Glimmer unter den Wellen - ⚓︎ [Die Flotte Thyma Dorei] ⚓︎

OOC Disclaimer

Aus Minecrafttechnischen Gründen haben wir auf der Karte eine feste Position, aber im Rollenspiel bewegt sich die Flotte innerhalb der, weiter unten im Text erwähnten, Region immer wieder hin und her. Was vor zwei Wochen eine bekannte See-Koordinate war, die Schiffe zu finden, könnte sich bald als Blindgänger erweisen.

:anchor: Geschichten von der vertriebenen Flotte :anchor:

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Nach einigen Wochen an der Küste vor Nyvalis ließ die kleine Flottille aus mittlerweile drei Schiffen den Ort hinter sich. Anfangs, als die Phönix samt ihrer Besatzung und Passagiere aus Thyma Dorei vor Anker lagen, herrschte noch Ratlosigkeit, wie es nun für jene weitergehen möge. Doch Gespräche wurden geführt, Geschäfte geschlossen und Hände geschüttelt. So sollte das Vergessen noch nicht ihr Schicksal werden.

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Die roten Segel des Flaggschiffes blähten sich unter vollen Winden und die Flaggen flatterten fröhlich am Mast. Menschen und Elfen gleichermaßen liefen über das Deck oder kletterten an den diversen Takelagen empor, um Anpassungen den unzähligen kleinen und großen Segeln des Ungetüms zu vollziehen. Der erste Maat Willi Wellenbrecher stand in diesem kleinen Chaos am Deck und rief seine Befehle über die Köpfe der Besatzung hinweg. Ein aufmerksamer Beobachter konnte eine weißhaarige Drachenelfe zwischen einer wesentlich größer gewachsener, silber weißhaarigen Elfe und einem Mann in einer Kapitänsuniform erkennen, worin er etwas fehlgekleidet wirkte; der ein Pergament in den Händen hielt.
Aurelyth, die größere der beiden Elfen, lies ein langatmiges Seufzen entfahren und entwendete dem Kapitän Surström kurzerhand die Karte aus der Hand und reichte ihm diese umgedreht zurück. “Es besteht die Chance, dass wir nun auch den Kurs finden, Kapitän", ließ die Elfe in einem kühlen Tonfall von sich verlauten. Der recht kleine Mann musste den Hals verrenken, um ihr in die weiß-rosanen Augen sehen zu können. Er wirkte etwas bestürzt über den noch herrschenden Mangel an nautischen oder, wie in diesem Falle, kartographischen Fähigkeiten. “Ihr seid aus gutem Grund Navigatorin auf diesem Schiff", gestand Walter etwas widerstrebend ein.

Die mysteriöse Elfe, welche unerwarteter Weise eines Abends am Kai Thyma Doreis auftauchte und Teil der Besatzung werden wollte, erwies sich als Glücksgriff. Ihre Kenntnisse über die Sternenkonstellationen und die Fähigkeit, anhand der Gestirne navigieren zu können, sorgte dafür, dass die Phönix und ihre Begleitschiffe den Kurs nicht verlieren vermochten. Doch wusste Surström nicht, ob sie eines Tages nicht ebenfalls ohne Warnung verschwinden vermochte. Doch daran wollte er nicht weiter denken. Besser gesagt, er konnte nicht weiter daran denken.

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Die Drachenelfe, auch bekannt als Liora, piekste ihn in die Seite und fragte dazwischen: „Wohin segeln wir, Kapitän?!”. Disziplin war im Moment noch ein großer Punkt auf der “Zu erledigen” Liste des Mannes. Mit einem leisen Stöhnen wanderte der Blick ein Stockwerk tiefer, wenn auch noch aufschauend. “Wir segeln einige Orte ab, welche die Navigatorin vorschlug, um diese auszukundschaftenAurelyth warf dazwischen ein “Ich wusste nicht, dass unsere Matrosen sich an der Planung unserer Route beteiligen“. Der Seitenkommentar wurde mit einem abschätzigen Blick von ihr an Liora begleitet. Diese reckte wiederum ihren Kopf empor und blickte ihr herausfordernd entgegen.
Surström seufzte leise und blickte in die Takelage empor, für gewöhnlich hätte man dort die blauhaarige Elfe Azula gefunden, die sich dort elegant bewegte. Doch war sie auf Reisen gegangen, um mit einem Luftschiff über die Lande zu ziehen.
Ohne der aufkommenden Diskussion weitere Aufmerksamkeit zu schenken, trat er zur Reling hinüber und blickte mit gemischten Gefühlen zu den beiden neuen Akquisitionen der “Flotte” hinüber.

Zwei gebrauchte Schiffe, welche eine Generalüberholung noch vor sich hatten. Zum einen die frisch getaufte “Skogsmus", welche aus einem etwas ausgearteten Witz der menschlichen Besatzung dort entstand, um die Elfen zu verwirren. Dieser führte zu einer schiffsweiten Rauferei zwischen den beiden Gruppen, welche später glücklicherweise aufgeklärt werden konnte und zur offiziellen Bezeichnung des Kutters wurde.
Die andere Havarie, auch bekannt als “Schatten”, war in der Tat ein Schatten von einer Brig selbst. Doch die Schiffszimmerleute versprachen mit voller Zuversicht, aus beiden etwas hervorragendes zu schaffen. Zumindest nachdem sie dem Kapitän Surström das Versprechen abnahmen “Nie wieder solche Nussschalen zu erwerben”. Doch sie mussten auch im selben Atemzug zugeben, dass sie das eine oder andere von der “Schatten” lernen konnten und bei Zeiten auf andere Schiffe zu übertragen, um den Mannschaftsbedarf in manchen Bereichen zu senken. Zwar konnten sie sich nicht erklären, wie eine Brig mit nur drei Mann zu fahren sei, aber sie taten dies, als übertriebenes Seemannsgarn mit einem Übermaß an Rum kombiniert, ab.

Zum Glück war bereits Abhilfe unterwegs wenn die neue „Albatros-Klasse an Schiffen vom Stapel laufen sollte, sowie die weiteren Schiffstypen die sich noch in Planung befanden.

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Die Tage vergingen auf der See, wo ihr Weg an der Hauptstadt Xantia vorbeiführte, um Vorräte aufzufrischen und dann zu ihrem eigentlichen Ziel weiter zu segeln. Ihre Ein- und Ausfahrt aus dem Nabel der Welt, wurde von den gefräßigen Möwen begleitet, die mit Liora um ihren Fischfang ringten und mit gezeilten Hieben einer Angel in Schach gehalten wurden. Die angestrebte Route führte sie zu einem Seegebiet auf den Karten, welches laut Aurelyth großes Potential haben könnte. Ein Name war im Moment nicht gefunden, doch bezeichnete man ihn vorläufig nur als “Die Tiefe”. Ein enormes Areal, das weitaus tiefer gelegen war als die umliegende See; mit allerlei mysteriösen Vegetationen und bis dato unergründeten Geheimnissen.

Mit weitaus mehr als einer Hand Wasser unter dem Kiel warf die Flottille ihre Anker, oder zumindest an Stellen, wo kleinere Felsformationen die höher lagen, so etwas zuließ. Während die meisten Besatzungsmitglieder ihrer Arbeit auf dem Schiff nachgingen, machten sich einige mutige Schwimmer dazu auf, die höher gelegenen Plateaus der Seeregion auszukundschaften. Die Hoffnung war es auf reichhaltige Perlen und vielleicht das eine oder andere untergegangene Schiff zu stoßen, welches noch Taler, Edelsteine oder Metalle mit sich führte.

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In der Zwischenzeit verlor der heldenhafte Kapitän Surström einem Kampf ganz anderer Natur. Dieser lag mit dem Kopf auf dem Tisch, mehrere Seekarten, welche er von Aurelyth aufgebrummt bekam zu studieren, vor ihm liegend. Auf dem Tischrand lag währenddessen noch ein Buch vom ersten Maat Willi Wellenbrecher mit der Aufschrift: “Schiffe: Worauf man beim Kauf achten sollte”. Während also das Oberhaupt der Phönix all diese Informationen in tiefster Meditation verarbeitete, klopfte es mehrmals an der Tür, ehe man diese aufschob. Willi trat ein, salutierte einmal und blickte einen Moment lang bemüht ausdruckslos auf seinen Anführer, dem gerade ein Buch vom Kopf rutschte, als er versuchte, seine ungeteilte Aufmerksamkeit vorzutäuschen. Dieser überging das vor ihm liegende Schauspiel mit den Worten: “M’r han do wat jefunge, Kapitän!”.

Dieser wiederum deutete mit einem Handwink seinem Offizier an, mit dem Rapport fortzufahren. „De Taucher sin zurück und sie berichte vun üppij Schätze un de Wellen“ Mit einem schwachen Nicken erhob der müde Mann sich von seinem Stuhl und folgte dem freudig grinsenden Willi nach draußen. Dort berichteten ihm die Taucher von allerlei wundervollen Schätzen, die noch viel weiter unten am Meeresbett zu finden seien. Doch diese wären ohne weitere Ausrüstung nicht zu erreichen. Eine äußerst tapfere Seele, welche sich etwas zu weit nach unten wagte und mit den Konsequenzen der Taucherkrankheit zu kämpfen hatte, berichtete sogar von einer Grotte, die mit Luft gefüllt war. Nachdem der Kapitän sich bei den mutigen Tauchern einmal bedankt hatte und alle mit einer zusätzlichen Mahlzeit und Sold belohnt wurden, machte dieser sich zurück in sein Quartier. Mit einem tiefen Seufzen ließ er sich auf seinen Stuhl fallen. Er wusste, was dies bedeutet. “Mehr Planungsarbeiten, mehr Briefmöwen”. Mit einem leisen Fluch darüber, auf was für ein Abenteuer ihn Graf Lorian geschickt hatte, holte er weitere Pergamente hervor und machte sich an die Arbeit. Eine Vorrichtung musste geplant werden und es scheint, als hätte die Flotte in dieser Seeregion eine temporäre Heimat gefunden.

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