Talheim – Wo Taten zählen [untergegangene Stadt]

Talheim – Wo Taten zählen



Quelle: KI

Disclaimer

Diese Stadt dient lediglich als Lore-Hintergrund und ist NICHT aktiv auf dem Server bespielbar. Möglich ist es jedoch, die Stadt bpsw. als Herkunftsort in der CV oder generell im RP zu verwenden. Die Stadt exisiterte seit dem Jahr 23.900 und wurde im Jahr 24.000 vom großen Sturm komplett zerstört.


Geschichte

Im Jahr 23.900, als die ersten Menschen die fremden Lande Eldorias betraten, fanden sich schon bald einige Gleichgesinnte zusammen und legten den Grundstein für die Siedlung Talheim im östlichen Herzen des Menschenkontinents. Den Namen wählte man aufgrund der Lage der Siedlung: Ein grüner Fleck mit genügend Baumbestand gelegen am Fuße eisiger Berge, die reich an teuren Erzen waren.
Schnell wuchsen die ersten Zelte zu einfachen Holzhütten und der Marktplatz füllte sich mit weiteren Ankömmlingen, auf der Suche nach Schutz und Heim. Aus ihnen entwickelten sich fleißige Arbeiter und Handwerkern sowie Händler und Kaufleute. Bekannt für ihre Tüchtigkeit und ihren Fleiß, erhielt die Stadt schon bald den Beispruch: „Talheim - Wo Taten zählen“.

Reich an natürlichen Ressourcen, füllten sich schon bald die Taschen der Bürger, die das Geschäft verstanden. Und so wuchs die Schere immer weiter. Eine handvoll reicher Kaufleute, deren prächtige Heime schon bald über die Dächer der Arbeiter ragten, leiteten die Geschicke Talheims. Sie feierten das Leben in großen Hallen, während die übrigen Bürger in engen, vom Alltag gezeichneten Wegen und Gassen schufteten. Diese Menschen bauten die Stadt, pflasterten ihre Wege, errichteten Mauern und Türme – immer unter dem wachsamen Blick der Wohlhabenden, deren Entscheidungen über ihr Leben bestimmten. Trotz der Ungleichheit glaubte man an Talheims Philosophie: „Wo Taten zählen“; mit der Hoffnung, dass jeder durch Mut, Geschick oder Einfallsreichtum aufsteigen konnte.

Doch wie es wohl so kommen musste, gingen mit den Jahren die Ressourcen aus den steinernen Minen zur Neige. Durch unbeständige Gewässer kämpfte die Siedlung nicht selten mit Fluten oder Dürren. Um den Prunk der Reichen beständig zu halten, wurde die arbeitende Bevölkerung ausgenommen. Wo es mit Ressourcen der Häuser begann, wurden die Essensrationen zunehmend knapper und Krankheiten folgten. In verzweifelten Versuchen der Obrigkeit ihren Stand zu wahren, sprach die Stadt Gebete in den Himmel. Und eines Tages, da sollten eben diese Gebete erhört werden…nicht jedoch die der Obrigkeit, sondern die, der gepeinigten Arbeiter.

Der Himmel verdunkelte sich und kündigte mit aufpeitschenden Wellen einen Sturm an, wie ihn die Stadt noch nie gesehen hatte. Die Armen der Stadt, die kaum mehr als ein Hemd am Leibe zu verlieren gehabt hätten, flohen hinaus aus der Stadt. Die Reichen jedoch wollten ihr Besitztum nicht zurücklassen und waren sich sicher, ihre Heime würden dem Sturm standhalten.
Schon bald peitschte Wind durch die Gassen, Blitze zerrissen den Himmel, und der Regen verwandelte Straßen in reißende Ströme. Keine Mauer hielten dem Unwetter stand und die Häuser, die nicht vom Wasser verschlungen wurden, fielen den Erdrutschen zum Opfer.
Talheim, die Stadt der Taten, versank in der Gewalt der Elemente und die wenigen Überlebenden mussten erkennen, dass kein Reichtum und keine Macht das eigene Leben je vor allem schützen könnte.

Die Bürger, die Talheims Zerstörung im Jahr 24.000 überlebt hatten, verstreuten sich über die ganze Welt. Einige reiche Vertreter machten sich daran mit Gleichgesinnten neue Städte aufzubauen oder siedelten sich in der unbeschadeten Stadt Xantia an. Ein Wiederaufbau der Stadt kam aufgrund der gefährlichen Lage zwischen losem Geröll und unruhiger See nicht mehr in Frage. Zudem fehlte es an schuftenden Arbeitern, von denen man annahm, dass zumindest einige die Fassade und Machenschaften der Obrigkeit durchschaut hatten und sich nun anderswo ein besseres Leben aufbauen wollten.


Stadtbanner

Quelle: KI

Talheims Banner enthält im Zentrum einen gelben Edelstein, umrahmt von einem goldenen Schein. Dieses Bild steht sinnbildlich für das Ziel von Ruhm, Reichtum und gesellschaftlichem Aufstieg. Der grüne Bereich des Banners ist angelehnt an die Vegetation und ressourcentechnischen Reichtum. Die grauen Zacken stellen die arbeitende Bevölkerung dar.

Im Grunde wird hier die Bevölkerung (grau) gezeigt, die durch ihre Taten (grün) nach gesellschaftlichem Aufstieg (gelb/gold) streben, der jedoch immer außer Reichweite bleibt.


Philosophie

Talheim stellte die Tüchtigkeit und die harte Arbeit als gemeinsamen Wert in den Fokus. Die Stadt warb mit Aufstiegschancen, die in Wahrheit jedoch nur den ohnehin schon privilegierten Reichen vorbehalten waren. Somit entschied die Geburt über das Schicksal des Lebens: Als Arbeiter geboren, würde man immer ein Arbeiter bleiben.
Doch was Talheim verstand, war es, die verwirrten, verängstigten und einsamen Neuankömmlinge in diesem Land zu vereinen und ihnen ein Zuhause, ein Ziel und eine Aufgabe zu geben; nicht jedoch aus Großzügigkeit, sondern aus purem Eigennutz.
Im Grunde wollte sich die Regierung mit dieser Stadt ihren wohlhabenden Lebensstil sichern. Größere Pläne zur Ausweitung von Macht oder Landgewinnung gab es aufgrund der Weitläufigkeit des Kontinents nicht.


Rassen, Kultur & Religion

Talheim beherbergte nur Menschen. Gänzlich der Philosophie entsprechend, standen die eigenen Taten über der ursprünglichen Herkunft oder dem Glauben. Ein Großteil der Bevölkerung war zunächst christlich geprägt. Doch hier und da fand man andere Glaubensrichtungen aus der bekannten, menschlichen Welt.
Schlussendlich war die Herrschaft der Stadt darauf bedacht, die Bürger zum Glauben an die eigene Stadt zu bringen und die ursprüngliche Religion in den Hintergrund zu schieben.


Gesellschaftliches Leben

Kulturell sorgte die Stadt gelegentlich für kleinere Marktfeste, spendiert durch die Reichen der Stadt. Die dort angepriesenen Waren, waren jedoch kaum erschwinglich für die Arbeiter. In kleinen Kreisen wurden jedoch auch gängige Traditionen und Glaubenspraktiken aus der menschlichen Welt praktiziert.

Ansonsten war der Alltag der Arbeiter geprägt von körperlicher Arbeit von früh bis spät, um sich das Brot auf dem Tisch und mit Glück einige wenige Taler zu verdienen. Für die Obrigkeit ergaben sich deutlich mehr Handlungsmöglichkeiten sowie eine aktivere freizeitliche Gestaltung und mitunter einige Reisen durch das Land.

Aufgrund der getrennten Lebensräume der übrigen Rassen Eldorias, entstanden nur Kontakte zu jenen, sofern man beruflich den Weg aus der Stadt finden konnte oder genug Taler hatte, sich eine Reise in ein anderes Gebiet leisten zu können. Die gemeine Bevölkerung hat wohl kaum einen Elf, Ork oder Zwerg zu Gesicht bekommen: wenn dann nur diplomatische Gesandte oder Händler, die vereinzelt ihren Weg in die Stadt fanden.
Dementsprechend war es stets ein Spektakel ein solch ungewöhnliches Wesen als gewöhnlicher Bürger zu Gesicht zu bekommen. Gespräche oder gar Freundschaften blieben jedoch aufgrund der Kürze des Aufenthalts aus. Man betrachtete die Fremden auf Abstand und tuschelte in den dunklen Gassen über ihr ungewöhnliches Aussehen und andere Gerüchte, die man aufgeschnappt oder sich aus der Luft gegriffen hatte.


Bilder

Häuser der armen, arbeitenden Bürger


Quellen: KI

Häuser der reichen Bürger


Quellen: KI

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