✦ Von der Kampfeslust der Nordmänner und dem Bau der Arena zu Mjosfell ✦
In den rauen Landen Mjosfells, wo der Wind kalt durch die Tannen fährt und die Berge wie uralte Wächter gen Himmel ragen, leben Männer und Weiber, deren Blut heiß ist vom Feuer des Kampfes. Die Nordmänner von Mjosfell sind, so spricht man, von Kindesbein an geübt im Streite. Mit Axt und Schild, mit Schwert und Speer kämpfen sie nicht nur mit Kraft, sondern mit Leidenschaft und Herzblut, wie es nur jene vermögen, die den Krieg als Teil ihres Lebens ehren.
Da trat hervor der Hauptmann Arok Agur, ein Mann von breiter Brust und klarem Blick, und sprach: „Lasst uns einen Ort schaffen, da der Kampf nicht nur geübt, sondern gefeiert werde. Eine Stätte, da Reisende und Streiter sich messen mögen – nicht aus Hass, sondern aus Ehre.“ Und so ward der Bau einer großen Kampf-Arena veranlasst, ein Werk, das die Stärke Mjosfells in Holz und Stein bannen sollte.
✦ Von der Errichtung der Arena und ihrer Wunder✦
Die Zimmerleute, deren Hände vom Frost und von der Arbeit gezeichnet sind, erhoben eine imposante Arena, wie sie in den Nordlanden selten gesehen ward. Ihre Tribünen aus festem Fichtenholz tragen das Volk, das sich versammelt, um den Kämpfen beizuwohnen. In den Tiefen der Arena wurden Käfige errichtet – für wilde Tiere, die in besonderen Prüfungen Mann gegen Bestie gestellt werden. So wird der Mut des Einzelnen auf die Probe gestellt, und das Volk jubelt oder schweigt in Ehrfurcht.
Ein Ausschank ward gebaut, da Met und Bier in Strömen fließen, und Fleisch vom Spieß gereicht wird, auf dass die Zuschauer gestärkt seien, während Blut auf dem Sand vergossen wird. Neben der Arena entstanden Übungsstätten – mit Zielscheiben, Holzpuppen und Ringplätzen, da die Kämpfer sich vorbereiten mögen auf ihre Herausforderung. Dort hört man das Klirren der Waffen und das Rufen der Trainer, Tag und Nacht.
✦ Von Handel, Turnieren und Ruhm✦
Um die Arena herum wurden Marktstände errichtet, da Händler ihre Waren feilbieten – Felle, Waffen, Schmuck und Tränke aus den Tiefen der Berge. Reisende können sich dort versorgen, Geschichten tauschen und sich mit den edlen Gütern Mjosfells eindecken, bevor sie weiterziehen oder selbst das Schwert ergreifen.
Zur jetzigen Zeit finden in unregelmäßigen Abständen große Kampfturniere statt. Die besten Streiter der Lande treten gegeneinander an – nicht nur aus Mjosfell, sondern auch aus fernen Reichen. Der Sieger wird mit Ruhm bedacht, sein Name in die Chroniken geschrieben, und nicht selten mit Gold und Ehre belohnt.
So ward die Arena zu Mjosfell nicht nur ein Ort des Kampfes, sondern ein Hort der Gemeinschaft, der Ehre und der alten nordischen Tugend: Stärke im Herzen, Mut in der Tat.
@Nixedy Danke für die Bilder


