Tagebuch Maerthynna Aelasar’s

Tagebuch Maerthynna Aelasar’s

Auf den ersten Seiten waren jediglich seltsame Buchstaben und Zeichen geschrieben, auch waren die Ränder sehr kunstvoll mit filigranen Linien, Pflanzen und sogar einem Drachen verziert. Auf den Seiten waren weiterhin mysteriöse Zeichen geschrieben, eine ganze Landschaft mit Tinte skizziert.. jene, welche wissen, hätten Drachenrunen, Pflanzen Dohaeragon’s und Dohaeragon selbst skizziert erkennen können…

Nach vielen weiteren, kunstvoll verzierten Seiten, hätte man endlich lesbaren Text entziffern können, es schien, als ob dieser Jemand es eilig gehabt haben könnte. Doch wenn man das herausfand, hätte man sich doch die Frage gestellt: ‚Wie hatte dieser Jemand dann die Zeit, jene Seiten so kunstvoll zu verzieren..?‘

Das, und noch weitere Geheimnisse, werden hier gelüftet, denn in den kommenden Seiten erzählt jene Person von großen Ereignissen:

„Ich hatte einst einen Traum. Einen so stillen, so zarten, dass ich ihn kaum wagte, laut auszusprechen.
Blumen wollte ich hegen – nicht nur die, die jeder kennt, sondern solche, deren Namen im Wind flüstern und in alten Liedern vergessen wurden. Kräuter, die heilten, nährten, sangen.
Ein Garten sollte es werden, kein gewöhnlicher – sondern ein lebendiges Lied, gewoben aus Blüten, Moosen und Licht, verborgen zwischen Wurzeln und Nebel.“

Teils waren Worte in vergessener Sprache auf den Seiten zu sehen, als stellten sie jene Stadt in eben noch mehr scheinendes Licht, dass sie umhüllen und beschützen sollte. Nach einigen Zeilen tauchte ein Name auf.. ein Name, den nicht viele kennen, unbedeutend ist.. doch bedeutend war, in den glimmenden Schleiern der Vergangenheit.

Auf den kommenden Seiten waren noch kunstvollere Zeichnungen einer einst vor Prunk und Stolz scheinenden Stadt.. doch noch keine Zeichen der Angst, der Verheerung waren zu sehen…
Doch plötzlich, wie ein Wetterumschlag im Hochsommer, tauchten eilig geschriebene Zeilen auf, Zeilen, die versuchten, Verbleibendes so schnell wie nur möglich auf Papier zu bringen.

„Doch das Schicksal kam leise und grausam. Erst war es der Untergang unserer Heimat, Dohaeragon, der alles in Flammen und Asche legte – unsere Wälder, unsere Felder, unser Volk. Ich trug Erde in meinen Händen, als die Feuer über den Himmel zogen. Ich konnte nichts retten.
Wieder überraschte mich das Schicksal, so fand unsere Valysar Vinyamar, unsere Zuflucht in der Not, welche wohl ebenso prächtig erscheinen und auftreten solle wie Dohaeragon es einst tat..“

Folgende Seiten waren wiederholt von filigran gezeichneten Pflanzen, Tieren, Häusern, Bergen, ganzen Landschaften bedeckt..

Bis schließlich wiederholt eilig geschriebene Zeilen auftauchten, die von einem schrecklichen Ereignis berichteten. Hastig auf Papier gebrachter Text, eilig gekritzelte Zeilen, die von Tragischem berichten…

„Dann kam die Seuche. In Vinyamar, meiner Zuflucht, nistete sie sich ein wie ein Schatten in den Herzen. Blumen verwelkten unter meinen Fingern, bevor sie blühen konnten. Kräuter, die ich zu retten hoffte, zerfielen in bitterer Stille.
Mein Garten wurde zu einem Grab für Träume. Und doch… in mir schlägt er weiter.
In Erinnerung. In Hoffnung. In jedem Blatt, das ich zu zeichnen wagte.“

Seit dem sind die Seiten kahl und leer, keine Blume, keine Landschaft kein Drache - gar nichts. Doch wer weiß, vielleicht füllen sich diese Seiten nocheinmal, eines Tages, wenn jene Person zurückgekehrt, und ihre Geschichte weiterschreibt…

  • Bildquellen - alle KI-generiert mit Hilfe von ChatGPT.
  • Zu einem meiner eingefrohrenen Chars, mir war jediglich langweilig :]
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