Viktor Kolin

Name: Viktor Kolin
Geschlecht: :male_sign:
Alter: 20
Rasse: Mensch
Wohnort: Hohenfels
Herkunft: Heiliges Römisches Reich
Beruf: Stadtwache
Religion: Christentum


Charakter
Eigenschaften
  • opportunistisch
    Viktor versucht immer die Entscheidungen zu treffen, die ihm selbst die meisten Vorteile verschaffen.

  • neugierig
    Viktor ist stets an neuen Erkenntnissen interessiert

  • launisch
    Seine teils wechselhafte Stimmung liegt oftmals dem Versuch, die Gemütslage anderer beeinflussen zu wollen, zugrunde

  • religiös
    Er ist sehr christlich erzogen worden, ging sonntags in die Kirche und hatte des Öfteren mit Geistlichen zu tun.


Stärken
  • gesittet
    Respekt und frommes Verhalten war das A und O in seiner Erziehung

  • wissbegierig
    Der Durst nach Wissen ist die Grundlage seiner Ambitionen

  • bedacht
    Viktor versucht erst die Konsequenzen seiner Handlungen abzuwägen, bevor er agiert


Schwächen
  • unehrlich
    Viktor sagt jeweils das, wovon er denkt, dass er die meisten Vorteile daraus erzielen wird. Dabei lügt er gerne oder lässt wichtige Details aus.

  • überheblich
    Er ist ein stolzer Mensch und hält sich gegenüber den meisten für überlegen

  • misstrauisch
    Er hat gerne die Kontrolle über jede Situation und wird deswegen sehr schnell skeptisch gegenüber anderen, solange er nicht selbst Herr der Lage ist.


Fähigkeiten
  • Lesen & Schreiben
  • Schwimmen
  • Diverse verschiedene Handwerke (z.B. Nähen, schneidern, tischlern)
  • Umgang mit Schwert, Dolch und diversen Stangenwaffen

Aussehen

Viktor hat mit 1.88m eine überdurchschnittliche Körpergrösse. Sein blasses Gesicht wird von trüben, grauen Augen geprägt, die nicht selten von tiefen Augenringen unterstrichen sind. Er hat kurzes, schwarzes Haar, verdeckt dies aber oft mit einer hellen Perücke und einem gefederten Hut, damit er sich mit Stil vom Rest der Gesellschaft abheben kann. Um seine helle Ausstrahlung in Kontrast zu setzen, trägt er gerne schwarze Kleidung, die er mit vollen, meistens roten Farben bestückt.


Vorgeschichte

Viktor, ein aus dem Latein stammender Name, enthüllte, schon bevor er das Licht der Welt erblicken durfte, welche Bestimmung ihm in die Wiege gelegt wurde. Als zweitgeborener Sohn würde er den bescheidenen Hof seiner Familie nicht erben und wie viele andere, die sein Schicksal teilten, streckte sich die glänzende Hand des Söldnerwesens geduldig nach ihnen aus, auf das sie in nicht einmal zwei Dekaden ihr Leben mit dem Gold von Kriegstreibern auf einer Waagschale gegeneinander ausspielen würden. Obschon der Name als Segen verliehen wurde, wirkte er zeitweise wie ein Fluch, denn er erinnerte Viktor ständig an die damit verbundene Last, die seine Zukunft prägen sollte. Doch in den ersten Jahren seiner Kindheit machte er sich darum noch keine Gedanken.

Mit dem Erreichen eines arbeitsfähigen Alters trieb es ihn immer regelmässiger ins nahe gelegene Dorf. Dort half er hier und da den verschiedenen Betrieben aus, wenn diese gerade viel um die Ohren hatten und ein weiteres paar Hände zu schätzen wussten. Reich wurde er dadurch nicht, doch erlaubte es ihm, immer öfter, der ermüdenden Arbeit des Bauernhofes fernzubleiben. So strich er schon früh als Tagelöhner von Betrieb zu Betrieb, um sich sein tägliches Brot zu verdienen.

Eines Tages, als der Winter sich bereits mit den ersten Schneeflocken angekündigt hatte, machte er sich auf den Weg zum nächstgelegenen Hospital. Ein paar Ortschaften weiter hatte sich eine blutige Schlacht zugetragen und die Mönche, die sich um die Verletzten kümmerten, hatten ohnehin schon alle Hände voll mit den Kranken zu tun, die vom kalten Winter überrascht wurden. Aus Dankbarkeit für Viktors Unterstützung bei der Versorgung der Verletzten boten sie ihm über den eisigen Winter einen warmen Schlafplatz sowie warme Mahlzeiten. Einen Winter lang hauste er beim Klerus. Er lernte Gebete sowie das Lesen und sogar ein wenig zu schreiben.

Noch bevor der Schnee im nächsten Frühling wieder ganz geschmolzen war, musste er seinen Aufenthalt frühzeitig unterbrechen. Ihn hatte die Nachricht erreicht, dass der Sohn eines benachbarten Bauern seinen grossen Bruder im Wald mit einer Axt erschlagen hatte. Viktor kannte den dritten Bruder, den jüngsten der Familie, relativ gut, da sie im selben Alter waren. Sein Name war Ulrich und sie vor wenigen Jahren hatten sie sich noch beim Fangen spielen über die Felder gejagt. Nach der Hinrichtung und der Trauerfeier schrieb Viktor, kaum Zuhause angekommen, einen Tagebucheintrag:

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Wochen vergingen und Viktor trieb es in die nächstgelegene Stadt, als er gehört hatte, dass sich der Schneider eine Verletzung zugezogen hatte, die seine Arbeit erschwerte. Er bot dem Schneider seine Hilfe an, doch anstelle davon, sich dankbar zu zeigen, verlangte er von Viktor, dass dieser zwei Wochen lang erst mal nicht gegen Geld arbeiten darf, sondern gegen Ware aus der Schneiderei und einer Mahlzeit pro Tag. „Kleider machen Leute“, betonte der Schneider dabei einen Spruch, den Viktor noch sehr oft zu hören bekommen würde, er solle schliesslich nicht die Kundschaft abschrecken, mit der „geschmacklosen Bauernmode“, die er trägt. Anders als Viktor es zunächst gedacht hatte, wendete er nach Ablauf der zwei Wochen sein Erspartes weiterhin für neue Kleidung auf. Es gefiel ihm, dass er sich endlich vom Gesindel abhebt.

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Nachdem die Verletzung des Schneiders verheilt war und er somit keinen Bedarf mehr für Unterstützung hatte, reiste Viktor wieder ins Heimatdorf, wo er wieder dem Tagelöhnen nachging. Er war jedoch alles andere als glücklich. Die Arbeit im Kloster war der längste Zeitraum, in dem er jemals am Stück derselben Tätigkeit nachgehen durfte. Bestimmungslos trieb er durch die Tore von Meistern ihres Handwerks und lernte dessen Grundlagen, doch beherrschte er kein einziges. Traditionellerweise wurden jene von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Von Vater zu Sohn; Viktor hatte sich selbst dazu entschieden, dem Bauernhof seines Vaters weitestgehend fernzubleiben, so war er nicht mal eines Bauern würdig. Er wusste, wenn er niemanden finden würde, der ihm langfristig Arbeit bieten konnte, wäre es eine finanziell weise Entscheidung, sich dem Söldnertum anzunehmen.

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Die Krise sass tief in Viktors Seele. Eine Hand streckte sich zu ihm aus; ein Schutzengel, der ihm aus der Mittagssonne entgegentrat. Viktor hatte sich in seiner Melancholie in der prallen Sonne an den Brunnen gelegt und seinem Trübsinn nachgegeben. Er hätte bestimmt einen Sonnenstich erlitten, wäre er nicht durch den Krämer aus seinem Tagtraum geholt worden. Er ergriff sowohl physisch als auch metaphorisch die Hand und liess sich hochhelfen.
Der Krämer war ein Mann mittleren Alters, sah aber so aus, als hätte er die Geburt Jesu noch persönlich miterlebt. Er war klein, hatte breite Schultern, einen grossen Mund und lange graue Wimpern. Seine Haut hatte eine erdgelbe Farbe, die jedoch im Kontrast zu seinen schiefen Zähnen wieder blass erschien. Er bot Viktor Arbeit in seinem Krämerladen, der sich in einer dunklen Gasse etwas abseits des Marktplatzes befand.
Mit dem Hinaufwachsen der neuen Generation hatte der Krämer zunehmend Kundschaft verloren. Alte Kunden, die ihn vor Jahrzehnten noch als extrovertierten Schönling kennenlernen durften, starben weg und neue Kunden bekam er nicht mehr, denn der Krämer und sein Laden sahen mittlerweile alles andere als einladend aus. Es half nicht, dass der Krämer sich immer weiter zurückgezogen hatte, da er die Ruhe in seinem kleinen Lädchen genoss und damit auch seine letzten sozialen Fähigkeiten verlor.
Viktor war für ihn die perfekte Aushilfe. Er kannte sich mit verschiedensten Handwerken aus und konnte so jeweils die wahren Preise von neuen Angeboten gut einschätzen sowie kleine Reparaturen an kaputten Waren durchführen. Seine Jugend und vornehmes Auftreten sorgten für neuen Wind, der auf mögliche Neukunden nicht mehr ausladend wirkte. Auch wenn der Krämer ein seltsamer und eigenartiger Mann war, lernte Viktor mit ihm umzugehen und freundete sich mit ihm an.

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Die Ware des Krämers bestand zu grossen Teilen aus überteuertem Schrott, Fälschungen und sogar Diebesgut. Umso länger Viktor bei ihm arbeitete, desto mehr vertraute der Krämer ihm. Seine Hehlerei gestand er nie offen, jedoch wurde Viktor schnell bewusst, dass viele im Dorf Bescheid wissen müssten. Jedes Mal, wenn irgendwo eine Sache fehlte oder irgendwas gestohlen wurde, tauchte es im Krämerladen zu einem absurden Preis wieder auf.
Der Krämer hatte immer eine Geschichte bereit, wie er ganz legal dazu kam.
Viktor gewöhnte sich an den Alltag im Krämerladen. Die Monate vergingen und die Arbeit wurde zur Routine. Wenn er nicht gerade hinter der Theke sass, werkelte er im kühlen Keller an kaputter Ware, um diese wieder verkaufstüchtig hinzukriegen. Die Werkstatt war klein und die Luft stickig, jedoch war es äusserst ruhig, weshalb sich Viktor dort gerne aufhielt.

Eines Abends, als die Sonne bereits untergegangen war und Viktor den Laden längst geschlossen hatte, klopfte es laut an der schweren Holztür. Verwundert öffnete er diese. Zwar wartete er auf die Rückkehr des Krämers, doch hatte dieser einen Schlüssel. Wer könnte denn zu so später Stunde hier erscheinen? Etwa ein Kunde, der ein dubioses Geschäft mit dem Krämer abwickeln wollte? Das Glöckchen erklang, als die Eingangstür aufschwang. Zwei Wachen standen in der Tür.
Der Krämer wurde am Nachmittag festgenommen, seine zwielichtigen Geschäfte würden ein Ende gefunden haben, nachdem er erwischt wurde, wie er im Begriff war, gestohlene Ware anzukaufen. Er war der Gemeinde schon längst ein Dorn im Auge, nur konnten sie ihm erst jetzt etwas nachweisen. Dementsprechend hart war auch die Strafe. Ihm wurde nicht etwa wie einem Dieb die Hand abgeschlagen - nein, sie nahmen ihm den Kopf.
Viktor wurde zwar verschont, da er angab, nichts von den krummen Geschäften des Krämers gewusst zu haben. Der Krämerladen wurde jedoch bis auf die letzte Ware gründlich geräumt.

𝔲𝔫𝔡 𝔫𝔲𝔫 𝔣𝔦𝔫𝔡𝔢 𝔦𝔠𝔥 𝔪𝔦𝔠𝔥 𝔢𝔯𝔫𝔢𝔲𝔱 𝔞𝔪 𝔄𝔫𝔣𝔞𝔫𝔤 𝔴𝔦𝔢𝔡𝔢𝔯.

Viktor verspürte nicht viel Trauer, seine Gedanken kreisten um seine Finanzen. Er fasste schliesslich nach all den Jahren den Entschluss, sich einem Söldnerheer anzuschliessen. Zum ersten Mal führte seine Reise ihn fernab der Heimat, die er wehmütig zurückliess. Lange Märsche und Kämpfe für fremde Herrscher standen ihm bevor, doch viel Zeit wurde lediglich mit Warten verbracht. Die Söldner vertrieben ihre Zeit mit den verschiedensten Tätigkeiten.
Viktor war fest entschlossen, seine Zeit dafür zu nutzen, seine Überlebenschancen zu erhöhen, weswegen er sich immer regelmässiger in Übungsduellen wiederfand. Monate vergingen und er hatte noch keine Schlacht gesehen. Fleissig übte er weiterhin den Zweikampf mit dem Schwert und lernte Formationen mit Langwaffen.

Als der Mond hoch am Himmel stand und die Sterne in der Ferne glänzten, wachte Viktor mitten in der Nacht im Lager auf. Das Feuer war längst erloschen. Seine Beine trieben ihn in aus dem Lager raus. Er entfernte sich immer weiter, bis ihn die Dunkelheit verschlang und nichts mehr von ihm übrig war. Als er nach einer Weile, die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, wieder das Licht erblickte und sich fragte, ob er träumt, ging die Sonne hinter der Stadt auf, die er nun vor sich sah. Er trat auf den Platz. Seltsame Wesen umgaben das grosse Lagerfeuer, welches inmitten des Kutschenplatzes brannte.

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Moin,
danke für das Schreiben deiner Cv.
Deine Charaktervorstellung ist hiermit offiziell angenommen.
Wir wünschen dir eine tolle Zeit auf FTS und viel Freude beim Roleplay mit deinem Charakter.

~Kitty


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