Allgemeine Infos:
- Name: Gilberim Flammenbart
- Geschlecht: männlich
- Alter: 104
- Rasse und Kultur: Zwerg aus Krárvalo
- Wohnort: Krárvalo in der Handwerks-Gilde
- Herkunft: Kazad’Ruhn (siehe Vorgeschichte)
- Religion: Nekráva (Gísana - Der Philosoph)
- Beruf: Brauer
Aussehen und Merkmale:
Gilberim Flammenbart ist ein junger erwachsener Zwerg mit einer muskulös athletischen Figur und ganzen 140 cm Körperhöhe. Markant ist sein feuerroter Bart der stets gepflegt und zu einem prächtigen Zopf geflochten sein ungeschundenes Gesicht abrundet. Rote Haare, intensiv blaue Augen und eine markante Nase stechen im Gesicht hervor.
Charaktereigenschaften:
- hilfsbereit und freundlich: Gilberim begegnet grundsätzlich jedem Wesen gegenüber zunächst wohlgesonnen.
- friedliebend: Gilberim geht niemals freiwillig in einen Kampf, nur wenn es absolut nötig ist. Dabei ist der Schutz durch Verteidigung seiner Verbündeten sein Ziel.
- generell anderen zugeneigt, aber gegenüber Menschen skeptisch: Gilberim hat persönlich noch keine Erfahrungen mit Menschen gemacht, nur über Geschichten und Erzählungen von ihnen gehört und ist daher zurückhaltend ihnen gegenüber.
- loyal gegenüber seiner Familie und Freunden: Gilberim würde seine Familie und Freunde niemals betrügen oder hintergehen
- ausdauern und fleißig: Gilberim ist keine Aufgabe zu langweilig oder zu anstrengend, viel mehr liebt er es seinen Geist einzusetzen um an schier unlösbaren Problemen über lange Zeit zu grübeln
- naturverbunden und philosophisch: Gilberim wuchs in Mitten der Natur auf und liebe es bereits als Kind und auch als Jugendlicher aus der Höhle der Familie zu stehlen um im Wald oder den Felsen zu verweilen.
- zurückhaltend und besonnen: Gilberim handelt immer erst nachdem er über eine Situation nachgedacht hat und damit niemals voreilig und oft auch etwas zurückhaltend, dafür besonnen
Fähigkeiten:
- Lesen und schreiben: Gilberim kann lesen und schreiben, er ist mit dem Übersetzten von alten Runen vertraut
- Schwimmen: Gilberim hat große Angst vor tiefem Wasser und kann sich kaum über Wasser halten
- Feuer: Gilberim ist geübt im Entzünden und im Umgang mit Feuer
- Kommunikation: Gilberim ist ein guter Gesprächspartner in der Taverne, jedoch wenig geübt im Gespräch mit Adeligen
- Warenanalyse: Gilberim erkennt die Qualität von Handwerklich geschaffenem wie Werkzeugen, Schmuck, Lebensmitteln, Getränken und Tränken, sowie natürlichen Ressourcen sehr gut
- Bewegung: Gilberim kann gut klettern, weiß sich zügig durch Felsen und um Bäume zu bewegen
- Kampfkunst: Gilberim kann einigermaßen mit einem Stock umgehen, mit geschmiedeten Waffen und Rüstungen kann er jedoch nichts anfangen, außerdem setzt er seine Fähigkeiten immer nur defensiv ein.
- Kochen und Brauen: Gilberim besitzt sehr gute Kochkünste und kann Brauen.
- Tiere und Pflanzen: Gilberim begeistert sich für alles aus der Natur, auch wenn er selbst das Anpflanzen und Aufziehen anderen überlässt.
Stärken und Schwächen:
- Stärken:
- Handwerkliches Geschick: Gilberim hat in seiner Jugend von seinen Eltern und den anderen Zwergen seiner Enklave sehr viel über die verschiedenen Handwerksarten gelernt.
- Agilität: Gilberim ist für einen Zwerg äußerst agil und bewegt sich sehr leichtfüßig vor allem durch natürliches Gelände
- Gutes Gedächtnis: Gilberim kennt sehr viele Rezepte, Legenden und Geschichten
- Verstecken: Gilberim kann sich sehr gut verstecken
- Intelligenz: Gilberim hat eine hohe Auffassungsgabe und kombiniert schnell, sodass er Situationen schnell einschätzen kann und korrekte logische Schlüsse zieht
- Schwächen:
- Schwere Waffen und Rüstungen: Gilberim ist ungeübt im Umgang mit geschmiedeten Waffen und dem Tragen von schweren Rüstungen
- Angriffe: Gilberim ist nahezu unfähig einen Gegner aktiv anzugreifen, was ihn stets in die Defensive drängt
- Kraft: Gilberim ist durchaus fähig einen Hammer präzise zu schwingen, einen Tunnel oder gar eine ganze Halle kann er jedoch nicht allein ausheben.
- Adelsangelegenheiten: Gilberim ist nicht vertraut mit höffigen Angelegenheiten/Anstand
- Naivität: Gilberim geht immer davon aus, das andere ihm nicht böses wollen, solange nicht offensichtliche Hinweise ihn zweifeln lassen, glaubt er anderen sofort.
Beruf/Beschäftigung:
Brauer in der Handwerksgilde von Krárvalo:
Gilberim ist geschult im Brauen und der Zubereitung der feinsten Speisen und Genussmittel. Er verbringt viel Zeit im experimentellen Braukeller oder der Küche und probiert sich an neuen Rezepturen und verschiedensten Ingredienzien aus, welche er dann gern in der Taverne mit den Gästen teilt.
Magie
Funkelschuppen
Funkelnd und glitzernd breiten sich juwelenartige Schuppen auf dem Körper und der Rüstung der Zwerge aus. Sie nehmen beliebige Farben und Schimmer an und schützen die Zwerge vor den Angriffen ihrer Feinde.
→ (Erhöhte Verteidigung bei Zwergen im Umkreis)
Elementare Heilkraft
Die im Edelstein wohnenden Kräfte speisen die Böden oder die Lüfte. Eine sichtbare Welle aus Magie strömt vom Zauberer aus über die Erde und hüllt alle Zwerge in ihren Schein. Die Körper der Zwerge erstarken und regenerieren.
→ (Heilung bei Zwergen im Umkreis)
Harnisch der Wälder
Der Zauberer lässt Pflanzen, Wurzeln oder Geäst an den Beinen des Zieles emporwachsen, die sich über dessen Kleidung und Rüstung legen. Sie gewinnen an Festigkeit und verholzen annähernd, so dass sich eine Art natürliche Rüstung gebildet hat. Sie erhöht zeitweilig den Schutz vor Angriffen.
→ (Rüstungswert erhöht)
Schwächender Staub
Der Magier lässt Blüten zu den Füßen des Zieles sprießen, die einen dünnen Staub verteilen. Er bewirkt eine zeitweilige Schwächung der Angriffe.
→ (Angriff verringert)
Vorgeschichte:
Stammbaum
Die rasche Geburt
Es ist ein ruhiger Tag in Kazad’Ruhn im Tal unter dem großen Berg Grimfarn an der Westseite des großen Gebirgszuges des Zwergenkontinents, als von Brunhilda Flammenbart ein lauter Schrei ausging. Mit einer ersten starken Wehe kündigte sich die nahende Geburt ihres 3. Kindes an. Die beiden älteren Geschwister, Durnhild Flammebart (75) und Grimnir Flammenbart (25), eilten sofort zu ihrer Mutter um nach ihr zu sehen. Brunhilda schickte sie die Hebamme der Gemeinde zu holen und ihren Vater Tormar Flammenbart im Braukeller zu informieren. Sie nahm den Topf mit frischem Kaninchen-Eintopf von der Feuerstelle und begab sich in Richtung ihrer Schlafkammer. Noch auf dem Weg zu ihrem Lager kam die zweite und auch eine dritte Wehe. Das Baby hatte es sichtlich eilig. Die Hebamme traf wenige Minuten später mit Tüchern, Kräuterlösungen und Gesundheitsrunen bei Brunhilda Flammenbart ein und bereitete alles für die Geburt vor. Gerade als die beiden älteren Geschwister Durnhild Flammebart und Grimnir Flammenbart mit ihrem Vater Grimnir Flammenbart im Schlepptau in der Nähe der Familienunterkuft eintrafen, wart ein kräftiges Schreien eines neugeborenen Zwerges zu hören. Gilberim Flammenbart hatte in einer Rekordzeit das Licht der Kerzen in der Höhle der Familie Flammenbart erblickt.
Die behütete Jugend
Der junge Gilberim Flammenbart wuchs wohl behütet in der kleinen Zwergengemeinschaft in Kazad’Ruhn auf. Seine Mutter Durnhild Flammebart, eine begnadte Schmiedin, und sein Vater Grimnir Flammenbart, ein Koch und Braumeister, umsorgten ihre Kinder wie man es sich nicht besser vorstellen konnte. Vorallem in seinen jungen Jahren begleitet Gilberim Flammenbart seine Eltern oft zur Arbeit und beobachtet jeden Handgriff bis ins Detail. Schon bald begann er mit seinem Vater Grimnir Flammenbart die ersten Rezepte auch selbst auszuprobieren und erwies großes geschick im Umgang mit Kessel, Destille und den großen Holzfässern, in den die verschiedenen Biere lagerten. Er hatte außerdem eine sehr gute Beziehung zu seinem Onkel Borin Flammenbart, dem Bruder seines Vaters ein Wildhüter und Förster, der ihn oft mit auf kleine Ausflüge in den nahem Wald, zum Meer oder in die Berge mit nahm. Er leerte ihm, wie man sich im Wald still und elegant bewegte und wie man die seltensten Pflanze und Tiere zu Gesicht bekommt. Eines Tages am Meer sammelte Gilberim Flammenbart wunderbar glitzernde Edelsteine am Strand, als ihn eine überraschende Welle erfasste. Sein Onkel Borin Flammenbart eilte vom Strand aus zu Hilfe und wurde ebenso durch eine noch größere zweite Welle unter Wasser gedrückt. Mit größter Mühe gelang es Borin Flammenbart Gilberim Flammenbart über Wasser zu halten. Gilberim Flammenbart der kaum schwimmen konnte schaffte es irgendwie den Strand zu erreichen, Borin Flammenbart jedoch gab sein Leben um das Kind zu retten. Gilberim Flammenbart rief nach ihm und rannte immer wieder mit den Wellen in Richtung des Wassers, aber er konnte Borin Flammenbart nicht retten. Diese tragische Erlebnis veränderte Gilberim Flammenbart, er wurde ruhiger, bedachter und zog sich oft in die
Berge oder den Wald allein zurück.
Die geschlossene Gesellschaft
Die Zwergengemeinschaft bestehend aus nahezu 50 Zwergen hatte keinen Kontakt zu anderen Wesen Eldorias, sie ernährten sich von dem, was der nahe Wald und die Berge zu bieten hatten. Ihnen fehlte es an nicht, da sie reiche Jagdgründe in der Wäldern, blühende Kräuterwiesen und auch eldelstein- und erzreiche Adern im Berg fanden. Hin und Wieder verirrte sich ein Fremder in ihre Gebiete, doch Kazad’Ruhn war sehr gut versteckt und die Zwerge verstanden es keine Spuren zu hinterlassen. Es gab nur einen versteckten Eingang in ihre Mine und die Höhlen am Berg, der ihnen Sicherheit gab.
Die Zwerge der Gemeinschaft wurden geführt von einer alten weißen Zwergin, namens Hilda Eisenfaust, der Großmutter Gilberim Flammenbarts. Sie führte die Gemeinschaft mit weisen Worten und Gerechtigkeit. Sie ware eine direkte Nachkommin, derer Zwerge, die als Jugendliche vor einem Angriff von grässlichen Monstern auf ihren Stamm im kalten Norden flohen. Sie schworen sich niemals einem anderen Wesen dies anzutun und so lehrte Hilda Eisenfaust stets Frieden und stillte jeden Streit innerhalb der Gemeinschaft mit Logik und Vernunft. Sie war es auch, die den Generationen nach ihr das Wissen über die Magie weitergab. Gilberim Flammenbart selbst lernte alles über die Magie von seiner Tante Hesra Flammenbart. Sie lehrte ihm das lesen von alten Runen, die Zubereitung von Tränken und das wirken von Naturzaubern zur Verteidigung und Stärkung.
Die ungeheure Katastrophe
Gilberim Flammenbart wurde durch lautes Grollen und Donner geweckt. Es war noch Vormittag, wie er am Stand der Sonne über dem Felsmassiv im Süßen erkennen konnte. Er lag im weichen Moos des Wald nahe Kazad’Ruhn, indem er wieder einmal, gegen den Willen seiner Eltern, allein übernachtete hatte. Oft schlich er sich heimlich aus der Höhle, mit gepacktem Rucksack mit etwas zu Essen und Getränken für die Nacht und versteckte sich im Wald um in der Dämmerung die Tiere zu beobachten und um den Glühwürmchen wie sich sich lautlos durch die Bäume bewegten zu folgen.
Doch auf den Lärm, welcher vom Tal her grollte folgte eine massive Staubwolke, die weit in den Himmel hinauf stieg. Gilberim Flammenbart fuhr die Angst bis tief in die Knochen. Umgehend sammelte er sein mitgebrachtes zusammen, trank einen Schluck vom süßen Beerenmost und rannte flink durch den Wald in Richtung des Berges Grimfarn, indem seine Familien lebte. Mit jedem Schritt und jedem Sprung über Äste und Wurzeln wurde es ihm immer banger. Als er den Waldrand erreichte und in schrofferes Gelände am Berg Eindrang, zeigte sich ein Bild der Zerstörung und des Schreckens. Ein gigantischer Felsrutsch von ihm bislang unvorstellbarem Ausmaß hatte sich ereignet und das komplette Tal in Geröll und Staub gehüllt. Das Tal selbst war über mehrere hunderte Meter hoch mit massiven Felsbrocken verfüllt. Gilberim Flammenbart erkannte seine Heimat nicht wieder. Nichts, rein gar nichts erinnerte mehr an den Blick auf den Eingang der Mine seiner Zwergengemeinschaft. Ein Kümmerlicher Baum, der sonst weit oben am Berg den Norden anzeigt, war nun plötzlich auf Höhe des Bodens und in Zwei gebrochen. Es gab keine Hoffnung, dass irgendjemand diesen Felssturz überlebet haben konnte, der sich außerhalb von Kazad’Ruhn befand. Doch was ist mit den Zwergen, welche sich im inneren des Berges befanden? Waren sie am Leben? Gilberim Flammenbart wollte helfen, er begann die ersten Felsen zu Seite zu schieben, von rechts nach links von oben nach unten, doch er wusste nicht wo er überhaupt suchen sollte. Er verweilte bis zum nächsten morgen auf dem Geröllfeld und lauschte nach Stimmen oder irgend einer Regung, doch er vernahm nur Stille. Kein Tier weder am Boden noch in der Luft wagte sich in dieses schreckliche Gelände.
Es gab keine Hoffnung mehr, Gilberim Flammenbart hatte nurnoch wenig Essen und Trinken für einige Tage und er musste diesen einsamen Ort erlassen. Er wusste von Erzählungen, dass es in mitten des eisigen Gebirges andere Zwerge geben soll und so zog er los in Richtung Norden mit der Hoffnung, dass der Berg Grimfarn im sicheres Geleit bieten würde. Nach einer drei-tägigen Wanderung durch Schnee und Eis zu Tage und in der Nacht, sah er am Horizon einige helle blaue Flammen die Dunkelheit erscheinen, dass es muss sein, dass muss die Zwergenstadt aus den Erzählungen sein, dass muss Krárvalo sein.
Die neue Heimat
— hier beginnt nun die Geschichte Gilberim Flammenbarts in Krárvalo —