Die Hochzwerge aus Parsifal

Seit Anbeginn der Zeit Leben die Zwerge unter den Bergen. Unter Stein und Erde versteckt gruben sie über Jahrtausende ihre Hallen in den Felsen und hatten nichts anderes zu tun, als über ihre eigenen Werke zu staunen. Zu dieser Zeit waren die Zwerge ein gottesfürchtiges Volk. Jede ihrer Hallen wurde durch Statuen der Götter gestützt und in jedem Stollen konnte ein Schrein gefunden werden. Sie gossen Tafeln aus Gold mit den Geboten der Götter darauf und stellten sie neben jeden Durchgang. Das Wort der Priester war Gesetz und jeder folgte bereitwillig. Das war, bis die Götter die Zwerge im Stich ließen. Das Volk der Zwerge war dabei, ihre bisher größte Halle der Götter zu vollenden, als die Decke einbrach. Die Statuen der Götter, die den Berg auf ihren Häuptern tragen sollten, brachen wie trockenes Gras im Wind. Die Halle wurde von Geröll gefüllt und auch die angrenzenden Hallen stürzten ein. Dann die Hallen, neben denen dann die nächsten. Innerhalb kürzester Zeit waren so gut wie alle Hallen der Zwerge verschüttet, ihr Reich zerstört, ihr Volk beinahe ausgelöscht. Die Zwerge waren schockiert.

Dann schlug der Schock in Wut um. Die Säulen, die die Decke trugen, waren doch Statuen der Götter, eine Gestalt der Götter selbst. Und doch sind sie wehrlos weggeknickt und das konnte nur eines bedeuten: Die Götter hatten sie betrogen! All der Lobpreis, all der Dienst für die Götter hatte zu nichts geführt. Einige Priester versuchten noch das Volk umzustimmen, es wäre eine Bestrafung der Götter für den Hochmut der Zwerge gewesen, doch das Volk wollte ihre Worte nicht hören. Wenn das eine Bestrafung war, hätten die Priester das Volk warnen und in die richtige Richtung lenken müssen, bevor es dazu kam. Schließlich hatte man stets auf das Wort der Priester gehört. Doch nein, die Priester wussten von nichts, und zwar nur, weil die Götter ihnen nichts gesagt hatten. Die Götter hatten sie auslöschen wollen. Und so begannen sie aus Trotz den Göttern gegenüber, das Geröll aus ihren Hallen zu schaffen und die Hallen wiederaufzubauen. Als sie aber das Geröll beiseiteschafften, drang ihnen von oben her durch die Lücken im Geröll Licht entgegen.

Neugierig buddelten sich die Zwerge durch das übrige Geröll nach oben und waren erstaunt, als sie das erste Mal Tageslicht erblickten. Der Berg, unter dem sie gebaut hatten, war nicht mehr. Und statt einer steinernen Decke begrüßte sie ein wolkenloser Himmel. Da schlug die Wut über die Götter in Freude um. Die Götter hatten versucht, diese Welt vor ihnen zu verstecken, nun würden sie sich die Welt zu eigen machen. Und so zogen die Zwerge erstmals aus dem Berg in die Welt hinaus. Jahrtausende später sind die Zwerge in Parsifal weit verbreitet. Der Plan, sich die Welt zu eigen zu machen, ging nicht so ganz auf. Große Teile der Oberfläche gehörten bereits den Elfen, und so zog es die Zwerge wieder unter die Erde. Doch diesmal lebte nicht das ganze Volk in einem Berg, sie verteilten sich auf viele Siedlungen in vielen Bergen. Und Händler zogen über die Oberfläche und handelten miteinander und auch mit Elfen. Ein Teil der Zwerge zog die Neugier zum Chaos hin und spaltete sich vom Rest der Zwerge ab. Diese Splittergruppe nannte sich die Eisenzwerge, woraufhin sich der Rest der Zwerge unter dem Namen der Hochzwerge versammelte, um nicht mit der Splittergruppe verwechselt zu werden.


Philosophie & Glaube

Die Hochzwerge wurden von ihren Göttern enttäuscht, weshalb sie sich von ihnen abgewendet haben. Aus diesem Grund verlassen sich die Hochzwerge in erster Linie auf sich selbst und ihre Sippen. Jeder Hochzwerg muss sich ausnahmslos auf einen anderen verlassen können und damit man später auch als Ahne verehrt werden kann, tun die Hochzwerge alles dafür um ihrer Sippe und ihrem Volk zu helfen.

Hochzwerge sind zwar auch Neugierig und dem Fortschritt nicht abgeneigt, jedoch ist für sie die Arbeit über die eigene Muskelkraft deutlich mehr wert. Sie nutzen Kräne, Loren und Aufzüge nur gemäßigt. Das technologische Wissen ist also in keinster Weise mit dem der Eisenzwerge gleichzusetzen. Wenn es aber um ihre Ahnen und Vorfahren geht, führen sie durchaus große Bibliotheken in ihren Reichen, die sich mit Lebensläufen und Siegestaten ihrer Verwandten schmücken.

Viele Zwerge gravieren ihren gesamten Stammbaum in die Wände ihrer Wohnung oder gar in einem extra dafür angefertigten Raum. Hochzwergengeschichte wird bei den kleinen, starken Kämpfern also ganz groß geschrieben.

Für die Hochzwerge sind die Berge ihr größter Schatz, den es zu schützen gilt. Berge, Gebirge, Vulkane bieten ihnen Heimat, Schutz und Gesellschaft. Hochzwerge sind im Vergleich zu den Hochelfen eher bereit einen Kampf einzugehen und drohen gerne mit kämpferischen Auseinandersetzungen, um ihre Ziele zu erreichen.


Aussehen

Hochzwerge werden zwischen 1.30 und 1.50 groß und bis zu 400 Menschen Jahre alt. Die Hochzwerge durchleben einen langsameren Alterungsprozess als die Menschen, ein Zwerg ist im Alter von ca. 30 Menschen Jahren körperlich ausgewachsen. Die Volljährigkeit erreicht ein Zwerg meist in einem Alter von 80 Menschen Jahren. Trotz ihrer kleinen Statur sind sie kräftig gebaut, weshalb ihre Stärke oft mit der der Orks verglichen wird. Die Hochzwerge sprechen eine Sprache namens Khuzdul, wobei sich aber die Dialekte von Berg zu Berg stark unterscheiden.

Ebenso kann sich das Aussehen der Zwerge - zumindest in der Farbe ihrer Haare - unterscheiden. Manche haben blonde Haare, manche rote, manche braune, manche aber auch weiße oder schwarze Haare.

Eine weibliche Hochzwergin ist ebenso groß wie ein Hochzwerg, wenn auch deutlich schmaler, trotzdem noch relativ kräftig gebaut.

© wallpapersafari


Charaktereigenschaften & Fähigkeiten

Die Hochzwerge wissen, dass Gold und Reichtümer ein sehr negativen Einfluss auf die Welt haben kann, wissen aber auch, dass sie durch Gold viele Dinge erhandeln können. Das ist der Grund, warum sie den Erzen einen so großen Wert zuschreiben, weil sie genau wissen, dass ausnahmslos alle Völker diese Güter haben möchten. Doch ohne diese Schätze ist auch ihr kompletter Ahnenkult nichts mehr wert. Während Reichtum das ultimative Ziel im Leben eines Hochzwerges ist und viel Geld mit Fleiß gleichgesetzt wird, stellen sie ihren Reichtum gerne zur Schau. Je Reicher ein Hochzwerg ist, desto mehr anerkennung genießt er bei seiner Sippe und seinem Volk.

Aber all ihr Reichtum und Ansehen wird sie nicht zurückhalten, sollte sich ein Hochzwerg in seiner Ehre gekränkt sehen. Wer die Ehre eines Hochzwerges beleidigt, der beleidigt auch die Ehre seines ganzen Clans und die Ehre seiner Ahnen. Um ihre Ehre wiederherzustellen, ist einem Hochzwerg jedes Mittel recht und andere Rassen fürchten ihre Rachsucht.

In der Regel greifen Hochzwerge schnell zu den Waffen, wenn es um Interessenskonflikte geht. Grundlegend arbeiten die Hochzwerge für sich um Geld zu verdienen um folglich auch einen Ahnenstatus zu erreichen, weshalb sie immer an einem großen Geschäft interessiert sind.

Wenn sie also davon profitieren, dass zwei Völker sich bekriegen, kennen die Hochzwerge keine Scheu, das anzuzetteln. Hochzwerge sind sehr gute Schmiede und noch bessere Händler und halten sich fest an ihre vereinbarten Verträge oder Abmachungen.


Traditionen

Ein Feiertag in der Hochzwergenkultur ist der Tag der Suche, der aus mehreren Aspekten wichtig für die Hochzwerge ist. Auf der einen Seite möchten sie so ihre Neugierde ausleben und sich auf die Suche nach Schätzen machen oder gute Geschäfte abschließen. An dem Tag gehen sie nicht wie gewöhnlich aus ihren Bergen in die Welt hinaus und versuchen ihre Waren an den Mann oder die Frau zu bringen und dabei möglichst viel zu verdienen oder eben wertvolle Schätze zu finden, die sie dann zu einem späteren Zeitpunkt weiter verkaufen können. Natürlich suchen sie hierbei auch Antworten zu bekommen, um mehr über ihre Ahnen und ihre Vergangenheit herauszufinden.

Der Tag ist aber auch ein Gedenktag für jene Hochzwerge, die durch ihre Neugier dem Chaos unterworfen worden sind. Weshalb die Hochzwerge an diesem Tag auch immer beisammen sitzen, feiern und somit versuchen durch ihren Zusammenhalt dem Chaos zu trotzen.


Lebensraum

Das Leben der Hochzwerge spielt sich innerhalb von Sippen ab, die meistens einen gesamten Berg für sich beanspruchen. Gebirgsketten, Vulkane oder kleinere Bergvorsprünge reichen bereits aus, solange der Berg im inneren genug Platz für sie bietet.


Herkunft

Hochzwerge werden in Parsifal und Paenoia geboren und groß gezogen. Paenoia ist ein Reich außerhalb von Parsifal, wo Hochzwerge und Hochelfen friedlich zusammenleben. Ihre Freundschaft dort ist scheinbar sehr groß. Doch ebenso in Parsifal leben die Hochzwerge in ihren Hallen, stark und schlagfertig um Abenteuer zu erleben.


Gesellschafts- & Herrschaftsform

Die Gesellschaft der Hochzwerge wird von den Clans bestimmt. Jeder Clan hat sein eigenes Viertel in einem Berg, in dem der Clan als Ganzes haust und die Clangemeinschaft ausgelebt wird. Der Rest des Berges wird von allen Clans gemeinschaftlich genutzt. Damit bei der gemeinschaftlichen Nutzung des Berges kein Streit entsteht, wählen die Stammesoberhäupter einen König des Berges. Der König wird unter allen fähigen Zwergen des Berges ausgewählt und regiert den Berg auf Lebenszeit. Auf das Geschehen innerhalb der Clans hat der König keinen Einfluss. Das wichtigste Merkmal bei der Königswahl ist der Reichtum eines Zwerges, da an diesem der Fleiß eines Zwerges gemessen wird.

Ein Clan ist wie eine große Dorfgemeinschaft innerhalb eines Berges. Clanmitglieder behandeln einander wie Mitglieder einer Großfamilie. Man wächst innerhalb des Clans auf und wird seine ganze Kindheit im Handwerk des Clans geschult. Der Clan ist wie eine Erweiterung der Familie und man identifiziert sich selbst als Teil des Clans. Die Beziehung zwischen Clans als Ganzes steht höher als die Beziehung einzelner Mitglieder des Clans und die Beziehungen innerhalb eines Clans sind wichtiger als die Beziehungen mit anderen Clans. Trotzdem ist es bei Weitem nicht unmöglich, mit Mitgliedern anderer Clans befreundet zu sein, oder sogar Liebe zu finden.

Genaugenommen ist eine Heirat der einzige akzeptierte Weg, die Zugehörigkeit seines Clans zu ändern. Wer in einen anderen Clan einheiratet, wird von diesem wie ein lang verschollenes Familienmitglied begrüßt. Die Mitglieder des Clans, den man verlassen hat, behandeln einen ab sofort wie das Mitglied eines anderen Clans, als ob man nie in demselben Clan war. Freundschaften und direkte Familienbeziehungen bleiben auch nach dem Clanwechsel bestehen. Jeder Clan spezialisiert sich auf ein Handwerk.

Der König eines Berges schreibt alle Missetaten, die seinem Berg angetan wurden, in das Buch des Grolls und hat als einziger das Recht, Untaten aus dem Buch zu streichen. Es ist die Pflicht eines Königs, alle Untaten in dem Buch des Grolls zu vergelten, ungeachtet des Alters der Untat.


Baustil

Da die Hochzwerge ausschließlich unterirdisch leben, errichten sie in Bergen riesige Hallen, die die Zentren des öffentlichen Lebens darstellen. In die Wände der Kammern graben die Hochzwerge ihre Kammern, die als privater Wohnraum für die Familie oder als Werkstätten fungieren.

Ein ausgeprägtes Tunnelssystem gehört zu jeder Hochzwegenstadt dazu, um sich so im Ernstfall schneller erreichen zu können und Feinde zu überrasschen. Sonst legen sie großen Wert auf gut gehühtete Schatzkammern, Andenken in Form von Statuen oder Schriftstücken oder große Schmieden.

© artstation


Beziehungen zu anderen Rassen

Die Hochzwerge und die Hochelfen haben zwar eine lange friedliche, aber auch feindliche Existenz in Parsifal hinter sich. Sie ähneln sich aber von ihren Zielen her sehr den Hochelfen, die Natur in Parsifal zu schützen. Beide erachten das Chaos als das grundlegende Böse und als größte Bedrohung von Parsifal. Mit den Menschen machen sie gerne Geschäfte und empfinden auch die Menschen als Bereicherung, wenn auch manchmal die Menschen zu egoistisch für die Zwerge sind.

Die Goblins sind ihre schlimmsten und die, die von den Hochzwergen für am gefährlichsten eingestuft werden. Denn die Goblins sind die einzigen, die die komplexen Tunnelssystem der Hochzwerge durchqueren, angreifen und zerstören können.

Die Eisenzwerge sind ebenso ein großes Feindbild und werden von den Hochzwergen als Verräter angesehen. Viele ihrer besten Freunde wurden Eisenzwerge, weshalb der Hass noch tiefer sitzt.

Grauorks und Dunkelelfen sind ebenso ein Feindbild, jedoch sind sie oftmals auch gute Geschäftspartner. Hochzwerge können es körperlich mit den Grauorks sehr gut aufnehmen und denken, dass sie vor den Dunkelelfen und den Grauorks in ihren Bergen sicher sind. Trotzdem sind sie eher negativ gegen diese - aufgrund ihrer Chaosgesinnung - eingestellt.

Skins (Beispiele)

Mann 1

Mann 2

Frau 1

Frau 2

17 „Gefällt mir“