Die letzten Sonnenstrahlen tauchten den Marktplatz in warmes Gold, während nach und nach Reisende, Händler und Bewohner ihre Schritte verlangsamten. Zwischen den Marktständen trat Elarya Velaryth vor die wartenden Zuhörer. Einen Moment ließ sie ihren Blick über die Menge schweifen, ehe sie mit ruhiger, klarer Stimme zu sprechen begann.
„Viele von euch haben den Namen Valyrianthi vielleicht schon gehört. Manche nennen uns auch Drachenelfen. Unser Volk blickt auf eine lange Geschichte zurück – eine Geschichte voller Größe, aber auch voller Verlust. Einst erhoben sich unsere Städte stolz über die Welt. Dann gingen sie unter. Was blieb, waren Erinnerungen, unsere Sprache, unsere Traditionen und der Glaube an die Zwölf Drachengötter. Auch Thur’Valarys war einst mehr als nur eine Insel. Sie gilt als Wiege unseres Volkes, als Ort alter Legenden und vergessener Heiligtümer. Lange Zeit lag sie verlassen da – bis wir zurückkehrten. Aus einem kleinen Refugium entstand Schritt für Schritt Valathyr. Kein Reich der Eroberung und kein Ort des Prunks, sondern eine Gemeinschaft. Ein Ort, an dem unsere Kultur bewahrt und zugleich Neues geschaffen werden kann.“
„Doch keine Stadt wächst allein durch Mauern und Straßen. Sie wächst durch jene, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb suchen wir weitere Valyrianthi, die sich Valathyr anschließen möchten.
Wir suchen Bauern und Fischer, die unsere Gemeinschaft versorgen.
Bäcker, Brauer und Wirte, die den Alltag mit Leben erfüllen.
Handwerker, Schmiede, Schneider und Händler, die am Aufbau unserer Stadt mitwirken.
Heiler, Kräuterkundige und Medici, die sich um das Wohl unserer Bürger kümmern.
Doch ebenso sind Gelehrte, Krieger, Künstler, Priester und all jene willkommen, die ihren eigenen Pfad beschreiten und ihre Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen möchten.“„In Valathyr zählt weder ein hoher Titel noch der Reichtum eines Einzelnen. Entscheidend ist der Wille, gemeinsam etwas aufzubauen und Verantwortung füreinander zu tragen. Wenn euer Herz euch nach Thur’Valarys führt, dann findet den Weg zu uns. Vielleicht wartet dort bereits der Pfad, den ihr schon lange gesucht habt.“
Mit einer leichten Verneigung trat Elarya schließlich zurück und ließ den Abend langsam in Gespräche zwischen den Anwesenden übergehen.
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