Die Rückkehr des Priesters


Ein Mann in Priestergewand sitzt an einem Baum am Meer und blickt in die Ferne.
Seine Gedanken sind schon seit Tagen, nein Wochen, nicht mehr hier in dem kleinen Lager, was er und sein Freund errichtet haben.
Nein seine Gedanken schweifen um seine alte Heimat, kleine Gassen, die wie verzaubert wirken, verwinkelte Tavernen aber auch große Plätze und Kathedralen.
Er war Gott lange nicht mehr so nahe gewesen, wie auf dieser Reise, aber irgendwie drängte es ihm, nach Greifenstein zurückzukehren.
Als er Greifenstein vor 10 Jahren, nach seiner Krankheit fluchtartig mit seinem treuesten Freund verlassen hatte, da hatte er sich frei gefühlt. Aber schon nach einiger Zeit, hatte er verstanden, dass Greifenstein ihm nicht die Freiheit genommen hatte, sondern die Herausforderung des Priesterdaseins, denen er noch nicht gewachsen war. Seine Krankheit hatte ihn sehr geschwächt, eine Reise war wohl nicht der beste Gedanke, jedoch musste der junge Priester die Flucht ergreifen. Vor sich selber, vor der Welt, vor einfach allem.
Auf seiner Reise hatte er sich selber wieder kennengelernt und zu sich gefunden, nun war er bereit, als Niklas Müller nach Greifenstein zurückzukehren. Gemeinsam mit seinem Begleiter wollte er sich in aller Ruhe auf die Reise vorbereiten.
Wie so oft hielt er Korrespondenz mit seinem guten Freund Wilhelm, doch eines Tages erreichte ihn ein Brief.

Dieser Brief erschütterte Niklas, ohne zu warten und ohne Achtung des eigentlichen Plans machte er sich auf in die Heimat.
Sein getreuer Freund würde ihm alsbald folgen.

Das Ende einer Ära von Papst Benedikt

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Niklas Müller wurde am 29. Tag des siebten Monats von Altpapst Benedikt zum neuen Papst ernannt.
Er wählte den Namen Papst Niklas, da er sich durch sein Dasein als Papst nicht ändern wollte. Er würde einfach Niklas bleiben. Immer war er das gewesen und vor Gott brauchte er sich nicht verstecken. Gott sah eh nur Niklas.

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