herumkommandieren. Später bildeten sich daraus die verschiedenen Adelshäuser und die Häuser der Künste.

Nun hatte der Wanderer alles was Er wollte, eine Heimat, Familie und ein schönes Leben, erneut hörte er die Stimme: “Nun, wird das auserkorene Volk keine Angst erleiden müssen. Für eure große Aufopferung sollt Ihr ein Geschenk bekommen!”, die Knie des Wanderer wurden zittrig und er fiel zu Boden, komplett mit der Situation überfordert sieht er sich um und sieht seine Liebsten um sich. Er steht auf, seine ehemals grünen Augen färbten sich in ein königliches Gold, die Augenfarben seiner Kinder färbten sich in ein Blutrot.

Die Geschichte des erleuchteten Wanderpriesters:

“Mich fragte einst ein junger Rhyis: ‘Unser Gott soll gnädig sein, doch wo ist die Gnade? Das Leben soll bunt sein, doch wo ist die Farbe?’, ich legte diesem Rhyis meine Hand mit väterlicher Vorsorge auf die Schulter und fing an, Ihm meine Meinung zu erzählen, im Auge des Drachen wie ich jetzt in diesem Moment tue: ‘Das Geschenk des Seins ist das unendliche Geschenk und ein Zeichen seiner Gnade, der Drache schenkt uns die Seele, doch unsere Mutter schenkt uns den Leib. Dieses Geschenk dieser zwei, hat am Anfang keinen wirklichen Sinn. Die Farbe, die Ihr sucht existiert nur, wenn Ihr eurem Sein einen Sinn gebt, nach was verzerrt es Euch? Ist es Musik, die Liebe, der Nervenkitzel oder vielleicht etwas komplett anderes? Ihr braucht nicht zu antworten, denn jeder Rhyis hat eine andere Antwort. Seid Euch gewiss, wenn Euer materielles Sein endet und Euer Leib dem Feuer übergeben wird und Ihr dem ewigen Licht entgegen wandelt, wird Euer Schöpfer dort warten, doch nicht nur Er. Sie gebärte Euch und nahm Euch sofort in die schützenden und liebenden Arme, wenn wir dann blutend und voller Angst im Dreck liegen, umgeben von Feuer und dem klirren von Klingen, wird Sie auf Euch warten. Wir liegen Ihr dann zu Füßen, deswegen ehrt auch Eure Mutter, Sie ist der Anfang und das Ende!”. Der Prediger nonchalant von seinem kleinen Podium, die Masse die sich zuvor nur aus neugierig versammelte hatte, war voller gemischter Emotionen, einige weinten, manche applaudierten und ein paar jubelten.

Der Tage vergingen und der Prediger saß in einem Gasthaus, das wärmespendende Feuer knisterte und erhitzte den Topf in dem ein gut riechender Eintopf brodelte, die Leute versammelten sich friedlich um das Feuer und genossen die Wärme, aber auch um den leckeren Eintopf bald genießen zu können. Diese brüderliche Ruhe wurde schlagartig zerschlagen, als der Gastwirt in rage zu brüllen begann: “Dieb! Ihr kommt mir nicht davon!”, der Rhyis packte voller Wut den menschlichen Kihtir am Arm und riss diesem das kleine Laib Brot aus der Hand, der Prediger verzog angewidert und doch voller demut das Gesicht und stand auf: “Mein lieber Wirt, Ihr habt gerade einen der heiligsten Momente der Ruhe unterbrochen, mit solch einer lappalie, schämt Ihr euch nicht?”, der Gastwirt sieht den Prediger verdutzt an und sieht seinen einfachen Aufzug, die Kleidung aus einfachen Leinen, doch mit einem breiten und zufriedenen Grinsen, der Gastwirt rümpft die Nase und beginnt angeekelt zu sprechen: “Was geht Euch das an? Ihr scheint nur ein einfacher Prediger zu sein, das ist mein Gasthaus und hier gelten meine Regeln!”, der Prediger lacht amüsiert und setzt sich an den Tresen, Er fährt vorsichtig mit seiner Hand über die hölzerne Platte: “Seht Euch diesen armen Mann an, komplett abgemagert, die Wangenknochen sind zu sehen, sein Kleidung ist löchrig und sein Blick ist voller Angst. Habt etwas Gnade und gebt Ihm das Brot, soll es den Abend einen Magen zu füllen, wenn es Euch ums Geld geht, dann…”, der Wanderpriester holt einen kleinen Lederbeutel mit klimpernden Münzen darin hervor und wirft diesen in die Hände des Gastwirtes: “Damit kann sich dieser arme Mann zehn Brote holen, also lasst es gut sein und gebt Ihm das Brot”, der Gastwirt sieht mit einem gierigen Blick das den Lederbeutel an, wie ein hungriger Hund sabbernd einen exquisiten Knochen, Er zuckt mit den Schultern und murmelt: “Meinetwegen, soll Er das Brot haben. Er wird nach seinem Ableben, vor dem Drachen stehen und von diesem gerichtet. Wenn Er dann als schuldig anerkannt wird, wird der mächtige Drache dann seine Seele verschlingt und in die Dunkelheit führt, bin ich zufrieden.”, der Kihtir verneigt sich leicht und rennt mit einem glücklichen Gesicht und dem Laib Brot unter dem Arm aus dem Gasthaus.

Die Geschichte des unsterblichen Kämpfers:

Aufeinanderprallende Schilde und das darauffolgende brechende Holz sind zu vernehmen, die Klingen die aufeinandertreffen und das unverkennbare klirren hervorrufen und dann noch die in der Verrohrung geratenen Schreie, ein typischer Tag in der Arena von Qadish. Doch dieser Tag sollte anders sein, heute sollte in dieser Arena, in der normalerweise jeder Tag der letzte sein könnte, Gnade gezeigt werden. Die Masse tobt, den der neueste Arenakämpfer, überstand schon die sechste Runde und war bereit noch sechs weitere zu überstehen, egal was die Arenameister sich einfallen ließen, egal ob Bären, Schlagen oder Löwen oder gar andere Kämpfer, der junge Rhyis meisterte jede Aufgabe mit Eleganz und seinem unglaublichen Können. Die Herren der Arena wurden langsam ratlos und schickten ihre mächtigste Bestie in die Arena, ein Wesen, mit dem Kopf eines Löwen, den Körper eines Bären und der Schwanz ist der Körper einer riesigen Schlange. Der Neuankömmling sah die Bestie und war starr vor Angst, so etwas hatte Er in seinem Leben noch nie gesehen, Er sah hinauf zum Himmel und der Mut fasste Ihn. Er ging in Kampfposition und war bereit diesen Kampf auch zu gewinnen, die Bestie stürmte voran, der brachiale Körper sprang in die Luft, doch der Kämpfer wich’ spielend mit einer eleganten rolle aus. Die Leib der Schlange schnappte immer wieder zu, doch wehrte Er immer wieder gekonnt den Kopf mit der Schlange mit seinem Schwert ab und schlug der Schlange den Kopf ab, die Bestie brüllte voller schmerz auf und geriet in eine wahre Blutrage und stürzte sich auf den jungen Kämpfer. Er sprang zu Boden und richtete die Klinge auf das Herz der Bestie, Er klemmte den Griff seiner treuen Klinge, zwischen Oberarm und Torso der Boden stützte die Klinge und pfählte die Bestie, kurz zappelnd versuchte die Bestie den Kämpfer sich seiner zu entledigen, doch das Wesen war sofort Tod, als sich die scharfe Klinge in dessen Körper bohrte. Er hob mit einer unglaublichen Kraft die Bestie hoch und schmiss den Kadaver zur Seite, voller Blut aber mit einem stolzen grinsen schrie der Kämpfer in die tobenden Massen: “Ihr wollt mich sterben sehen?! Heute werde ich nicht sterben, auch nicht morgen! Wollt ihr auch wissen wieso? Weil ich mir sicher bin, dass der Drache mich auf meinem Weg schützt, denn es ist mein Weg! Doch falls ich sterben sollte, wartet der Drache auf mich!”, der mit Blut überzogene Krieger schrie einen so gewaltigen Kampfschrei aus, das die komplette Arena mit stille füllte, die zuvor tobende Masse starrt überrascht den Krieger an und beginnt noch stärker zu jubeln und zu feiern als zuvor, manneshaftig stolziert der Krieger aus der Arena, umgeben von Applaus, Jubel und Bewunderung.

Die Geschichte des gierigen Kaufmannes:

Einst gab es einen bekannten Kaufmann, sein Reichtum und sein Glück schien unendlich, Er hatte ein gewaltiges Haus, eine schöne Frau und viele Kinder. Dieses Glück endete an dem Tag, an dem Er aufhörte dem Drachen für diese Geschenke zu danken und anfing diese Geschenke seinen komplett eigenen verdienst zuzuschreiben. Denn Er habe das Geld angehäuft, Er habe das Haus gebaut, Er hätte seine Frau erobert und Er habe seine Kinder großgezogen. Mit einem spöttischen grinsen stand der Kaufmann auf dem Balkon seines Hauses und beobachtete den wunderschönen Nachthimmel, die tausenden glitzernden Sterne und der gewaltige Mond schienen auf Ihn herab: “Mein Reichtum und mein Glück habe ich nicht Euch zu verdanken! Ich habe mir alles alleine erarbeitet, ich habe dafür gekämpft und mir alles selbst geholt!”, der Wind zieht durch die Baumkronen und das rascheln der zahlreichen Blätter hört sich wie ein amüsiertes lachen an, der Kaufmann sieht hochnäsig zu Boden und geht in sein Haus, die Nacht war ruhig und angenehm, die Träume waren entspannend und das Bett wärmte Ihn gut. Der Kaufmann stand am nächsten Tag auf und ging nach unten, seine liebevolle Familie begrüßte Ihn herzlich und sie aßen gemeinsam, der Kaufmann stand auf und ging seine Arbeit verrichten und mehr Geld anhäufen.

Der Tag verging und das Abendrot war schmeichelte dem Stadtbild, die Händler waren eifrig am verkaufen bei ihren Marktständen, um denen sich interessiert die Leute versammelten, wir hatten Fruchthändler, Teppichhändler, Waffenschmiede und noch vieles mehr. Der Kaufmann sah auf und sah in der Entfernung aufsteigende Rauchschwaden, doch dachte sich dieser nichts dabei. Er ging nach Hause und sah was einst sein großes Haus war, nur noch die verkohlten überreste waren zu sehen, panisch ging Er in die Ruinen seines Hauses und suchte nach seiner Familie, doch nirgends fand Er die Gebeine dieser. Die liebliche Stimme seiner Frau ertönte hinter Ihm und beruhigte Ihn ungemein, Sie war mit seinen Kindern auf dem Markt gewesen und war genau wie Er überrascht, Er beruhigte Sie, Er würde einfach ein neues Haus bauen. Zusammen ging die Familie in ein Gasthaus und erneut neigte sich der Abend dem Ende, die Nacht war erneut ruhig und die Betten des Gasthauses wärmte die Familie erneut für die Nacht. Der Vater ging wie am Tag zuvor zu seiner geliebten Familie, auch wenn diese etwas niedergeschlagen war durch den verlust ihres Heimes, munterte Er diese auf und scherzte etwas, wie am vorherigen Tag ging Er seiner Arbeit nachgehen und verkaufte die verschiedensten Waren.

Auch dieser Tag verging und der Abend nahte, aber anders als am vortag gab es keine zwischenfälle, keine aufsteigenden Rauchschwaden oder ähnliches, dachte Er zumindest. Er kam in das Gasthaus und ein paar Lunaris trugen ein paar mit Tüchern bedeckte Leinen aus der Taverne. Er rief nach seiner Familie, die Er mehr liebte als alles andere, doch niemand antwortete, jemand tippt vorsichtig auf seine Schulter: “Es tut mir leid, eine Krankheit hat sie dahingerafft, wir können nichts mehr tun als sie zu waschen, zu salben, dann einbalsamieren und schließlich zum Drachen zu schicken. Ich fühle Euren Schmerz, doch habt Ihr noch Euch selbst und das Leben geht voran…”, der Kaufmann fällt auf die Knie und bricht in Tränen aus, doch hatte der Lunaris recht, noch hatte Er sein Schicksal in seiner Hand und niemand könnte Ihm dieses nehmen. Komplett alleine ging Er diese Nacht schlafen, zwar wärmte Ihn das Bett, doch sein Herz war leer und komplett verkühlt, seine Miene wurde immer düsterer und Er schlief ein. Ohne viele Gedanken zu verschwenden, steht der Kaufmann auf und geht zur Arbeit, schnell durch die Massen an Käufern und geht seiner Arbeit nach.

Voller Schmerz aber noch etwas hochmütig, lacht der Kaufmann und sieht zur Sonne hinauf: “Noch habe ich nicht verloren! Noch gebe ich nicht auf, es ist mein Leben! Mein Körper, es ist meins!”, verschmitzt sieht der Kaufmann auf seinen Rumpf hinab und überlegt sich schon neue Pläne sein Haus wieder aufzubauen und eine neue Familie zu gründen. Der Tag verging und der Händler ging zu seinem alten, oder zumindest das was davon übrig blieb, Er durchsuchte die Trümmer nach wertvollen Gegenständen. Ein unbeschreiblicher Schmerz erhaschte den Kaufmann und Er fiel auf die Knie, sein Hals schnürte sich zu und Er bekam keine Wort mehr aus dem Mund ohne unabdingbar zu husten, auf seiner Haut bildeten sich hässliche Warzen und Beulen und Er rollte sich voller Schmerz auf dem Boden zusammen, nun war es soweit. Der Kaufmann dachte, seine Zeit wäre gekommen, Er verlor das Haus, danach seine Familie und jetzt sein eigenes Leben, Er erkannte, dass zwar Er sich diese Dinge erarbeitet hatte, doch das erste und endgültige Geschenk, das Geschenk des Drachen verhöhnte und nun der Drache Ihm alles nahm. Er dreht sich voller Schmerz auf seinen Rücken und starrte wehmütig und voller reue die Sonne an, eine einzelne Träne gefüllt voller demut kullerte über seine Wange und der Schmerz ließ abrupt nach. Der Kaufmann steht auf und streift sich den Staub, die Asche von seiner Kleidung, Er sieht zur Sonne hoch: “Ich verhöhnte Euch und Euer Geschenk, nun habt Ihr mir meine Geschenke genommen um mir eine Lektion zu erteilen. Ich sah Euer Geschenk ein selbstverständlich an und hatte es nie geschätzt. Ich werde nie wieder Euch, oder das Geschenk was mir gegeben wurde verschmähen!”.

Khae’ruh/Vhaeg’el (deut. Auszug/Prophezeiung Gottes)

Zusammenfassung

“Hört mich, wenn die goldene Sonne über Qadish untergeht und das Volk der Sonnenelfen in das dunkle Tal wandert und die Finsternis, wie die Leere den Herren erreicht, wird sich der zweite Wanderer vor unseren Augen offenbaren. Er wird die Flamme in der unendlichen Dunkelheit sein, die Stimme im verstummten Chor, die Hand, die unser Volk vor dem ertrinken rettet, seine Sünde, wird gewaltig sein und uns von unseren erlösen. Der Schmerz, der Scham und vor allem die Angst, wenn diese Sünde getan ist, wird den zweiten Wanderer trügen, doch die Kraft, der Ehrgeiz der durch diesen Windstoß erschaffen wurde, wird ganze Berge bewegen. Eine Funken, der sich zu einem gewaltigen Inferno formt und dem Volk der Rhyis ein Leuchtfeuer sein wird. Ein Feuer der Rechtschaffenheit, der Stärke, des Mutes, des Glaubens, doch vor allem wird Er demütig sein. Wenn das Feuer letztendlich erwacht und der Zwillingsstern über dem Haupt des zweiten Wanderers, einem Sohn des ersten Basileus entbrannt, wird sein Licht uns in die strahlende Zukunft führen.”, brüllte ein in schwarzen Leinen gehüllter Mann, sein Bart weiß wie Schnee und die Haut fahl wie das Mondlicht, seine Haltung ist gekrümmt und bucklig und seine Augen scheinen vom grauer star zerfressen worden worden zu sein. Schwer atmend steigt der alte Mann von der kleinen hölzernen Kiste und geht langsam humpelnd vom Marktplatz, Er verschwindet in dem Auflauf an Menschen und verschwindet für immer, unbemerkt und doch gesehen.

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Folgt dem Göttlichen Drachen!

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Jeder, der eine gute und passende Geschichte hat, kann gerne die Geschichte hier unten reinschreiben und ich füge diese dann in Naeva’el ein. Man könnte sagen, das es ein Communityprojekt ist.

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