Die dunkle Geschichte der Renegard-Insel

Die dunkle Geschichte der Renegard-Insel

Der Wind bliess durch das grüne, saftige Gras. Die Blätter der Bäume raschelten. Fröhliches Lachen war zu hören. Zwei Hochelfen Kinder rannten lachend durch den Wald und blieben verzückt stehen, als sie den Hirsch sahen. Dieser besah die Kinder neugierig, doch verschwand schnell, als ein erwachsener Elf kam.

“Hab ich euch! Kommt, ich will euch was zeigen”, der Elf winkte lächelnd die Kinder zu sich. Es schien, als wäre er der Vater. Die Kinder rannten lachend zu ihm und erfassten links und recht seine Hände. Zusammen fröhlich schwatzend bestiegen sie einen Hügel und blieben dann still stehen.

Ein lautes Flügelschlagen war zu hören. die Kinder blickten begeistert ihren Vater an, doch bevor sie etwas sagen konnten, legte der Elf seinen Finger auf die Lippen - das Zeichen, dass sie still sein sollen. Majestätisch erhob sich vor ihnen ein Wilwarin. Die Flügel des Wilwarins waren grün mit gelben Punkten. Der Wind, der durch das Flügelschlagen erzeugt wurde, war so heftig, dass sich die drei Hochelfen auf den Boden knien mussten, um nicht weggefegt zu werden.

Als der Wilwarin landete, stand der Vater auf und verbeugte sich vor Kreatur. Es war sein Wilwarin, sein getreuer Gefährte. Die Kinder standen nun ebenfalls auf und gingen vorsichtig näher. Doch der Wilwarin blieb ruhig und liess sich nur zu gerne streicheln.

Das jüngere Kind, ein Junge namens Kila, würde sich noch Jahre lang an diese Begegnung erinnern. Es war eine glückliche Zeit gewesen, eine Zweit ohne Sorgen und voller Reichtum. Sie hatten alles, was sie zum Leben brauchten. Nun … einige Jahrzehnte später, war das einst so fruchtbare Land eine Einöde. Ein Baum nach dem anderen war krank geworden und musste gefällt werden. Die Blumen gingen ein und das Gras verwelkte. Eine Plage hatte die Renegard-Insel heimgesucht. Viele Hochelfen waren gestorben. Lamondin - die Hauptstadt der Hochelfen - konnte nicht helfen, da sie befürchteten, die Plage würde auch zu ihnen kommen. Seither wurde die Insel von allen Elfen und Zwergen gemieden. Statt Bäume und Blumen wuchsen nun Pilze auf der Insel.

Kila seufzte auf. Seine Haare waren längst nicht mehr so hell wie damals, als sein Vater ihm seinen Wilwarin zeigte. Nun flog Kila als letzter Hochelf einen Wilwarin, denn mit der Plage verschwanden nach und nach die Wilwarin. Ob sie tot waren oder ob sie Parsifal verlassen hatten, konnte niemand wissen.

Doch es gab einen Weg, dies alles zu ändern. Kila hatte ihn selbst entdeckt und Nachforschungen dargestellt. Diese Plage, diese Krankheiten, konnten nur durch den Tod selbst besiegt werden. Und so fing Kila an einen Altar aufzubauen. Sein Wilwarin flatterte nervös mit den Flügeln, er wusste, was geschehen würde.

Dann fing Kila mit dem Ritual an. Er opferte den letzten Wilwarin auf dem Chaosaltar, um alle lebenden Hochelfen auf der Renegard-Insel zu retten. Ein Hochelf nach dem anderen verschwand, bis nur noch Kila da war. Geschwächt von dem Ritual brach er neben seinem toten Wilwarin zusammen.

Auf der Insel herrschte Stille. Tagelang, Wochen, Jahre. Man hörte keine Kinder lachen, keine Erwachsenen weinen. Doch dann, nach Jahrzehnten der Stille, Jahre nach dem die Menschen nach Parsifal fanden, kamen Dunkelelfen aus tiefen Höhlen, welche gefühlt waren mit Dunkelheit und Chaosmagie, gekrochen und atmeten befreit ein und aus. Doch was sie sahen, war unglaublich.

Kila hatte sie zwar alle zu einem Leben als Dunkelelfen verdammt, doch lebten sie! Die verblieben Dunkelelfen, welche das Ritual und die Plage überlebten, waren erstaunt über das, was sie sahen… Seit Wochen hörten sie Lärm von der Oberfläche. Und als sie endlich nach Jahrzehnter Dunkelheit wieder auf ihr Land traten, sahen sie, wie andere Dunkelelfen eine Siedlung aufbauten. Ein Schloss thronte bereits auf den Gipfeln des Berges. Zuerst war man sich gegenseitig misstrauisch, doch das Herrscherpaar sah sehr schnell die Vorteile von zusätzlichem Volk.

Mit der Zeit hiess man sie Willkommen und erbaute ein Königreich: Vardenfell. Und dann, eines Nacht, als es Vollmond war, stieg ein Wilwarin am Nachthimmel empor.

Quellen

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