Die verlorenen Wälder - Der ewige Neuanfang

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Zusammenfassung

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„Ihr seid erwacht! Ihr habt lange geschlafen!“

Der Mann zwang sich seine Augen zu öffnen. Die Stimme die zu ihm sprach war ihm gänzlich unbekannt. Ihm war kalt. Kein Wunder, schließlich liegt er in einem verschneiten Wald. Wie lange lag er schon dort? Wer war der Mann neben ihm? Wo ist er und wie ist er hier hergekommen? Unzählige Fragen schwirrten dem Mann im Kopf. Doch konnte er sich schnell wieder sammeln, schließlich war sein Geiste noch voll intakt.

„Wer seid ihr? Und vorallem wo sind wir?“

„Das erste Mal ist immer das beste Mal. Die Geister sprachen zu mir, dass ich über euch hüten soll. Doch denkt nicht zu viel nach, das führt zu nur noch mehr Fragen. Und ihr müsst bei klarem Verstand bleiben! Ansonsten haltet ihr es nicht lange durch!“

Erst jetzt fiel ihm auf, dass sein Gegenüber eine tief bläuliche Haut hatte. Ebenfalls trug er einiges an Kleidung, was er höchstens von Schamanen oder Chaoshexern kannte. Nichts was er gewohnt war, als er vor einigen Tagen noch in die Berge ging, um einen Freund auf seinem Hof zu besuchen. Das letzte woran er sich erinnerte war der Schneesturm, der ihn erfasste. War er von den Klippen gefallen und ist im Jenseits? Liegt er bewusstlos am Boden? Oder wurde er doch entführt? In all der Zeit in der er darüber nachdachte war ihm nicht klar, dass der Fremde sich fast schon in Luft aufgelöst hatte. Weder Fußspuren noch Gegenstände ließ er zurück.

„Hallo? Wo seid ihr hin! Kommt zurück, sofort!“

. . . .

Stille war alles was er als Antwort bekam. Stille und leise, eiskalte und fast schon schmerzhafte Windstöße. Ein Unterschlupf war nun erst einmal das Wichtigste. Ohne würde er keine Nacht hier draußen überleben. So stapfte er mit seinen zum Glück recht dicken Schuhen los, Sekunden wurden zu Minuten und Minuten zu Stunden. Wichtige Stunden die er immer wieder verlor, da sein Körper nachgab. Die Kälte, der Wind, der Hunger und auch teilweise die Angst die sich in seinen Körper schlich, wurden ihm immer bewusster.

Bäume, nichts als kahle, tote und abgestorbene Bäume kreuzten seinen Weg. Nicht einmal Schutz vor dem ansteigenden Schneefall boten sie ihm. Je weiter er wanderte, desto schlechter wurde seine Sicht. Er konnte nach einer Weile kaum noch die Füße auf dem Boden erkennen. Tiefblaue Lippen und starre Gliedmaßen zierten seinen doch eigentlich starken Körper. Vor Erschöpfung konnte er die Augen kaum offen halten. Sich kaum auf seinen eigenen Beinen fortbewegen. Sein eigener Körper scheint sich gegen ihn zu stellen.

Doch dann, nach unzähligen Stunden, nach Stunden des Betens und der Reue, entdeckte er ein Ende der sich immer wiederholenden Bäume. Eine weiß glitzernde Fläche aus Schnee, Schnee soweit das Auge reicht. Und in der Ferne eine Hütte, aus dem Kamin tritt ein dunkler Rauch hervor. Doch es war zu spät. Sein Körper war an seine Grenzen gekommen. Seine Finger und Zehen längst abgestorben in der eisigen Kälte, seine Stimmbänder längst unfähig, nur einen kleinen Laut von sich zu geben. Sein Willen gebrochen und seinen Glauben aufgegeben. Er ließ sich in den Schnee fallen. Ihm wurde warm, immer wärmer. Die Nacht bricht herein.


„Ihr seid erwacht! Ihr habt lange geschlafen!“

Der Mann zwang sich seine Augen zu öffnen. Die Stimme die zu ihm sprach war ihm nicht mehr unbekannt. Ihm war kalt. Kein Wunder, schließlich liegt er in einem verschneiten Wald. Wie lange lag er schon dort? Wer war der Mann neben ihm? Wo ist er und wie ist er hier hergekommen? Unzählige Fragen schwirrten dem Mann im Kopf. Doch plötzlich trafen ihn die Ereignisse die ihm zugefahren sind wie ein Blitz, mit einer hastigen Bewegung wich er zurück, seine Augen waren voller Panik.

„Ja, das erste Erwachen ist immer das schlimmste. Doch die verlorenen Wälder lassen nie jemanden gehen. Doch sorge dich nicht, jeden Morgen warte ich hier auf dich. Verliere nicht den Verstand, er ist das Einzige, was dich noch retten kann.“

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