Die Eisenzwerge von Parsifal

Dort, wo man Rauch sieht, dort, wo man die Zahnräder von den Maschinen rattern hört und wo man das Schmieröl riecht, dort wird man zweifellos die Eisenzwerge vorfinden. Die Eisenzwerge waren einst Hochzwerge aus Parsifal gewesen, welche vor Jahrtausenden vom Chaos korrumpiert wurden. Aus diesem Grund existiert diese Rasse lediglich in Parsifal.

Jene Hochzwerge, die am meisten nach Wissen strebten und für die Technologie und Fortschritt den größten Stellenwert hatten, begannen ihren Berg zu verlassen, um in der Außenwelt nach Wissen zu suchen. Sie durchsuchten das Land nach Quellen des Wissens und erforschten untergegangene Kulturen. Sie experimentierten an esoterischen Apparaten und konstruierten arkane Gerätschaften. Die Wissbegier der Zwerge hinterließ ein Echo im Immaterium, dem Ort, an dem die dunklen Mächte des Chaos existieren. Nach und nach sagten sich immer mehr Hochzwerge von ihren Artgenossen los und schlossen sich jenen an, die heute als Eisenzwerge bekannt sind.
Ihr Wissensdurst, aber auch ihr Intellekt wuchsen von Generation zu Generation. Ehe sie nach etlichen Generationen bemerkten, was die Quelle ihres Wissens und ihrer Neugier war, war es bereits zu spät. Das Chaos hatte sie völlig eingenommen.

Mit den Generationen hatte das Chaos immer wieder kleinere Mutationen an den Zwergen hinterlassen, Ideen in ihre Köpfe gepflanzt und ihre Natur verändert, wodurch sie nicht mehr daran gebunden waren, unter der Erde zu leben. Und auch das Verlangen nach materiellen Reichtümern oder ihr streng traditionelles Leben legten die Eisenzwerge ab.

Auch der einstige Sturm im Immaterium ging an den Eisenzwergen nicht spurlos vorbei. So wurde an diesem Tage jeder Eisenzwerg in den verdorbenen Bann des Chaos gezogen. Sie interessierten sich von nun an nur noch für ihre Maschinen und Erfindungen und vergaßen die Schöpfung der anderen Götter. Manche von ihnen wurden dabei so fanatisch, dass sie grauenvolle Experimente an Lebewesen durchführten, um ihre Natur zu ergründen oder begannen, ihre Maschinen anzubeten.

Den Namen Eisenzwerg gaben sie sich, da ein grobes Erz, das abgebaut wird, auch durch Verwandlung und sorgfältiges Formen zu Eisen wird. Genauso wie das Chaos die Zwerge gewandelt und geformt hat, um sie zu dem zu machen, was sie sind.

Auch heute noch wird Parsifal zittern und beben durch das Rattern und das Dröhnen der arkanen Maschinen und das Surren und Hämmern esoterischer Apparate. Gewaltige Luftschiffe und vernichtende Kriegsgeräte entstehen in den unheiligen Schmieden der Eisenzwerge und verbotene Runen und Symbole, die in den Augen schmerzen, werden in das Metall gebrannt und demonstrieren die Macht der Finsternis.


Philosophie & Glaube

Eisenzwerge mögen Wesen des Chaos sein, jedoch spielt das Ausleben dessen in ihrem Leben eine weniger bedeutende Rolle. Für sie ist das Chaos wohl eher ein Mittel zum Zweck, da sie sich erhoffen, dass die dunklen Mächte ihr Wissen vergrößern und ihnen neue Ideen, Erfindungen und Pläne offenbaren. Sie halten nicht viel von anderen Religionen, denn sie stoßen alles ab, was ihnen weder Macht noch Wissen vermittelt oder ihnen Fesseln auferlegt. Wenn jemand versucht ihren Wissensdrang zu unterdrücken, sind Eisenzwerge bereit Gewalt anzuwenden.

Für sie steht die Forschung und das Schmieden von neuen Maschinen an erster Stelle. Dabei ist die Natur für sie zweitrangig, weshalb die Beziehung zu den Wesen der Ordnung oftmals angespannt ist. Außerdem haben sie keinen Bezug mehr zu ihren Ahnen und erkennen nur die Taten der Lebenden an.

Damit ein Hochzwerg zu einem Eisenzwerg werden kann, ist vor allem eines notwendig: Der Hochzwerg muss mit dem Chaos in Berührung gekommen sein oder eine brüchige Verbindung zu seinen Ahnen haben. Da sich Eisenzwerge für überlegen gegenüber den Hochzwergen halten, wägen sie genau ab, mit wem sie das Wissen und die Macht des Chaos teilen wollen. Für sie ist es entscheidend, ob ein Hochzwerg es würdig ist, die Geheimnisse und Kräfte des Chaos zu erfahren.

Haben die Eisenzwerge aber erst einmal Blut geleckt, zeigen sie ähnliche manipulative Fähigkeiten, wie die Dunkelelfen. Sie versprechen dem Hochzwerg, den sie für sich gewinnen wollen, unendliches Wissen, Macht und Kräfte. Sie sprechen von der großen Freiheit und vom Lösen der Fesseln von den strengen hochzwergischen Traditionen.

Bei ihrem Vorhaben sind sie sehr beharrlich. Sollten sie einen Hochzwerg nicht mit Worten überzeugen können, werden jedoch auch Taten folgen. Von Bedrohungen des eigenen Lebens und das seiner Familien, bis hin zu Foltermethoden kennen die Eisenzwerge keine Skrupel, bis sie besagten Hochzwerg auf ihre Seite gezogen haben.


Aussehen

Optisch unterscheiden sich die Eisenzwerge kaum von den Hochzwergen. Sie wirken lediglich etwas schmächtiger und in manchen Fällen sind sie etwas dunkler als ihre Artgenossen des Nordens. Außerdem besitzen sie hauptsächlich aus praktischen Gründen kürzere Bärte, um sich bei ihrer Arbeit an Maschinen nicht zu verletzen. Besonders gläubige Zwerge verfügen über kleinere Mutation, wie Chaosmale, kleinere Reißzähne, längere Finger oder andere Dinge, die die dunklen Mächte des Chaos ihnen, aus welchen Gründen auch immer, schenkte.

Die Lebensspanne der Hochzwerge von 400 Jahren änderte sich durch Chaosmutationen. Jedoch fällt dies bei jedem Zwerg anders aus. So kann das durchschnittliche Alter, je nach Mutation, um 100 Jahre verkürzt oder verlängert worden sein. Gleich geblieben ist jedoch, dass auch die Eisenzwerge im Alter von ca. 30 Menschenjahren körperlich ausgewachsen sind und sie in einem Alter von 80 Menschenjahren volljährig sind. De Größe der Eisenzwerge variiert von 1,30 bis hin zu 1,50 Meter.


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Charaktereigenschaften & Fähigkeiten

Eisenzwerge sind besessen von Wissen und ihren Errungenschaften. Allem, was für ihre Maschinen oder Wissenschaften keinen Zweck hat, schenken sie wenig bis keine Aufmerksamkeit. Für sie ist alles andere zweitrangig. Das gilt auch für die Natur. Diese ist ihnen zwar nicht völlig unwichtig, da sie die Grundlage für ihr Wissen bildet, jedoch sind sie bereit diese für ihre Forschungen zu opfern.

Viele nutzen ihre chaosgegebene Fähigkeiten, um gewaltige Städte sowohl oberhalb, als auch unterhalb der Erde zu errichten und sehr komplexe Mechanismen und Geräte zu konstruieren. Auch haben die Eisenzwerge mit der Zeit eine neue Art der Magie in sich entdeckt. Mit dieser haben sie gelernt, die finsteren Wesen des Immateriums zu beschwören und sie an ihre Waffen oder arkanen Geräte zu binden, um diese so zu betreiben. Auch die Chaosmagie wurde von ihnen erforscht.

Diese Geschenke des Chaos forderte von den Eisenzwergen allerdings einen gewaltigen Tribut. Durch die Chaosmutationen, die ihnen ihre Intelligenz und Wissbegier gaben, verloren die Zwerge ein Teil ihrer naturgegebenen Stärke und ihrer Widerstandsfähigkeit, weswegen sie sich weder dem eiskalten Norden, noch dem sengend heißen Süden aussetzen können. Auch sind sie keine sonderlich mächtigen Nahkämpfer, wie ihre Verwandten Hochzwerge. Allerdings kompensieren sie diese Schwäche mit ihrer Intelligenz und ihren experimentellen Waffen. Zudem sind sie fasziniert von allem, was aus Metall geschaffen wurde.


Traditionen

Etwas ist den Eisenzwergen von ihren Vorfahren geblieben - ihr Stolz. Eisenzwerge organisieren jährlich Feste, an denen sie mit ihrem Wissen und ihren Erfindungen prahlen. So wollen sie die schlausten Wesen Parsifals zu sich holen, um sich auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren und zusammen an Bauprojekten zu arbeiten. Auf solchen Festen werden oftmals auch Auktionen durchgeführt.

Zudem feiern die Eisenzwerge ihre Erlösung. Sie zelebrieren die Befreiung aus den Tiefen der Berge, wo jegliche Weiterbildung und Entwicklung ihrer Intelligenz nicht möglich war. Es ist ein Fest der Unabhängigkeit, da sie nun frei und gewissenlos ihr Wissen ausweiten können.

Egal ob ein kleines unscheinbares Werkzeug oder eine gigantische Maschine, egal wie bedeutend oder unbedeutend es ist, jedes dieser Konstrukte erhält einen eigenen Namen. Dies ist für Eisenzwergen eine Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Eine etwas untypische Gewohnheit ist der Feierabend. Obwohl Eisenzwerge so unerschöpflich wissbegierig sind, nehmen sie sich gen Abend Zeit, um in die Tavernen zu gehen und dort zu trinken. Sie nutzen den Abend, um sich zu entspannen, sich mit ihren Bekannten auszutauschen oder sogar dafür, sich dafür, um durch den Rausch neue Inspirierationen zu erlangen. Aus diesem Grund findet man in der Regel in jeder Eisenzwergenstadt eine Taverne vor.


Lebensraum

Die Eisenzwerge leben gerne in gemäßigten Zonen. Sie vermeiden es, in Wüsten oder im kältesten Norden ihre Städte zu errichten; was aber nicht heißen soll, dass sie es nicht machen könnten. Sie sind in der Lage mangelnde Widerstandsfähigkeit mit ihrer Technik zu kompensieren.


Herkunft

Eisenzwerge gibt es einzig und allein in Parsifal. Allerdings können Hochzwerge einmalig vom Chaos zu Eisenzwergen konvertiert werden, soweit sie Chaos-Gedanken in sich tragen. So waren viele Eisenzwerge zuvor Hochzwerge


Gesellschafts- & Herrschaftsform

Die Eisenzwerge organisieren sich in ihren Städten in Handwerkszünfte. Jene Zwerge, die besonders im Handwerk begabt sind, treten früher oder später einer Zunft bei. Besonders diplomatische Eisenzwerge kümmern sich um die Stadtverwaltung.

Bei wichtigen politischen Entscheidungen kommen die Zunftoberhäupte der betreffenden Stadt zusammen, um sich zu beraten. Davor wird für eine bestimmte Zeit, die von Stadt zu Stadt variiert, ein Ratsoberhaupt gewählt, der die Sitzungen leitet. Das Ratsoberhaupt wird in der Regel Stadtherr genannt. Jede Zunft darf einen Antrag vorlegen, über den die anderen Mitglieder des Rates abstimmen. Wie oft und wann ein Rat einberufen wird, ist stadtabhängig. Allerdings darf der Stadtherr jederzeit einen Rat einberufen, vor allem bei sehr wichtigen Anliegen, die möglichst früh geregelt werden müssen. Auch Verbrecher werden diesem Rat vorgeführt und von ihm verurteilt, wobei entweder das Ratsoberhaupt den Richterposten übernimmt oder ein anderer Zwerg zum Richter gewählt wird. Sollte ein Ratsoberhaupt sich eines Verbrechens schuldig machen, wird sofort ein neuer Richter gewählt, wenn vorher kein anderer vorhanden war.

In der Gesellschaftshierarchie steht der Stadtherr an oberster Stelle. An letzter Stelle kommen die Sklaven. Sie übernehmen hierbei die Aufgaben der Eisenzwerge, für die sie sich selbst zu schade sind. Jedoch ist bei den Eisenzwergen hier eine Besonderheit zu beachten. Für eine Chaosrasse gehen sie verhältnismäßig milde mit ihren Sklaven um. Solange sich die Sklaven an die Regeln und Vorgaben ihrer Herren halten, können diese relativ passabel leben. Sollten sie sich allerdings einen Fehltritt erlauben, wird dies hart gestraft und sie werden Opfer grausamer Experimente und Opfergaben. Hierfür lassen sie nicht selten ihr Leben. Zünfte haben ebenfalls einen höheren Stellenwert. Weitere Unterteilungen, etwa in Stände, gibt es unter den Eisenzwergen eher nicht.


Baustil

Für Zwerge untypisch, errichten Eisenzwerge ihre Bauwerke oberhalb der Oberfläche, wobei es oft vorkommt, dass die Gebäude unterirdisch weiterverlaufen. Auch sind sie sehr kreativ, was ihren Hausbau angeht und orientieren sich an ihrer Umgebung. Diesbezüglich sind sie individualistisch. Manche Zwerge mögen es eher, wenn ihr Heim wie eine Schmiede oder ein Labor aussieht.

Zudem bauen sie häufig arkane Gerätschaften, die ihnen das Leben erleichtern, wie z.B Winden, mit der sie Erze oder schwere Gerätschaften hoch schaffen. Als Transportmittel nutzen sie Luftschiffe, um große Lasten über Land und Meer zu transportieren. Diese wurden in Zusammenarbeit der verschiedenen Zünfte konstruiert.


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Beziehung zu anderen Rassen

Man könnte die Eisenzwerge schon fast als die „neutralste“ der Chaosrassen sehen. Ihre Bereitschaft zu Bündnissen und Freundschaften mit anderen Rassen lebt ganz nach der Devise „Mittel zum Zweck“.

Die Eisenzwerge finden Wesen der Ordnung und der Reinheit dennoch eher abstoßend. So halten sie die Hochelfen zwar für intelligent, jedoch sind sie der festen Überzeugung, diese würden ihre Talente nicht richtig ausnutzen. Das angespannte Verhältnis zwischen beiden Rassen geht folglich eher von den Hochelfen aus, da die Eisenzwerge die Natur als zweitrangig und nur als Mittel zum Zweck sehen. Auch halten die Hochelfen die teils grausamen Experimente für unethisch.

Anders sieht dies jedoch bei den Hochzwergen aus. Hier herrscht eine tiefe gegenseitige Abneigung. Durch ihren Erfindungsreichtum, ihre Intelligenz und mächtigen arkanen Maschinen und Gerätschaften, fühlen sich die Eisenzwerge den Hochzwergen überlegen und halten diese für eine niedere Rasse.

Zu den Menschen ist das Verhältnis sehr unterschiedlich. So können sie mit brillianten Wissenschaftlern der Menschenrasse gute Freundschaften pflegen, jedoch unterscheiden sich die Moral- und Glaubenssätze beider Rassen dennoch stark.

Die Eisenzwerge wissen um die Mächte der Dunkelelfen. Ihre Philosophien, ihre Weisheiten, ihr Verstand und ihre Verbindung zum Chaos wirkt auf die Eisenzwerge faszinierend. Auch können sie mit ihnen auf einer ähnlichen intellektuellen Ebene kommunizieren. Jedoch stehen sie den Dunkelelfen auch skeptisch gegenüber, da den Eisenzwergen bewusst ist, dass bei der manipulativen Art der Dunkelelfen Vorsicht geboten ist.

Zu den anderen Wesen des Chaos haben sie keine sonderlich starke Verbindung. Sie tolerieren die Orks, aber sie schätzen ihre primitive und barbarische Art überhaupt nicht. Im Gegensatz dazu, finden Orks die kleinen Wesen überaus nützlich. Ein listiger Orkhäuptling weiß die Kriegsmaschinen der Eisenzwerge zu schätzen, weswegen Orks selten ihre Kriegslust an den Eisenzwergen auslassen. Goblins sind zwar Chaoswesen, die sich auch für Technik interessieren, doch ihre diebische, listige und hinterhältige Natur widert die Eisenzwerge eher an.

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