Ritus der alten Lehren Oder: Die Acht

Am Anfang war das Nichts.

Und aus dem Nichts entstand Umankatal

Lange wandelte Umankatal durch die Dunkelheit, welche das Nichts umgab.

Und dann; nach Äonen des Wandels sprach er:

Es sei

Und aus dem Nichts kamen Stimmen. Glockenhell, tief wie der Ozean, schön, wie das erste Licht des jungen Morgens.
Die Stimmen vereinten sich zu einer Melodie. Unergründlich und geheimnisvoll und dennoch harmonisch

Umankatal leitete die Melodie und ein Bild entstand. Erst in Gedanken. Doch mit der Zeit und je nachdem, wie sich die Melodie veränderte, manifestierte sich das Bild und die Welt entstand.
Und mit ihr bekamen auch die Stimmen ein Antlitz.
So entstanden jene, welche die Menschen Götter nennen.

Ein jeder dieser Götter eignete sich Eigenschaften an, welche die Grundfesten der Erde ausmachten.

Auch wenn es ihnen verboten war unter ihrer Schöpfung zu wandeln, nahmen einige von ihnen Einfluss auf die Erde. Lenkten Entscheidungen und Handeln, um Menschen, Elfen und Zwerge zum Guten zu beeinflussen.
Dies widersprach dem Willen Umankatals und so entrückte er die Erde aus den Kreisen der Leere und stellte die Götter vor die Wahl. Mit ihm in den Weiten wandeln, oder über die Erde wachen.
Ein Teil entschied sich für letzeres. Diese kennen wir als die Alantiri

Der erste der Alantiri, der hinabstieg war Elantor. Er ist der oberste und mächtigste der Alantiri. Er ist Herr des Himmels, der Winde und seine Weisheit ist grenzenlos.

Belas ist der Schmied der Götter. Er ist Meister in allen Gewerken. Schutzherr aller Schmiede und Steinmetze.
Er formte das Antlitz der Erde am meisten, hob Meere aus und schüttete Berge auf.
Bei den Zwergen ist er als Turion bekannt.

Ulastor ist der Herr der Meere und aller Geschöpfe, die in ihm leben.
Es heißt, er habe den ersten Elfen die Kunst des Schiffbaus und des Segelns gelehrt.
Er ist ein jähzorniger Gott und gerät er in Rage türmen sich die Wellen auf und das Meer kann ganze Inseln verschlingen.

Parastir gilt als großer Jäger und Reiter. Er ist der Hüter der Wälder und aller Tiere.
Er erkundete die Welt bereits kurz nach ihrer Entstehung, als noch kein anderes Geschöpf auf ihr wandelte.

Leandra ist die Frau Elantors. Sie ist die Herrin des Lichts, Schöpferin der Sterne, des Mondes und der Sonne.
Sie ist eine sanfte und einfühlsame Erscheinung.
Die Elfen sind besonders zu ihr hingezogen.

Valeni, die Gemahlin Belas ist Hüterin der Hallen der Toten. Sie wird als hochgewachsene Frau beschrieben, mit blasser Haut und traurigen Augen. Auch die anderen Göter begeben sich in ihre Gärten, wenn sie Ruhe finden und sich von der Last ihrer Aufgaben erholen müssen.

Kathalun, die Frau Ulastors ist die Wächterin der Quellen, Flüsse und Weiher.
Man sagt, dass ihr Einfluss dort besonders zu spüren ist, wo alte Magie herrscht. Menschen, die aus einer Quelle trinken fühlen sich erhohlt und erfrisch.
Ihrem beruhigenden Einfluss ist es zu verdanken, dass Ulastors Zorn gebändigt wird.

Die Frau Parastir ist Elavente.
Sie ist die Herrin der Pflanzen. Vom größten Baum bis zur kleinsten Blume. Alles steht unter ihrem Schutz. Die ersten Elfen lernten von ihr das Handwerk des Ackerbaus

Den Alantiri werden in den seltensten Fällen herrliche Bauten gewidmet. Gerade die Elfen verehren sie eher in ihrem Umang mit der Natur und allen Gaben, die sie aus ihr erhalten.

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