Name: Harald Korbenson von Sølvøya
Geschlecht: Männlich
Alter: 56
Rasse: Mensch - Nordmann
Wohnort: Herzogtum Sølvøya - Valkarath
Herkunft: Trondheim – Norwegen
Religion: Nordische Mythologie – Freya
Beruf: Berater des Jarls
Titel: Stimme von Sølvøya
—Aussehen—:
Ein 1,78m großer Mann, von den Jahren die er erlebt hat gezeichnet mit langsam ergrauendem Haar, einem dichten blonden Bart. Sein Körperbau ist kräftig gezeichnet und gebaut von den Schlachten die er einst schlug. Seine Hände sind schwielig.
Quelle: Dall-E 3
—Charaktereigenschaften—:
Das Feuer das in Haralds Jugend in seinem Geist gebrannt hat ist mit den Jahren kleiner geworden. Heute ist er ein ruhiger, beherrschter Mann. Er kann gut wie Worten umgeben. Seine Familie steht über allem und nur gegenüber ihren Feinden lodert die Flamme auf wie in alten Tagen.
—Fähigkeiten—
Lesen & Schreiben:
Schon in jungen Jahren wurde Harald das Lesen und Schreiben in Runen wie auch in der gemeinen Schrift gelehrt.
Kommandantur:
Als Sohn des Nordens wurde ihm die Kunst des Segelns früh vertraut, später wie man Schiffe in die Schlacht führt genauso wie Krieger, im Namen seines Bruders.
Schwimmen:
Im eiskalten Fjord wie in den Gewässern des Mittelmeers hat Kragan gelernt zu überleben.
Reiten:
Als Sohn eines Jarl saß er im Sattel sobald er laufen konnte
Sprachen & Diplomatie:
Er ist ein begnadeter Diplomat und kann gut mit Worten umgehen, spätestens durch die Ausbildung am byzantinischen Hof.
Außerdem spricht Harald mehrere Sprachen fließend:
• Norwegisch / Alt-Nordisch – seine Muttersprache, reich an Metaphern, Runen, Liedern
• Gemeine Zunge – die Verkehrssprache Eldorias, die er sicher und eindrucksvoll führt
• Mittelgriechisch / Byzantinisch – gelernt in der Warägergarde von Konstantinopel, wo er sich unter Gelehrten und Höflingen bewähren musste
Stärken
• Intelligent: Taktisch versiert, scharfsinnig in Worten wie in Plänen.
• Führungsstark: Ausstrahlung, Stimme, Haltung – er vereint, ohne
sich aufzudrängen.
• Ehrenhaft: Hält sich selbst an das, was er von anderen verlangt.
• Willensstark: Gibt niemals auf, weder im Kampf noch im Glauben an das
Richtige.
• Loyal: Steht zu seinen Gefährten – auch dann, wenn andere sich längst abgewandt haben.
Schwächen
• Ehrenstarr: Hält zu starr an Ehrbegriffen fest, selbst wenn sie im Weg stehen.
• Blinde Freundestreue: Will das Schlechte in den Seinen nicht erkennen, bis es zu spät ist.
• Stolz: Tut sich schwer damit, Hilfe anzunehmen oder einen Fehler offen einzugestehen.
• Unsicherheit: Trägt zu oft die Last, jedem gerecht werden zu wollen.
• Rachsüchtig: Vergibt selten – und vergisst nie.
• Gefangener der Vergangenheit: Sieht zu oft zurück und trägt alte Wunden wie Banner.
• Die Last des Alters: Die Knochen werden Morsch, die Hände zittern. Er hat immer noch Kraft, aber die Stärke seiner Jugend ist bereits verflogen.
Vorgeschichte
Vier Atemzüge meiner Mutter, vier Atemzüge meiner Mutter vor mir kam mein Bruder, Korben Korbenson auf diese Welt, das machte ihn zum Erben unseres Vaters, zum Jarl und mich zu seinem Vertreter. Meinem Bruder lehrten sie das Führen, das Verwalten, das Beherrschen, mich lehrten sie das Verhandeln, das Kämpfen und das Folgen. Nur den Kampf, den übten wir gemeinsam, auch wenn ich immer besser war als mein Bruder. Wir schliefen zusammen, aßen zusammen, lebten zusammen. Als unser Vater starb, waren wir 15, und ich war derjenige, der meinen Bruder am meisten verteidigte, half, ihn auf den Thron zu setzen, und mit ihm regierte. Wir teilten unser Leben, bis er seine Frau traf, sie heiratete und mit ihr eine Familie gründete. Nie hatte ich meinen Bruder glücklicher gesehen als am Tag, an dem ich die Ringe auf meiner Schwertspitze zum Altar balancierte und ihm überreichte. Wobei, das ist gelogen, noch glücklicher war er an meinem glücklichsten Tag, am Tage der Geburt von Kragan. Meinem Neffen und Ziehsohn. Einen halben Tag lag seine Mutter in den Wehen, am Tag mit dem stärksten Sturm des Jahres, bis er endlich auf die Welt kam. Ein junger, kräftiger Sohn des Nordvolkes mit einer Stimme, die die Wände zum Wackeln brachte. Sein jüngerer Bruder hat nicht so sehr geschrien, als er geboren wurde. Doch ich zog sie beide auf, als wären sie meine Söhne, als wäre ich ihnen ein zweiter Vater, und brachte ihnen alles bei, was ich wusste. Immer wenn mein Bruder regierte und mich nicht brauchte, war ich bei ihnen. Dann kamen die Christen in unser Land, unter dem ersten christlichen König Norwegens. Er wollte sich mit uns treffen. Korben wollte selbst mit einer Delegation gehen. Ich sagte ihm noch, er solle nicht gehen, er solle mich schicken, da ich besser kämpfe als er, doch er ging selbst und zurückkam nur eine Horde Reiter, die die Köpfe aller Abgesandter vor unser Tor schmiss, darunter der Kopf meines Bruders.
An diesem Tag brach mein Herz, doch ich konnte mir die Trauer nicht erlauben, ich stand bei Kragen, tröstete ihn und hielt die geifernden Mäuler der Nordmänner fort, die sich seine Gunst sichern wollten. Ich stand neben ihm und hob ihn auf den Thron seines Vaters. Doch seine Regentschaft war leider weder lang, noch glorreich. Zwei Tage nachdem er zum Jarl wurde, belagerte sie uns, über ein Jahr. Solange, bis Verräter unsere Tore öffneten, bis die Streitmacht der Christen unsere Tempel niederbrannte und in der Nacht durch die Gassen zog. Mein anderer Neffe, Kragans Bruder, starb in seinen Armen. Ich selbst zog ihn aus dem brennenden Haupthaus und zu den Schiffen. Gemeinsam flohen wir mit unseren Schiffen, suchten Europa heim, als Räuber und als Söldner, bis wir in die große Stadt Konstantinopel kamen. Dort waren wir erst Söldner, bis man die besten, darunter Kragan in die Garde des Kaisers berief. Und während er sein Schwert dem Kaiser zur Verfügung stellte, bildete man mich zum Diplomaten aus.
Es dauerte nicht lange und Kragan fand Aurelia, das schönste Mädchen, das ich bis heute gesehen habe. Sie verliebten sich und heirateten, obwohl er ein Nordmann und sie eine Christin war. Wieder brachte ich ihnen die Ringe und wieder freute ich mich über ihre Kinder, die mir wie Enkel waren. Drei gesunde Kinder setzten sie in die Welt, die nordische und byzantinische Namen trugen. Doch, das Vierte, das Vierte war nicht von den Göttern gesegnet. Bereits in der Schwangerschaft wurde Aurelia krank, Fieber suchte sie heim. Immer wieder und wieder bat sie Kragan darum, in den großen Tempel der Christen, die Hagia Sophia, zu gehen. Ich sagte ihm, er sollte unsere Götter nicht verraten, aber auf ihre Bitten ging er, warf sich vor dem toten Gott am Kreuz auf die Knie und betete. Erst wurde es besser, doch bei der Geburt brachte sie ein totes Mädchen auf die Welt und verblutete kurz darauf. Nie habe ich meinen Ziehsohn trauriger gesehen. Er legte seinen Dienst am Kaiser nieder, kümmerte sich nicht mehr um seine Kinder, die genauso traurig waren. Ich tröstete sie, während er sich in seinem Zimmer einschloss. Und dann, eines Tages, kam er zu mir, erzählte mir, wie er am Rand der Klippe stand und sich das Leben nehmen wollte. Er musste weg, er wollte weg, er hatte gar keine andere Wahl. Also fragte ich nicht, sondern folgte ihm, wie der Rest unseres Stammes. Wir stiegen auf die Schiffe unserer Väter und segelten auf das Meer hinaus. Zwei Tage später kenterten wir in dem schlimmsten Sturm, den ich je erlebt hatte. Die See hatte uns verschluckt und uns in dieser neuen Welt wieder ausgespuckt.
Credits an @The_Kinght für die Geschichte