Ya cuile ana yan firië ((Das Leben nach dem Tod))

((Bitte zuerst das lesen, danke: Der neue Hoffnungsschimmer aller Elfen)

Er beobachtete sie seit seinem Ableben. Sein Tod war nicht friedlich, er hatte gekämpft, bis die letzte Kraft seinen Körper verließ. Er wollte nur noch heim, seine Mutter in die Arme schließen, er konnte sie nicht alleine lassen, doch tat er es.

Seine spirituelle Form, die er nach dem Tod annahm wachte Tag und Nacht über sie, jeden ihrer Schritte verfolgte er genau. Sie sollte ein friedliches Ende nehmen. Ein gar freudiges. Sie sollte noch viele Jahrhunderte weiterleben. Jedes Mal wenn sie an seinem Grab stand, verlor er, auch wenn er es sich verkneifen wollte, Tränen. Tränen, welche bevor sie den Boden trafen sich in Nichts auflösten.

Die Tage vergingen und er wachte weiterhin unermüdlich über sie wie ein Schutzengel, auch wenn er nicht eingreifen konnte gab es ihm ein positives Gefühl, als er einfach da war. Es brach ihm das Herz in abertausende Stücke als er sah, wie seine Mutter, die einst stolze Hohepriesterin, von innen heraus zerfiel. Jede Nacht saß er auf ihrer Bettkante und wachte über ihre Träume. Er war schwach, das wusste er. Er konnte nichts mehr ausrichten, sie war bereits zu verdorben. Als er es einsah, blickte er mit bebenden Lippen zum Himmel. Er sprach seit seinem Tod nicht mehr, doch in dieser Nacht, in dieser Nacht als sich das Wasser unter dem Körper ihrer Mutter rot färbte schrie er.

Er schrie so laut und impulsiv, dass er meinte ihm würden die Stimmbänder reißen, unkontrolliert flossen Tränen über seine Wange hinab und in das dunkelrote Wasser. Er konnte nicht mehr denken, er fluchte in den Himmel hinein, er versuchte sich Schmerzen zuzufügen, er wollte dass es aufhört.

„Sylvan, ich bin da…“

Die Stimme ihrer Mutter traf sein Ohr und er zuckte leicht zusammen, als sich durchsichtig wirkende Arme um ihn schmiegen. Er atmete schwer und meinte zu kollabieren, jedoch konnte er im letzten Moment noch die Augen offenhalten und sich umdrehen, wodurch er seiner Mutter direkt in das Gesicht sah.

„Ich habe dich so vermisst… Ich war schwach, ich war eitel, ich… ich…“

Mehr als dies konnte er nicht aussprechen, bevor sein Geist sich ohne weiteres feste an sie drückt und er meint, nichts mehr sagen zu können, da seine Kehle wie ausgetrocknet ist.

„Mein Sohn, ich bin da… jetzt für immer.“

weitere Hände legen sich um Livija, sie umklammern sie sanft von hinten

„Livija… du bist da…“

In ihren Augen erkennt sie das Gesicht ihres ersten Ehemannes.

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