Die Grauorks von Parsifal

Die Geschichte

Die Orkoide oder wie die gemeinen Zungen sie nennen, die Orks oder Grünhäute sind eine brutale, gefürchtete und von den meisten anderen Rassen, verhasste Spezies. Wie diese Kreaturen nach Parsifal gelangen konnten, ist unbekannt oder schon lange in Vergessenheit geraten. Manche behaupten, sie wären wie Gewürm aus den Tiefen der Erde gekrochen oder unendlich tiefen Höhlen entstiegen. Andere behaupten, sie wären jenseits des Meeres gekommen. Andere wahnsinnige Gelehrte sind fest davon überzeugt, das Orks durch vergessene Wege und über verbotene Pfade von einer anderen Welt in die Unsere gelangen konnten oder, dass sie die Nachkommen uralter Kreaturen sind, die vor Urzeiten durch Parsifal streiften. Doch was man weiß ist, dass sie eine enge Verbundenheit zum Chaos besitzen und die dunklen Mächte ihre barbarischen Triebe und Brutalität mit Freude nutzen, um sie zur Zerstörung der Ordnung anzustiften.


Philosophie

Was nur die wenigsten wissen oder gar vermuten ist, dass die Orks so etwas wie eine Philosophie oder Weltanschauung besitzen. Das meiste handeln allerdings vom Krieg oder von Lobpreisungen an die eigene Person oder die eigene Rasse.

Orks verlieren niemals! Wenn wir gewinnen dann gewinnen wir. Wenn wir sterben, dann sterben wir und sind tot, also zählt das nicht als verloren. Und wenn wir abhauen, können wir später wieder kommen mit mehr Orks, also haben wir auch nicht verloren! Das ist doch klar oder?“ (Zitat eines Orkhäuptlings nach der Niederlage gegen eine Menschenstadt).

Orks halten sowohl sich selbst als auch ihre eigene Rasse als jedem anderen überlegen, weswegen sie anderen Rassen eher kämpferisch gegenüberstehen. Denn der Stärkere hat immer Recht. Jene die das wissen, schicken meist ihren stärksten Kämpfer als Verhandlungspartner, da man bei einer Verhandlung mit Orks mit einem dominanten Auftreten und Verhalten weiter kommt, als mit bloßen Worten.

„Ein Ork ist immer stark und gerissen oder er ist gerissen und stark. Aber ein Ork ist immer stärker und gerissener als ein Elf, Zwerg oder Mensch und deswegen sind wir Orks am besten!“


Aussehen

Bei Grauorks unterscheiden sich die Geschlechter sehr voneinander; mehr als bei allen anderen Rassen in Parsifal. Beide Geschlechter verfügen über sporadisches Kopfhaar und vereinzelte Gesichtshaare. Die Hautfarbe variiert von Grau bis zu einem verblassten Grün, bleibt aber innerhalb eines Stammes konstant. Beim Brustkorb von Orks sind die Rippen ineinander gewachsen und bilden eine solide Platte, welche die gewaltige Lunge und die zwei Herzen des Orks beschützt. Der Kopf eines Orks ist meist kantig und bei beiden Geschlechtern gleich groß, wodurch für andere Rassen der Kopf von Männchen im Vergleich zu den Schultern lächerlich klein erscheint. Die Nase eines Orks ist kurz und knubbelig und wird von anderen Rassen oft als schweineartig betitelt. Dazu ist der Unterkiefer im Vergleich von Übergröße und macht nicht selten ein Drittel des Gesichts aus. Beide Geschlechter verfügen über Stoßzähne.

Männliche Orks werden zwischen zwei und drei Meter groß. Ihre Körper sind breitschultrig und muskelbepackt. Ihre Kraft lässt sich in etwa mit der eines Schwarzbären vergleichen. An Schwarzbären erinnert auch das dichte Rückenhaar, das entlang der Wirbelsäule hervorsprießt. Die Haut von männlichen Orks ist zäher und teilweise schuppiger. Männchen sind auch dafür bekannt, sich absichtlich Fett zuzulegen, um in einem Kampf mehr Masse aufzuweisen zu können.

Weibliche Orks werden nur zwischen 1,5 und 2 Meter groß, haben eine schmalere Statur und es fehlt ihnen an Rückenhaar. Auch ihre Zähne sind kleiner, wodurch diese auch schneller wieder nachwachsen. Darüber hinaus haben weibliche Orks weitere Merkmale, die mit bloßen Augen nicht ersichtlich sind. Ihre Knochen sind dichter als die der Männchen und unter ihren Fingernägeln verbergen sich ausfahrbare Krallen, ähnlich wie bei Raubkatzen. Darüber hinaus scheinen sie intelligenter zu sein als die Männchen, wenn auch nicht weniger aggressiv.

Orks werden 100 – 150 Jahre alt. Viele sehen in dieser doch relativ kurzen Lebensspanne den Grund für die Aggressivität und Furchtlosigkeit der Orks. Hinzu kommt, dass sie sich schnell vermehren und bereits nach einem Jahr ihres Lebens bereit sind, als Stammesmitglied akzeptiert zu werden. In der Regel passiert das aber erst vollkommen nach vier Jahren.


© Blizzard


Charaktereigenschaften & Fähigkeiten

Neben dem Glauben steht sein Stamm für die Orks an vorderster Stelle. So interessiert sich ein Ork sehr dafür, seinen Stamm zu versorgen; sei es nun mit Nahrung, Ausrüstung oder Baumaterialien. Der Lebenssinn eines Orkes besteht folglich darin, den Stamm am Leben zu halten. Das einzige, was Orks bei einer Entscheidung interessiert ist, ob eine Handlung dem Stamm einen sofortigen Vorteil verschafft. Über langzeitige Folgen ihrer Entscheidungen denken nur die wenigsten Orks nach. Orks sind sehr egoistisch und sehen ihre Umwelt in einem komplett anderen Licht. Selbst ihren vermeintlichen Brüder aus anderen Stämmen, stehen sie eher konkurrierend gegenüber. Man vermag zu denken, dass bei den Orks lediglich physische Stärke wichtig ist. Doch dem ist nicht so. Jene Grauorks, welche ein, für den Stamm wichtiges Handwerk beherrschen, besitzen ein höheres gesellschaftliches Ansehen, als ein Ork, der sich nur prügeln kann. Orks messen sich nämlich nicht nur durch ihre physische Kraft und Stärke. Häufig vergleichen sie sich untereinander auch bei anderen Leistungen.

Welcher Ork bringt die beste Beute nach Hause?

Welcher Ork kann die beste Behausung bauen?

Welcher Ork schmiedet die tödlichere Waffe?

Welcher Ork hat den größeren oder stärkeren Gegner besiegt?

Grauorks halten verhältnismäßig viele Schläge, Schnitte und Pfeilwunden aus, doch sind sie lange nicht unsterblich. Diese Widerstandsfähigkeit hat aber auch ihren Preis. So wird ihnen ihre Trägheit und Naivität oftmals zum Verhängnis. Es ist durchaus üblich, dass andere Rassen von den Orks als Sklaven genommen und dann gegen Beute eingetauscht werden. Handwerklich können Orks durchaus begabt sein. Dazu sei gesagt, auch wenn Orks keine schönen Dinge herstellen, sondern eher pragmatisch veranlagt sind. Dennoch sind sie begabte Handwerker denen bloß das Auge für die Ästhetik ihrer Werke fehlt.


Traditionen

Die Zähne der Orks wachsen immer wieder nach, nicht umsonst werden diese als eine der wichtigsten Materialien genutzt, um Waffen und sogar Rüstungen der Orks herzustellen. Der Tag der Jagd ist ein friedlicher Tag im Herbst, welcher voll und ganz der Nahrungsbeschaffung dient. Vor allem werden an diesem Tag Vorräte aufgefüllt, um den Winter zu überstehen und mit reichlich Nahrung in ein neues Jahr zu starten. An diesem Festtag legen die Orks jegliche Streitereien beiseite.

Der Feiertag beginnt mit dem Sonnenaufgang. Traditionell versammeln sich alle Orks eines Stammes bei Sonnenaufgang im Zentrum ihres Lagers. Von dort brechen sie entweder alleine oder in kleinen Gruppen auf. Bis zum Sonnenuntergang wird so viel Nahrung wie nur möglich gesammelt. Dabei darf sich ausschließlich der wilden Natur bedient werden. Das heißt, Diebstähle und Überfälle auf Siedlungen und jegliche Wesen sind verboten. Auch wenn dies ein gewaltfreier Feiertag ist, dürfen wilde Tiere erlegt werden. Der Tag der Jagd endet mit einem großen Wetteifern, wer nun die meiste Beute mitgebracht oder die köstlichsten Beeren gesammelt hat. Anschließend gibt es ein riesiges Festmahl und es wird bis in die Nacht gefeiert.


Lebensraum

Orks sind widerstandsfähiger als andere Rassen gegen Klima oder Krankheit. Orks fühlen sich sowohl in strahlender Wüstensonne als auch im kältesten Blizzard wohl, und die einzige Krankheit, die Orks befällt ist der Wundbrand. Sümpfe meiden sie, da sie aufgrund ihrer Größe und Gewicht schnell in den modrigen Untergrund versinken.


Herkunft

Die Grauorks können neben Parsifal auch aus den beiden Reichen Trésard und Narette stammen. Über die Herkunft der Grauorks ist nicht viel bekannt, noch eher gesagt gar nichts. Schon seit unzähligen Äonen streifen sie durch die Gegenden, in welchen sie als Materialisierung des blutrünstigen Chaos gelten. Was auch ein Unbekanntes ist, ist ob zuerst Goblins oder zuerst Grauorks das Licht der Welt gesehen haben.


Gesellschafts- & Herrschaftsform

Von den meisten Völkern werden Orks, als dumme, barbarische und kulturlose Kreaturen betrachtet. Doch dieser Schein trügt. Abgesehen von ihrer brutalen Kultur und Traditionen, sind Orks tatsächlich auf ihrer Weise intelligent. Orks besitzen eine komplexere Gesellschaftsstruktur, auch wenn diese hauptsächlich durch Gewalt geprägt ist. Es gilt das Recht des Stärkeren. Erst, wenn ein Stamm einen anderen Stamm im Kampf besiegt, erweitert der Häuptling seine Anzahl von Mannstärke.

Das Ansehen eines Orks ist keineswegs nur von der physischen Stärke abhängig. Vor allem die Nützlichkeit eines Orks gilt als äußerst wichtig. Besonders das Beherrschen eines Handwerks ist sehr hoch angesehen. Das heißt, ein starker Ork kann durchaus das gleiche gesellschaftliche Ansehen, wie ein handwerklich begabter Ork haben. Im besten Fall vereint ein Ork beide Eigenschaften, wenn er es gesellschaftlich weit bringen möchte (bspw. in eine hohen Position/ als Häuptling etc.)

Neben den herrschenden Orks, dem Häuptling und seinem Gefolge, beziehen die Schamanen einen hohen Stellenwert, ohne auf Gewalt zurückgreifen zu müssen. Schamanen sind die dunklen Aposteln und Propheten des Chaos und gehören dem Klerus an; was aber nicht bedeutet, dass die Kleruskaste sich nicht gerne prügelt. Am Ende sind es immer noch Orks. Grauorks leben in Stämmen zusammen. Die Strukturen innerhalb der Stämme variieren stark von Stamm zu Stamm. Allerdings gibt es immer zwei Grundmuster, die durchgängig auftreten.

Das erste Grundmuster ist eine, sich ständig wandelnde Hierarchie, die durch Kämpfe festgelegt wird. Diese Kämpfe sind selten tödlich, mit Ausnahme von Kämpfen um die Anführerrolle des Stammes. Diese Kämpfe finden vor den Augen des Stammes statt und enden entweder in dem Tod des Anführers oder des Herausforderers. Ob beide Geschlechter in derselben Hierarchie oder in zwei parallelen Hierarchien platziert sind, unterscheidet sich von Stamm zu Stamm. Oftmals finden aber diese Kämpfe auch in der breiten Öffentlichkeit statt, sodass die Orks für Abschreckung sorgen können. Das zweite Grundmuster ist die Rolle von Schamanen. Schamanen stellen die Verbindung der Orks mit dem Chaos dar, in dem sie ihren Ursprung sehen. Nicht nur vollführen die Schamanen Rituale zu Ehren des Chaos und deuten Zeichen aus dem Chaosgeflüster über die Zukunft des Stammes (die selten so einzutreffen wie vorhergesagt), sondern stellen mit ihrer Chaosmagie die einzigen Orks dar, die Magie wirken können. Neben dem Chaos haben Schamanen auch häufig die Pflicht, die Geschichte des Stammes zu bewahren und die Ahnen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Aufgrund ihrer höheren Intelligenz tendieren weibliche Orks dazu, häufiger die Rolle des Schamanen zu übernehmen als männliche Orks. Oftmals sind aber auch Orks, die nicht mehr in der Lage sind zu kämpfen, dazu bestimmt, ein Schamane zu werden. Hierbei muss es sich aber um Verletzungen handeln, die sich ein Ork während eines Kampfes zugezogen hat.


Baustil

Orks besetzen bevorzugt die Ruinen von Dörfern, die von ihnen geplündert wurden. Sollten die Ruinen zu klein für den Stamm sein, überfällt der Stamm für gewöhnlich ein größeres Dorf und nistet sich dort ein. Sollte aber kein solches Dorf in der Nähe sein, erweitern sie die Ruinen, in denen sie hausen mit Hütten aus Material, dass von den Ruinen selbst geplündert wurde. Erst dann fangen sie an, eigene Zelte und Hütten aus natürlichen Ressourcen der Umgebung wie Leder, Knochen und rohem Holz zu bauen. Meist sind ihre Bauten eher primitiv und pragmatisch. Verteidigungsanlagen scheinen Orks unbekannt zu sein.


© artstation


Beziehungen zu anderen Rassen:

Schamanen genießen aufgrund ihrer starken Magie und ihres Wissens einen hohen Stellenwert bei den Grauorks, da alle Dunkelelfen ebenso über diese beiden Fähigkeiten verfügen, werden sie von den Grauorks sehr respektiert. Dies heißt aber nicht, dass die Grauorks sich von den Dunkelelfen alles gefallen lassen oder sich ihnen ohne Gegenwehr einfach so unterwerfen.

Orks bleiben immer Orks, auch wenn sie mit Dunkelelfen tatsächlich auf gewisse Art und Weise versuchen diplomatisch vorzugehen, würde ein Häuptling sich niemals kampflos den Dunkelelfen ergeben. Auch wenn ein guter Häuptling es vorzieht, seinen Schamanen gegen einen Dunkelelfen antreten zu lassen. Jedoch fürchten sie sich auch am meisten vor ihnen, da die Orks genau wissen, dass diese Diener des Chaos über geballtes Wissen verfügen und durch ihre Agilität wohl jeden Ork im Kampf schlagen können.

Goblins werden von den Grauorks als ihre direkten Artgenossen angesehen, wenn auch als deutlich schwächer. Trotzdem wissen die Grauorks, dass die Goblins die ideale Ergänzung für sie sind. Ihre Magie und die Fähigkeit Minen und Höhlen der Hochzwerge zu erreichen, wissen die Grauorks geschickt einzusetzen. Oftmals kommt es zwar vor, dass Goblins von ihren größeren Artgenossen als Sklaven gehalten werden, jedoch schaffen viele Goblins sich auch durch Lügen oder gewisse Prüfungen fest in die Gesellschaft der Grauorks zu kämpfen.

Auch wenn Grauorks eine Feindschaft mit den Hochzwergen hegen und sie genauso sehr hassen, wie die Hochzwerge die Orks, sieht dies bei Eisenzwergen etwas anders aus. Zwar sind die Eisenzwerge für sie immer noch kleine, schwächliche Wesen, doch ihre Verbindung zum Chaos und vor allem ihr Zugang zu den Kindern des Chaos, den Dämonen, sorgt dafür, dass die Grauorks die Eisenzwerge tolerieren können. Sie verzeihen ihnen sogar von solch widerwärtig garstigen Wesen wie den Hochzwergen abzustammen. Oft erkennt ein guter Häuptling das Potenzial der Eisenzwerge, welche das mächtigste Kriegsgerät des Kontinents fertigen und ihre Waffen und Rüstungen mit Dämonen belegen können, um so das Chaos selbst in die Schlacht zu führen.

Zu den Menschen haben die Grauorks ein sehr facettenreiche Beziehung. Je nachdem wie die Menschen mit den Grauorks interagieren, können Feindschaften oder Bündnisse entstehen. Grauorks sind den Menschen nicht sofort feindlich gesonnen, doch wenn die Menschen sich zu rezessiv verhalten, werden sie von den Orks nicht für voll genommen und dominiert.

Orks und Hochzwerge sind erbitterte Feinde, seit beide Rassen das erste Mal aufeinandergestoßen sind. Grauorks können die kleinen gnomartigen Wesen nicht wirklich ernstnehmen. Doch wissen sie auch, dort wo Zwerge sind, da sind auch Schätze und Waffen von bester Qualität. Und wenn es nicht ihre Gier nach den Schätzen der Hochzwerge ist, verhalten sie sich sehr aggressiv gegen Hochzwerge. Dies liegt zum einen an ihrem Starrsinn, welcher so mächtig ist, dass dieser die korrumpierenden Eigenschaften des Chaos abblockt. Auch kämpfen Grauorks furchtbar gerne gegen Hochzwerge, auch ohne tiefgehende Gründe, da Hochzwerge die einzigen ihrer Feinde sind, welche eine ähnliche Kriegslust wie sie verspüren und sich selten bis gar nicht zurückziehen.

Die Hochelfen, Schöpfung von Gaia sind den Grauorks ein Dorn im Auge. Sie sind die Verkörperung der Ordnung und der Reinheit, weswegen es die chaosgegebene Pflicht der Orks ist, ihrem grausamen Schaffen ein Ende zu bereiten. In den Augen der Orks, sind Hochelfen schwache, fragile Wesen, welche zu feige sind sich einem Kampf, Ork gegen Elf, zu stellen.

Skins (Beispiele)

Mann 1

Mann 2

Frau 1

Frau 2

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