Der weiße Sturm

Es ist eine stürmische Nacht. Der Regen prasselt hinunter und die Äste schlagen gegen das Fenster. Eine einzelne Flamme einer Kerze scheint in einer düsteren Schreibstube. An einem Tisch sitzend tunkt Marte die Schreibfeder in Tinte und gibt sich hin, zu seinem Pergament. Seine andere Hand noch bei dem Griff der Teetasse. Er grübelt schon seit dem Eintreten der Nacht. Sein Wille, die Zeit des Fehlenden Leuchtens, auf Papier niederzuschreiben ist vorhanden. Jedoch weiß er nicht wie er diese Qualvollen Erinnerungen seines vernünftig seinem Geiste entlockt. Doch dann führt er seine Hand langsam hinauf in die oberste Ecke und drückt die Feder auf das Papier.

Der Weiße Sturm

In meinen Jahren vor Parsifal wanderte ich durch ferne Länder. Meine Augen erblickten lange Weiden, große Berge und tiefe Meere. Hier sitzend, im Saale meiner Bücher, schreibe ich nun die Geschichte meines Einlaufens in Parsifal. Wir schreiben das Jahre 1341. Die Sonne blickte nun zum 3 Male des siebten Monats auf. Mein Seele konnte grade den Barbaren entkommen, jene die den großen Wald bewohnten. Ich war am Waldrand und sah eine Weide. Als ich es raus schaffte, waren meine Verfolger verschwunden. Ich erreichte bald ein Dorf, welches mich wärmstens Empfang. Ich rastete dort die Nacht lang. Am nächsten Morgen, es war ein hitziger Tag ohne Winde, gaben mir Bewohner Rat und schickten mich zu nächsten Stadt. Ohne Ziel und Bestimmung ging ich den Weg gen Westen und hab mein Ziel geschwind erreicht. Es war eine kleine Stadt am Meer. Sie hatte Steinmauern aber kleine Türme. Ihr Torhaus wohnten nur 2 Soldaten bei. Der Eingang war ohne Hürde und ich wanderte direkt zum Markt. Mit den letzten Taler in der Tasche versuchte ich noch ein Schiff zu bekommen. Denn so groß die Freundlichkeit der Bauern war, war die der Bürger es nicht. Ich hörte in den Straßen andauern von den Landen Parsfifals. Es solle große Länder haben und zahlreiche Landschaften. Die Kolonialisation sei grade im Gange und so ergriff ich meine Chance und schlich mich auf einen Transporter. Die Taler verschlungen von meiner Reise und die Art der Städtler ließen mir doch keine Wahl. Es war der 5 Tage des Monats indem wir abreisten.

Wir reisten 3 tage lang und langsam waren meine Vorräte dem Ende geneigt. Doch im Zuge der Verzweiflung schlich ich mich aus meinem Versteck. Ich war in einer Kiste versteckt und fand mich im Laderaum wieder. Plötzlich kam der Staub auf mich hinab. Ich lauschte den Schritten eines Mannes, welcher über dem Deck von mir war. Die Tür ging rasch auf und der Mann stampfte die Treppe hinab. Bei jedem zweiten schritt war das klopfen anders. Man hörte diese stumpfe Geräusch. Ich ging schnell hinter der Kiste und verbarg mich der Sicht des Wächters. Ich beugte mich etwas hinüber und sah den Mann. Ein einfacher Seemann, großer Körper und bestattet mit einem Holzbein. Er ging langsam den Raum entlang und spürte wohl etwas. Dann ging er den Wege zurück und ich wechselte meine Sichtseite. Er kam nicht aber plötzlich griff mich eine Hand und zog mich über die Kiste. Er warf mich seinem Kapitän vor. Nach einem Gelage voller Worte und Verhandlungen durfte ich dem Schiffe noch bei wohnen. Ich arbeite als Teil der Mannschaft. Es waren Monate die vergingen und ich schuftete die Arbeit, welche ich nie zu glauben zu vermag das ich sie mal machen würde. Doch mein Beklagen verschwand. Was jedoch ein Unheil bedeutet. Wir hatten den 15.8 und waren im Norden Parsifals. Wir betraten die Eismantelbuch und alle Männer mussten beim Manövrieren helfen. Klotherus, einer meiner wenigen Bekanntschaften an Deck, war mein Partner. Wir mussten den Mast hüten und das Segel einziehen. Die Eiswinde stürmten stark und man vermutete einen Sturm. Und so sollte es auch kommen. Die Wolken waren urplötzlich am Himmel erschienen und schwärzten sich wie die Nacht. Die See wurde immer unruhiger und der Donner war so laut als würden Berge zusammenstürzen. Das Wasser sprang auf das Deck und verschlang meine Stiefel. Das Schiff geriet ins Schwanken. Mein Befehl, die Segel einzuholen, fiel schwer. Ich stand, die Beine breit aufgestellt, fest und zog an das Seil. Doch es wagte sich nichts zu rühren. Klotherus bestieg in eile den Mast hinauf. Um ihn zu helfen folgte ich ihm Geschwind. Wir waren Meterweit oben und das Schiff verschwand im Wasser des Sturmes. Nur die Blitze die gewaltig zwischen den Wolken tobten gaben uns das Licht um die Hand vor Auge sehen zu können. Plötzlich geschah es dann. Klothereus verlor sein halt und fiel hinunter. Doch grade unter ihm fing ich ihn auf. Sein Statur war prächtig so das es mich viel Kraft kostete ihn zu halten. Ich sammelte die Kräfte und warf ihn auf den nächsten Balken. Mit größter Mühe erklimm ich nun weiter den Mast und zog das Segel ein. Der Regen wurde stärker und fiel in meine Augen. Der Mast wurde nasser und der halt Schwer. Doch dann noch Schlimmer, schlug ein grelles Licht ein. Ein Blitz der meinen Mast erwischte. In Sekunden brauch eine Monsterwelle an Feuer über das Deck. Es verschlang Dutzende Seemänner am Deck. Doch mein Mast war gebrochen und ich stürzte hinab. Der Nebenmast fing ihn ab und der Stoß löste mein Halt. Ich hing nun, die ewigen Meter, oben auf den Masten. Die Fluten von oben erschwerten meinen Griff und die Flammen loderten unten und warteten auf mein Versagen. Von Panik bedrückt konnte ich keinen klaren Gedanken machen und hoffte auf ein Wunder. Wir waren nun tief in den Eisplatten vorgedrungen. Aber wir waren schon lange ohne Rudermann ausgesetzt. Wir stoßen auf einen Eisberg und das Schiff spürte eine Erschütterung. Die Wunde des einst großen und starken Schiffes war schwer. Das Wasser kam nun auch von unten hinein. Selbst in Lauten des Sturmes hörte man die höllischen Schreie der Crew die im Lagerraum waren. Man wusste jedoch nicht ob sie des Feuer Todes starben oder elendig ertranken. Das Schiff sank schnell, sodass die Flammen und das Deck schon unter Wasser waren. Grade zur rechten Zeit, denn ich löste meine Hände und fiel hinab. Die kalten Meere ließen geschwind meine Temperatur fallen. Ich schwamm auf die nächste Eisplatte und sah das künftige Wrack im Abgrund verschwinden. Dutzende von Leiche tauchte auf und waren Blaut vor Kälte. Ich stand am Rand der Eisplatte und blockt voraus. Doch unerwartet traf ein Leiche von Recht gegen die Platte. Ich sah mit Trauer hin und erblickte den Körper meines Freundes Klothereus. Ich erblickte keinen einzigen Überlebenden außer meiner selbst. Stunden verbrachte ich in der Kälte, mit kleinen Feuer suchte ich die Wärme. Es vergingen Stunden der Qual, doch dann kam die Sonne und der Tag begann. Auf stündiger Reise über gefährlichen Eisplatten stoppte ich abrupt. Mein Gesicht wurde von einem Lächeln bestückt. Ich ließ meine wärmende Fackel fallen und ließ meine Decke zurück. Ich sprang ins Wasser und schwamm. Es war das Grün, welches ich erblickte und mich anzog. Nun war ich wahrlich in Parsifal angekommen und hatte es geschafft.

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