Vom Heilen der Seele - Doktorarbeit für den Medikusrang

((Disclaimer mit Triggerwarnung:
Liebe Com, der folgenden Text behandelt psychische Erkrankungen im Mittelalter. Die damals angenommenen Theorien über dieses Thema sind heute zum Großteil stark überholt und heute an vielen Stellen widerlegt, nicht korrekt oder sogar absolut schädlich für Betroffene. Dies ist KEINE Anleitung zu einer professionellen Therapie und entspricht NICHT dem heutigen Wissensstand. Ich bitte um einen respektvollen Umgang mit psychischen Erkrankungen, sowohl auf dem Server als auch im RL. Sollte sich jemand von diesem Text in irgendeiner Weise angegriffen oder verletzt fühlen, bitte ich die Person mich zu kontaktieren. Dies ist in keinem Fall meine Absicht. Ich bitte außerdem darum, den Text nur zu lesen, wenn ihr euch stabil genug dafür fühlt. Im Text werden mittelalterliche Weltanschauungen, Theorien und Behandlungsmethoden beschrieben. Aber jetzt wünsche ich all denen, die gerne weiterlesen möchten, viel Spaß beim Lesen. LG Lunora.))

Vorwort
Viele Medizi der Lande verfügen über ein erstaunliches Wissen bezüglich der Heilung somatischer Erkrankungen; von der Pest über die Pocken, bis hin zu der eher seltenen Pilzgrippe. Doch was ist mit all jenen, denen man ihre Erkrankungen nicht unmittelbar am Körper ansieht? Jene, die in so mancher Kultur als „wahnsinnig“, „geisteskrank“ oder gar „verrückt“ betitelt werden? All jenen, für die es keinen heilenden Trank oder kurierende Salbe gibt, will ich mich nun in dieser Arbeit widmen. In dieser Arbeit werden verschiedenste Theorien zu Erkrankungen der Seele zusammengetragen und schlussendlich meine eigenen Behandlungsmethoden in Kürze beschrieben, welche ich durch meine Studien entwickelt habe und folglich auch für die Bevölkerung des Landes anbieten werde. Und nun möchte ich noch anmerken, dass es wohl keine für jedermann wirkende Heilung für ein Leid der Seele gibt. Daher lautet wohl der Titel dieser Arbeit auch nicht „DIE Heilung der Seele“. Denn laut meinen Studien, wurde diese bisher noch nicht entdeckt und es ist wohl fraglich, ob sie jemals entdeckt werden wird.

Theorien über Ursprünge seelischer Erkrankungen
Besonders in den menschlichen Kreisen finden sich reichlich medizinische Schriften. Ursächlich für Erkrankungen der Seele sehen viele dieser Medizi in einem Ungleichgewicht, der im Körper vermuteten vier Säfte. Zu jenen vier Körpersäften zählen das Blut, der Schleim, die gelbe sowie schwarze Galle. Diesen wiederum werden je einem Organ sowie allerlei weitern Eigenschaften zugeordnet. Jeder dieser Säfte soll zudem eine andere Wirkung auf die Seele eines jeden Körpers haben. Die schwarze Galle soll für Melancholie verantwortlichsein, wohingegen der Schleim träge, phlegmatische Gemütszustände auslösen soll. Der gelben Galle schreibt man cholerische Eigenschaften zu und bei sogenannten Sanguinikern soll das Blut Auslöser für die typische unangebrachte Heiterkeit sein. Besonders religiös geprägte Wesen wiederum glauben, die Ursache seelischer Erkrankungen liege in bösen Geistern und Dämonen, welche man dem Betroffenen austreiben müsse. Wieder andere vermuten den Ursprung in einer Störung im Gehirn. Zu beobachten sind zudem Änderungen des Gemütszustandes nach schrecklichen Erlebnissen, wie beispielsweise Folter oder schwerwiegende Verletzungen bzw. Verluste.

Liste mit bisher bekannten Erkrankungen
Bekannte Erkrankungen
Fallsucht ((Epilepsie))
Milzsucht ((Hypochondrie))
Mondsucht ((Schlafwandeln))
Melancholie ((Depression))
Sanguiniker ((unangebrachte Heiterkeit))
Phlegmatiker ((Trägheit))
Choleriker ((Reizbarkeit))

Sammlung von Behandlungsmethoden aus aller Welt
Der verbreiteten Säftelehre zufolge muss, sobald ein Ungleichgewicht zwischen den vier Körpersäften festgestellt wurde, manuell für Gleichgewicht gesorgt werden. So werden beispielsweise Aderlässe bei Sanguinikern durchgeführt, um den Überfluss an Blut zu entfernen. Als weitere Methoden sollen Diäten, Abführmittel, Schröpfen, Massagen sowie Heiltränke genannt werden. In den Kulturen, die an Dämonen und böse Geister als Ursache glauben, versucht man diese auszutreiben. Sie werden in Käfige außerhalb der Städte gesperrt, verstoßen, vergessen oder sterben womöglich an den oft grausamen Ritualen. Oftmals strafte man Betroffene körperlich, um sie dazu zu bewegen, sich umzuentscheiden, um somit wieder gesund zu werden, was als „heilsamer Schmerz“ betitelt wird. Berichte schreiben ebenfalls, dass man ein Loch in den Schädel bohrte, damit der angenommene böse Dämon aus dem Betroffene entweichen könnte. Man hatte ebenso Angst vor einer Ansteckung, weshalb sich die Ausgrenzung und Separierung dieser Menschen ergibt. Diese Annahme konnte meinerseits nicht bestätigt werden. In sehr schweren Fällen werden Betroffene sogar ihren Familien entrissen und öffentlich auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Häufig führen diese Methoden nach meinen Erkenntnissen eher zu schlimmeren oder weiteren Erkrankungserscheinungen, wenn Erkrankte nicht sogar völlig in den Wahnsinn getrieben werden.
Im Zuge meiner Studien bin ich jedoch auch auf andere Behandlungsmethoden gestoßen. So errichtet man in anderen Kulturen Heilanstalten, in welchen den Erkrankten ein sicheres, ruhiges Umfeld sowie liebevolle Pflege geboten wurde. Zudem sollen Musik, Licht oder Heilbäder Heilung versprechen. Für manche Betroffenen können auch Gespräche sowie eine Beschäftigung oder Arbeit als heilsam beobachtet werden.
Desweiteren können bestimmte Heilkräuter bei einer Behandlung hilfreich sein. Das Johanniskraut soll beispielsweise bei bedrückten, melancholischen und schwermütigen Personen stimmungsaufhellend wirken. Bei Gedächtnisschwäche und Unkonzentriertheit sollen Blätter des Ginkgo-Baumes helfen. Gegen Angst, Unruhe und Schlaflosigkeit kann Hopfen oder ein Tee aus Baldrian Linderung versprechen. Bei Erschöpfung empfiehlt sich die Verwendung von Lavendel.
Nicht zuletzt können stark spirituelle Hochelfen möglicherweise eines Tages ebenfalls seelische Gebrechen lindern. Bisher gibt es hierfür allerdings noch keine erfolgreichen Fälle.

Behandlungen in meinen Heileinrichtungen
Als Hochelfe des Gaiaglaubens und Vertreterin ihres Kindes Gilean, ist es mir ein großes Anliegen meine Patienten mit Respekt zu behandeln. Ebenso scheinen für mich gewaltsame Behandlungsansätze weder sonderlich heilsam, noch lässt sich eine signifikante Wirksamkeit belegen. Ich konnte feststellen, dass eine kombinierte Behandlung aus verschiedenen Verfahren, welche ich im Folgenden erläutern werde, die Sinnvollste ist. Diese Therapie ist an den vier Elementen ausgerichtet. Zu Beginn einer Behandlung zeichnen sich besonders entspannende Schlammbäder als äußerst sinnvoll aus. Hierbei soll die Verbindung zur Erde (wieder-)hergestellt werden. Anschließend wird das allumgebende Element Luft durchlaufen. Dafür begibt sich der Patient in eine Sauna, in welcher er von warmer Luft umgeben ist. Daraufhin folgen wohltuende Heilbäder im Zeichen des lebenspendenden Wassers. Durch verschiedene Badezusätze wie Salze oder Heilkräuter kann die entspannende Wirkung noch verstärkt werden. Zum Schluss kommt das letzte Element, das Feuer, bei dem eine beruhigende Räucherbehandlung ausgeführt wird. Hierbei werden bestimmte Kräuter zerkleinert und in einer feuerfesten Schale entzündet, sodass ein leichter, reinigender Rauch entsteht.
Diese Behandlung dient in erster Linie zur Beruhigung, Entspannung und Erdung. Dies ist häufig von Nöten, da die Betroffenen üblicherweise über lange Zeit unter ihren Symptomen gelitten haben. Je nach Erkrankung folgen darauf unterschiedliche Weiterbehandlungen, welche allerdings in dieser Arbeit nicht weiter erläutert werden.

Schlusswort
Diese Behandlungsmethode darf lediglich von mir, Prinzessin Orima Corellon-Féiler oder von zertifizierten und von mir ausgebildeten Medizi durchgeführt werden.

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