‧₊˚✧ Xenia Kylantes ✧˚₊‧
Name: Xenia ‚Fuchs‘ Kylantes
Geschlecht: ![]()
Alter: 23
Rasse: Mensch
**Aussehen:**
Xenia ist eine eher zierlich gebaute junge Frau, die nicht viel größer als 1.65m ist und wiegt zwischen 50kg und 55kg. Besonders auffällig sind ihre rötlichen Haare, welche ihr fast bis zur Taille reichen. Von den Wangen aus über den Nasenrücken erstrecken sich einige Sommersprossen. Neben ihren grünen Augen fällt besonders eine breite Narbe auf, die vom rechten Wangenknochen aus bis hoch zur den Augenbrauen verläuft. Bei geschlossenen Augen ist zu erkennen, dass auch das Augenlid davon betroffen ist.
Herkunft: Byzantinisches Reich
Wohnort: Hohenfels
Beruf: Schmiedin
Religion: Buddhismus
Fähigkeiten
» Schreiben, Lesen, Zeichnen
» Waffenschmiedekunst
» Umgang leichten Waffen
» Überleben im Freien
» Schauspielerei
Charaktereigenschaften
» einfallsreich
» beobachtend
» strategisch
» charmant
» loyal
» offen
» friedlich
» ggf. hinterhältig
» naiv
» verträumt
» feige
» verschlagen
Stärken:
Ausdauer
Sie weist zwar keine enorme Stärke auf, ist durch ihr Gewicht und ihre Körpergröße aber flink, wendig und besonders ausdauernd.
Geschicklichkeit
Da sie eine lange Zeit darauf angewiesen war, mit Waffen und Werkzeug umzugehen, konnte sie verschiedene Techniken im Umgang mit solchen lernen und stellt sich durch viel Übung als geschickt raus. Allerdings muss man sagen, dass sie die Theorien des Schwertkampfes beherrscht, ihr allerdings die Übung fehlt, weshalb ihr Kampfstyle (noch) ziemlich unsauber ist. Auch das Schmieden gelingt ihr noch nicht immer so perfekt, wie sie es sich wünscht, besonders wenn sie unter Druck arbeiten muss.
Einfallsreich/Strategisch
Prinzipiell ist sie eine kreative und intelligente Person, was es ihr ermöglicht, schnelle Entscheidungen zu treffen, die sie selber für richtig erachtet.
Wissbegierig
Xenia strebt stets nach neuem Wissen und lernt schnell, dabei muss dieses nicht einmal zwingend mit ihren aktuellen Tätigkeiten zusammenhängen. Im Grunde kann man sie für nahezu jedes Themenfeld begeistern.
Schwächen:
Fehlende körperliche Kraft
Auch wenn es Xenia grundlegend möglich ist, mit Waffen umzugehen, ist sie nicht besonders kräftig gebaut. Die Verwendung von schweren Rüstungen und zu langen Schwertern ist ihr nicht möglich, oder wenn nur extrem eingeschränkt.
Abhängigkeit von anderen Menschen
Dadurch, dass sie in sehr sozialen Verhältnissen aufgewachsen ist, sehnt sie sich stets danach, nicht alleine zu sein. Zwar kommt sie auch ohne Begleitungen aus, allerdings zerren fehlende soziale Kontakte sehr an ihrer Psyche. Dazu kommt, dass sie schwer zu anderen Personen „Nein“ sagen kann, egal wie surreal die Bitte oder der Wunsch an sie sein mag. Unter keinen Umständen möchte sie andere Leute enttäuschen, oder selber in ein schlechtes Licht gerückt werden. Jegliche Tätigkeiten, die ihr Ansehen schaden könnten, würde sie deshalb insbesondere im Geheimen tun, außer es liegt ein plausibler Grund vor.
Angst vor tiefen Gewässern und Reisen mit Schiffen
In jeder erdenklichen Situation bevorzugt sie es, auf dem Festland zu sein. Inseln sind zwar akzeptabel, für sie aber unpraktisch, da sie Reisen mit Schiffen nach den mehreren Unglücken, die sie mit solchen hatte, möglichst vermeidet.
Überemotional
So gut es geht versucht sie einen gefassten Eindruck zu vermitteln, wenn sie aber in emotional belastende/stressige Situationen kommt, ist es ihr oft nicht mehr möglich, klar zu denken. Dazu gehört vor allem Neid und Wut, aber auch Trauer, wenn sie auf Abweisung stoßen sollte.
Vorgeschichte:
Hier ist eine sehr stark verkürzte Zusammenfassung der Vorgeschichte. Sie dient nur, um einen groben Überblick zu erhalten, es ist immer spannender, die Einzelheiten im RP zu erfahren! Deshalb mag es an der einen oder anderen Stelle an Details fehlen, nicht etwa aus Faulheit.
I Griechenland
Xenia wuchs mit zwei älteren Brüdern in einer niederadeligen Familie auf, die eine kleine Handelsflotte besaß, welche regelmäßig von Athen aus startete und besonders auf der Seidenstraße Handel trieb. In ihrer Jugend fehlte es ihr an nichts, sie erhielt eine gute Bildung und wuchs unter aufrichtigen Verhältnissen auf, auch wenn man eingestehen musste, dass besonders ihr Vater nicht sonderlich viel Zeit für sie aufbringen konnte, da er stets beschäftigt war. Insgesamt machte es den Eindruck, als wäre sie eher das dritte Rad am Wagen, die beiden Söhne wurden als Aushängeschild der Familie stets bevorzugt und nach für ihre Taten gelobt und präsentiert, während ihre Bestimmung es zu sein schien, irgendwann zu heiraten und Kinder zu kriegen, für sie eher unspektakulärer, als sie es sich erhoffte. Das Band zu ihrem Vater wurde mit der Zeit nicht besser.
Trotzdem war ihre Familie sehr bemüht, ihren Kindern einige Werte und Wissen zu vermitteln. Durch einen Privatlehrer wurde sie schnell an Sprachen herangeführt, die für den Handel notwendig schienen, neben Griechisch also beispielsweise auch Persisch. Ansonsten war ihr Alltag meistens sehr ähnlich. Durch die Tätigkeiten ihrer Familie trafen oft verschiedenste Personen im Hause ein, durch welche sie früh Interesse an der Welt außerhalb ihrer Heimat bekam und sich selber das Ziel setzte, eines Tages selber in diese Welt zu reisen. Für sich entschloss sie, dass sie eines Tages auch in die weite Welt reisen wollte.
Ihre Freizeit wurde nicht unerheblich durch ihre Brüder geprägt, welche sich sehr für den Umgang mit Waffen begeisterten. Zwar war es eher verpönt, dass sie ebenfalls Anzeichen solcher Interessen zeigte, allerdings konnte sie auf die Unterstützung ihrer Geschwister vertrauen, welche sie erstmals an das Fechten heranbrachten.
Der restliche Handel der Familie interessierte sie nicht, sie ging die meiste Zeit lieber Stickereien und Webereien nach, oder lebte ihre Religion aus. Trotz allen Ereignissen blieb ihr Interesse für die ihr unbekannte Welt groß. Eines Tages bot sich ihr die Möglichkeit, mit ihren Brüdern und Vater zusammen ihren Horizont zu erweitern. Eine Schiffsreise nach Konstantinopel stand an, Handelsbeziehungen sollten gepflegt werden und Xenia war es gestattet, ihnen Begleitung zu leisten, unter dem Vorwand, ihre Sprachfähigkeiten weiter auszubauen.
So nahm Xenia das Schiff zusammen mit ihnen, die Überreise vermittelte ihr erste Eindrücke, wie die Schifffahrt so war, sie sammelte viele Eindrücke, die ihr aber nicht weiter von Nutzen waren. Die meiste Zeit über war sie seekrank.
II Die Seidenstraße
Konstantinopel war ein relevanter Ort für den Handel der Familie, da sich von hier gut Karawanen organisieren ließen, welche begehrte Waren für den Handel herbeischafften. Von der Stadt selber war sie ohnehin begeistert, die vielen verschiedenen Kulturen und das geballte Wissen waren für sie etwas, das sie sonst nur aus Büchern und Erzählungen kannte.
Ein Schwertfragment, das ein Händler ihr in einer Seitenstraße zeigt, hat es ihr besonders angetan. Es war eine ihr vollkommen unbekannte Art und Weise, eine Waffe herzustellen. Der Fakt, dass Waffen eigentlich zum verletzen und töten von Personen gedacht waren, gefielt ihr zwar nicht, aber die kunstvolle Präsentation dieser Objekte faszinierte sie gewiss. Unbedingt wollte sie mehr darüber herausfinden, allerdings kamen ihr einige Dinge in die Quere.
Die Handelsbeziehungen, die gepflegt werden sollten, entwickelten sich in die falsche Richtung. Aus einfachen Gesprächen entwickelte sich ein waschechter Konflikt. Eines Abends geriet sie mit ihrer Familie in einen Hinterhalt, einige bewaffnete Männer stellten sich den Wachen der Familie entgegen und Xenia nutzte die Möglichkeit, um dem Spektakel geschockt zu entfliehen. Sie suchte in einem Behältnis Zuflucht, welches sich auf einer Karre in einiger Entfernung befand und hoffte, dass sie sich in dieser für den Moment verstecken konnte. Der Innenraum des Fasses war zum Teil mit einem Wein gefüllt, der ziemlich intensiv roch. Beim hineinsteigen verschüttete sie zwar einiges davon, allerdings wohl nicht genug, als das man sie bemerkt hätte.
Der Alkohol hatte den Nachteil, dass sie schnell benebelt war, bis sie schließlich das Bewusstsein gänzlich verlor. Es war ein Wunder, dass sie nicht in der Flüssigkeit ertrunken war.
Dies war das letzte Mal, dass sie von ihrer Familie hörte, sie wusste nicht einmal, ob ihr Vater und ihre Brüder noch lebten. Auch wenn sie davon nichts wusste, wurde sie später für entführt erklärt und später tot vermutet, da sich keinerlei Spuren mehr fanden.
Als sie nach einer langen Zeit in dem Fass wieder zu sich kam, war sie schon auf der Reise, die Seidenstraße entlang. Sie schien so lange bewusstlos gewesen zu sein, dass sie schon ein gutes Stück gereist waren. Der Händler, welcher sie versehentlich als blinde Passagierin mitgenommen hatte, war ein gutmütiger, älterer Herr. Trotz besagter Charaktereigenschaft war er nicht gewillt, umzukehren, da er strikte Termine einzuhalten hatte. Xenia blieb also nichts anderes über, als mit ihm zu kommen. Alleine zurück zu reisen wäre schlichtweg zu gefährlich, auch wenn es für sie nahezu ausgeschlossen schien, ihre Familie einfach so alleine zu lassen.
Zur Tarnung schnitt sie sich ihre Haare kurz, als Frau lebte es sich auf solchen Wegen besonders gefährlich, weshalb sie sich fortan als Junge ausgab. Sie war nicht besonders groß und mit ihren 16 Jahren auch nicht besonders kräftig gebaut, weshalb sie ihre Rolle in zu weiter Kleidung gut spielen konnte.
Ihr Heimweh wurde schlimmer, trotzdem freundete sie sich mit dem Händler an und half ihm bei diversen Erledigungen, so gut sie konnte. Innerlich sprach sie sich selber zu, dass mit ihrer Familie alles in Ordnung sein müsse, sie wollte so schnell es geht zurück nachhause, allerdings war ihr Wunsch nach der Erfüllung ihres Traumes größer. Sie hatte endlich die Möglichkeit, fremde Länder zu erleben, was ihr zuvor nicht erlaubt war. Außerdem wollte sie ihrer Familie beweisen, dass auch sie etwas hinkriegen konnte, vollkommen alleine und dass es keinen Grund gab, sie dauerhaft zuhause zu halten. Trotzdem unterschätzte sie die Dauer der Reise, welche ursprünglich gar nicht bis in das chinesische Reich gehen sollte.
Aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen wurden Monate, die sie auf Reisen war, immer weiter in Richtung Osten. Die Route über Ostanatolien, Armenien und schließlich Nordpersien forderte sie stets weiter heraus. Ihre Sprachkenntnisse waren dabei äußerst Vorteilhaft.
Das typische Karawanenleben bestimmte nun ihren Alltag fest und sie wurde mit jedem Meter in das fremde Land abhängiger von ihren Begleitern.
In Zentralasien stach für sie besonders die Begegnung mit buddhistischen Reisenden hervor, welche ihr ganz neue Blickwinkel auf die Welt eröffneten, an welche sie zuvor nicht wirklich gedacht hatte. Über die Zeit der Reise legte sie die für sie ursprünglich geltende Religion ab und entschied sich, dem Konzept des Buddhismus nachzugehen, welches im Vergleich zu anderen Religionen kein strengem Gottesbild, sondern nur dem Ideal des Buddha folgt.
Ein Wendepunkt in Xenias Geschichte war das Erreichen von China. Die Song-Dynastie war eine komplett andere Welt, als die ihre. Sowohl Kultur, als auch Essen und Kleidung änderten sich noch drastischer, als es zuvor der Fall war. Je tiefer sie ins Land kam, desto unbrauchbarer wurden ihre Sprachkenntnisse.
Mit Hilfe anderer Mitreisender konnte sie sich grob mit den Einheimischen verständigen. Auch wenn ihr die Erzählungen von örtlichen Religiösen sehr gefielen, schlug ihr Herz weiterhin für ihre Heimat. Es waren beinahe zwei Jahre vergangen, seit sie von zuhause aufgebrochen war. Von einigen Reisenden erfuhr sie, dass es die Möglichkeit gab, mit einem Schiff eine Route um das Land herum zu nehmen, welche zwar noch gefährlicher sein sollte, als der Weg über Land, dafür aber nicht so anstrengend sein soll. Diesen Erzählungen schenkte sie Glauben und trennte sich von ihrer Gruppe, um nach einem Schiff zu suchen, welches unter ihr bekannter Flagge segelte. Als sie eins fand, schlich sie sich heimlich auf dieses und versteckte sich unter Deck. Rückblickend wäre die Reise ohnehin nicht gut gegangen, sich für weitere zwei Jahre zu verstecken, wäre nahezu unmöglich gewesen.
III Japan
Dichter Nebel kam auf, die Besatzung des Schiffes schienen die Orientierung zu verlieren und ehe sie sich versah, rammte ihr Schiff einen Stein. Ein lautes Kracken war zu hören und der Bug bekam einen breiten Riss, welcher dafür sorgte, dass der Zweimaster innerhalb kurzer Zeit mit Wasser volllief.
Die Crew verließ das Schiff schnellstmöglich und auch Xenia machte sich daran, das sinkende Schiff zu verlassen. Es war zu jenem Zeitpunkt bereits Nacht und sie schwamm im kalten Wasser, ein gutes Stück entlang der Küste, bis sie schließlich auf eine Möglichkeit stieß, an Land zu kommen. Vollkommen durchnässt verbrachte sie die Zeit bis zum Morgen an der Küste, bis sie dort schließlich von einigen Einheimischen eines Dorfes gefunden und aufgegabelt wurde, welche sie erst für eine Art Spionin hielten.
Die Sprachbarriere machte es ihr nicht einfach, aber letztlich nahm sie ein älterer Schmied auf, welcher sie erst zur Aushilfe machte, ihr aber nach und nach die Sprache, Kultur und Sitten des Landes näherbrachten. Erst mit der Zeit erfuhr sie, wo genau sie überhaupt unfreiwillig gelandet war. Die Zeit verging, in der Schmiede konnte sie ihre Fähigkeiten immer verbessern und es war tatsächlich das erste Mal, dass sie wirklich einer direkten Tätigkeit nachging, um ihren Unterhalt zu verdienen. Die Nachfrage nach Waffen war zwar da, allerdings war die Auftragslage gering genug, damit sie sich auch an künstlerische Verzierungen der Waffen wagen konnte. Von Reisenden, die die Waffen abholten, lernte sie einige Techniken im Umgang mit diesen und übte diese heimlich, während ihre anfänglichen Misserfolge im alleinigen schmieden langsam nachließen und ihre Klingen allmählich besser wurden. Trotzdem war sie nicht für ihre hervorstechende Geschwindigkeit in der Herstellung bekannt, weshalb ihr Fokus zum Ende hin auf der Optik der Waffen lag, welche zum Teil nicht einmal mehr alleinig von ihr hergestellt wurden.
Ihre eigene Kultur legte sie zunehmend ab und integrierte sich mehr in das Leben im Ort. Dazu gehörte neben der Kleidung, der Nahrung und der Unterkunft auch die Religion.
IV Aufbruch
Mit 23 Jahren entschied sie erneut, dass es an der Zeit war, den fernen Osten zu verlassen. Zu lange hatte sie ihre Familie schon nicht mehr gesehen und sie sehnte sich nach ihrem unfreiwilligem Aufenthalt in Japan zutiefst danach, in ihre Heimat zurückzukommen. Der Seeweg, welchen sie nach dem vorherigen Unglück meiden wollte, blieb ihr gezwungenermaßen als einzig realistische Option über, um von der Insel zu entkommen.
Um keine weitere Zeit zu verschwenden, nahm sie ein Schiff, welches zurück in Richtung Westen segeln sollte. Geplant war, ausschließlich den Seeweg zu nehmen, allerdings gerieten sie in einen fatalen Sturm, welcher das Schiff zum kentern brauchte. Xenia hatte zum zweiten Mal Schiffbruch erlitten, was sie endgültig von der Seefahrt abschreckte. Als sie wieder zu sich kam, fand sie sich an einem unbekannten Strand einer kleinen Insel wieder. Hier war sie also, letztlich vollständig auf sich selber gestellt, auf der Suche nach einem Weg in ihre Heimat, welchen sie so schnell nicht finden würde, ohne mit einem Schiff ins offene Meer zu stoßen, war eine solche Reise aussichtslos. Der Fakt, dass sie wohl tatsächlich nie wieder nach Hause reisen konnte, verleitete sie zu unterschiedlichen, überwiegend negativen Emotionen, nicht zuletzt auch Wut und Trauer […].