Stadtvorstellung Távaryn

Stadtvorstellung Távaryn

Geführt und gesegnet von den magischen Göttern Gwadors; die Zuflucht der Natur und Hochelfen im Westen. In der einzigartigen Gesellschaft, gebaut aus vier Clans, die sich Hand in Hand bereichern, finden die Elfen einen sicheren Ort im Schatten der strahlenden Bäume Ihezas und den hütenden Händen der Götter. Das Heim der frommen, naturverbundenen Hochelfen Gwadors. Der Ort, an dem die Natur für jene Musik spielt, die ihr zuhören.

Name:

Távaryn
Táva = Baum / eryn = Wald

Távaryn in der elfischen Schrift:

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Banner:

Das Banner Távaryns stellt einen Baum dar, welcher das Leben der Hochelfen verbildlichen soll. In der Familie Maertel, welche Távaryn gründete, ist jener Baum im Hintergrund des Stammbaumes zu sehen. Die Wurzeln stellen das Fundament dar, welches mit jeder neuen Generation tiefer in den Boden ragt, während die älteren oder bereits verstorbenen Familienmitglieder geachtet und verehrt in den Himmel aufragen. Jene Tradition spiegelt sich auch im Banner Távaryns nieder.

Seitdem Távaryn sich zur Theokratie und Glaubensstadt Gwadors entwickelte, erweiterte sich die Symbolik des Baumes, der das Banner prägt. Nun stellt er zugleich auch den Baum Gwadors dar, dessen neunzehn Zweige für die Götter stehen.


Regierungsform:

In Távaryn herrschen der Tar oder die Tári als Monarch. Unterstützt von einem Beraterrat, bestehend aus den sogenannten Herdir, treffen der Tar oder die Tári alle Entscheidungen. Ihr Wort ist Gesetz, jedoch müssen auch sie sich an die Gesetze halten.


Rassen:

In Távaryn leben ausschliesslich Hochelfen.


Religion:

In Távaryn wird die Religion Gwador verehrt.


Hierarchie:

Innerhalb von Távaryn gibt es mehrere Clans, denen man angehören kann. Die Clans definieren die Lebensweise und werden abhängig des Berufes der Elfe bei dem Ritual Cilme gewählt. Die Clans regeln dabei die Hierarchie, so steht der Nóla-Clan auch zuoberst. Innerhalb der Clans gibt es ebenfalls eine Hierarchie, so gibt es einen gewählten Clananführer, einen sogenannten Yáralil, welcher die Initiation leitet und als Ansprechsperson gilt. Ein Yáralil hat diesen Titel für ein Jahr (4 RL-Monate) inne. Ein Clananführer kann maximal viermal gewählt werden.

Über den Clans stehen die Tári und ihr von ihr einberufener Rat. Jene Ratsmitglieder heissen “Herdir” und sind Meister ihres Faches. Für ihre Einberufung ist die Clanzugehörigkeit zweitrangig.

Herdir en Yána = Meister der Religion
Herdir en Istya = Meister des Wissens
Herdir en Maeth = Meister des Schutzes
Herdir en Mancale = Meister des Handels
Herdir en Tass = Meister der Arbeit

Aufzählung der möglichen Berufe innerhalb der Clans, sowie deren elfischen Titel falls vorhanden.

Zusammenfassung

Tar & Tári (König / Königin)
Prinz*essin [=Condu]
Ratsmitglieder [=Herdir]
Clananführer, Ältester [=Yáralil]

Nóla
Kleinere Adelige
Diplomat [=Sîdére]
Priester [=Olos]
Gelehrte (Doktoren / Professoren [=Ithron])
Medikus, Apotheker [=Albân]
Lehrer
Bibliothekare

Narmo
Militär (Oberbefehlshaber [=Cawano], Offiziere, Soldaten [=Daug])
Stadtwache
Königliche Leibgarde
Militärausbilder
Gefängniswärter
Seefahrer (Flottenführer [=Cairáno], Kapitäne, Seemänner [=Ciryaqen], etc.)

Bachor
Kaufmann [=Mancale]
Schatzmeister
Braumeister
Wirt

Händler & Handwerker

[=Bancale]
v.a. Ladenbesitzer:

  • Schneider
  • Schmied
  • Juwelier
  • Weber
  • Metzger
  • Gerber
  • Bäcker, Konditor, Koch
  • Schreiner, Tischler
  • Glaser
  • Bogner
  • Florist
  • Schiffsbauer
Künstler

[=Carmaen]

  • Schriftsteller
  • Maler
  • Musiker (Barde)

Rocco
Bauer [=Ardamar] (Landwirt, Viehzüchter)
Jäger
Botaniker
Holzfäller
Fischer

Lanosse
Clanlose (Diener, “Sklaven”)


Die Clans:

Umgangssprachlich wird das Wort “Clan” weggelassen, so spricht man nur davon, dass jene Elfe eine Nóla oder eine Bachor wäre.

In einen Clan wird man hineingeboren, man kann jedoch den Clan wechseln, wenn man 16 Jahre alt, also volljährig, wird. Bei einer Zeremonie, die Cilme genannt wird, kann man sich für den eigenen oder einen anderen Clan entscheiden. Dort werden sie ausgebildet und einer sogenannten “Initiation” unterzogen, bis sie vollwertige Mitglieder werden (siehe Rituale & Traditionen). Die Initiation ist geheim für Aussenstehende und nur die Clanmitglieder wissen, wie die jeweilige Initiation von statten geht. Während dieser Initiation leben die Elfen gemeinsam in den Initiantenhäusern.
Am Ende der Initiation erhalten die vollwertigen Clanmitglieder den Clanohrring sowie ein eigenes Heim.

Aussenstehende Hochelfen, welche sich in der Stadt niederlassen wollen, nehmen auch an der Cilme teil und werden je nach ihrer Beschäftigung, ihrem Beruf oder ihren Fähigkeiten einen Clan wählen. Hiernach beginnt für sie ebenfalls die Initiation. Jene Hochelfen, welche die Initiation nicht bestehen, gelten als Clanlos - Lanosse.

Jeder Clan hat bevorzugte Götter der Religion Gwador. Jene Götter welche nicht aufgezählt sind, dürfen selbstverständlich auch verehrt werden.

Ebenso hat jeder Clan gewisse Clanfarben, in denen sich die Mitglieder der Clans einkleiden. Dabei gilt: Türkis ist den Mitglieder der Königsfamilie vorenthalten.

Jeder Clan hat ebenfalls ein Siegel, genau wie die Königsfamilie. Das Siegel zeigt den Baum des Banners. Das Siegel wird verwendet, um offizielle Dokumente, aber auch um Einladungen, zu unterschreiben.

Die Clans

Die Königsfamilie

Der Tar und die Tári gehören keinem Clan an. Ihre Kinder sowie weitere Angehörige erwählen ihre eigenen Clans, welche sie bei ihrer Krönung verlassen würden.

Siegel der Königsfamilie Távaryns
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Der Nóla-Clan: Gelehrte

Die Nóla gelten in Távaryn als die klügsten Gelehrten und weisesten Geistlichen ganz Parsifals. Der Nóla-Clan ist sehr vornehm, denn seine Mitglieder bekleiden oft bedeutende Ämter oder Berufe in der Gesellschaft. So finden sich Gelehrte, Professoren („Ithrons“), Lehrer, Diplomaten, Hebammen und Mediki unter ihnen. Auch die Angehörigen der Priesterschaft Gwadors zählen zu ihnen.

Die Nóla kleiden sich vornehm und zumeist edel, mit blauen oder weißen Stoffen, die dank feinen Accessoires auf ihren Stand schließen lassen. Ihre Häuser gehören mit zu den größten und schönsten der Stadt, da sie schließlich bedeutende Werke ausüben.

Anhänger der Religion Gwador verehren meist einer der folgenden Götter:
Die Göttin des Schicksal, Wahrheit und Zeit - Iheza
Der Gott des Tages, des Lichts, Sonne - Galad
Die Göttin der Nacht, Dunkelheit, Mond - Eluna
Die Göttin der Heilung - Gukira
Der Gott der Zauberkunst - Angol
Die Göttin der Geburt und gebärender Frauen - Naskiga

Siegel des Nóla-Clans
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Der Narmo-Clan: Militär

Der Narmo-Clan ist für die Sicherheit von Távaryn zuständig. Sie bilden sowohl das Militär und die Flotte als auch die Stadtwache. Mit der Initiation beginnt ihre Ausbildung, die zumeist mit einer größeren Prüfung endet.

Sie leben im Narmo-Viertel Távaryns. An den zahlreichen dortigen Übungsplätzen ist es ihnen möglich, ihre Fähigkeiten zu steigern oder gegeneinander auf die Probe zu stellen. Innerhalb ihrer Einheiten gleichen die Narmo einem Rudel. Dies folgt dem Leitsatz: „Der einsame Wolf ist schwach, doch sein Rudel stärker.“
Zu Beginn der Initiation, also der Ausbildung, erhalten die Anwärter einen Wolfswelpen, den sie aufziehen und trainieren. Von da an begleitet er sie stets auf ihren Wegen.

Die Narmo tragen oft grüne oder braune Kleidung, mit welcher sie im Wald optimal getarnt sind. In den Kampf ziehen sie meist in gehärtetem Leder, Ringpanzern oder bei Wohlhabenderen eiserne Harnische.
Oftmals wird man ihrer auch in glänzenden, beinahe goldfarbenen Rüstungen oder mit Waffen ebendieser Farbe ansichtig. Viele Hochelfen hegen eine Vorliebe für hauchfeine Beschichtungen aus strahlender Bronze oder Messing über dem Stahl ihrer gewöhnlichen Waffen. Dies führt zu dem oftmals glänzenden Anblick.

Anhänger der Religion Gwador verehren meist einer der folgenden Götter:
Die Göttin der Strategie, Gerechtigkeit und Weisheit - Nolwe
Die Göttin des Krieges, Kampfes, Terror und Panik - Intamba
Der Gott des Meeres und aller Gewässer - Nèn.
Die Göttin des Himmels und des Wetters - Vilya

Siegel des Narmo-Clans
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Typische Hochelfen-Krieger des Narmo-Clans.

Der Bachor-Clan: Händler & Künstler

Jene Elfen, die von den Göttern mit silberner Zunge, dem Charisma oder herausragenden Fähigkeiten im Handwerk gesegnet sind, gehören dem Bachor-Clan an. Es spielt dabei keine Rolle, womit sie handeln oder was ihre Werke sind.

Ihre Behausungen sind sich überall in Távaryn verstreut, doch die meisten beim Mittelpunkt der Stadt, dem Marktplatz. Hier finden sich zahlreiche Marktstände, die von den Bachor betrieben werden und Reisenden sowie Bürgern feinste Waren feilbieten.

Neben gewöhnlichen Eseln oder Gäulen verwenden sie oftmals Lamas, um ihre Waren zu transportieren. Zudem sieht man die Bachor am häufigsten in ihren Clanfarben: Rot und Violett.

Anhänger der Religion Gwador verehren meist einer der folgenden Götter:
Der Gott der Künste (wie Singen, Tanzen, schreiben etc.) - Carme
Des Handwerkes, Architektur, Schmiedekunst - Maenas
Der Gott des Weines - Divayn
Der Gott des Meeres und aller Gewässer - Nèn.
Die Göttin des Himmels und des Wetters - Vilya

Siegel des Bachor-Clans
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Der Rocco-Clan: Bauern

Jene Bürger, welche sich der Versorgung Távaryns oder der besonderen Liebe zum Land verschrieben haben, gehören zum Rocco-Clan. Egal, ob sie Weizen anbauen oder Tiere züchten, in der Natur finden sie ihr wahres Element.

Nebst Bauern und Viehzüchtern befinden sich auch Jäger und Fischer unter ihnen, sowie die Arbeiter der Edelsteinmine, Tagelöhner und das Personal des örtlichen Waisenheims. Letzteres gehört offiziell zum Rocco-Clan, kann jedoch von Elfen jedes Clans unterstützt werden.

Neu zugezogene Hochelfen bleiben bis zu ihrer eigenen Clanwahl (die Cilme) bei den Rocco und unterstützen sie solange beim Bewirtschaften der Felder.
Zumeist sieht man die Rocco in orangener oder roter Kleidung.

Anhänger der Religion Gwador verehren meist einer der folgenden Götter:
Die Göttin der Natur und Tiere - Niavag
Der Gott des Weines - Divayn
Der Gott der Fruchtbarkeit und Ernte - Yáve
Der Gott der Jagd - Roime
Der Gott des Meeres und aller Gewässer - Nèn.
Die Göttin des Himmels und des Wetters - Vilya

Siegel des Rocco-Clans
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Lanosse - Clanlose

Hochelfen, die nicht zu den Clans gehören, finden bei den Lanosse ihr Zuhause. Sie sind Sträflinge oder Nichtsnutze, die aus ihren Clans durch Straftaten verbannt oder von der Initiation ausgeschlossen wurden.
Die Lanosse erledigen niedrige Arbeiten, schuften in den tieferen Minen oder werden als Diener gehalten.

Ihre Behausungen sind einfach und zweckmäßig gehalten. Sie tragen oft abgetragene farbige oder graue Kleidung. Nach außen hin möge man sie mit Sklaven verwechseln, welche jedoch in Távaryn nicht existieren.


Baustil:

Den Baustil Távaryns findet man nirgends in Parsifal. Um in der bergigen, teils hügeligen Landschaft zu bauen, werden die Häuser und Betriebe oft in den Berg oder in den Hügel reingebaut. Nur die Hausfassade ragt heraus und erinnert mit seinen Dächern an den elfischen Baustil.

In den Behausungen und Betrieben selbst findet man eine Menge Pflanzen, sowie auch die eine oder andere natürliche Höhle.

Bilder der Stadt

Auswahl

Der Blumengarten im Stadtzentrum: Ye Cuile (Blume des Lebens)


Das Stadtzentrum


Die Mühle und die Weizenfelder im Rocco-Viertel


Távaryns Waisenheim im Rocco-Viertel


Der Turnierplatz im Narmo-Viertel


Der Hafen Távaryns


Das Nóla-Viertel


Die Bäume der Iheza („Teva va Iheza“) über dem Ritualplatz Távaryns


Gericht / Ritualplatz von oben, vor dem Ritual der Cilme

Luftaufnahmen

Távaryns Stadtmitte mit den Bäumen der Iheza


Das Bachor-Viertel und der Markt


Das Nóla-Viertel


Die Akademie im Nóla-Viertel


Das Rocco-Viertel


Das Weingut im Rocco-Viertel


Der Hafen mit Schiffen und dem Leuchtturm


Die Schiffswerft


Das Narmo-Viertel


Traditionen:

Traditionen

Begrüssung & Verabschiedung

Die Bewohner Távaryns begrüssen sich mit einer Verbeugung. Je höher gestellt das Gegenüber ist, desto tiefer muss man sich verbeugen. Die Königsfamilie nickt jedoch nur mit dem Kopf.

Nachmittagstee

Um sich eine Pause vom Arbeiten zu gönnen, gibt es fast jeden Nachmittag Tee und Gebäck. Dies kann ganz ungezwungen auf dem Feld sein, oder auch in einem extra Teeraum mit edlen Geschirr.

Titel

Hochelfen mit einem Titel, werden mit dem Titel und dem Nachnamen angesprochen. Sollte die Hochelfe mehrere Titel inne haben, wird der höchste bevorzugt. Zum Beispiel Ithron (Mylaela) Maertel.

Der Adel wird mit Aradîr beim Mann und Aradî bei der Frau angesprochen. Hier ebenfalls darauffolgend der Nachname. Bei Bekanntschaft wird oft auch der Vorname akzeptiert.

Der Tar und die Tári werden nur mit dem Titel angesprochen.


Rituale:

Im Leben einer Hochelfe aus Távaryn gibt es 7 wichtige Rituale.

Die 7 Rituale

Hínonna - Die Geburt

Die Geburt eines Hochelfen-Kindes ist etwas Feierliches und wird mit einem Fest gefeiert. Der Tar und/oder die Tári besuchen die frischgebackenen Eltern und bringen dem Kind ein Geschenk. Auch Freunde und Verwandte bringen dem Kind Geschenke. Das Kind kann bei Bedarf von einem Hohepriester oder einer Hohepriesterin gesegnet werden. Vor und nach der Geburt können die an Gwador glaubenden Eltern der Göttin der Geburt und gebärender Frauen - Naskiga - Opfergaben darlegen.

Veaqa - Die Volljährigkeit

Das Erreichen der Volljährigkeit ist für Hochelfen ein sehr wichtiger Tag: Traditionell wird von der Familie ein Fest, bei reicheren Familien ein Ball veranstaltet. An jenem Tag erhalten die Hochelfen, welche an Gwador glauben, in der Segenshöhle, Felyaen-Alma, den Segen eines Gottes. Dieser Segen kann sichtbar oder auch unterbewusst geschehen. Der Segen des Gottes kann ausschlaggebend sein, für welchen Clan man sich entscheidet bei der Wahl.
(Siehe: Gwador → Rituale → Erhalten des Segens bei Volljährigkeit)

Cilme - Die Wahl

Hochelfen, welche frisch volljährig geworden sind oder neu in die Stadt kamen, wählen an dieser Zeremonie einen Clan. Normalerweise wird die Zeremonie regelmäßig abgehalten. Neu in die Stadt gezogene Hochelfen werden bis zur Zeremonie dem Rocco-Clan zugewiesen, in welchem sie beim Anbau und Bewirtschaften der Felder helfen müssen. Nach der Cilme sind die neuen Mitglieder der Clans “Initianten”.

Sandya - Die Initiation

Die Initiation, welche ein halbes Jahr (2 RL-Monate) dauert, ist von Clan zu Clan unterschiedlich. Ziel ist es, den Clan und seine Lebensweisen kennen zu lernen, seine Talente weiter auszubauen und Schwächen zu überwinden. Jene Initianten, welche die Initiation nicht bestehen, werden Lanosse - Clanlose. Jene Initianten, welche die Initiation bestehen, gelten ab dem letzten Tag als vollwertige Mitglieder.
(Für jene Spieler, die in den 2 Monaten zu wenig da sind, verlängert sich die Zeit. Sie können trotzdem die Initiation bestehen.)
Nach Vollendung der Initiation erhält das nun vollwertige Mitglied den Ohrring seines Clans sowie ein eigenes Heim.

Vestale - Die Hochzeit

Die Hochzeit zweier sich liebenden Hochelfen ist sehr geprägt durch die Religion: Gwador. In Távaryn müssen die zukünftigen Ehepartner nicht dem gleichen Clan angehören. Für sie werden die Traditionen beider Clans übernommen. Das verheiratete Ehepaar darf zusammenziehen. Sie entscheiden, in welchem der beiden Clans sie leben wollen.

Die folgenden Traditionen kommen nebst selbst gewählten vor:
Kleider des Hochzeitspaares haben nebst Weiss die Farben der Clans, sowie goldene Verzierungen.
Trinken aus dem Kelch mit dem magischen Wasser, umhüllt mit der Magie des Paares.
Das Zusammenbinden der Hände durch ein Tuch.
Das Paar überbringt der Göttin der Geburt und gebärender Frauen - Naskiga - und dem Gott der Liebe und Schönheit - Meleth - Opfergaben und betet.

Sendére - Der Ruhestand

Mit Erreichen des 600. Lebensjahr gehen die Hochelfen in den Ruhestand. Sie legen ihre Tätigkeiten ab und geniessen ihre Freizeit. Dieser Geburtstag wird gross in der Gemeinschaft gefeiert. die 600 Jahre alte Hochelfe erzählt Geschichten aus ihrem langen Leben, während die jüngeren Elfen für sie singen und musizieren.

Gwanuru - Die Beerdigung

Wenn eine Hochelfe stirbt, so trägt die Familie der Hochelfe schwarze Kleidung über einen gewissen Zeitraum, den sie selbst wählen.
Bei der Beerdigung, welche von der Familie oder eines Hohenpriesters / einer Hohepriesterin, geführt wird, blickt man zurück auf das Leben des Verstorbenen. Die Anhänger Gwadors bringen der Göttin der Toten und des Reich der Toten - Gur - Opfergaben.


Festtage:

Festtage

Vestamîl - 14. Februar - Fest der Liebenden - Verliebte Paare, egal ob frisch verliebt oder bereits verheiratet, schenken sich an diesem Tag Blumen oder andere Aufmerksamkeiten. Traditionell wird dem Gott der Liebe und Schönheit - Meleth - eine Opfergabe von den Anhänger Gwadors dargebracht.

Ohtáre - 07. März - Tag des Krieges: Um gewonnene Kriege, gefallene Soldaten und den Frieden zu feiern, wird am Tag des Krieges viel Tee und Elfenwein getrunken und getanzt. Der Göttin des Krieges, Kampfes, Terror und Panik - Intamba - und der Göttin der Toten und des Reich der Toten - Gur - werden Opfergaben dargebracht.

Minyáve - 15. Mai - Fest der Erstlingsfrüchte: Mit der Bitte um reiche Ernte werden den Altären von Yáve (der Gott der Fruchtbarkeit und Ernte) Blumen und andere Opfergaben dargebracht.

Laêr - 21. Juni - Sommersonnenwende: Um den längsten Tag des Jahres zu feiern, zünden die Hochelfen ein grosses Feuer an, um welches sie herum tanzen. Auch sind helle Rituale am stärksten, welche im Steinkreis durchgeführt werden. Dem Gott des Tages, des Lichts, Sonne - Galad - werden Opfergaben dargebracht.

Mancale - 01. Juli - Tag des Handwerks und der Künste: Um die Handwerker und die Künstler zu feiern, wird ein alljährlicher Markt veranstaltet. Es wird gefeiert, getanzt und gegessen. Dem Gott der Künste - Carme - sowie dem Gott des Handwerkes, Architektur, Schmiedekunst - Maenas - werden Opfergaben dargebracht.

Iasbelin - 30. September - Grosses Herbstritual zu Ehren des Tar und der Tári

Galaid - 01. November - Laternenfest - Fest mit Ausblick auf Künftiges und Rückblick auf Vergangenes. Man zollt den Verstorbenen seinen Respekt und lässt Laternen in den Himmel steigen, an denen Wünsche angebracht sind. Der Göttin des Schicksal, Wahrheit und Zeit - Iheza - und der Göttin der Toten und des Reich der Toten - Gur - werden Opfergaben dargebracht.

Sinya - 21. Dezember - Wintersonnenwende: Um die längste Nacht zu feiern, werden im Kreise der Familie oder in der Gemeinschaft grosse Festessen veranstaltet. Der Göttin der Nacht, Dunkelheit, Mond - Eluna - werden Opfergaben dargebracht.


Gesetzbuch:

Gesetzbuch

((OOC-Info: Die Gesetze werden immer wieder aktualisiert und überarbeitet.))

§1 Gesetzgeber und Thronfolger

  • §1.1 Gesetzgeber ist im gesamten Herrschaftsbereich der Tar oder die Tári.

  • §1.2 Der angeheiratete Partner erhält zwar den Titel Tar oder Tári, darf dem geborenen Herrscher jedoch nur beratend zur Seite stehen oder ihn für eine gewisse Zeit vertreten.

  • §1.3 Der Tar oder die Tári können vor ihrem Tod einen Thronfolger aus ihren Kindern bestimmen. Sollte dies aus einem Grund nicht möglich sein, so werden die Berater einen Thronfolger bestimmen.

  • §1.4 Sollte der Tar oder die Tári der Gemeinschaft und der Stadt von Távaryn schaden, können die Mitglieder des Rates einen Misstrauensantrag stellen, welcher von der Mehrheit angenommen werden muss. Danach kann der Rat einen neuen Monarch aus der königlichen Familie bestimmen. Sollte dies nicht möglich sein, so wird jemand aus dem Nóla-Clan gewählt, dessen Familie zur neuen königlichen Familie wird.

  • §1.5 Die Beleidigung, Schmähung, Verunglimpfung oder Herabsetzung (Majestätsbeleidigung) Ihrer Heiligkeit, der Tári / dem Tar von Götters Gnaden, wird je nach Ausmaß bestraft. Dieses Gesetz lässt sich mit §10.2 verbinden.


§2 Clans

  • §2.1 Jeder Einwohner Távaryns muss Mitglied eines Clans sein.

  • §2.2 Mit Erreichen des 16. Lebensjahr muss sich die nun volljährige Hochelfe für einen Clan entscheiden und die Initiation bestehen.

  • §2.3 Hochelfen, welche die Initiation nicht bestehen, werden Lanosse - Clanlose.

  • §2.4 Ein vollwertiges Clanmitglied darf folgende Dinge: ein Haus besitzen, einen Beruf ausüben, heiraten.

  • §2.5 Die Clans wählen ein eigenes Oberhaupt - Yáralil -, welcher den Clan verwaltend überwacht und als Ansprechperson gilt.

  • §2.6 Die Clanangehörigkeit ist für die Herdir des Rates zweitrangig.

  • §2.7 Yáralil und Herdir des Rates gleichzeitig zu sein, ist gestattet.


§3 Gültigkeitsbereich

  • §3.1 Die Gesetze gelten im gesamten Herrschaftsbereich der Stadt Távaryn.

  • §3.2 Jeder, der sich innerhalb des Herrschaftsgebietes befindet, unterliegt diesen Gesetzen.


§4 Zutritt zum Herrschaftsgebiet

  • §4.1 Fremde dürfen den Palast und heilige Orte nur in Begleitung eines Bürgers betreten. Religiöse Pilger Gwadors sind bei Letzteren ausgenommen. Je nach Befund des Rates wird der bürgende Bürger sich mitverantworten müssen.

  • §4.2 Der Zutritt zu nicht öffentlichen Bereichen ist Fremden strengstens untersagt.

  • §4.3 Die Stadt steht für Händler oder Reisende offen, nachdem diesen von den Torwachen Durchlass gewährt wurde.


§5 Waffen & Magie

  • §5.1 Fremden ist das Tragen von Schwertern, deren Klinge nicht die Länge eines Unterarmes übersteigt, zu Verteidigungszwecken gestattet, jedoch müssen größere sowie andere Waffengattungen Dauer des Besuches bei den Torwachen abgegeben werden.

  • §5.2 Das Tragen von Rüstungen ist gestattet, sofern Helm und Vermummungen abgesetzt werden. Plattenpanzer und Kriegsrüstungen werden nur bei Ausnahmen gestattet. Kettenhemden und Geringeres zum Eigenschutz ist zu tragen erlaubt.

  • §5.3 Waffen sind bei Aufforderung durch die Stadtwache immer niederzulegen oder zu übergeben.

  • §5.4 Der bewaffnete oder magische Angriff auf einen Bürger ist verboten und wird bestraft.

  • §5.5 Die Nutzung von Gewalt zur Lösung von Konflikten ist bei Einvernehmlichkeit beider Parteien gestattet. Diese dürfen jedoch nur auf öffentlichen Plätzen (z.B. Turnierplatz, Marktplatz) stattfinden. Das Verstümmeln oder Töten ist hierbei strengstens untersagt und zieht Strafe nach sich. Einmischungen von außerhalb – ausgenommen den Wachen – sind untersagt. Die Stadtwache hat jederzeit das Recht, einzuschreiten und die Auseinandersetzung zu beenden.

  • §5.6 Das Benutzen von bösartiger Magie - die des Chaos - wird je nach Ausmass bestraft.


§6 Persönliches und Städtisches Eigentum

  • §6.1 Das Eigentum von anderen ist zu achten. Es darf weder mutwillig beschädigt oder gar entwendet werden.

  • §6.2 Auf das Eigentum der Stadt ist zu achten. Es darf nicht mutwillig beschädigt, entwendet oder verschmutzt werden.

  • §6.3 Der Handel und Besitz von Sklaven ist ausdrücklich untersagt. Zuwiderhandlung wird mit einer Geldstrafe und/oder einem Aufenthalt in den Verliesen geahndet.


§7Jagd

  • §7.1 Wilderei ist im gesamten Herrschaftsbereich Távaryns verboten und wird mit dem Verlust der rechten Hand bestraft.

  • §7.2 Das Jagdrecht muss bei der Tári oder dem Tár erworben werden.

  • §7.3 Das Jagdrecht ist nur auf Jagdtiere ausgerichtet. Heilige und magische Tiere dürfen nicht gejagt werden.


§8 Steuern

  • §8.1 Jeder Bürger ist verpflichtet Steuern in Form von Gold zu entrichten.

  • §8.2 Die Höhe der Steuern ist auf 200 Taler für Initianten und 300 Taler für vollwertige Clanmitglieder festgelegt.

  • §8.3 Die Abgaben werden einmal monatlich entrichtet und müssen in der Steuertruhe abgegeben werden.

  • §8.4 Bei einer Verzögerung dieser Zahlung ist eine im Voraus erfolgende Meldung bei der Tári oder dem Tár zu tätigen.


§9 Handelsgesetze

  • §9.1 Das Handeln mit oder Herstellen von Waren, die von besetzten Gewerben in Távaryn verkauft werden (z.B. Schmied), im größeren Rahmen ist nicht gestattet. Händler müssen eine Genehmigung erwerben, ehe sie eigene feilbieten dürfen.

  • §9.2 Handelsgenehmigungen sind beim regierenden Tar / der regierenden Tári, der Herdir en Mancale oder dem Marktaufseher zu erwerben.

  • §9.3 Beim Kauf von Waffen, die Fremde nicht mit sich führen dürften, innerhalb der Stadt, erhalten diese einen Schein mit Datum, der Stadtwachen darüber informiert und Dauer der Frist zum Tragen berechtigt.

  • §9.4 Jedem Bürger und Reisenden ist es gestattet einen Antrag auf einen Marktplatz zu stellen. Dieser muss genehmigt werden, bevor ein Handel stattfinden darf.

  • §9.5 Das Mieten von Marktständen kostet für Bürger 50 Taler und die von Markthäusern kostet 150 Taler im Monat und eine zusätzliche Koordinierung mit der/dem Landesherrin/Landesherren.

  • §9.6 Die Marktstände und Markthäuser bleiben im Eigentum der Tári oder dem Tár. Fallen die Mieten zweimal hintereinander aus, kann es zur Auflösung des Pachtvertrages kommen.


§10 Religion

  • §10.1 Die Bürger Távaryns dürfen nur die Götter Gwadors verehren.

  • §10.2 Ketzerei und Häresie werden mit der Brandmarkung und der Verbannung aus der Stadt bestraft. Je nach Fall entscheidet die Geistlichkeit Távaryns über härtere Folgen.

  • §10.3 Die Schändung der heiligen Orte Távaryns wird durch den Tod bestraft.

  • §10.4 Hochelfen, die von Zweifeln und Annäherungen des Chaos geplagt werden, müssen der Geistlichkeit Távaryns unverzüglich gemeldet werden. Dies geschieht zum Wohl des Elfen und seines Seelenheils.


§11 Wehrpflicht

  • §11.1 Die Wehrpflicht wird nur im Verteidigungsfall ausgerufen. Ausnahmen bilden religiöse Feldzüge, die dem Schutz des Volkes und der Ehre der Götter dienen.

  • §11.2 Der Wehrpflicht unterliegen alle Männer und Frauen der Narmo und der Lanosse ab zwanzig Jahren. Je nach Lage werden Mitglieder anderer Clans, sofern sie keine wirtschaftlich und kriegstechnisch bedeutsamen Berufe ausüben, in ähnlichem Altersrahmen eingezogen. Freiwillige werden stets aufgenommen.

  • §11.3 Bürger, die von einem Medikus Távaryns als kriegsunfähig befunden wurden, sind nicht verpflichtet.


§12 Bauvorhaben

  • §12.1 Bauvorhaben sind zuvor bei der Tári oder dem Tár zu melden bzw. beantragen. Gebäude ohne Erlaubnis werden entfernt und ziehen eine Strafe nach sich.

  • §12.2 Gebäude müssen sich in das Gesamtbild der Stadt einfügen. Eine Nichteinhaltung der Bauvorgaben wird durch Abriss geahndet.

  • §12.3 Bäume und andere Pflanzen sollten wenn möglich für kein Bauvorhaben entfernt werden.


§13 Schutzgesetze

  • §13.1 Körperverletzung, physische oder mentale Folter, Freiheitsberaubung, Mord und andere Untaten, die sich gegen Geschöpfe richten, werden bestraft. Ausnahmen erlangen Fälle der Berufsausübung oder religiösen Pflichten.

  • §13.2 Kinder unterlaufen gesonderte Schutzgesetze. Verletzungen - sowohl psychisch als auch physisch - sind streng untersagt und ziehen Konsequenzen mit sich. Dies gilt für Bewohner jeden Alters.

  • §13.3 Kommen Eltern den Pflichten der Erziehung ihres Kindes nicht ordnungsgemäß nach, kann dies die Abnahme des Sorgerechts durch die Héri / den Héru zur Folge ziehen. Dies geschieht zum Kindeswohl.


§14 Strafgesetz

  • §14.1 Das Strafmaß richtet sich nach Vergehen und dessen Schwere. Das Ermessen hierbei liegt beim Rat, welcher aus den Herdir und der Tári oder dem Tár besteht.

  • §14.2 Bestrafungen reichen von Geldbußen zu einer Gefängnisstrafe, bis hin zur Verbannung aus dem Herrschaftsgebiet, oder sogar dem Tod.

  • §14.3 Verrat (Spionage, Weitergeben von Informationen, Hintergehen, etc.) an der Stadt Távaryn und deren Regierung, führt zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe oder bei Hochverrat zur Hinrichtung.

  • §14.4 Das Angehören anderer Organisationen ist gestattet, sofern keine Informationen weitergegeben werden oder Spionage in anderer Weise verübt wird. Das Verbrechen gilt als Hochverrat.

  • §14.5 Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.


Geschichte:

Als Mylaela Maertel einige Jahre zuvor durch das Portal in Parsifal ankam, dachte sie nur an ihre Studien und an die Verluste, die sie erlebt hatte. Als Witwe mit zwei Kindern war dies kein einfacher Start. Als dann einige Zeit später die Hochzwerge Gabilgathols ihren Anspruch auf ihr Gebiet am Weltenrat bekundeten und die Gespräche auch nicht die Autonomität Mylaelas garantierte, ritt Mylaela tagelang umher, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Diese fand sie beim Sidon Gebirge, Nahe der Sidon Küste. Sie spürte die Magie Gwadors, welche sie hier her rief. Schon bald fingen die Bauarbeiten an und erste Gebäude entstanden. Einige Hochelfen, welche sich nach Calmera verirrten, halfen Mylaela bei ihrer Vision einer neuen Stadt: Távaryn.

Schon bald erkannte Mylaela, dass ihre Mitbürger einzigartige Talente besassen. So wählte sie für ihre Stadt eine einzigartige Hierarchieform: die Clans. Mit Hilfe der Clans sollte eine feste Struktur entstehen, mit welcher die Stadt rasch wachsen sollte.

Und so geschah es auch. Viele Hochelfen fanden den Weg nach Távaryn und halfen beim Aufbau. Traditionen entstanden, wunderbare Orte wurden errichtet und Feste gefeiert. Mit der Zeit war ey Mylaela klar: Dieser Ort war von den Göttern Gwadors wahrlich gesegnet. Daher bot sie jeder Hochelfe, welche an Gaia glaubte, zu Gwador zu konvertieren. Dies geschah auch so und bald verehrten alle Hochelfen nur noch Gwador, obwohl Rho der Bruder Gaias war. Gaia und ihre Kinder würden immer eine wichtige Rolle im Leben der Hochelfen Távaryns bleiben, doch Gwador gab ihnen etwas, was Gaia ihnen nie geben könnte.

[wird mit der Zeit weitergeführt]


Gebietsanspruch

Am Weltenrat vom 05.04.1348 abgesegnet


Bündnisse:

Távaryn hegt Bündnisse mit den Städten Minga und Hafragil.
Durch Heirat wurde Wolfswacht an Távaryn gebunden und ebenso fester Bündnispartner.


Reisemöglichkeiten:

Távaryn ist über einen eigenen Hafen an die Weltmeere angebunden. Dadurch lassen sich einige Städte, wie Lohengrin, per Schiff erreichen. Für kürzere Distanzen stehen auch Kutschen im Stadtzentrum zur Verfügung. Eine Straße führt durch das Dandelion-Gebirge bis in den Süden Calmeras.


Infos für Interessierte:

Meldet euch privat bei mir (Waldmaus_) übers Forum oder per Discord. Ich kann euch gerne helfen bei der CV und der Wahl des Clans.


Bürger

Hier sind alle (aktiven) Bürger der Stadt aufgelistet. Sie sind nach ihren Clans sortiert. Wenn ein Titel vorhanden ist, ist dieser kursiv. Die Clananführer (wenn es einen gibt), stehen immer zuerst.

Bürger und ihre Clans

Tári/Tár
Waldmaus_ - Tári Fraeya Gaylia Elenwe

Nóla
Nivampus - Herdir en Istya & Yáralil Nyrociel Leicoryn, Leiter Akademie
Rohandal_Menethi - Rohandal Menethil, Priester und Sternenforscher

Narmo
RainbowG1rl2010 - Herdir en Maeth Delfi Silbergrün, Ausbilderin
Zsuera - Doreah Elenwe, Ausbilderin
Genesis_306 - Herdir en Tass Estel Turingól, Ausbilder der Zauberei
TheFreesy - Leonos Meneldir
INSXGHT - Nyvorlas Wynnan
NagiSeishiro230 - Ryusei Shidou
Nebula524 - Elarin Maedonweyr

Bachor
Silv3rstar - Yáralil Finnea Sylro, Bäckerin
TheCuke - Aheyyad Alisanz, Musiker
redstone1801HD - Rúmil Thalion, Schmied
BruhEdda - Sliv Grünschweif, Imkerin
CiraThomasen - Kyra Aldaval, Braumeisterin
Ottilie_LP - Ellisar Norna, Gerber
Postbote08 - Inglor Tano, Schmiede-Lehrling

Rocco
/

Lanosse
/

Waisen
Fea112 - Eryna Finwe

Auf Reise / verstorben

Verstorben :latin_cross::
CiraThomasen - Tári Mylaela Maertel
CiraThomasen - Tári Raenelyra Maertel
Waldmaus_ - Yáralil Feyera Ainia, Clananführerin
KayroRay - Xylia
Tikalii - Jhaax Haleth
Ottilie_LP - Qweundii Nornotôr
Dr_Picy - Albân Mereena Whysmén
Dragon_306 - Arbor Nornotôr
EireRonos - Evanora Ray
D3rEine - Silenos Zinralei
TheStarborn19 - Féanor Thýrael
Zsuera - Ainaolos Aiyana Nhavae, Hohepriesterin des Gwadors
DemonSophie - Yãralil Naira Lumiel, Leibgarde
Nebula524 - Valenar Vaelinthal


Verschwunden, verschollen oder auf Reisen:
Adjucator - Albân Baeleanor Calték, Medikus
Kattaria - Kate Dasure
Aayana72 - Emilia Dasure
MissXollunmih - Nyx Elffiér
KleinKitty - Cairáno Lanthirien Thêlre
Setes_ - Setes Maat
GPJeyCos2002 - Yáralil Afamrail Beivyre von Lyria, Soldat
SinnFlut_12 - Iolas Straeth
Skaldik55 - Noldorin Elarald, Soldat
Jullala - Felici Levidis, Botanikerin
DevTomi - Elfas Taure, Waisenkind
Soma04 - Soma Avari, Soldat
Zsuera - Antheia Elenwe, Floristin, Kräuterkundlerin
Laura09_ - Naira Thorondor, Soldatin
Die_Ronja - Featrietry Onrym, Weberin
TrinTy69 - Nunzal Vendoc, Bogner
Jonalein231 - Soora Taure, Waisenkind
CiraThomasen - Tári Arwen Idril Elenwe
Jessica_1 - Loke Taure-Mastroy, Schmiede-Lehrling
Einz2Regenbogen - Elvira Finwe, Waisenkind
rottenVegetables - Zithrael Rekrove, Schlachter & Metzger


Fortgezogen:
Andukay - Yáralil Ophelia Blumenkind, Schneiderin, Braumeisterin
Loulette - Taenya Elenwe, Bäckerin, Köchin
JojoRainbow - Elohim Herrero, Schmied
Snoowstar - Aladia Espenklinge, Imkerin


Quellen

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I Teva va Iheza – die Bäume der Iheza

[Sehenswürdigkeit und heiliger Ort Távaryns]


Zusammenfassung

Die Sehenswürdigkeiten Távaryns bei den Bäumen der Iheza:

  • Gerichts- und Ritualplatz

  • Felyaen-Alma - Die Höhle des Segens

  • Caewtyel - Höhle des Endes (Hinrichtungsort)


Eine edle gekleidete Hochelfe in einem weissen Kleid mit türkisen Umhang blickte seufzend hoch zum Bergkamm, während sie im Rocco-Viertel entlang spazierte. Der Wind raschelte durch die Blätter, Vögel zwitscherten. Die Hochelfe ging den Weg entlang und nickte den Bürgern freundlich zu, welche sich wiederum vor der Hochelfe verbeugten. Die Bürger Roccos waren fleissig und scherten grad die Schafe und Lamas, fütterten die Kühe und Schweine, bepflanzten die Felder oder sammelten den Honig ein.

Die Hochelfe, welche augenscheinlich die Tári Mylaela Maertel war, ging weiter und schlenderte dann durch das Bachor Viertel. Sie konnte das frisch gebackene Brot riechen. Sie schlug den Weg hoch zum Palast. Doch sie betrat nicht den Palast, sondern lief einen Trampelpfad hoch.

Je weiter sie sich vom Bachor-Viertel entfernte, umso ruhiger wurde es. Die Hochelfe atmete tief die frische Luft ein und hob ihr Kleid leicht hoch, so dass sie nicht über den Saum ihres Kleides stolpern würde. Über ihr konnte sie die Bäume erkennen. Leicht ausser Atem kam sie oben an und blickte sich um.

Die Sonnenstrahlen schienen durch das orange Blätterdach der sechs Bäume und erhellten den Altar in der Mitte des sonst schattigen Steinkreises, welcher ringsherum von den Bäumen umgeben war. Auf dem Altar schwebten fünf Kerzen und erhellten den Altar zusätzlich. Rund um den Altar waren acht steinerne Bänke mit grünen Polster aufgestellt.

Dieser Ort war einer der Gründe, warum Mylaela Maertel ihre Stadt Távaryn hier errichten liess. Denn die Bäume waren von Iheza, der Göttin des Schicksals, Zeit und Wahrheit, gesegnet worden.

Zuerst war es Mylaela nicht klar gewesen. Sie wusste nur, als sie den Ort hier betrat, dass sie nicht lügen konnte. Sie spürte eine Magie, welche wahrlich stark war. Ihre Zauber, welche sie hier ausführte, schienen stärker zu wirken. Und als sie die Hand auf die Rinde von einem der sechs Bäume legte, blitzen Bilder vor ihrer Augen auf: Ihre Stadt Távaryn, ein Steinkreis, ihre erwachsene Tochter.

Augenblicklich wusste sie, dass diese Bäume von Iheza gesegnet wurden und dass sie ihr einen kurzen Einblick in die Zukunft gaben.

Da Iheza die Göttin des Schicksals, Zeit und Wahrheit war, entschied sich Mylaela unter diesen Bäumen einen Steinkreis errichten zu lassen. In jenem Steinkreis würden Gerichtsprozesse, Rituale und Feste stattfinden. Die Beschuldigten würden unter den Bäumen eher die Wahrheit sagen als woanders. Rituale, welche das Leben einer Hochelfe verändern würde, würden mit dem Schicksal von Iheza gesegnet sein. Das Schicksal aller würde hier bestimmt werden.

Und so kam es auch, dass eine scheinbar kleine Höhle ausgebaut wurde, welche zu einem Teich führte. Über dem Teich war eine kleine Öffnung, welche das Sonnenlicht und Mondlicht in die Höhle reinliessen. Und auch diese Höhle fand eine Verwendung: Für die Gläubiger Gwadors war es ein wichtiges Ritual, am 16. Geburtstag, bei Volljährigkeit, in die Höhle, “Felyaen-Alma” zu gehen, zu beten und in den Teich zu steigen. Jene Hochelfen würden an diesem Tag ihren Segen bekommen.

In der Höhle selbst stand eine Statue, welche halb verschüttet war. Ungewiss, ob es Gaia oder Iheza darstellen sollte, würde man nie die Statue anbeten. Die Hochelfen Távaryns sahen in der Statue eine Hochelfe, welche über den Ort wachte und das Ritual beobachtete.

Und obwohl der Gerichts- und Ritualplatz und die Höhle von Gwadors Segen, eher einen freundlichen Touch hatte, so hatten die Bäume von Iheza ein Geheimnis. Tief unter Erde, war ein zugewachsener Zugang zu einer Höhle, versperrt durch ein Holztor, in welcher die Wurzeln Ihezas lebendig schienen. So würde über das Schicksal der Wesen oben, unter der Krone der Bäume Ihezas, entschieden, während in jener Höhle ihr Schicksal besiegelt wurde. Der Name dieser Höhle war Caewtyel - Höhle des Endes.

Jene Wesen, welche durch jenen Eingang geführt werden würden, würden die Welt draussen nie wieder erleben. Denn dort würden sie in die Grube von Ihezas Wurzeln springen. Die Wurzeln richten über die verdorbene Seelen, welche gegen die Gesetze Távaryns verstossen haben und die höchste Strafe erhalten vor dem Ältestenrat im Steinkreis.

[Link Originalbeitrag von @CiraThomasen]

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Die grosse Veränderung

[Veränderung in Távaryn]


Geschichte

Seit Távaryn vor so vielen Jahren von ihrer Schwester, Mylaela Maertel, gegründet und aufgebaut hatte, wuchs die Stadt, welche mittlerweile eine Theokratie war, Stück für Stück. Seit jeher gab es grosse Veränderungen, doch gab es eine Konstante, welche in all diesen Jahren, mögen es deren 10 sein, blieb: Die Clans und ihre Yáralil, welche den Rat bildeten.

Doch seit Arwen Elenwe die Tári von Távaryn war, funktionierte der Rat nicht. Ratssitzungen wurden immer länger. Plätze blieben unbesetzt. Die notwendige Expertise für die einzelnen Posten fehlte. So überlegte Arwen im Alleingang, wie sie dieses Problem lösen könnte. Die Clans brauchten ihre Yáralil, welche die Initianten ausbildeten oder gar als Ansprechsperson galten. Doch der Rat brauchte Fachleute.

“Am besten wäre Elfen, welche Meister ihres Faches sind… nicht zufällig gewählte Bürger.”

Arwen schrieb sich etwas auf, ehe sie gross über ihre Notizen “Herdir” schrieb, das elfische Wort für Meister. Unterhalb ihrer Notizen waren die Worte Yána - Istya - Maeth - Mancale - Tass niedergeschrieben.

Herdir en Yána = Meister der Religion
Herdir en Istya = Meister des Wissens
Herdir en Maeth = Meister des Schutzes
Herdir en Mancale = Meister des Handels
Herdir en Tass = Meister der Arbeit

Darunter schrieb Arwen die Aufgaben der Herdir nieder.

“Doch nun, da es die Herdir gibt … welche Aufgaben haben die Yáralil?”

Arwen seufzte tief, ehe sie eine neue Liste anfing.

“Nun … jetzt müssen noch Gesetze müssen geändert werden.”

§2 Clans

  • §2.5 Die Clans wählen ein eigenes Oberhaupt - Yáralil -, welcher den Clan verwaltend überwacht und als Ansprechperson gilt.
  • §2.6 Die Clanangehörigkeit ist für die Herdir des Rates zweitrangig.
  • §2.7 Yáralil und Herdir des Rates gleichzeitig zu sein, ist gestattet.

§11 Strafgesetz

  • §11.1 Das Strafmaß richtet sich nach Vergehen und dessen Schwere. Das Ermessen hierbei liegt beim Rat, welcher aus den Herdir und der Tári oder dem Tár besteht.

Als die Tári ihr Werk betrachtete, lächelte sie sanft und nickte. Danach fing sie an, eine Nachricht für das Schwarze Brett für Távaryn zu schreiben.

Bekanntmachung aus dem Palast

Ihre Heiligkeit, die Tári von Távaryn, Arwen Elenwe, verkündet eine gravierende Veränderung im Rat von Távaryn. Zukünftig sollen die Yáralil der Clans nicht mehr als Berater dienen, sondern nur noch die Tári mit den neuen Bewohnern und den Initianten unterstützen. Sie sollen als Ansprechsperson innerhalb ihres Clans gelten.
Neu werden die sogenannten “Herdir”, Meister ihres Faches, in den Rat von der Tári einberufen. Die Herdir dürfen aus jedem Clan stammen.

Gezeichnet
Arwen Elenwe
Tári von Távaryn
Eine Liste mit den Aufgabengebieten, sowie den neuen Gesetzen, wurde der Nachricht beigefügt.
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Calenephel – die Mauer Távaryns

[Sehenswürdigkeit Távaryns]


Geschichte

Zu Zeiten Tári Raenelyras waren die Ländereien Távaryns ungeschützt. Allein der unbändige Fluss, der sich vom See, in welchem die Elfen einst badeten, durch die Berge in das Binnenmeer des Sidon-Gebirges wand, schützte vor Gefahren, die im Süden lauerten. Die Götter hatten damals die Erde entzwei gerissen, um ihre Schützlinge zu behüten.

Doch die östliche Seite Távaryns an der Sidon-Küste blieb ungeschützt. Über die im Vergleiche sanften Berge war es unliebsamen Fremden, Räubern und Vagabunden möglich, hinüber zu klettern und unbemerkt in das elfische Reich zu gelangen.

Tári Raenelyra Maertel, die zweite Herrscherin Távaryns, bat aus diesem Grund erneut die Götter um Hilfe. Sie antworteten ihr.

An einem der folgenden Tage brachen sie und ihre unadlige Ziehmutter zum See auf, aus welchem der reißende Fluss entsprungen war. Raenelyra kniete sich auf den Boden und grub die Hände tief unter das Gras. Ihre Ziehmutter beobachtete sie dabei mit fragendem Blicke.

Raenelyra begann zu singen. Die ihr inne liegenden magischen Kräfte wallten unter dem Gesang auf. Die Götter über ihr lauschten.

Augenblicke später erzitterte der Boden. Es erhoben sich große, knorrige Zweige aus der Erde und streckten sich dem Himmel in zweifacher Mannshöhe entgegen. Ihrer groben Rinde entsprangen Triebe und Wurzeln, welche sich hinunter ins Erdreich gruben oder die anderen Zweige fest umschlangen.

Blätter, so scharf wie Messer, und Dornen, so lang wie Stricknadeln, wuchsen auf ihrer Oberfläche und schlossen sich zu einer undurchblicklichen Wand zusammen. Äste, so spitz wie Speere, hoben sich aus dem Grase hervor und gewaltige Nesseln, die wie Feuer auf der Haut brannten, wucherten zu ihrem Fuße.

Die Hecke wuchs in Sekundenschnelle aus dem Boden und gedieh in geruhsamer Eile bis zum nächsten Hügel fort. Tári Raenelyra richtete sich wieder auf, erleichtert und erschöpft, und lächelte glücklich. „Dies wird unser Reich schützen“, sprach sie. „Wenn alle Elfen anpacken, so wird es bald so weit sein.“


So geschah es. Unter Anleitung Tári Raenelyras und unter den Augen der Götter wuchs die Hecke durch die Zauber der Hochelfen fort. Es sollte Monate dauern, gar Jahre, ehe sie vom nördlichsten Punkt der Küste bis hin zur südlichen Flussmündung reichte.

Schließlich war es so weit. Tári Arwen Elenwe, Raenelyras Nachfolgerin und Tante, ließ die Calenephel vollenden. Calenephel bedeutete in der Sprache der Elfen so viel wie „Der Grüne Wall“. Von nun an sollte sie die Elfen vor allem Übel außerhalbs schützen.

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Die Krönung Tári Fraeya Elenwes

[Ereignis in Távaryn]

Geschichte

Die hohen Gäste und die Bewohner Távaryns scharten sich hinter den Sitzen der Herdir und drückten sich oben, auf den Balkonen des Thronsaals, an die Geländer. Wimpel und Girlanden hielten sie in den Händen, die den weißen Baum Távaryns auf seinem türkisenen Grund zeigten. Auch der neunzehnarmige Baum Gwadors auf dunkelblauem Himmel fehlte nicht auf den vielen Behängen, die die Wände schmückten.

Die Blicke aller richteten sich auf Fraeya Gaylia Elenwe und Vincent Amsee von Wolfswacht, das soeben frisch vermählte Paar, welches Hand in Hand durch das Tor schritt. Fraeya trug ihr Hochzeitskleid noch auf dem Leibe. Ein kunstreiches weißes Kleid mit weiten, bodenlangen Röcken, das über Wochen mühselig geschneidert worden war. Zusätzlich waren sie und das Kleid von einem türkisenen Umhang mit golden verziertem Saum umschlossen; auf ihrem Rücken war groß, in reinen weißen Farben, der neunzehnarmige Baum Gwadors abgebildet.

Gemeinsam mit Vincent schritt sie vor zum Thron. Ihre Schwester, Tári Arwen, saß dort. Sie war blass, müde und kränklich. Dennoch lag ein erfreutes Lächeln auf ihren Lippen, während sie das künftige Königspaar erwartete.

Fraeya und Vincent knieten vor Arwen, vor dem Thron nieder, und neigten die Köpfe. Die noch amtierende Tári erhob sich langsam, hielt die Hände in die Höhe und sprach laut in den Saal ein Gebet zu den Göttern. Mit geschlossenen Augen wisperte Fraeya es mit.

Arwen ließ die letzten Worte des Gebetes wirken, ehe sie sich ruhig zur Seite wandte und bedächtig das Krönungsdiadem von seinem Podest hob. Fraeya hatte es so oft in der Vergangenheit bewundert. Es bestand aus dem reinsten Silber, das in kunstvollen, verzweigten Ranken eine Vielzahl unverwechselbarer, funkelnder Edelsteine in türkiser Farbe umschloss.

Arwen hielt das Diadem über Fraeyas geneigtes Haupt. Sie erhob die Stimme: „Wollt Ihr, Fraeya Gaylia Elenwe, geloben und schwören, das Volk von Távaryn nach den Gesetzen und Gebräuchen zu regieren?“

Fraeyas Blick hob sich zu Arwen und dem Diadem. Mit fester Stimme entgegnete sie: „Ich gelobe und schwöre.“

„Werdet Ihr in Eurer Macht Gesetz und Gerechtigkeit in allen Euren Urteilen ausführen?“

„Dies werde ich tun.“

„Werdet Ihr die Maximen und Gebote Gwadors bis zum Äußersten Eurer Kraft bewahren? Den Anweisungen der Götter folgen, wann immer sie Euch befehlen?“

„All dies schwöre ich zu tun, unter den Blicken der Sterblichen und der hohen Götter.“

Ein Lächeln blitzte über Arwens blasse Gesichtszüge und feierlich ließ sie das Diadem auf Fraeyas Haupt sinken. Diese rührte sich nicht. Einzig und allein schloss sie die Augen, als sich das schwer bürdende Gewicht auf ihren Kopf legte. Sie senkte den Blick und ging in sich, derweil ihre Schwester ihrem Gemahl seinen Eid abnahm.

„Dies geloben und schwören wir zu tun. Bei den unseren und den eurigen Göttern“, versprach Vincent, ehe Arwen die Krone auch auf sein Haupt niederließ. Er drückte Fraeyas Hand, während Arwen langsam vom Thronpodest hinunter stieg und zur Mitte des Saales schritt, wo alle Blicke auf sie fielen.

Arwen holte tief Luft, ehe sie feierlich in den Saal rief: „Verneigen wir uns vor dem neuen Königspaar Távaryns!“

Sie ging als Erste mühselig auf die Knie, während reihum die Hochelfen Távaryns folgten. Knie um Knie ging zu Boden, Haupt um Haupt senkte sich. Die Menge des Saals lichtete sich. Allein die auswärtigen Gäste standen noch. Einige senkten ehrerbietend ihre Köpfe, andere taten nichts dergleichen. Doch dies tat Fraeyas stolzem Lächeln keinen Abbruch, während ihre Hand feste die ihres Gemahls drückte.

Sie ließ ihren Blick über die geneigten Köpfe gleiten, ehe sie die Hände empor hielt und laut befahl: „Erhebt euch und lauscht nun meinen Worten.“

Die Häupter der Elfen hoben sich wieder und kamen zurück auf die Beine. Ihre Schwester Arwen sank erschöpft auf einen der Ratsstühle. Zahllose gespannte Blicke lagen auf ihr, die Ohren des Saales gehörten Fraeya allein. Laut räusperte sie sich, ehe sie mit kräftigem Klang zu sprechen begann:

"Meine verehrten Gäste, mein verehrter Gemahl, Bürger Távaryns, Gläubige der Götter,

am heutigen Tage wurde mir die Krone Távaryns auferlegt. Schwer wird sie auf jedem Haupte wiegen, das die Krone an sich nimmt. Noch schwerer wird sie sein, für all jene, die mit gekröntem Haupt die Herrschaft für sich allein einfordern wollen. Rasch wird jeder Geist daran zerbrechen, der sie mit Gier oder Machtsucht an sich reißt.

Zerbrechen werden jedoch nicht die, die dem Wort unserer Götter lauschen. Die, die nicht zu schwach sind, um ihren Botschaften Hoffnung zu schenken; geduldig auf ihr Wirken zu warten.

Neun Monde lang verbrachte ich allein in der Finsternis. Der Wahn nagte stets an mir, um mich zu verschlingen und zu verzehren. Das Licht der Götter schien mir verschwunden. Allein mein Glauben, tief versunken in der verheerenden Verzweiflung, blieb in mir übrig.

Diese Prüfung dauerte an, doch, ehe meine Hoffnung schwand, kamen die mächtigen Winde der Götter herauf. Wolken, Donner und Blitze sandten sie in die tiefste, sengende Wüste, um mich zu erretten.

Dies war das Zeichen – die Götter … sie wachen über uns! Nie ließen sie mich allein, obgleich ich daran zweifelte. Wir Hochelfen vergaßen dies lange Zeit. Lange Zeit suchten wir irdisch vergeblich nach Lösungen unserer Probleme. Lange Zeit verloren wir das Vertrauen in die Führung unserer Schöpfer.

Lange Zeit ließen wir die Unwissenden über unseren Glauben lästern, lange Zeit ließen wir sie Häresie und Frevel verbreiten, Sakrilege an unseren Heiligtümern verüben und Schandtaten an unseren heiligen Schriften begehen.

Am gestrigen Tage gipfelte es, als schändliche, niederträchtige Wesen unsere heiligen Bäume – i Teva va Iheza – in Flammen steckten! Die gesamte Nacht über brannte der Berg lichterloh, und dies nur, da die Täter keinerlei Furcht vor der Elfenheit Gwadors hegten.

Diese Zeit solle nun ihr ersehntes Ende nehmen!

Die Götter sandten mich aus meinem Exil, von meiner Prüfung zurück, um an der Spitze Távaryns diese verheerenden Zeiten zu beenden. In jeder Ecke dieser Welt sollen die Götter die zustehende Achtung finden, unser Glauben seine Akzeptanz erlangen, die Furcht vor unserer Wehr die Bösartigen zittern lassen.

Die Frevler werden sich der geballten Entschlossenheit und Brüderlichkeit der Elfenheit Gwadors entgegensehen; sie werden eine geballte eiserne Faust erkennen, wenn sie ihr ketzerischeres Wort erheben. Die Götter und Elfen Gwadors werden wieder aufleben. Dies sei mein Gelobe an Távaryn und an die Götter!"

Es herrschte Stille nach ihren Worten. Für einen Augenblick ertönte kaum ein Mucks. Fraeya blickte jedoch stolz und überzeugt in die Mengen. Langsam regten sich die Hände der Hochelfen Gwadors und begannen langsam, die Hände zusammenzuschlagen. Immer emsiger wurden sie dabei und immer mehr fielen tatkräftiger ins Klatschen ein. Es brandete in einen ohrenbetäubenden Applaus und zwischen den irritierten Mienen der Gäste und emotional wirkenden Gesichtern regte sich der Jubel.

Fraeya lächelte freudetrunken. Sie hatte das Richtige getan. Doch nicht sie allein. Es waren die Götter und Hochelfen Gwadors, die dieser Marter und Schande leid waren. Diese waren es, die ihr halfen, eine neue Zeit einzuläuten. Eine bessere Zeit für Távaryn.

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