Der Name Valathyr setzt sich aus Vala – „Hüter“ oder „Bewahrer“ – und der Endung -thyr zusammen, die in der alten Sprache mit Schutz, Beständigkeit und innerer Stärke assoziiert wird.
Valathyr bedeutet sinngemäß „Ort der bewahrenden Hüter“ oder „Zuflucht der Wachsamen“.
Valathyr in der Valyriath-Schrift:

Der Wind, der über Thur’Valarys strich, trug den Duft vergangener Zeitalter mit sich. Er wehte durch die verfallenen Steinkreise, über die grauen Klippen und die überwucherten Pfade, die einst die Schritte von Drachenelfen getragen hatten. Die Insel schlief – nicht tot, nur wartend, wie ein uraltes Herz, das jeden Moment wieder zu schlagen beginnen konnte.
Seit Generationen erzählte man sich nur noch Legenden über diesen Ort: Dass die Zwölf Drachengötter hier gewandelt seien. Dass hier die erste Sprache gesprochen wurde – Alt-Valyriath. Dass hier einst die Flamme entzündet worden war, aus der Hoffnung und Ordnung hervorgingen. Und doch war niemand zurückgekehrt. Bis zu dem Tag, an dem eine einzelne Gestalt den Nebel durchbrach.
Elarya Velaryth – so nannte man sie. Ruhig, gefasst, mit jener Würde, die nicht aus Anspruch erwächst, sondern aus Verantwortung. In ihren Augen lag ein altes Licht, kein Zeichen von Herrschaft, sondern von Erinnerung. Sie kam nicht, um zu fordern, und nicht, um zu regieren – sondern um zu wahren, was bewahrt werden musste. Elarya wusste um ihre Aufgabe. Als Stimme der Flamme war sie der Valysar treu ergeben, berufen, dort zu handeln, wo die Drachenkönigin fern war. Nicht als Ersatz, sondern als Hüterin eines Ortes, der Schutz brauchte.
Und Elarya blieb nicht allein. Wie von leiser Hand geführt, fanden Reisende ihren Weg nach Thur’Valarys: Dienende, die den alten Bindungen treu geblieben waren. Suchende, Heimatlose, Idealisten – und ihr Geliebter, der menschliche Käpt’n Edward Macbeth. Jeder von ihnen getragen von dem Gefühl, dass hier ein Ort entstehen konnte, der mehr war als eine Erinnerung.
Gemeinsam errichteten sie das erste Lager. Dann ein zweites. Dann ein drittes. Ein Anwesen entstand – schlicht, aber beständig. Ein Gewächshaus mit Pflanzen aus alten Zeiten. Die ersten Bürgerhäuser, eine Taverne, eine Brücke zwischen Inseln und Wegen. Mit jedem Balken, jeder Pflasterreihe, jedem gesprochenen Wort in Alt-Valyriath wuchs etwas heran, das größer war als Einzelne: eine Gemeinschaft.
Eines Nachts stand Elarya allein an der Quelle der Träume. Der Himmel war klar, die Sterne funkelten still. Da öffnete die Quelle sich – nicht im Wasser, sondern im Geist. Sie sah Hallen voller Licht, Drachenelfen und andere Völker, die Seite an Seite lebten. Märkte, Tempel, Heiligtümer – und einen Ort der Führung, nicht der Tyrannei, sondern der Weisheit.
Die Vision nahm ihr den Atem.
„Dies ist der Weg“, flüsterte die Insel.
„Führe uns in die Zukunft.“
Als Elarya zu sich kam, wusste sie, dass es kein Zurück mehr gab. Thur’Valarys hatte sie nicht zur Herrscherin erwählt, sondern zur Hüterin.
Und so begann der Wiederaufbau. Nicht aus Machtgier, nicht aus Nostalgie, sondern aus Hoffnung. Aus dem Wunsch, einen Ort des Schutzes zu schaffen – ein Refugium, eine Zuflucht –, an dem die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt würden und an dem Zukunft wachsen durfte.

Valathyr führt das gleiche Banner wie Vinyamar: ein dunkelgrünes Tuch mit einem abstrakten, gold-gelben Drachen.
In Valathyr steht dieses Banner nicht für eine eigene Dynastie oder einen Thron, sondern für die fortbestehende Verbindung zur Valysar und zum Drachenhof von Dohaeragon.
Das Dunkelgrün symbolisiert Leben, Erneuerung und den Schutzraum, den Valathyr für Drachenelfen und Verbündete bieten soll. Der goldene Drache erinnert an die Zwölf Drachengötter und an das Erbe der Valyrianthi, dessen Bewahrung eines der zentralen Ziele der Gemeinschaft ist.
Das Siegel Valathyrs, derzeit geführt von Elarya Velaryth, ist in tiefem Grün gehalten und zeigt einen aufrechten Drachen, der eine brennende Fackel trägt, umgeben von Palmen. Die grüne Farbe steht für Leben, Schutz und Erneuerung und verweist auf Valathyrs Rolle als Refugium und Ort des Wiederaufbaus. Der Drache symbolisiert die Verbindung zu den Zwölf Drachengöttern sowie die wachsame Verantwortung der Hüterin, während die Fackel für Führung, Orientierung und den Fortbestand der Flamme steht. Die Palmen verkörpern Zuflucht, Beständigkeit und Gemeinschaft.
Dieses Siegel wird für Dokumente, Briefe und Bekanntmachungen Valathyrs verwendet und verleiht ihnen die Autorität der Stimme der Flamme, ohne den Anspruch einer eigenständigen königlichen Herrschaft zu erheben.
Valathyr ist keine eigenständige Monarchie, sondern eine Gemeinschaft unter der Oberhoheit der Valysar, der Drachenkönigin von Dohaeragon. Der Drachenhof von Dohaeragon bleibt das höchste politische und spirituelle Zentrum der Drachenelfen.
Die Führung Valathyrs obliegt Elarya Velaryth, die den Titel der „Stimme der Flamme“ trägt. Als engste Beraterin und Sprachrohr der Valysar ist sie dazu berufen, in deren Namen zu handeln, zu leiten und Entscheidungen zu treffen, wo die Drachenkönigin selbst nicht anwesend ist.
Elarya regiert nicht aus eigenem göttlichen Anspruch, sondern als Stellvertreterin der Flamme und Treuhänderin des Willens der Valysar. Unterstützt wird sie vom Hohen Rat von Valathyr, der beratend tätig ist und verschiedene Verantwortungsbereiche der Gemeinschaft vertritt. In alltäglichen Fragen entscheidet der Rat gemeinsam, in grundlegenden Angelegenheiten liegt das letzte Wort bei der Stimme der Flamme.
Valathyr versteht sich somit als Aussenarm der drachenelfischen Ordnung: geführt, nicht beherrscht – eigenständig im Handeln, doch loyal gegenüber Dohaeragon und der Valysar.
Valathyr kennt keine ständische oder rangbasierte Ordnung. Alle Bürger gelten als gleichwertige Mitglieder der Gemeinschaft.
Die Verantwortung für Valathyr liegt bei Elarya Velaryth, Hüterin der Stadt und Stimme der Flamme. Sie wird vom Hohen Rat beraten, der bei gemeinschaftlichen und übergreifenden Angelegenheiten unterstützend wirkt. Der Hohe Rat von Valathyr ist bewusst klein gehalten. In der Anfangszeit besteht er aus wenigen Personen, die zentrale Verantwortungsbereiche vertreten und die Hüterin der Stadt beraten. Mit dem Wachstum Valathyrs kann der Rat erweitert werden, wenn es die Gemeinschaft erfordert.
Der Hohe Rat besteht derzeit aus folgenden Positionen:
Der Hüter der Gemeinschaft
Aufgaben
Der Hüter der Gemeinschaft trägt Verantwortung für den inneren Zusammenhalt Valathyrs. Er koordiniert Aufbauprojekte, Versorgung und gemeinschaftliche Vorhaben und achtet darauf, dass die Bedürfnisse der Bürger gehört und berücksichtigt werden.
Der Hüter des Schutzes
Aufgaben
Der Hüter des Schutzes ist für die Sicherheit Valathyrs verantwortlich. Er wacht über Ordnung, Verteidigung und den Schutz des Refugiums und stellt sicher, dass Bedrohungen frühzeitig erkannt und abgewehrt werden.
Darüber hinaus gründet sich die Ordnung Valathyrs nicht auf Ränge, sondern auf Verantwortung und Beitrag. Entscheidungen werden nach Möglichkeit gemeinsam getragen, bei Konflikten vermitteln Rat und Hüterin.
Valathyr ist keine Stadt der festen Rollen oder starren Zugehörigkeiten. Sie ist ein Ort des Wandels, der Entwicklung und der bewussten Entscheidung. Wer nach Valathyr kommt, bringt eine Vergangenheit mit – doch hier zählt nicht, was jemand war, sondern wofür er bereit ist, Verantwortung zu tragen. Aus diesem Gedanken heraus entstanden die Pfade von Valathyr.
Ein Pfad ist kein Beruf, kein Stand und keine Verpflichtung. Er beschreibt eine innere Haltung: eine Weise, wie ein Bürger denkt, handelt und zur Gemeinschaft beiträgt. Pfade können sich verändern, erweitern oder ruhen – denn kein Lebensweg verläuft geradlinig.
Berufe bestimmen in Valathyr keinen Pfad. Die Pfade beschreiben, wie ein Beruf gelebt wird. Daher kann ein Bürger mehrere Pfade zugleich beschreiten, auch wenn meist einer davon im Mittelpunkt steht.
Die Pfade sind offen. Niemand wird zugeteilt, niemand eingeschränkt. Sie schließen einander nicht aus. So entstehen Lebenswege – keine Schablonen.
Die Pfade
Der Pfad der Flamme – „Was wir erschaffen, hinterlässt Bestand.“
Der Pfad der Flamme steht für Schaffen, Gestalten und Erneuern.
Ihm folgen jene, die daran glauben, dass eine Gemeinschaft durch Aufbau wächst – durch Werke, Wissen und Kreativität. Anhänger dieses Pfades sehen Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Notwendigkeit. Sie bauen, lehren, planen und erschaffen nicht aus Ruhmsucht, sondern aus dem Wunsch heraus, Valathyr zu formen und weiterzugeben. Still oder sichtbar, schlicht oder kunstvoll – ihre Arbeit gibt der Stadt Gestalt. Baumeister, Handwerker, Künstler, Braumeister, Wirte, Lehrmeister und jene, die mit ihrer Arbeit die Stadt formen.
Der Pfad des Stroms – „Alles lebt vom Austausch.“
Der Pfad des Stroms verkörpert Bewegung, Verbindung und Wandel.
Wer ihm folgt, glaubt daran, dass Stillstand schadet und Austausch Leben erhält. Worte, Waren, Gedanken und Beziehungen sind für sie das Blut einer Gemeinschaft.
Er wird von Händlern, Diplomaten, Vermittlern, Boten und Ratsmitgliedern beschritten – von jenen, die Valaryn mit der Welt verbinden und den Fluss von Worten und Waren lenken.
Diese Bürger verbinden Valathyr mit der Welt, vermitteln zwischen Interessen und Kulturen und halten die Stadt offen, ohne sie preiszugeben. Sie wissen: Was fliesst, bleibt lebendig.
Der Pfad der Wurzel – „Leben bewahrt man durch Fürsorge.“
Der Pfad der Wurzel steht für Heilen, Versorgen und Bewahren.
Seine Anhänger glauben, dass Stärke nicht im Sieg, sondern im Erhalt des Lebens liegt. Sie wirken oft im Hintergrund und tragen doch das Fundament der Gemeinschaft. Sie nähren Körper und Geist, lindern Leid und sorgen dafür, dass Valathyr Bestand hat – selbst in Zeiten von Mangel, Krankheit oder Verlust.
Bauern, Fischer, Kräuterkundige, Heiler, Medici, Tempeldiener und Priester folgen diesem Pfad und sorgen dafür, dass Leben erhalten und genährt wird.
Der Pfad der Klinge – „Schutz ist Verantwortung, nicht Macht.“
Der Pfad der Klinge dient dem Schutz der Gemeinschaft.
Wer ihn beschreitet, tut dies nicht aus Herrschsucht oder Blutdurst, sondern aus dem Bewusstsein heraus, dass Frieden bewahrt werden muss. Diese Bürger stellen sich zwischen Valathyr und jede Bedrohung. Sie handeln entschlossen, aber nicht leichtfertig, und wissen, dass wahre Stärke im Maßhalten liegt.
Krieger, Wachen, Ausbilder, Jäger, Gefängniswärter und Mitglieder der Inquisition beschreiten ihn, um Valaryn zu sichern – nicht aus Machtstreben, sondern aus Verantwortung.
Der Pfad des Echos – „Was erinnert wird, geht nicht verloren.“
Der Pfad des Echos bewahrt Wissen, Erinnerung und Sprache.
Seine Anhänger glauben, dass eine Gemeinschaft ohne Gedächtnis ihre Identität verliert. Sie sammeln, lehren, übersetzen und bewahren, damit Vergangenheit und Gegenwart miteinander sprechen können. Sie halten Geschichte lebendig, geben Wissen weiter und sorgen dafür, dass die Stimme Valathyrs – und die Sprache Alt-Valyriath – nicht verstummt.
Gelehrte, Professoren, Bibliothekare, Chronisten, Missionare und Übersetzer folgen diesem Pfad und halten Geschichte, Lehre und die Sprache Alt-Valyriath lebendig.
Die genannten Berufe sind Beispiele. Je nach Auslebung kann ein und derselbe Beruf unterschiedlichen Pfaden zugeordnet sein. Beispiel: Ein Apotheker kann Wissen bewahren (Pfad des Echos), er kann heilen (Pfad der Wurzel) oder für Schutz sorgen, indem er andere vergiftet (Pfad der Klinge).
Der Schwur am Herdfeuer
Neue Bürger Valathyrs können, wenn sie es wünschen, ihren ersten Pfad im Rahmen eines schlichten Rituals benennen. Im Herzen der Stadt brennt das Herdfeuer, Sinnbild für Gemeinschaft, Schutz und Zusammenkunft.
Der Bürger tritt vor das Feuer, nennt seinen Namen und spricht, welchen Pfad er als ersten beschreiten möchte. Es ist kein Versprechen für die Ewigkeit, sondern eine ehrliche Momentaufnahme.
Ein Ratsmitglied oder die Hüterin bestätigt den Schwur mit einem kurzen Segenswort. Der Pfad gilt als angenommen – als Anfang, nicht als Bindung.
Die Erweiterung des Weges
Wächst ein Bürger, verändert sich seine Aufgabe oder sein Blick auf die Welt, kann er jederzeit einen weiteren Pfad aufnehmen. Dies geschieht ohne großes Ritual, meist im kleinen Kreis oder vor einem Ratsmitglied.
Der Bürger erklärt, dass sich sein Weg erweitert hat, und benennt den neuen Pfad. Der bisherige Pfad geht dabei nicht verloren – er bleibt Teil der Erfahrung und der Geschichte.

Der Baustil Valathyrs ist warm, küstennah und naturverbunden. Helle Steinarten, Sandstein und Holz prägen das Stadtbild und fügen sich harmonisch in Strände, Klippen und bewachsene Hänge ein. Gebäude wirken solide und geschützt, ohne monumental oder prunkvoll zu sein.
Typisch sind:
- geschwungene Dächer und offene Vorbauten
- Terrassen, Brücken und Übergänge zwischen Wasser und Land
- begrünte Fassaden, Ranken und Gärten
- klare, funktionale Grundformen mit handwerklichen Details
Die Architektur folgt der Landschaft statt sie zu beherrschen. Häuser und öffentliche Bauten entstehen dort, wo sie Schutz bieten und Gemeinschaft ermöglichen. Selbst größere Gebäude bleiben zugänglich und bodenständig. Valathyrs Baustil spiegelt damit den Geist der Stadt wider: ein Ort der Zuflucht und Beständigkeit, gewachsen aus Umgebung und Bedarf – nicht aus Machtdemonstration.
Valathyr ist eine Gemeinschaft der Valyrianthi – umgangssprachlich auch Drachenelfen genannt. Die Kultur der Stadt ist geprägt von Bewahrung, Verantwortung und einem ruhigen Umgang miteinander. Herkunft und Vergangenheit werden geachtet, bestimmen jedoch nicht den Wert eines Einzelnen.
Zentraler Bestandteil der Kultur ist die Verehrung der Zwölf Drachengötter. Sie gelten als Hüter des Gleichgewichts und als Sinnbilder für Ordnung, Wandel, Leben und Tod. Der Glaube äußert sich nicht in Prunk oder Zwang, sondern in stillen Ritualen, Festzeiten und dem bewussten Handeln im Alltag.
Sprache, Geschichte und alte Überlieferungen werden gepflegt, ohne sie anderen aufzuzwingen. Valaryn versteht Kultur als etwas Lebendiges, das bewahrt, aber nicht verhärtet wird.
Einige Valyrianthi in Valathyr nutzen eine fast ausgestorbene Sprache der Valyrianthi: „Alt-Valyriath“. Diese Sprache ist von melodischen Klängen und einer komplexen Grammatik geprägt, die es Sprechern ermöglicht, Nuancen und subtile Bedeutungen auszudrücken. „Alt-Valyriath“ spiegelt die kulturellen Werte und die tiefe Verbindung der Valyrianthi mit ihren Drachengöttern wider.
Valathyr folgt keiner Ideologie der Macht, sondern einer Haltung der Verantwortung. Die Stadt glaubt daran, dass wahre Stärke aus Mass, Standhaftigkeit und der Bereitschaft entsteht, zu schützen, statt zu herrschen. Bewahrung steht über Expansion, Gemeinschaft über Rang, Handlung über Anspruch.
Jeder Bürger trägt Verantwortung für sein Tun und für das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Schutz. Wandel wird nicht gefürchtet, solange er bewusst geschieht. Konflikte werden nicht gesucht, aber auch nicht ignoriert, wenn Grenzen überschritten werden.
Diese Haltung prägt auch Valathyrs Verhältnis zur Außenwelt. Die Stadt versteht sich nicht als Machtzentrum, sondern als Refugium und Zufluchtsort. Beziehungen zu anderen Völkern, Kulturen und Städten werden mit Respekt und Bedacht gepflegt. Austausch und Diplomatie sind willkommen, solange sie auf gegenseitiger Achtung beruhen.
Gewalt, willkürliche Zerstörung und die Missachtung von Leben, Geschichte oder Natur widersprechen den Grundwerten Valathyrs. Neutralität bedeutet hier keine Gleichgültigkeit, sondern bewusste Zurückhaltung und verantwortungsvolles Abwägen.
Valathyr bietet Schutz, ohne sich der Welt zu verschließen – und bewahrt Hoffnung, ohne sie aufzuzwingen.

Gemeinschaftliche Pausen
Gemeinsame Mahlzeiten, Teerunden oder kurze Ruhezeiten gehören zum Alltag. Sie finden ungezwungen statt – auf Feldern, in Werkstätten oder in der Taverne – und stärken den Zusammenhalt der Gemeinschaft.
Titel und Anrede
Titel dienen der Orientierung, nicht der Erhebung. Elarya wird als Hüterin (von Valathyr) oder Stimme der Flamme angesprochen. Andere Funktionsbezeichnungen werden respektvoll, aber ohne Zwang verwendet. Herkunft oder frühere Titel begründen keinen Rang. Sollte die Elfe mehrere Titel innehaben, wird der höchste bevorzugt. Zum Beispiel Ithron (Mylaela) Maertel. Bei Bekanntschaft wird oft auch der Vorname akzeptiert.
Erinnerung und Bewahrung
Valathyr pflegt Orte der stillen Erinnerung: Statuen, Ruinen, Steinkreise, Archive und Erzählungen. Geschichte wird weitergegeben, nicht vergessen.

Der Schwur am Herdfeuer
Neue Bürger können am Herdfeuer ihren ersten Pfad benennen. Das Ritual ist kurz und still und dient der bewussten Ankunft in der Gemeinschaft, nicht der Verpflichtung.
Erweiterung des Weges
Das Aufnehmen eines weiteren Pfades erfolgt ohne großes Zeremoniell. Ein persönliches Bekenntnis im kleinen Kreis oder vor einem Ratsmitglied genügt. Wandel gilt als Zeichen von Wachstum.
Religiöse Rituale
Die Verehrung der Zwölf Drachengötter findet im entstehenden Tempelviertel statt. Rituale dienen der Besinnung und dem Gedenken, nicht der Zurschaustellung.
Syrelion - Tag des Schutzes (Februar)
Der Tag des Schutzes ist ein Fest der Gemeinschaft. Gemeinsame Mahlzeiten, stille Gelöbnisse und das erneuerte Bekenntnis zum Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt. Er erinnert daran, dass Valathyr Zuflucht bietet – und zugleich verteidigt und bewahrt werden muss. Dieses Fest ist Alandria, Göttin der Strategie, der Gerechtigkeit, der Weisheit und der Zauberkunst, sowie Varthorin, Gott des Krieges, des Kampfes und der Jagd, gewidmet. Zugleich wird Elidrian, Gott der Heilung, um Kraft, Genesung und das Bewahren von Leib und Gemeinschaft gebeten.
Lûtharion - Fest der Ankunft (April)
Das Fest der Ankunft gedenkt der ersten Rückkehr nach Thur’Valarys und dem Beginn des Wiederaufbaus. In stiller Gemeinschaft versammeln sich die Bürger, teilen Geschichten ihrer Wege, erinnern sich an Verluste und Hoffnungen und nehmen gemeinsam ein einfaches Mahl ein. Dieses Fest ist Vayandria, der Göttin des Lebens, der Zeit und des Schicksals, gewidmet. Sie wird als jene verehrt, die Wege zusammenführt und Neuanfänge erlaubt. Gebete bitten um einen guten Lauf der kommenden Zeit und um das Fortbestehen der Gemeinschaft. Reisende und Seefahrer legen an diesem Tag kleine Zeichen für Zephyria, Göttin des Himmels, des Wetters und der Reise, nieder – als Dank für sichere Überfahrten, günstige Winde und den Schutz auf allen Wegen.
Valeryon-Visenya-Tag (Mai)
Der Valeryon-Visenya-Tag erinnert an die beiden ersten Elfen, aus deren Wirken die Königsfamilie und die Stadt Dohaeragon hervorgingen. Er wird gefeiert, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, als Sinnbild für Ursprung, Schöpfung und Weitergabe. Tanz, Gesang, Rituale und Gebete ehren die Zwölf Drachengötter als Bewahrer dieses Erbes. Gleichzeitig werden Segnungen für Paare, Familien und werdendes Leben gesprochen und Elyndra, Göttin der Liebe, der Schönheit und der Geburt, um Schutz und Fruchtbarkeit gebeten.
Naurath - Tag der Flamme (Mitte August)
Am Tag der Flamme wird die fortbestehende Verbindung zu den Zwölf Drachengöttern gefeiert. Im Tempelviertel finden schlichte Zeremonien statt, begleitet von Gebeten, Opfergaben und stiller Andacht. Die Flamme gilt als Quelle von Ordnung, Führung und Schutz. Bei Tagesanbruch werden besondere Gebete an Helianthor, Gott des Lichts, der Sonne und des Tages, gesprochen, auf dass sein Licht wachsam über Valaryn wache und Klarheit, Maß und Beständigkeit bewahre.
Thalassion - Tag der Ernte (Letzte Woche im September)
Der Tag der Ernte ist Verdantia, Göttin der Natur, der Tiere und der Ernte, sowie Marindor, Gott des Meeres und aller Gewässer, gewidmet. Blumen, Früchte, Getreide und andere Gaben werden an ihren Altären niedergelegt. Gebete bitten um eine reiche Versorgung, um gesunde Felder, ruhige See und verantwortungsvollen Umgang mit den Gaben der Natur. Der Festtag steht für Dankbarkeit, Maßhalten und die Verpflichtung, das Erhaltene zu bewahren.
Ûrath - Nacht der Erinnerung (Erste Woche im November)
In der Nacht der Erinnerung gedenken die Valyrianthi ihrer Ahnen, der verlorenen Städte und der Vergangenheit ihres Volkes. Kerzen und Lichter werden entzündet, Geschichten erzählt und Namen bewahrt, damit nichts in Vergessenheit gerät. Die Nacht ist Valyndor, dem Gott des Reiches der Toten, und Morwyna, Göttin der Dunkelheit, des Mondes und der Nacht, gewidmet. Rituale bitten um Frieden für die Verstorbenen und um Schutz für jene, die noch wandeln.
Soryvalyr - Drachentanz-Fest (Jahresende)
Das Drachentanz-Fest bildet den Abschluss des Jahres. Maskeraden und traditionelle Tänze stellen die Verbindung der Valyrianthi zu den Zwölf Drachengöttern dar und symbolisieren Schutz, Wandel und das Fortbestehen alter Bindungen auch in Zeiten der Dunkelheit. Die Anfertigung der Masken, Gewänder und Requisiten gilt als stilles Opfer an Aurimor, Gott des Handwerks, der Künste und der Tugenden. Durch Sorgfalt und Schöpfung wird ihm Ehre erwiesen.

Gesetzbuch
Präambel
Präambel
Valathyr ist eine Gemeinschaft im Aufbau, gegründet als Ort des Schutzes, der Verantwortung und des gemeinsamen Wirkens. Dieses Gesetzbuch dient nicht der Herrschaft, sondern der Ordnung des Zusammenlebens und der Wahrung des Refugium-Gedankens. Valathyr erkennt die Oberhoheit des Drachenhoffes von Dohearagon an und steht unter dem Schutz der Flamme. Die Auslegung und Wahrung dieser Gesetze obliegt der Hüterin von Valathyr und dem Hohen Rat.
§1 Verhältnis zum Drachenhof von Dohaeragon
§1 Verhältnis zum Drachenhof von Dohaeragon
1.1 Valathyr erkennt den Drachenhof von Dohaeragon als oberster Herrscher der Drachenelfen an.
1.2 Die Hüterin von Valathyr handelt im Namen der Flamme und wahrt die Ordnung der Gemeinschaft in Abwesenheit der Valysar / des Valyroks.
§2 Grundsätze der Gemeinschaft
§2 Grundsätze der Gemeinschaft
2.1 Jeder, der in Valathyr lebt oder wirkt, verpflichtet sich, nach seinen Möglichkeiten zum Erhalt und Wohl der Gemeinschaft beizutragen.
2.2 Valathyr kennt keine verpflichtenden Rollen oder Stände. Verantwortung erwächst aus freiwilliger Übernahme und gemeinschaftlicher Anerkennung.
2.3 Kein Bürger ist dauerhaft an einen Pfad, eine Aufgabe oder eine Funktion gebunden. Entwicklung und Veränderung gelten als natürlicher Teil des Lebens.
§3 Pfade und Zugehörigkeit
§3 Pfade und Zugehörigkeit
3.1 Die Pfade dienen der Orientierung innerhalb der Gemeinschaft. Sie begründen keine Hierarchie, keinen Anspruch und keine Verpflichtung.
3.2 Ein Bürger kann mehrere Pfade zugleich beschreiten oder neue Pfade aufnehmen. Kein Pfad schließt einen anderen aus.
3.3 Kein Pfad steht über einem anderen. Jeder Beitrag zum Erhalt Valathyr ist gleichwertig zu achten.
§4 Bürgerschaft und Gäste
§4 Bürgerschaft und Gäste
4.1 Gäste genießen Schutz und Gastrecht, solange sie die Ordnung Valathyrs achten.
4.2 Bürger tragen Verantwortung für die Gemeinschaft und beteiligen sich aktiv an deren Erhalt, Schutz oder Aufbau.
4.3 Wer den Schutz Valathyrs wiederholt missbraucht oder der Gemeinschaft vorsätzlich schadet, kann vom Schutz und der Zugehörigkeit ausgeschlossen werden.
§5 Ordnung und Schutz
§5 Ordnung und Schutz
5.1 Gewalt, die Leib und Leben gefährdet, ist innerhalb Valathyrs untersagt.
5.2 Der Einsatz von Waffen oder Magie, der die Gemeinschaft gefährdet, ist untersagt.
5.3 Sabotage, Brandstiftung, vorsätzliche Zerstörung gemeinschaftlicher Güter oder Gefährdung anderer Bürger sind untersagt.
5.4 Tempel, Quellen, Lagerstätten und öffentliche Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz und sind mit Achtung zu behandeln.
§6 Konflikte und Rechtsprechung
§6 Konflikte und Rechtsprechung
6.1 Konflikte sollen vorrangig durch Gespräch, Vermittlung oder Ratsentscheidung beigelegt werden.
6.2 Der Hohe Rat berät bei Streitfällen, schweren Vergehen und gemeinschaftlichen Angelegenheiten.
6.3 In Angelegenheiten von größerer Tragweite liegt die letzte Entscheidung bei der Hüterin von Valathyr.
§7 Schutzpflicht
§7 Schutzpflicht
7.1 Valathyr unterhält eine Schutzgemeinschaft zum Erhalt der Sicherheit von Stadt, Bürgern und Gästen. Diese dient ausschließlich der Verteidigung und dem Schutz des Refugiums.
7.2 Der Schutz Valathyrs beruht auf freiwilligem Beistand. Kein Bürger ist verpflichtet, Waffen zu führen oder am Kampf teilzunehmen. Jeder leistet seinen Beitrag nach Fähigkeit und Pfad.
7.3 Im Falle einer Bedrohung kann die Hüterin von Valathyr gemeinsam mit dem Hohen Rat um Beistand ersuchen. Bürger, die hierzu in der Lage sind, werden aufgerufen, nach eigenem Ermessen zum Schutz der Gemeinschaft beizutragen.
7.4 Auch Versorgung, Heilung, Evakuierung, Sicherung von Vorräten und andere unterstützende Tätigkeiten gelten als Beitrag zur Schutzpflicht.
7.5 Niemand darf zu Aufgaben herangezogen werden, die seine körperlichen oder geistigen Fähigkeiten übersteigen oder ihn unverhältnismäßig gefährden.
§8Jagd
§8Jagd
8.1 Wilderei ist im gesamten Hoheitsgebiet Valathyrs verboten.
8.2 Das Recht zur Jagd muss von der Hüterin erworben werden und beschränkt sich auf Jagdtiere.
§9 Bauvorhaben
§9 Bauvorhaben
9.1 Bauvorhaben sind mit der Hüterin abzustimmen. Schwarzbauten werden entfernt und ziehen Strafen nach sich.
9.2 Gebäude müssen sich in das Gesamtbild der Stadt einfügen. Eine Nichtbefolgung der Bauvorschriften kann zum Abriss führen.
9.3 Bäume und andere Pflanzen sollten, wenn möglich, für Bauvorhaben erhalten bleiben.
§10 Persönliches und Städtisches Eigentum
§10 Persönliches und Städtisches Eigentum
10.1 Jeder Bürger Valathyrs hat das Recht auf den Erwerb persönliches Eigentums.
10.2 Der Eigentümer einer Sache hat die unbeschränkte Herrschafftsmacht darüber.
10.3 Städtisches Eigentum gehört der Krone und umfasst Gebäude, Ländereien, Straßen, Wasserwege und öffentliche Einrichtungen.
10.4 Bürger dürfen städtisches Eigentum nutzen, solange dies den Gesetzen entspricht. Die Krone kann die Nutzung zum Wohle der Gemeinschaft regulieren.
10.5 Die Nutzung königlichen Landes für landwirtschaftliche Zwecke bedarf der Genehmigung durch die örtliche Verwaltung.
§11 Handelsgesetze
§11 Handelsgesetze
11.1 Handel erfolgt ehrlich und ohne bewusste Schädigung anderer.
11.2 Betrug, der der Gemeinschaft schadet, wird geahndet.
11.3 Jeder hat das Recht, einen Antrag für einen Marktstand zu stellen. Dieser muss genehmigt werden, bevor der Handel aufgenommen werden kann.
11.4 Die Miete für Marktstände beträgt 50 Taler pro Monat für Bürger, während Markthäuser 150 Taler pro Monat kosten.
11.5 Die Miete für Marktstände von externen Händlern beträgt 75 Taler pro Monat, während die Nutzung von Markthäusern 200 Taler pro Monat kostet.
11.6 Marktstände und Markthäuser bleiben Eigentum der Hüterin. Wenn die Mieten zweimal hintereinander ausbleiben, kann dies zur außerordentlichen Kündigung des Pachtvertrags führen.
11.7 Abweichende vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich des Mietzinses sind möglich.
§12 Zugang zur Bildung
§12 Zugang zur Bildung
12.1 Jeder Bürger hat das Recht auf grundlegende Bildung. Schulen sind kostenfrei zugänglich.
12.2 Spezialisierte Ausbildungen für Magier, Krieger oder Handwerker bedürfen der Empfehlung einer anerkannten Autorität und finden an speziellen Lehranstalten statt.
§13 Ehe- und Familiengesetz
§13 Ehe- und Familiengesetz
13.1 In Valathyr sind Ehepartner vor dem Gesetz gleichberechtigt.
13.2 Beide Ehepartner müssen bei der Hochzeit volljährig sein. Die Braut muss erblüht sein.
13.3 Eine Ehe kann nur zwischen zwei Personen verschiedener Geschlechter geschlossen werden.
13.4 Inzest ist verboten und wird mit dem Tode bestraft. Ehepartner dürfen nicht näher als Cousin 2. Grades miteinander verwandt sein.
13.5 Eine Annullierung der Ehe kann nur unter bestimmten Umständen erfolgen, die schwerwiegend genug sind, um die Ehe als unhaltbar zu betrachten. Dazu gehören Ehebruch, Unfruchtbarkeit und andere Verletzungen des Ehebundes.
13.6 Um eine Annullierung zu beantragen, müssen beide Ehepartner zustimmen. Zusätzlich müssen die Hüterin und der Hohepriester dies genehmigen.
13.7 Bei gemeinsamen Kindern verbleiben diese in der Obhut der Mutter.
13.8 Werdende Eltern sind dazu verpflichtet, den Segen des Hohepriesters zu holen und Gespräche mit einer Hebamme zu führen.
13.9 Eltern, die ihren Erziehungspflichten nicht ordnungsgemäß nachkommen, können das Sorgerecht für ihr Kind verlieren. Dies geschieht zum Wohle des Kindes.
§14 Schlussbestimmungen
§14 Schlussbestimmungen
14.1 Die Gesetze sind im Sinne von Gemeinschaft, Schutz und Verantwortung auszulegen, nicht im Sinne starrer Bestrafung.
14.2 Dieses Gesetzbuch kann durch Ratsbeschluss und Zustimmung der Hüterin angepasst werden, sofern es dem Wohl Valathyrs dient.

Zur Zeit hegt Valathyr keinerlei Bündnisse zu anderen Städten.
Valathyr untersteht dem Drachenhof von Dohaeragon (RPliches Reich, keine Spielerstadt).

Valathyr ist ausschließlich auf dem Seeweg erreichbar. Die Insel liegt im Nordosten Xantias und westlich des Knotenpunkts Elf 1. Anreise und Versorgung erfolgen über den Hafen; Landwege bestehen nicht.

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CiraThomasen - Hüterin Elarya Velaryth
Liv - Ailarya Velaryth
Nikboh - Elaris Valeris
Gramazar - Zenzi Aelarian
Zenaya32 - Nimloth Eluchíl
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