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Frostiger Winter, mehrere Monate nach der Fertigstellung des Wochenmarktes
Ort: Núrandir im Süden Nyvalis’, Aelvarûn
Während Nyvalis weiter wuchs, waren Xolaani und Grak für eine Zeit fort, unterwegs in den Nùrandir. Dort stießen sie auf etwas, das zunächst wie eine bloße Laune der Natur wirkte:
eine massive, steinerne Gestalt, reglos, verwittert, fast vergessen.
Doch Schriften des Bücherwaldes sprachen eine andere Sprache. Sie erzählten von den Varna – Hütern aus Stein, geschaffen aus reiner Magie, geboren aus dem Wunsch, diese Welt zu bewahren, selbst wenn ihre Schöpfer längst vergangen wären.
So sanft, dass sie die Natur schützten.
So groß, dass sie Leben hüteten.
So schwer, dass Zeit an ihnen zerbrach.
Die Varna hatten Wälder getragen, Küsten gehalten und unzähligen Wesen ein Zuhause geboten. Als ihre Magie schwand und keine Bedrohung mehr bestand, legten sie sich zur Ruhe. Nicht tot, sondern schlummernd.
Ob die Gestalt in den Nurandir ein solcher Wächter war, ließ sich nicht sagen. Doch Xolaani und Grak kehrten mit dem Wissen zurück, dass Nyvalis nicht nur auf neuem Land stand – sondern auf altem Versprechen.
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Wenige Wochen nach der Entdeckung
Ort: Küste der Lúnaril Vaénalya (ug. Heimat im Mondlicht), Meerenge Nyvalis’, Aelvarûn
Nördlich des Wochenmarktes entstand ein Lagerplatz, schlicht und doch lebendig. Mehrere kleine Zelte wurden errichtet, ein festes Feuer in ihrer Mitte, an dem sich an den Abenden Geschichten sammelten wie Funken im Wind.
Eine geräumige Kutsche bot Reisenden und jenen, die später gingen, einen Ort zum Nächtigen. Nicht selten saßen Händler, Helfer und Bewohner noch lange beisammen, während das Feuer langsam niederbrannte und der Tag leise ausklang.
Noch ein Stück weiter nach Norden, näher an den Blick über das Wasser, wurde eine offene Holzterrasse errichtet. Sie lag erhöht, mit freier Sicht auf die Bucht und auf die Schneegans, die dort ruhte, wenn sie in Nyvalis verweilte.
Tische wurden aufgestellt, nicht dauerhaft besetzt, sondern bereit für Feierlichkeiten, Zusammenkünfte und stille Abende. Oft hingen Papierlaternen dort, und manchmal blieb nach einem Fest nur das Knarren des Holzes und der Geruch von Rauch und Meer zurück.
Der Name dieses Ortes war noch nicht endgültig gefunden – doch schon jetzt wussten viele, dass hier Erinnerungen entstehen würden.
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Frühlingsbeginn in Eldoria
Ort: Nyvalis’ Grenzgebiet in Richtung Osten, Aelvarûn
Mit dem weiteren Zuzug wuchs auch der Bedarf an Versorgung. Eine neue Backstube wurde errichtet. Warmes Licht fiel frühmorgens durch ihre Fenster, Hühner fanden dort ein dauerhaftes Zuhause, deren leises Gackern bald so selbstverständlich wurde wie das Klopfen des Teigs am Morgen.. Der Duft von frischem Brot wurde bald zu einem festen Bestandteil der Stadt.
Zusätzlich wurden all jene Wege, Gärten und Plätze, die in den letzten Monden entstanden waren, sorgfältig gezeichnet und auf der Karte von Nyvalis ergänzt. Sie zeigte nicht nur, was bereits war, sondern ließ Raum für das, was kommen mochte.
Besucher verweilten oft lange davor. Manche suchten ihre eigenen Häuser, andere verloren sich in Gedanken darüber, wie klein alles begonnen hatte. Die Karte wurde im Haus der Geschichte ausgestellt und diente fortan nicht nur der Orientierung, sondern auch dem Verständnis dafür, wie sehr Nyvalis gewachsen war.
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2 Wochen nach der Erweiterung der Karte
Ort: Wochenmarkt in Mitten von Nyvalis, Aelvarûn
Mit dem zunehmenden Leben wuchs auch der Bedarf nach Verwaltung. So wurde eine Marktverwaltung eingesetzt, die nicht nur den Wochenmarkt ordnete, sondern sich auch um Mietobjekte kümmerte, Absprachen festhielt und verlorene Gegenstände bewahrte.
Manche sagten scherzhaft, hier fände man Dinge wieder, die man längst vergessen glaubte. Andere sahen darin etwas Wichtigeres: den Versuch, Verantwortung zu bündeln, ohne Kontrolle auszuüben.
Gemälde: Ruhe vor dem Sturm, erhalten durch die Auktion Hadarkh An Zîgîls
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wenige Tage nach Einführung der Verwaltung
Ort: Südöstliches Rand des Zentrums, künftiger Übergang zur Kironä Nyvalis’, Aelvarûn
Kurz darauf wurde das Sammel- und Wachthaus errichtet. Deutlich größer als die bisherigen Gebäude, massiv und weitläufig. Es diente der Lagerung, der Wache und der Übersicht, aber auch der ruhigen Zusammenkunft. Kein Bollwerk, keine Drohung – eher ein Versprechen, dass jemand achtgab, wenn andere schliefen.
Danke an @Ritonoria für das atemberaubende, spontane modeln
Nicht weit davon entstand eine große Stallung, geräumig und mit einem kleinen Platz, welcher mit einem friedlichen Teich versehen war. Tiere, Vorräte und Reisende fanden hier Platz unter der großen, spielerisch geschmückten Eiche in ihrer Mitte.
Schon die Größe der neuesten Bauten ließ erahnen, dass Nyvalis auf mehr vorbereitet war als nur das Hier und Jetzt.
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genauer Zeitpunkt - ungewiss
Ort: Gegenüber der Verwaltung von Nyvalis, Aelvarûn
Nicht alles, was in Nyvalis entstand, wurde geplant oder angekündigt.
Direkt am Wochenmarkt, dort wo das geschäftige Treiben langsam in unwegsameres Gelände übergeht, ließ sich eines Tages eine schmale Hängebrücke zwischen zwei nahen Felsformationen erkennen. Sie war klein, fast unscheinbar, aus Holzplanken und straffen Seilen gefertigt, doch fest genug, um Wind und Wetter zu trotzen.
Niemand wusste genau, wer sie errichtet hatte.
Und noch weniger, warum.
Einige Besucher flüsterten, sie führe zu nichts als einem Aussichtspunkt. Andere meinten, sie sei Teil eines größeren Plans, eines zukünftigen Weges oder eines Ortes, der erst noch Bedeutung erhalten würde. Wieder andere sahen darin lediglich einen Versuch, die Felsen selbst miteinander zu verbinden, als wolle man der Landschaft eine Frage stellen.
Und so wurde sie Teil jenes wachsenden Gefüges aus Dingen, die nicht erklärt werden mussten, um zu existieren – ein stilles Zeichen dafür, dass Nyvalis nicht nur gebaut wurde, sondern sich entwickelte, manchmal schneller, manchmal rätselhafter, als Worte es fassen konnten.
„𝒩𝓎𝓋𝒶𝓁𝒾𝓈 𝒷𝑒𝑔𝒾𝓃𝓃𝓉, 𝓈𝑒𝒾𝓃𝑒𝓃 𝒫𝓁𝒶𝓉𝓏 𝓏𝓊 𝒷𝑒𝒽𝒶𝓊𝓅𝓉𝑒𝓃 – 𝑔𝑒𝓅𝓇𝒶𝑒𝑔𝓉 𝓋𝑜𝓃 𝒲𝒶𝒸𝒽𝓈𝓉𝓊𝓂, 𝓈𝓉𝒾𝓁𝓁𝑒𝓃 𝒵𝑒𝒾𝒸𝒽𝑒𝓃 𝓊𝓃𝒹 𝐵𝒶𝓊𝓉𝑒𝓃, 𝒹𝒾𝑒 𝒷𝑒𝓇𝑒𝒾𝓉𝓈 𝓌𝑒𝒾𝓉𝑒𝓇 𝒹𝒶𝒸𝒽𝓉𝑒𝓃, 𝒶𝓁𝓈 𝒹𝒾𝑒 𝒢𝑒𝑔𝑒𝓃𝓌𝒶𝓇𝓉 𝑒𝓈 𝓋𝑒𝓇𝓁𝒶𝓃𝑔𝓉𝑒.“
~ Xolaani Velqiryn
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[OOC: Auch ein paar lange gehütete Items fanden in dem Haus dekorativ einen Platz an dem sie auch so geschätzt werden können, wie sie es verdient haben anstatt in einem Lager oder Rucksack zu verstauben. Unter anderem die ersteigerten Gemälde der Auktion Hadarkhs, Blauer Lotus von Lycaris, Lavendel von Thyma Dorei, die rosa Perlenkette und das goldene Tintenfass (vom Wichteln), Die Teeschalen Chawan und auch der feine Rotwein mit einem Hauch Lavendel.]
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