Wladimir Krasenrow

Name: Wladimir Krasenrow

Alter: 24 Jahre

Rasse: Mensch

Stärken: trinkfest, kälteresistent, Überlebenskünstler, gut im Nahkampf

Schwächen: zu voreilig, schlechter Bogenschütze, kein guter Taktiker

Wohnort: Greifenstein

Aussehen:
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Mittelgroß, leicht muskulöser Körperbau, kurz geschorenes und braunes Haar, dicke Augenbrauen,
kleine und hellblaue Augen, ausgeprägte Wangenknochen und grobe Kopfform,
einfacher Kleidungsstil, meist dicker Mantel über einfache
Hose mit Hemd, dazu immer Uschanka aufgesetzt

Geschichte:

Etappe 1

In einem eiskalten Land, fern von aller Zivilisation wuchs ein kleiner Junge auf. Sein Name war Wladimir Krasenrow und er lebte in ärmlichen Verhältnissen. Sieben Tage nach seiner Geburt starben seine beiden Eltern an einer qualvollen und unheilbaren Krankheit, welche sich in dieser Zeit weit und schnell verbreitete, weshalb ihn seine Großmutter aufziehen musste. Ihre Erziehungsmaßnahmen waren sehr streng und die hygienischen Umstände in ihrer engen Holzhütte schlecht. Freunde fand Wladimir nicht. Der Hauptgrund dafür war, dass er nie auf eine Schule ging um Kontakte zu knüpfen, da Bildung in seinem Heimatland zu dieser Zeit viel zu teuer für ihn und seine Großmutter war. Das Lesen und Schreiben musste er sich selbst beibringen. Von Mathematik und dergleichen hatte er keinerlei Ahnung, allerdings war dies in seinem Leben nie wirklich von Bedeutung, weil er sich eher Sorgen um das Überleben machen musste. Ein Stück Brot und Lachs mit Kartoffeln war ein monatlicher Luxus. Die meiste Zeit ernährten sich Wladimir und seine Großmutter von Reis und etwas Borschtsch. Ab und zu fanden sich auch kleine Beeren, die der Kälte trotzten. Auch wenn Wladimir sich an die schlechten Umstände bereits gewöhnt hatte, träumte er dennoch von einem anderen Leben: Eine feine Wohnung in der Stadtmitte eines schönen, freien Landes, in dem er alle Chancen auf Bildung und Anerkennung bekäme, die er in seinem Heimatland so vermisste. Mit dem 15. Lebensjahr beschloss der junge Krasenrow nach langen Überlegungen von der kleinen Holzhütte, die seine Großmutter als Zuhause bezeichnete wegzulaufen. In jener Nacht stieg er also behutsam aus seinem Strohbett und schlich vorsichtig in die Küche um dort die Essensvorräte seiner Großmutter zu plündern und in eine Ledertasche zu stopfen. Als diese nun gefüllt war, stieg er leise und unbemerkt aus dem engen Küchenfenster, da die Türe der Hütte zu laut war wenn man sie öffnete. Der Schnee knirschte leicht unter Wladimir’s Füßen. Sein selbstgeschnitztes, scharfes Taschenmesser trug der Junge nah bei sich um potentielle Angreifer, wie Wölfe oder Kriminelle schnell ausschalten zu können. Es herrschte ein sehr dichter Nebel, der es Wladimir schwer machte, sich auf den Weg zu konzentrieren. Ab und zu hörte er beängstigende Geräusche aus dem großen Wald, der sich direkt neben ihm befand. Doch er durfte keinen einzigen Gedanken an derartige Dinge verschwenden, denn die Angst konnte Wladimir auf seiner Route am wenigsten gebrauchen. Nach etwa acht Kilometern Fußmarsch machten die Müdigkeit und die Kälte dem Jungen langsam zu schaffen, weshalb er beschloss, ein wärmespendendes Feuer zu machen und sich einen kleinen Unterschlupf aus Zweigen und Ästen zu bauen. Er legte sich sachte auf sein Schneebett und schlief langsam und völlig erschöpft ein.

Etappe 2

Wladimir wachte sehr früh und mit knurrenden Magen auf. Sein Frühstück bestand aus einem weichgekochten Ei und einem kleinen Stück Brot. Er musste an Lebensmitteln sparen, denn seine Vorräte reichten noch für etwa 15 Tage. Sollte sich seine Ledertasche leeren, müsste Wladimir auf die Jagd gehen, was aufgrund des Nebels, der sich immer noch nicht gelichtet hatte, eine schwierige Angelegenheit wäre. Noch für ein paar Minuten wärmte sich der Junge am Lagerfeuer auf, welches die Nacht durchgebrannt hatte, dann machte er es behutsam aus. Seinen kleinen Unterschlupf riss er ebenfalls ab und nahm noch etwas trockenes Gras als Brennmaterial mit bevor er seine Reise fortsetzte. Immer noch machte die eisige Kälte dem Jungen zu schaffen. Seine Schritte wurden immer langsamer und ungleichmäßiger. Seine Hände und Füße fingen an zu zittern. Krampfhaft versuchte er die Kälte mit seinen Armen auszugleichen, doch dies brachte ihm nicht besonders viel. Er marschierte den ganzen Tag durch. Ab und zu aß er von seinen Vorräten und füllte seine Flasche mit Schnee auf, den er anschließend über einem kleinen Feuer auftaute. Sein Weg, den er täglich zurücklegte wurde immer länger und seine Ledertasche mit Essen immer leerer. 14 Tage waren nun schon vergangen. Wie jeden Morgen wachte Wladimir vom Hunger gequält auf und machte sich Frühstück. Diesmal musste er sich mit einem Bissen von einer seiner roten Beeten zufriedengeben. Seine Vorräte reichten jetzt nur noch für diesen einen Tag. Der Nebel war immer noch so dicht wie an den Tagen zuvor. Wieder baute er seinen Unterschlupf aus Zweigen und Ästen ab bevor er losmarschierte. Doch nach ein paar Metern merkte Wladimir, dass sich der Nebel langsam lichtete. Seine Umgebung kam immer mehr zum Vorschein. Große Bäume und Sträucher wurden erkennbar. Doch dann machten sich einige Silhouetten von Häusern bemerkbar. Wladimir musste sich die Augen reiben um sicher zu gehen, was er da sah. Aber tatsächlich: Es war ein kleines Dorf, welches sich vom Nebel hervorhob. Schmale Gassen und Wege bahnten sich quer durch die Holzhäuser. Wladimir zögerte erst ein bisschen, ging aber schließlich auf das Dorf zu. Vielleicht konnte er dort irgendetwas für Essen eintauschen. Auf den Straßen waren ein paar Bewohner, die miteinander plauderten und sich unterhielten. Einige musterten den Jungen mit ernstem Blick. Offenbar erkannten sie, dass er nicht von dieser Gegend war. Jedoch ließ er sich davon nicht ablenken und suchte eine Gaststätte in der er eine Weile bleiben könnte. Es fand sich ein größeres Haus an dessen Tür ein Schild mit der Aufschrift „Gaststätte ‚Diki Tschesnok‘“ angebracht war. Vorsichtig betrat Wladimir das Gebäude. Ihm stieg der Geruch von Alkohol und Schweiß in die Nase. Volle Tische waren über den ganzen Raum verteilt. Am Ende des Zimmers befand sich eine große Bar hinter der sich ein verschwitzter Barkeeper, welcher gerade dabei war, einem älteren Herren ein Glas mit Vodka zu füllen befand. Wladimir setzte sich an die Bar und fragte den Barkeeper nach einem freien Zimmer. Dieser antwortete ihm mit krächzender Stimme: „Zimmer 13 ist noch frei. Treppe hoch, zweite Tür links.“ und überreichte Wladimir den entsprechenden Schlüssel. Der Junge nahm diesen entgegen und suchte das besagte Zimmer. Die Tür ließ sich schwer öffnen, doch nach ein paar Tritten dagegen sprang sie auf. Es war ein kleinerer Raum mit einem Bett, einem alten Schreibtisch und einem Fenster mit Ausblick auf die Kirche des Dorfes. Es war simpel aber viel besser als die gewohnte Verpflegung. Wladimir legte seine Ledertasche ab, machte es sich ein wenig bequem und beschloss dann das Dorf etwas zu erkunden. Den Schlüssel steckte er in seine Jackentasche nachdem er zugesperrt hatte. Als er zum Ausgang der Gaststätte laufen wollte traf er auf einen Jungen in etwa seinem Alter, der in seiner linken Hand eine Tasse mit Minztee hielt. Dieser bot Wladimir an, ihn durch das Dorf zu führen. Dieses Angebot nahm er mit Freude an und folgte dem Jungen. Auf dem Weg stellte sich dieser vor. Sein Name war Wiktor Pratschuflufka. Er lebte auf einem kleinen Bauernhof nicht weit vom Dorf entfernt und ist, wie sich später herausstellte ebenfalls aus seinem Heimatdorf entflohen, um ein besseres Leben zu führen. Die Führung durch das Dorf nahm nicht viel Zeit in Anspruch, da dieses nicht wirklich groß war. Zehn kleine Holzhütten, eine Kirche, “Diki Tschesnok“, zwei kleine Getreide- und 3 Kartoffelfelder - mehr konnte man auch nicht besichtigen. Wladimir gefiel es hier sehr viel besser als bei seiner Großmutter. Er nahm einen Job als Tagelöhner auf dem Bauernhof von Wiktor an. Die Bezahlung war nicht wirklich gut, jedoch reichte dies vollkommen für genügend Essen. Wiktor und Wladimir wurden mit der Zeit zu guten Freunden. Sie trafen sich oft in der Gaststätte oder machten einen kleinen Waldspaziergang.

Etappe 3

Die Zeit verstrich auf großem Fuße. Bereits drei Jahre waren nun schon vergangen. Auch wenn die Verhältnisse in diesem Dorf besser waren wurde Wiktor’s und Wladimir’s Traum von einem neuen Leben in einem freien Land immer noch nicht ganz erfüllt, weshalb sie beschlossen am nächsten Tage wieder einmal aufzubrechen und ihre Reise fortzuführen. Seine Ledertasche stopfte Wladimir so wie Wiktor wieder mit reichlich Essen. Er nahm noch drei Flaschen Kwas von der Bar mit und bekam von einigen netten Bewohnern noch ein bisschen Geld bevor er aufbrach. Nachdem sich die beiden Freunde von dem Dorf verabschiedet haben, hängte sich Wladimir seine Ledertasche um und ging zusammen mit Wiktor mit zögernden Schritten in Richtung Westen. Sie entfernten sich immer weiter vom Dorf bis sie es nicht mehr sehen konnten. Den ganzen Tag über hatten sie noch nichts gegessen. So griff Wladimir in seine Ledertasche und holte eine Kartoffel heraus. Diese teilte er mit Wiktor um den Hunger etwas zu stillen. Jetzt musste wieder an Essen gespart werden. Den beiden Jungen fiel schnell auf, dass es immer Wärmer wurde je weiter sie nach Westen gingen. Sie konnten es klar spüren. Nach 40 Tagen gingen auch schon ihre Vorräte aus. Sie mussten also ihr Essen jagen. Sie jagten die meiste Zeit Schneekaninchen und sammelten des Öfteren ein paar kleine Beeren. Auch Kabeljau fischten sie aus nahegelegenen Bächen. Bereits zwei Monate sind die beiden so ausgekommen. Eines Morgens sichteten sie dann eine Hafenstadt. „Dort soll demnächst ein Schiff nach Parsifal abfahren.“, erklärte Wiktor während sie auf die Stadt zugingen. „Bis zur Abfahrt müssen wir wohl in der Hafenstadt verweilen“. Die Freunde machten sich auf die Suche nach einem Gasthaus in der Stadt und fanden ein großes Gebäude, welches Reisende für wenig Geld beherbergte. „Das nehmen wir“, beschloss Wladimir nun. Sie musterten die leicht rostige Tür und betraten durch diese dann das Gasthaus. Wiktor organisierte anschließend ein Zimmer für zwei Personen. Die beiden Freunde legten ihr Gepäck im besagten Zimmer ab und verbrachten den restlichen Tag damit, die Stadt zu besichtigen. Die Zeit verstrich und das Schiff nach Parsifal war bereits angekommen. Es war ein mittelgroßer Dreimaster. Bevor die zwei Freunde jedoch ablegten, kauften sie sich noch auf dem Markt ein paar nützliche Dinge. Wladimir gab sich mit einer Angel und einigen Lebensmitteln zufrieden. Auf dem Schiff hatte man eine makellose Aussicht. Die Sonne spiegelte sich in dem glasklaren Wasser. Wladimir war noch nie zuvor auf einem Schiff gewesen. Er staunte sehr über den Dreimaster und die Sicht auf das weite Meer. Die Matrosen hatten an Bord immer eine fesselnde Geschichte zu erzählen, von der Wladimir und Wiktor sehr beeindruckt waren. Die Freunde waren für eine längere Zeit auf See. Ihre Ankunft traf in etwa einem Monat in Ost-Parsifal an. Das Erste, was Wladimir in diesem Land sofort auffiel war, dass es dort viel wärmer als in seinem Heimatland war. Auch der Baustil der Hafenstadt war sehr verschieden sowie die Straßen, welche viel gepflegter und sicherer waren als Wladimir es gewohnt war. Er und Wiktor hatten es nun also geschafft. Sie waren in einem neuen Land angekommen um ein neues Leben in einer Stadt zu starten…

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Das ist ne sau geile Story :smiley: Respekt

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:eyes::eyes::eyes:

Wer mag wohl dieser Wiktor sein 🙋

Nice Story :slight_smile:

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Ich hab gehört, dass dieser Wiktor ne richtig geile Story hat, sollte man sich mal geben :wink:

Etappe 4

… Nach einigen Jahren in einem größeren gemeinsamen Haus in der Greifensteiner Innenstadt und einer recht erfolgreichen Karriere als Musikanten, bekamen die beiden Blutsbrüder Wiktor Pratschuflufka und Wladimir Krasenrow mit einigen anderen Fachleuten im Gebiet Architektur und Bauarbeit den Auftrag, südlich von der Stadt, zwischen Greifenstein und Sturmhafen einen Außenposten namens Kaltenfels zu gründen und diesen letztendlich aufzubauen. Nach einigen Wochen anstrengender Bauarbeiten, kam Wladimir der Gedanke auf, sich in dem zukünftigen Außenposten niederzulassen und dort ein eigenständiges Leben zu führen. Sofort erzählte er es seinem besten Freund Wiktor, worauf dieser zunächst nicht sehr davon überzeugt war, jedoch vereinbarten sie nach längeren Diskussionen zusammen, dass Wiktor Wladimir regelmäßig besuchen könne, da der Weg von Greifenstein zum geplanten Posten kein langer war. Somit fing Krasenrow damit an, sein Eigentum aus der gemeinsamen Wohnung zu räumen und nach Kaltenfels zu transportieren. Gemeinsam mit den anderen Architekten und Arbeitern baute er sich schließlich sein eigenes, gemütliches Zuhause auf. Wladimir’s Traum von einem erfüllten Leben in einem freien Land, nahm also vollen Lauf und steuerte Richtung Erfüllung zu.

(Mit dieser Etappe endet meine Aktivität dieses Charakters vorläufig, eine neue Charaktervorstellung folgt demnächst)

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